PolitikBasis

Kommentarblog zu den Systemnachrichten

Archiv für die Juli, 2009

Wahlen – Durch die eigene Stimme zur Mittäterschaft

gepostet von PolitikBasis am 6 - Juli - 2009- 1 KOMMENTAR

Ist es eigentlich legitim und nicht sogar verantwortungsvoller, wenn man sich als Nichtwähler den Schuh des schlechten Gewissens zukünftig nicht mehr anzieht, den selbsternannte Demokraten in Talkshows und der Journallie einem anbieten, in dem sie mit erhobenem Zeigefinger von der Wichtigkeit und dem Nutzen von Wahlen reden?

Im Grunde zeigt man doch als braver Teilnehmer solcher Wahlen nur, daß man die aufoktroiert Spielregeln aktzeptiert – wenn auch murrenden und knurrend – , sich fügt, und sich damit letztendlich nur mitschuldig macht, bei allem was danach passiert.
Mitgehangen, mitgefangen…Wahlauftrag nennt sich das vollmundig. Alle 4 Jahre wieder, Einfluss gibt es dabei danach aber genau NULL. Die restliche Zeit verbringt die Mehrzahl der Wähler dann mit inkonsequenten Maulen, Jammern und Nörgeln. Das ist doch ein äußerst merkwürdiges Verhalten!

Wer denkt an diese Gruppe der Nichtwähler. Ist die Wahlenthaltung nicht ein eindeutiges, rechtschaffendes Statement, das noch ganz anders gewichtet gehört?

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Schanzenfest 2009 – Ausschreitungen seitens der Polizei

gepostet von PolitikBasis am 5 - Juli - 2009- 10 KOMMENTARE

schanzenfestUm erneut ihre Daseinsberechtigung zu unterstreichen, und im Wahljahr 2009 mehr oder weniger unterschwellig vor der ominösen Gefahr von “Links” zu warnen, ist es am gestrigen Abend erneut zu Ausschreitungen seitens der Polizei gekommen. Wie bereits dem dem G8-Gipfel und der 1.Mai Demonstration üblich, wurde provoziert, diesmal aber ohne Einsatz von “Agent Provokateuren”. Zumindest ist keiner bis jetzt offiziell bestätigt. Noch nicht.
Die Einsatzkräfte “begnügten” sich mit einem unangemessen marzialischen Auftreten, und dem unnötigen Einsatz von Wasserwerfern gegen unbeteiligte Passanten und Gäste der ansässigen Gastronomien – so Augenzeugenberichte. Daß das nicht zur besonderen Zustimmung und Kooperation seitens der Gäste sorgte, dürfte sich von selbst erklären.
Da auch von der Presse aus das Schanzenfest mit ihrer Tradition einer anschließenden Keilerei ihren festen Termin hat, mußte nachgeholfen werden. Die Bilder von brennenden Objekten und bürgerkriegsähnlichen Zuständen sind sehnlichst erwartet worden. Aber nicht nur von den Medien, auch die brennende Seele der Mittelschicht – beim Kampf gegen “Links” -, versteckt und tönend vom sicheren Sofa aus, möchte sich alle Jahre wieder als Retter und Bewahrer imaginärer Werte profilieren. Morgen beklagen sie wieder still und leise die Ungerechtigkeiten bei der Beseitigung von Steuerschlupflöchern.

Aber Gottseidank, für alles ist genug dabei um ein positives Fazit zu ziehen:
Die eingesetzten Polizisten und Politessen können sich über ein ordentlichen Zuschlag freuen,
die Versicherungen über Arbeit für ihre Sachbearbeiter, und die Presse über auflagenstarke Headlines und die etablierten Parteien haben mit den willigen, instrumentalisierte Krakelern aus den eigenen Reihen wieder etwas gegen “links”. Was auch immer das sein mag.

Fotos und Augenzeugenberichte

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Auf Sand gebaut – Sandsation 2009

gepostet von PolitikBasis am 5 - Juli - 2009- 2 KOMMENTARE

Wer ein Ausflugsziel für Berlin sucht, das mitten in der Stadt gelegen ist, und in ein paar wenigen Stunden durchlaufen werden kann, dem sei die Sandsation 2009 ans Herz gelegt.
Seit einigen Jahren schon lese und höre ich immer mal wieder von diesen Sandskulpturen, die, mir unbekannte Künstler, hier in Berlin aus dem Sand zaubern. Genau genommen gibt es diese Event nun seit bereits seit 7 Jahren. Der gesunde Erlebnishunger meiner Partnerin hat dieses Jahr dazu geführt, dieses Event live zu erleben. Wer nicht unbedingt anders muss, nimmt für die Anfahrt am Besten das Fahrrad oder die S-Bahn, mit dem Auto durch die Stadt ist wahrlich kein Vergnügen, und am Hauptbahnhof ist die Parkplatzsuche ziemlich hoffnungslos.


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Die überbordernde Werbung die mir beim Betreten der Fläche als erstes ins Auge fiel, lässt erahnen, dass es sich um ein einträgliches Geschäft handelt.
Und das ist auch der größte Kritikpunkt. In der Fülle der Sponsoren die mit all ihren Fähnchen, Wimpeln und Aufdrucken vertreten sind, einschließlich der aufdringlichen Gastronomiewerbung, die auf allerlei Sonnenschirmen, Liegestühlen und Plakaten für ihre Produkte wirbt, lässt dieses Event leider mehr zu einer Werbeveranstaltung werden, als das ein künstlerische Anspruch im Mittelpunkt stünde.
Das hätte er aber zu recht verdient, zumal der Eintrittspreis von 6.00 EUR für den Umfang stattlich ist, und war wohl in der Vergangenheit auch so angedacht, denn die Skulpturen sind wirklich sehenswert. Unter dem diesjährigen Thema „City of Future“ – Stadt der Zukunft haben sich also Künstler daran gemacht ihre Assoziationen in Sand umzuwandeln. Herausgekommen sind detailreiche Skulpturen, schön anzusehen und immer reichlich Fotos wert.
Workshops und der “Animal Park” – für Kinder(?), runden das Angebot ab.

Eintrittspreise:
Erwachsene ab 17 Jahre 6 €, ermäßigt 5 €,
Kinder (3-6 Jahre) 1 €, Kinder und Jugendliche (6-16 Jahre) 3 €, Familienticket (bis zu 2 Erwachsene und 4 Kinder) 15 €

Öffnungszeiten:
Sonntags bis Donnerstag 9–20 Uhr, Freitag und Samstag 9-23 Uhr, anschließend DJ´s, Live-Musik, Salsa und Tango Open-Air

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Rating-System in den Blog integriert

gepostet von PolitikBasis am 4 - Juli - 2009- 1 KOMMENTAR

vote_starsWir haben unserem Blog ein neues Artikel-Rating System spendiert. Zunächst sollen die Bewertungen sich ausschließlich auf die Artikel beziehen und nicht auf die Wertung von z.B. Movies und Games. Denkt also daran, wenn ihr euer Rating abgebt. In Zukunft werden wir manche Sachen evtl. noch ändern.
Voten kann jeder, auch Gäste, ohne Zeitlimit.
Kommentare, Antworten zu Themen können auch bewertet werden, dabei aber nur mit max. 5 Sternen.
Zum Benutzen: zieht dafür einfach mit der Maus über die Sterne, bis zu dem Stern, mit dem ihr meint den Artikel bewerten zu wollen.

Viel Spass und Beste Grüße!
Die Politikbasis.

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US-Horrorzahlen schicken Dax auf Talfahrt

gepostet von PolitikBasis am 3 - Juli - 2009- KOMMENTAR+

Die einen nennen es “Horror”, andere wiederum nennen es noch immer: “Jammern auf höchstem Niveau”. Es gibt so viele verschieden Ansätze sich dem Problem zu nähern, wie es Menschen auf der Welt gibt. Wer wo zu gehört ist, wie immer, auch eine Frage der eigenen Betroffenheit und Zukunftsperspektive.

Die Situation auf dem US-Arbeitsmarkt ist so schlecht wie seit Monaten nicht mehr – das verdarb Anlegern die Kauflaune. Auch in Europa gaben die Börsen nach. Im DAX entzog sich nur ein einziger Wert dem Abwärtstrend.

US-Horrorzahlen schicken DAX auf Talfahrt
Ich versuch es mit einem verhalten, hoffnungsvollem Statement. Aber Vorsicht: wer zustimmend nickt, dem muss klar sein, dass Gefordertes auch von ihm erwartet wird:

Die Menschen haben in der Hoch-Zeit des dekadenten Kapitalismus verlernt für sich selbst zu sorgen und sich in Abhängigkeit von Finanzjongleure gebracht. Die verkümmerten Gesellschaftsstrukturen tuen ihr übriges. Die beste Versicherung ist eine intakte, verantwortungsvolle Familienbande und ein Stück zu bewirtschaftendes Land. Da kann wieder gelernt werden sich über existenzielle Dinge zu freuen und alles darüber als Luxus wahrzunehmen.

Schon einleuchtend, und genug Platz für Hoffnung, doch der eigentliche Horror daran ist, dass kleine Personenkreise die Situation ausnutzen um weiter an den Hebeln der Macht zu bleiben.

Da macht man sich mit dem oben geschriebenen geradezu mitschuldig, wenn man den Leuten einrede möchte dass alles OK ist – und wird, wenn sie nur fest genug den Gürtel enger schnallen. Manche sind auch  ganz frech und versuchen vom “Funktionieren eines  Kapitalismus” zu reden.

Das tut er nämlich nur so lange wie diese Individuen nicht als Störfaktor wahrgenommen werden, welche es als Abweichler identifiziert – weil sie Kostenfaktor sind, den es wegzurationalisieren gilt.

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Shutter – Sie sehen dich (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 2 - Juli - 2009- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Amazon | Shutter - Sie sehen dichEntgegen der allgemein recht herben Kritik an Shutter, kann ich sagen, daß der Streifen schon einen näheren Blick wert ist. Aber ob, er mich ins Kino gelockt hätte glaube ich nicht.

Das hat aber mehr damit zu tun, daß ich ich 1. nicht der Kinogänger bin und 2. die thailändische Originalversion nicht kenne. Sollter der aber im Stile eines Ju-On – The Grudge sein, dürfte er schon spannungstechnisch um ein paar Längen besser sein, was aber nicht heißt, dass man sich mit dem Remake nicht gut unterhalten könnte.

Worum gehts? Von der Story her ist der Film zunächst nicht wirklich besonders, entwickelt sich aber im weiteren Verlauf zunehmend unerwartet.
Eine junge Frau wird auf dem Weg in eine andere Stadt von einem frisch verheirateten Pärchen des Nächtens überfahren. Sie ist am Unfallort nicht mehr auffindbar, so dass für die beiden das Thema zunächst abgehakt ist. Nun tauchen aber immer wieder Geistererscheinungen auf Fotos auf, und so nimmt bei weiteren Nachforschungen über den Verbleib und die Vergangenheit dieser Frau eine unheilvolle Entwicklung ihren Lauf.

Shutter merkt man an, daß es vom selben Team kommt, die auch “The Ring” kreierten. Dafür sorgt schon allein die “Übeltäterin”, die einem Schema F, der asiatischen Filme der letzten 10 Jahre, folgt: 20 Jahre, dunkle Haare, grauer Teint.

Es gibt einer Reihe guter, und spannender Momente, die von der stimmigen Musik und den pointiert gesetzten Geräuschen ordentlich unterstrichen werden. Gekonnt setzt der Film die unheimliche, dichte Story um, was auch der Verdienst von Joshua Jackson ist, den man nicht unbedingt aus Blockbustern kennt, sowie einer Rachael Taylor (See no Evil, Transformers), die eine gute schauspielerische Leistung abliefert.
Auch die anderen Protargonisten sind passend gewählt und zeigen damit einmal mehr, daß es sich bei “Shutter” nicht um eine billige Produktion handelt. In Deutschland mit 16.000 Zuschauern durchgefallen, spielte der Film in den USA seine Produktionskosten locker rein. Zu recht wie ich meine.

Zum Ende hin kommt der Film noch mal richtig in Fahrt und dreht die Story in eine unerwartete Richtungen. So vorausschaubar wie in den Kritiken oft behauptet wird, ist er dann meiner Meinung nach auch nicht. So ist auch das Ende schön düster und passt sich gut den vorausgegangenen, spannenden 120 Minuten an.

Wertung: 8/10

Shutter – Sie sehen dich
Darsteller: Joshua Jackson, Erica Leerhsen, David Denman, John Hensley, Rachael Taylor u.a.
Regie: Masayuki Ochiai – Drehbuch: Luke Dawson
USA 2008 – circa 89 Minuten

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