Die einen nennen es “Horror”, andere wiederum nennen es noch immer: “Jammern auf höchstem Niveau”. Es gibt so viele verschieden Ansätze sich dem Problem zu nähern, wie es Menschen auf der Welt gibt. Wer wo zu gehört ist, wie immer, auch eine Frage der eigenen Betroffenheit und Zukunftsperspektive.
Die Situation auf dem US-Arbeitsmarkt ist so schlecht wie seit Monaten nicht mehr – das verdarb Anlegern die Kauflaune. Auch in Europa gaben die Börsen nach. Im DAX entzog sich nur ein einziger Wert dem Abwärtstrend.
US-Horrorzahlen schicken DAX auf Talfahrt
Ich versuch es mit einem verhalten, hoffnungsvollem Statement. Aber Vorsicht: wer zustimmend nickt, dem muss klar sein, dass Gefordertes auch von ihm erwartet wird:
Die Menschen haben in der Hoch-Zeit des dekadenten Kapitalismus verlernt für sich selbst zu sorgen und sich in Abhängigkeit von Finanzjongleure gebracht. Die verkümmerten Gesellschaftsstrukturen tuen ihr übriges. Die beste Versicherung ist eine intakte, verantwortungsvolle Familienbande und ein Stück zu bewirtschaftendes Land. Da kann wieder gelernt werden sich über existenzielle Dinge zu freuen und alles darüber als Luxus wahrzunehmen.
Schon einleuchtend, und genug Platz für Hoffnung, doch der eigentliche Horror daran ist, dass kleine Personenkreise die Situation ausnutzen um weiter an den Hebeln der Macht zu bleiben.
Da macht man sich mit dem oben geschriebenen geradezu mitschuldig, wenn man den Leuten einrede möchte dass alles OK ist – und wird, wenn sie nur fest genug den Gürtel enger schnallen. Manche sind auch ganz frech und versuchen vom “Funktionieren eines Kapitalismus” zu reden.
Das tut er nämlich nur so lange wie diese Individuen nicht als Störfaktor wahrgenommen werden, welche es als Abweichler identifiziert – weil sie Kostenfaktor sind, den es wegzurationalisieren gilt.
Verwandte Artikel:
- Das Renteneintrittsalter mit 69 plus x, und das “Funktionieren des Kapitalismus”
- Tschüss Hertie
- Nicht vergessen: Demo 12. Juni 2010
in Berlin und Stuttgart! - Westerwelle und die Mär vom stabilen “Mittelstand” durch weniger Sozialstaat
- Warum es jetzt nur konsequent wäre “den Staat” aufzulösen


















