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Die S-Bahn Berlin zeigt die grundlegende Problematik der renditeabhängigen Privatisierung

gepostet von PolitikBasisam 17 - Juli - 2009 -KOMMENTAR+-  Share/Bookmark

Wohin ideologisierte Verblendung führt, lässt sich derzeit am Beispiel der Berliner S-Bahn absehen. Im Privatisierungswahn, der den Besitz des Gemeinwesen von Schlüsselstrukturen als sozialistisch, gar kommunistisch oder DDR-like betrachtet, wird natürlich alles, was Renditezielen unterworfen ist, unter der Prämisse “Einsparungen” geopfert.

S-Bahn stellt Betrieb zwischen Zoo und Ostbahnhof komplett ein »

Service- und Qualitätsabbau wird hierbei zu “Eigenverantwortung” gemacht.
Unter dem Begriff der “Eigenverantwortung” wird dann auch im Falle eines Unglückes, die Schuld auf die Nutzer abgewälzt:

Wer damit fährt ist selber Schuld, denn im Kapitalismus hat jeder die Freiheit Auto zu fahren, dorthin zu ziehen wo es keine S-Bahnen braucht, oder mit dem Fahrrad zu fahren.

Im Falle der S-Bahn werden Fahrgäste übrigens “Beförderungsfälle” genannt.

Dabei ist die S-Bahn Problematik dabei noch eine recht harmlose: Man stelle sich vor “Einsparungen” träfen drastisch z.B. Atomkraftwerke.
Jüngster Fall z.B. ist das AKW Krümmel des Betreibers Vattenfall »

Warum da noch nichts passiert ist?

Einfach deswegen, weil die Betreiber bei einem Unglück derzeit noch selbst, oder der nähere Verwandtschaft/Bekanntschaft direkt betroffen wären. Gleichzeitig wäre das Risiko, der gesellschaftlichen Ächtung auch noch zu groß.
Möglich werden dort sicherheitsgefährdende Einsparung aber dann, wenn die Betreiber, und ihr gesellschaftliches Umfeld, geographisch so weit entfernt und/oder abgeschottet sind, dass weder die physische Gefahr durch z.B. Strahlung ihnen gefährlich werden könnte, noch gesellschaftliche Unmut sie in irgend einer Weise anficht.
Ist es aber erst einmal so weit gekommen, in vielleicht 50 oder 100 Jahren, würden, unabhängig davon, welche technische Errungenschaften in der Energiegewinnung noch gemacht werden, die Sicherheitsstandards soweit heruntergefahren, dass das Risiko eines “Reaktorzwischenfalls” sich deutlich erhöht.
Ist es dann zum GAU gekommen, lässt sich wieder mit Eigenverantwortung” argumentieren. Natürlich von denjenigen, die das nicht betrifft und ihre Renditeziele erreicht haben möchten.

Das Beispiel der Berliner S-Bahn zeigt also, die Funktionen und Mechanismen einer renditeunterworfenen Vorgehensweise, die es im Zuge von Privatisierungen gibt. Sie machen aber dort nicht halt!

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