PolitikBasis

Kommentarblog zu den Systemnachrichten

Archiv für die September, 2009

hundt_merkelKaum sind die Bundestagswahlen herum, und nach “erfolgreichen” Medienkampagnen nach dem Willen von Industrie und Wirtschaft entschieden worden, lassen die ersten “zaghaften” Vorstöße nicht lange auf sich warten.
Ganz klar, als erster im Bunde: der Arbeitgeberpräsident Hundt. Ein echter Präsident der Arbeit. Wenn das nicht das Gros der Bevölkerung allein auf Grund seiner Bezeichnung vor Ehrfurcht erstarren lässt, ist uns wahrlich nicht mehr zu helfen.

Vor lauter Sorge um die (Lohn?)Arbeitslosen möchte er ganz schnell den Kündigungsschutz lockern:

BDA-Präsident Dieter Hundt forderte eine Reform beim Kündigungsschutz. „In der Arbeitsmarktordnung benötigen wir mehr Flexibilität“, sagte er dem „Tagesspiegel“. Dabei gehe es nicht darum, den bestehenden Kündigungsschutz der Beschäftigten zu verändern, „sondern den Einstieg in Arbeit für Arbeitslose zu erleichtern“.

Arbeitgeber wollen Kündigungsschutz aufweichen »

Doch im Grunde ist das gar nicht so schlimm, wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat. Tagelöhner gibt es in vielen Ländern, und es wäre nicht so, als das sich die Menschen, die sich so verdingen, auffallend unglücklich durch das Leben schleppen würden, oder gar eine Revolution anstiften würden. Dafür haben sie ja auch gar nicht Möglichkeiten. :D

Die Zuckerrohrplantagen in Indien als Beispiel der neuen sozialen Marktwirtschaft in Deutschland ist ein erstrebenswertes, wenn auch nicht allzu modernes Gesellschaftsmodell. Dass die wachsende Anzahl von solchen Beschäftigungsarten nicht einen Binnenmarkt ankurbeln, sondern höchstens eine globale Wirtschaft anspringen lassen – für global operierende Unternehmerschaften, wurde vor der Bundestagswahl leider nicht erzählt, als mal wieder von “Wachstum” die Rede war.
Dieses “Wachstum” ist nur ein Begriff, der den Wählern etwas suggerieren sollte. Das Wachstum das gemeint ist, ist schon seit Jahren als ein globales zu betrachten, und nicht auf den eher zweit- oder gar drittklassigen deutschen Binnenmarkt zu beziehen.
Und die meisten Selbstständigen und Freiberufler sind hierzulande davon ohnehin nicht betroffen, und wenn, dann höchstens als Zuarbeiter globaler Unternehmenskonglomerate. Mit entsprechenden Abhängigkeiten. Dem obliegt auch letztendlich der Grundgedanke, dass wenn es diesen Unternehmen gut geht, genug Brosamen abfallen, um den Rest zu ernähren, und wenn alles gut läuft, auch ein bisschen darüber hinaus. “Wohlstand” ist dann die passende Bezeichnung, aber das ist auch schon ein anderes Thema.

In diesem Sinne: Ihnen noch einen schönen Tag!
Und denken sie daran: Yes we can! :D

Ihre PolitikBasis.

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Positiv betrachtet – das Wahlergebnis Schwarz-Gelb

gepostet von PolitikBasis am 27 - September - 2009- 1 KOMMENTAR

gelbe_tonne_2Zugegeben, ein gutes Ergebnis für Deutschland mag es nicht sein: Schwarz-Gelb. Doch gilt es diese Konstellation nicht übertrieben zu verteufeln. Mit einer ordentlichen Portion Gelassenheit lässt sich nämlich das Wahlergebnis hinnehmen und kommentieren, denn ihre Unfähigkeit haben diese beide Parteien bereits in der Vergangenheit, auf Grund ihrer politischen Einstellungen und ihres Schaffens mit dem Ausbruch der Finanzkrise unter Beweis gestellt. Diese hätte es laut ihrer Glaubenssätze nie geben dürfen, und wenn doch, dann dürfte ein ganzes Volk dafür nicht in Haftung genommen werden, sondern nach ihren eigenen propagierten Marktgesetzen die Verursacher (Banken) sich selbst überlassen werden. (…so war die Lüge geboren schon in der ersten Nacht….)
So hören wir von der PolitikBasis bereits jetzt das Maulen und Greinen der Anhänger und Wählerschaft, wenn es um die Mehrwertsteuererhöhung geht, oder um das schrittweise Zurückrudern bezüglich der ehemals versprochenen Steuersenkungen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Das allseits beliebte: “Wer soll das bezahlen?” bleibt dann keine Antwort mehr schuldig. :)
Und wir werden sehen, daß die gesamtgesellschaftliche Entwicklung auch zukünftig keine positive Tendenzen einschlagen wird, sondern wir einem weiteren Zerfall ausgesetzt sein werden.

Doch wir wollen nicht zu Schwarz malen, denn für die PolitikBasis ist das wiederum ein ausgesprochen gutes Wahlergebnis, können wir doch sicher sein, auch weiterhin, Dank der zukünftig zu erwartenden, äußerst fragwürdigen, politischen Entscheidungen mit reichlich Stoff für die nächsten Jahre versorgt zu werden. Unsere Leserschaft kann somit auch weiterhin einen kontinuierlich Strom aufklärerischer und aktueller Artikel erwarten, immer etwas abseits der medialen Gleichschaltung aber immer im Zentrum des Geschehens.
Und so heißt es für uns schon wieder: nach der Wahl ist vor der Wahl, und starten somit auch jetzt bereits schon wieder, als aufmerksame Beobachter, in die neuen/alten politischen Entwicklungen, zwischen Klüngel und Kommerz, Schmiergeldern und Machterhalt.

Es bleibt spannend!

Lassen Sie es sich gut gehen.
Ihre PolitikBasis.

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Zeit Bilanz zu ziehen: Große Koalition 2005 – 2009

gepostet von PolitikBasis am 27 - September - 2009- 3 KOMMENTARE

ringeNur noch wenige Stunden bis zum Ergebnis der Bundestagswahl 2009. Noch einmal lassen wir von der PolitikBasis die letzten 4 Jahre Revue passieren um den Führungsanspruch der selbsternannten Eliten und Leistungsträgern aus Politik und Wirtschaft zu untermauern…so es denn möglich ist, denn hier gibt es doch einige massive Probleme.

Beziehen wir uns noch einmal auf den Artikel: Von unserem ambivalenten Kern in nicht-fundamentalen Krisen », und schauen wir uns an wo wir stehen. Ist Kritik angebracht und überhaupt möglich?

Zitat aus dem Artikel:

Die echten Krisen sind von der Sorte, die dem Menschen direkt lebensgefährlich werden können: Hunger, Durst und körperliche Versehrtheit. Sie sind existenziell, alles darüber kann als Wohlstand bezeichnet werden.

Die Frage wo wir gesellschaftlich hin möchten beantwortet uns kein Politiker, keiner der Eliten, und keiner der Leistungsträger. So bleibt es uns nur selbst überlassen Tendenzen auszumachen, um davon Entwicklungen ableiten zu können. Immerhin etwas.
Fakt ist, verhungert ist in diesem Land niemand. Doch reicht das aus, um von besonderen Leistung der Regierungsparteien in Zusammenarbeit mit Unternehmen zu sprechen und wohin führt der Weg?
Am Liebsten wäre es doch manchen, wenn die Ansprüche der Mehrheit soweit heruntergefahren würden, daß allein das tägliche Brot und körperliche Unversehrtheit schon als der erstrebenswerte Lohn gilt. Sollten Klagen kommen, wird mit dem Vorwurf des Jammerns argumentiert. Dabei sollten doch Lebensumstände, angesiedelt über einer Armut, eine Selbstverständlichkeit sein. Gerade wenn das Wort Wachstum und Wohlstand immer wieder fällt.

Bundestagswahl 2009 - Haben Sie gewählt?

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Ergebnis »

Doch wo stehen wir nun eigentlich, was wurde die letzten Jahre durch die Politik und auch durch eigene persönlichen Verhaltensweisen erreicht, von Bequemlichkeit über Mitläufertum, bis hin zur stillen Duldung:

- Agenda 2010
- Altersarmut / Kinderarmut / Zerstörung der Mittelschicht
- Ausverkauf der Infrastruktur
- Bevorteilung von Kapitaleinkünfte
- Bildungsmisere
- Biometrik in Pässen
- Diätenerhöhungen
- Ein-Euro-Jobs
- Energieversorgerkartelle
- Gaspreisexplosion
- Gesetzgebung durch Wirtschaft
- Gesundheitsfond
- Hartz IV
- Hedgefonderlaubnis
- Kalte Progression
- Lasche Finanzmarktregeln
- Lehrermangel
- Lobbyismus und Korruption
- Mehrwertsteuererhöhung auf 19 % Punkte, das sind 18,75% !!!
- Missbräuchliche Bundeswehreinsätze
- Nichtverfassungskonforme Gesetze
- Niedriglöhne
- Zeitarbeitssklaven
- Online-Durchsuchung
- Praxisgebühr
- Prekäre Beschäftigung
- Privatisierungen (Wasser, Energie, Gesundheit, Grundversorgung)
- Rente mit 67
- Rettungspakete für Betrüger (Banken)
- Riesterrente (Geringverdiener)
- Sinnlose Subventionen
- Steuerverschwendung
- Studiengebühren
- Überwachungsstaat
- Unangemessene Managergehälter
- Unbezahlte Praktika
- Ungerechtes Gesundheitssystem
- Ungerechtes Steuersystem
- Vetternwirtschaft
- Vorratsdatenspeicherung

Nun, das klingt doch alles nicht nach erfolgreicher Politik und einem durchdachten Wirtschaftssystem.

Nicht zu vergessen die exorbitante Staatsverschuldung, die als Damoklesschwert dem Bürger über den Kopf gehalten wird um ihn, willig und gefügig, immer wieder den Satz: “Wir müssen sparen” und “Wer soll das bezahlen” zu entlocken.

Dabei sind diese Schulden nicht dafür da um bezahlt zu werden. Sie sind dafür da um bedient zu werden. Denn ihre Funktion ist die eines Knebels.

Die Medien sind dabei schon ganz eifrig auszublenden wie diese Schulden überhaupt erst zustande gekommen sind. Da wird Peer Steinbrück als Schuldenminister tituliert und überhaupt die SPD, und alles, was noch einen letzten kleinen Rest einer sogenannten “sozialen Marktwirtschaft” aufrecht erhalten möchte als Links, Rot, Sozialistisch oder gar Kommunistisch und damit als Böse und Gefährlich bezeichnet. Argumente aus einer Zeit des kalten Krieges. Dabei locken sie höchstens noch die Generation der Rentner vor dem Ofen hervor, bei allem Respekt!

Das ein neoliberales System vor lauter Fehlentwicklungen und falschen Heilsversprechungen mit Billionen von Euros gerettet werden mußte, weil dabei die Vernunft auf der Strecke bleibt, wird geflissentlich ausgeblendet. Und diese Ausblendung “der Krise” ist schon wieder die nächste Blase eines Denkens und Handelns, die nach ihrem Platzen wieder gerettet werden möchte.

Und was bleibt für den Bürger?

Mit Hartz4 wird er immer wieder aufgebracht, ebenso wenn es gegen die Renten geht. Wie ein Hampelmann, der immer dann anspringt, wenn ihm die Systemmedien die Brocken hinwerfen.
Gut gemacht Michel! Du wurdest wirklich gut erzogen. Er will Leistungsträger sein, intelligent, elitär und Mittelschichtler, oder gar Oberschichtler, zeigt aber der Obrigkeit in jedem seiner vorhersagbaren Verhaltensweisen, daß es gerade mal zum Nappel reicht.

“Was wäre denn die Alternative”, wird es ihm dank seines konditionierten Denkens in den Kopf kommen, wenn Vorschläge gemacht werden Dinge zu verändern. Seine Aufgabe wäre dabei eventuell der Verzicht auf einige bequeme und liebgewonnene, aber bisher nicht unbedingt zuträgliche Zustände. Doch davon will er nichts wissen. Einschränkungen überlässt er lieber anderen. Vorzugsweise Gesellschaftsschichten die unter ihm zu verorten sind.
Daß die Alternativen von ihm selbst Eigenverantwortung und in die “Hände spucken” verlangen ist zu viel. Zwar tönt er immer gerne mit, wenn es mal wieder gefordert wird, doch zieht er den Schwanz ein wenn’s ernst wird.

Michel, du wirst das Ganze auf eine andere Art wieder lernen werden. Denn der Kapitalismus dieser Art ist nicht der Heilbringer der er für dich zu sein scheint. Er wird sich gegen dich richten und dir all die Eigenschaften abverlangen die du von Andern erwartest.
Dann darfst du beweisen was wirklich in dir steckt.

Einen schönen (Wahl)Tag noch! :D

Ihre PolitikBasis.

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*urg.., reingezappt: Hart aber Fair vom 23.09.09

gepostet von PolitikBasis am 24 - September - 2009- KOMMENTAR+

fdp_wahlplakat_2Es war furchtbar, ganze 2 Minuten habe ich es ausgehalten: “Hart aber Fair” vom 23.09.09. Ehe ich mich versah kam mir ein Schwall sinnentleertem, inkonsequentem Gesabbel entgegen. Sofort brachte ich Verständnis für jeden Nichtwähler auf, der nach besten Wissen und Gewissen für sich entscheidet dabei nicht mehr mit zu machen.
Warum sollte er sich letztendlich auch noch zum Handlanger machen, wenn diese Parteien dann wieder etwas von einem “Wählerauftrag” faseln.

Für alle andern empfehle wir diese beiden Artikel: “Keine Angst vorm Stimmzettel!” » und Totgeschwiegen: die 12 “Sonstigen” »

Die FDP rückt nicht raus mit der Sprache, weil sie Einsparpotenzial bei den unteren Einkommen sieht. Der völlige Kahlschlag ist mit ihr vorprogrammiert, nach dem Motto: “Die fehlenden Milliarden holen wir bei den Obdachlosen”.

IHRE ARBEIT MUSS SICH WIEDER LOHNEN” tönt es von den Wahlplakaten, und da hinter ein Heer von (Lohn?)Arbeitskräften. Werden das alles Billiglöhner, so sie es noch nicht sind, oder sind das schon Aufstocker?

Alles sehr doppeldeutig, denn er spricht ja den Leser vor dem Plakat an, und nicht die Menschen die dort abgebildet sind. Seine übliche Wahlklientel versteht diesen Hinweis aber ganz sicher. So muß man sich fragen wessen “Arbeit” sich lohnen soll? Welche, keine reale Werte schaffende Tätigkeit, wird hier wieder “Arbeit” genannt? Das (Ver)Zocken an der Börse, oder das transferieren von Geldern auf die Cayman-Inseln?
Und auf Grundlage der Doppeldeutigkeit des Begriffes “Arbeit”, hangelt sich die FDP, ebenso wie die CDU, zu dem Begriff “Leistungsträger” und anschließend noch zur “Elite” und führt so eine komplettes Volk an der Nase herum.
So die Wähler es denn zulassen.

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Die Neuigkeiten ab jetzt in der Sidebar

gepostet von PolitikBasis am 24 - September - 2009- KOMMENTAR+

Neuigkeiten, für die nicht ein ganzer Artikel geschrieben werden soll, finden sich zukünftig in der Sidebar im Fenster “Facebook”.
Wer möchte kann uns natürlich auch gerne hinzufügen.

Der Link: PolitikBasis auf Facebook »

Ihre PolitikBasis.

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Tom Clancy’s H.A.W.X (PS3)

gepostet von PolitikBasis am 22 - September - 2009- KOMMENTAR+

hawxTom Clancy’s H.A.W.X ist schon einen Schritt voraus, wenn es darum geht sich vorzustellen, wie zukünftig militärische Konflikte ablaufen könnten. Als ernstzunehmende Flugsimulation, für die PS3, läuft das Spiel an der Realität aber meilenweit vorbei. Spaß macht es trotzdem. :).
Ein Action-Shooter für die Luft ist hier die richtige Bezeichnung.

Ob nationalstaatliche oder unternehmerische Interessen zukünftig militärische Konflikte lösen oder auslösen, ist im Grunde ziemlich unerheblich. Die Unterschiede verschwimmen ohnehin zunehmend. So sind in beiden Fällen gemeinschaftliche Interessen der Auslöser.
Allein der Unterschied, ob der Einzelne sich auf Grund seines Geburtslandes einer Gemeinschaft, als so genannter “Staatsbürger” zugehörig fühlt, oder in einer verstärkt globalisierten und verwirtschafteten Welt auf Grund seiner finanziellen Möglichkeiten, als so genannter “Teilhaber” – an Unternehmeskonglomeraten, reicht einfach nicht aus, um sich eine segensreichen Zukunft vorzustellen.

So beginnt auch die Story von Tom Clany’s H.A.W.X mit der Anheuerung Ihres alten Egos, dem Kampfpiloten David Crenshaw zur privaten Militärfirma Artemis. Nachdem er, bzw. Sie sich dort die ersten Sporen verdient haben, werden Ihnen die unlauteren Absichten dieser Firma offenbar. Daraufhin entschließen Sie sich die Seiten zu wechseln und finden sich flugs beim US – Militär wieder, von wo aus Sie zukünftig ihrem alten Brötchengeber feindlich gegenüberstehen.

In 19 Missionen wird die recht simple Story erzählt. Sie erfüllt aber ihren Zweck in dem sie Sie von einer Mission zur nächsten geleitet, denen man schon den Vorwurf machen kann immer gleich abzulaufen, doch sind diese ziemlich ansprechend inszeniert, so daß man großzügig darüber hinwegschauen kann.

Ohne große Umschweife geht es nach einem kurzen Tutorial zur Sache. Und schon hat man nach den ersten Flugmanövern, dank der unkomplizierten Steuerung, und der nur rudimentären Anlehnung an echte Flugsimulationen, das Gefühl ein echter Top Gun Pilot zu sein. Schnelle Erfolge garantiert, frustrieren soll bei diesem Titel möglichst wenig. Und doch ist es nicht so, als das H.A.W.X anspruchslos wäre, denn wer die Feinheiten erlernen will, wird auch hier üben müssen.
Zumal es die Schwierigkeitsgrade in drei Abstufungen gibt, und diese, spätestens ab der Mission “Stiletto”, je nach eigenen Fähigkeiten, ordentlich anziehen.


Es wird der Adobe Flash Player benötigt und im Browser muss Javascript aktiviert sein..


Grafisch gibt es nichts zu meckern, butterweich zeigt die Engine selbst im größten Getümmel keine Schwächen, und die aus Satellitenbildern stammenden Landschaftstexturen sorgen für eine ordentliche Portion Realismus. Und doch es gibt auch Kritik, denn die Missionsbriefings sind wirklich hässlich :|. Nicht mehr zeitgemäß warten sie mit kleinen Pixelgesichtern auf, deren Lippensynchronisation  zusätzlich noch zu wünschen übrig lässt. Der Einsatz von Schauspielern wäre hier wohl die bessere Wahl gewesen, dürfte aber einem finanziellen und/oder zeitlichem Aspekt zum Opfer gefallen sein.
Auch der liebevolleren Ausschmückung der Story hätte dem Spiel gut getan.

Instant Action ist garantiert. Neben den 3 verschiedenen Ansichten, Cockpit – Außen – Third Person, gibt es noch die abschaltbare OFF-Steuerung, die, wenn sie deaktiviert ist, einen seitlichen Blick auf das Kampfgeschehen zulässt.
Dass diese Art der Perspektive recht gewöhnungsbedürftig ist sollte klar sein, sollen Sie doch dabei dann immer noch navigieren, ausweichen und aufschalten, sie birgt aber einiges an Vorteilen hinsichtlich der Manövrierunfähig, wie enge Kehren, Stromabriss und Ähnlichem, die, wenn sie richtig eingesetzt werden zu eleganten Abschüssen führt.

Seine dann erlernten Fähigkeiten lassen sich anschließend am Besten online mit bis zu 8 Spielern unter Beweis stellen. Entweder im Coop-Modus, in dem man auch alle Missionen durchspielen kann, oder im Deathmatch 4 v.4. Für Langzeitmotiavation ist somit gesorgt, zumal es 50 Flugzeuge freizuspielen gibt, sowie zahlreiche Ränge und natürlich die liebgewonnen PSN-Trophies.

Was bleibt als Fazit? Tom Clancy’s H.A.W.X ist ein unbeschwerter Fun-Shooter, der duch seine Multiplayeraction durchaus für einige Stunden fesseln kann. Als Vollpreistitel, um die 50 – 60 EUR würde ich ihn aber nicht kaufen. Jedoch, wer ihn günstig für 20 – 30 EUR irgendwo sieht, kann getrost zugreifen. Auf den Server gibt es eine feste Community und für Downloadcontent ist auf PSN gesorgt, so dass auch in Zukunft dort noch Bewegung sein dürfte.

Wertung: 7.0/10

Du hast Tom Clancy’s H.A.W.X gespielt? Es hat dir gefallen, oder auch nicht? Schreib uns einen Kommentar.

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magazinNach dem marktradikale Ideologien einen Großteil aller zeitlichen und zwischenmenschlichen Ressourcen der Menschen verbraucht, und sie allein auf “Geld” und “Konsum” heruntergebrochen haben, werden als Konsequenz familiäre Beziehungen und Erziehung vernachlässigt. Diese Versäumnisse möchte die CDU und ihr bayrisches Anhängsel die CSU, mittels immer mehr Kontrolle kompensieren:

Angela Merkel reagiert auf die S-Bahn-Attacke in München und den Amoklauf von Ansbach: Die Kanzlerin will mehr Polizeibeamte und einen Ausbau der Videoüberwachung. “Der Staat muss den öffentlichen Raum schützen”, fordert die Regierungschefin. Sonst würden immer mehr Bürger bei Straftaten wegsehen.

Quelle: Tödliche Attacke in Münchner S-Bahn »

Dass die Vorkommnisse ihren eigenen politischen Entscheidungen zu Grunde liegen, scheint für die Dame und Herren unvorstellbar.
Aber: es scheint auch nur so. Denn es ist schon anzunehmen, daß sie sehr genau um die Konsequenzen ihres Tuns wissen. So birgt Opportunismus auch immer eine “Chance”, aus negativen Entwicklungen wieder etwas positives zu kreieren, zumindest für sich selbst und seinen Machterhalt.

So lassen sich z.B. aus der wachsenden Verrohung und Gewaltbereitschaft einer Gesellschaft Märkte generieren (private Sicherheitsdienste z.B.), die wiederum für Arbeitsplätze, z.B. im Vollzug sorgen, um so den Kreis zu schließen, zwischen dem CDU Slogan “Wachstum schafft Arbeitsplätze” oder einem “Sozial ist was Arbeit schafft”.

Was meinen Sie: braucht Deutschland mehr Polizisten?

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Ergebnis »

Natürlich möchten sie auch sogenannte “Killerspiele” verbieten, um einer sich eventuell immer schneller drehenden Gewaltspirale entgegenzuwirken, doch birgt Opportunismus auch das Dilemma keine moralisch einwandfreie Entscheidung treffen zu können. Wenn nämlich andererseits die Steuereinnahmen und Aufträge von Spiele-Entwicklerstudios, Werbeagenturen und weitreichende Verflechtungen in diese Branchen hinein, von Lockheed – Martin, Boeing, bis American’s Army bzw. United States Army, wegfallen, inklusive den Arbeitsplätzen dort, wiegt sich der Nutzen, mit dem eines wachsenden Marktes der Kriminalisierung, schon wieder auf.
Ein Mehrwert käme käme dabei nicht heraus, im besten Fall wäre es ein Nullsummenspiel.

Und das ist was die Entscheidungen auf eine lange Bank schiebt, und sie zu einer heuchlerischen werden lässt.
Zumal die Diskussion um Killerspiele, von Regierungsseite aus, mit Vorsicht zu betrachten ist, denn ein Überschwappen auf die üppigen Gewaltdarstellungen in Filmen und Fernsehen gilt es zu vermeiden. Die Filmindustrie hat wohl nicht minder Einfluss auf eine Gewaltbereitschaft, ist vielleicht sogar der Motor für neue
“Innovationen”, muss aber aus der Debatte herausgehalten werden, weil ein Schlingerkurs dort, eine Lawine in Gang setzen würde, die einen ganzen Industriezweig zu Fall bringen könnte.

Und so wird auch hier nur gegengerechnet wieviel Gewalt vertretbar ist um Arbeitsplätze nicht zu gefährden, Steuereinnahmen nicht wegbrechen zu lassen, immer in Abwägung der Zurufe verschiedenster Lobbygruppen denen es je nach Machtkonzentration nicht wehtun darf. Verlierer ist die Gesellschaft im Kleinen, die sich in Familie, in der S-Bahn, Schule, in öffentlichen Räumen und andern Lokalitäten ohnmächtig, immer mehr solchen Ereignissen gegenüberstehen sieht.

Gewalt ist somit nicht mehr als eine kalkulierbare Größe, ein Wirtschaftsfaktor, wie die Sterbehäufigkeiten bei Rauchern und ihrer dazugehörige Rechnung zur Rentenbezugsdauer. Die Gesundheit und Unversehrtheit ist auch hier nur zweit- wenn nicht gar drittrangig.
Das Gerede darüber ist somit auch nicht eine nach moralischen und gesellschaftlichen Gesichtspunkten, sondern schlicht eine nach fiskalischen.

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Wolfgang WaldnerDer Autor Wolfgang Waldner beschäftigt sich seit Jahren aktiv mit dem meist verschwiegenen Vorgehen wenn es um geldpolitische Entscheidungen geht.
Die breite Masse wird mit pseudowissenschaftlichem Bramborium, von Studium bis hin zur Expertise vom wahren Kern der Wirtschaftskrisen ferngehalten.

Er beschreibt in seinem neuen Buch, wie nach der Rückkehr zum internationalen Goldstandard, Ende der 20er Jahre, vorsätzlich eine deflationäre Depression ausgelöst wurde. Ziel war die Korrektur einer Inflation. Vornehmlich beteiligt: die Rentiers und ihre Bankiers in den USA und in Großbritannien.

Das Buch dürfte wieder einiges mehr an Klarheit bringen.

Aus dem Inhalt:
Der Weltkrieg hatte zur sofortigen Aufgabe des Goldstandards und zu einer expansiven Geld- und Finanzpolitik geführt.
Wirtschaftsaufschwung und steigende Löhne waren die Folge, aber auch steigende Preise. Die Inflation senkte die Kaufkraft der Geldvermögen und die reichen Rentiers fühlten sich betrogen. Die mächtige Rentiersklasse betrieb in GB und den USA die Rückkehr zum internationalen Goldstandard zu den Paritäten der Vorkriegszeit und ein Niederbrechen der Löhne und Preise durch eine deflationäre Depression, wie einst in England nach dem Krieg gegen Napoleon ein Jahrhundert zuvor. John Maynard Keynes argumentierte für eine Abwertung der Währung und gegen die geforderte Senkung der Preise, vor allem wandte er sich gegen die Rückkehr zum Goldstandard. Keynes scheiterte und das nur für die Eingeweihten der Geldpolitik absehbare Verhängnis nahm seinen Lauf. Dass England schon 1931 den Goldstandard verließ, war sicher auch Keynes zu verdanken. In den USA wurde der Goldstandard erst von Roosevelt im Jahr 1933 ausgesetzt, so dass die restriktive Geldpolitik der FED beendet werden konnte.

Warum die Geldpolitik 1929-33 die Weltwirtschaftskrise verursacht hat
ISBN 978-3-8370-9391-9, Paperback, 132 Seiten

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Der Vorleser (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 17 - September - 2009- 3 KOMMENTARE

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 6.0/10 (1 x bewertet)
Wer sich seinen Tag emotional eintrüben möchte, ist mit dem “Der Vorleser” bestens bedient, doch diese filmische Melancholiehascherei schrammt auch knapp am Kitsch vorbei.
Es ist gemeinhin bekannt, dass mit den Gräueltaten der Nazi-Vergangenheit erzählerisch dichte Stories machen lassen die ihre Wirkung beim Publikum nicht verfehlen, denn sensibilisiert, von Kindesbeinen an, lässt sich beim Zuschauer, fast wie auf Knopfdruck, die eine breite Palette gesellschaftlich akzeptierter und pädagogisch trainierter Emotionen abrufen. Sie dürfen von Abscheu bis hin zu Verständnis reichen. Immerhin.

Recht harmlos beginnt die zarte Liebesgeschichte des pubertierenden 15jährigen, gespielt von David Kross (Krabat,) der sich Hanna Schmitz (Kate Winslet) verliebt. Verbittert und verbiestert und sexuell ausgehungert schleppt die sich als Schaffnerin durch den Alltag der deutschen Nachkriegsjahre. So kommt ihr der 25 Jahre jüngere Michael als Lustknabe anscheinend ganz gelegen. Nebenbei ist er auch des Lesens mächtig.
Die Romanze währt einen Sommer lang. Prägend sicherlich für den jungen Mann: die erste Liebe. Das plötzliche Verschwinden Hannas dürfte schmerzlich für ihn gewesen sein, so daß seine nachfolgenden Reaktionen bei einem unschönen Wiedersehen mit Hanna, in einem Gerichtssaal, etwas verständlicher werden.
Ganz nachvollziehbar bleiben sie aber trotzdem nicht.
Der Zuschauer wird ab diesem Zeitpunkt mit der belastenden Frage nach nach Schuld und Vergebung beschäftigt. Vorbei für ihn die unbeschwerte Zeit der nackten kopulierenden Kate Winslet. Man wird sich dabei ertappen Verständnis aufzubringen, ob ihrer Naivität, und sie eventuell gar als Opfer der Siegerjustiz ansehen.
Ob das gewollt ist?
Nun gut, Zeitsprung: Der gealterte Michael, gespielt Ralph Fiennes, dürfte sich die Jahre nach der Verurteilung Hannas mit Schuldgefühlen herumgeschlagen haben, hat er dem Gericht doch wichtige Details und Tatsachen verschwiegen. So beginnt nun die Zeit eines Versuches seiner Wiedergutmachung. Sie bleibt aber unvollständig und tragisch.

Kate Winslet erhielt einen Golden Globe und einen Oskar für ihre schauspielerische Leistung in diesem Film. Durchaus zu Recht wie ich meine. Aber auch die anderen Darsteller liefern eine ordentliche Leistung ab.
Fazit: Erzählerisch etwas zäh und streckenweise etwas langatmig ist der Film doch aufwühlend inszeniert und musikalisch passend untermalt, so daß er seine Wirkung nicht verfehlen dürfte. Die Damen halten die Taschentücher bereit und die Herren kehren ihren harten Kern raus.

Wertung: 6.8/10

Der Vorleser
Darsteller: Kate Winslet, David Kross, Ralph Fiennes u.a.
Regie: Stephen Daldry – Drehbuch: David Hare
USA 2008 – circa 119 Minuten

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