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Inglourious Basterds (Movie)

gepostet von PolitikBasisam 1 - September - 2009 -1 KOMMENTAR-  Share/Bookmark

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Der neueste Streich Quantin Taratino weist einiges an Genialität aus, ein Spaziergang für den Zuschauer ist er deswegen aber nicht. Dort wird nichts beschönigt und kein Mantel der Dunkelheit dezent über die Gewaltszenen ausgebreitet. Dieser Film lebt von seiner Rohheit. So wie das Thema auch, denn die Nazizeit hat nichts anderes verdient. Die Spitzen jedoch werden immer wieder durch eine kräftige Prise Komik genommen, bewußt eingestreut, und dankbar vom Zuschauer angenommen, denn die Atemlosigkeit, die sich im Verlauf des Films einstellen kann, dürfte anstrengend werden.

Wer glaubt eine gewöhnliche Story rund um die pathetischen Taten einer alliierten Spezialeinheit zu bekommen, liegt genau so falsch wie ich als ich die Vorschau sah. Das ganze Geschehen weitet sich so stark aus, daß nichts Geringeres als ein fiktives Kriegsende möglich werden könnte. Das ist Quantin Taratino, und das ist auch ein Stück weit “From Dusk till Dawn”, an den mich “Inglourias Basterds” erinnert. Ziemlich abgedreht also. Schon der Vorspann ist ungewöhnlich. Die verschiedenen Schriftarten, vom Westernstil bis hin zum EuroTrash, sind als Andeutungen an die Hoch-Zeit des Italo Westerns der 1970er Jahre zu verstehen. So bedient sich “Inglourious Basterds” auch locker angelehnt an Enzo G. Castellaris: “Ein Haufen verwegener Hunde” von 1979.

Extrem dicht die Story, in Kapitel aufgeteilt, lebt sie besonders von den geschliffenen Dialogen die sich Zeit lassen, teilweise mit Untertiteln in der französischen Landessprache. Sie stören aber nicht, machen das Ganze noch etwas authentischer, wenn man davon überhaupt hier sprechen möchte.
Christoph Waltz in seiner Rolle als “Col. Hans Landa”, brillant: schwankt zwischen Komik, Süffisanz, Zynismus, Sympathie und den Zuschauern geht es entsprechend, fiebern mit den Opfern. Sein Auftreten ist Garant für das Gefühl gleich bei etwas Verheimlichten erwischt zu werden. :)

Überhaupt, die Auswahl an deutschen Schauspielern ist ein gelungener Griff wie ich meine. Daniel Brühl als Dieter Hellstrom spielt eine leichte Bräsigkeit die nur wieder zeigt, daß sich der Film, Gott sei Dank, selbst nicht allzu Ernst nimmt. Til Schweiger in der Rolle des Hugo Stiglitz, verdammt dazu den mürrischen Deutschen zu mimen, was ihm anscheinend Spaß macht. Diane Kruger spielt den Filmstar Bridget von Hammersmark, die Agentin, die im Treffpunkt der Kellerkneipe es immer wieder versteht das Ruder herumzureissen, wenn es darum geht die Tarnungen zu wahren. Traumhaft, Spannung pur!
Und so explosionsartig entlädt sich dann auch immer wieder die Anspannung, in brutal hecktischen Handlungen, wie erwartet, aber mit einer Intensität, die einen sprachlos werden lässt.

Und was mach Brat Pitt und die anderen alle? Brat Pitt als Anführer der “Inglourious Basterds” gibt den Gegenpart zu den Deutschen. An Rohheit stehen er und seine Kumpanen den Deutschen in nichts nach. Einzig ein “die haben aber angefangen” könnte sie in einem “etwas” besseren Licht erscheinen lassen und als Rechtfertigung für ihre blutigen Taten dienen.
Darum geht es in dem Film aber nicht, nur 2. rangig die Frage ob etwas gerechtfertigt sein könnte oder etwa angemessen. Denn das ist ein Quantin Taratino, der sich nahtlos einreiht neben Pulp Fiction, Kill Bill, Death Proof, nur mit einem Nazi/Hitler Thema eben.
“Das könnte mein Meisterwerk sein”, ist Brat Pitts letzter Dialog im Film, als er sein blutiges Werk betrachtet, und damit kann er ruhig für alle Akteure sprechen, denn damit hat er recht.


Fazit:
Auch wenn der Film durch sein 2-3 sehr gewalttätigen Szenen schlichte Effekthascherei betreibt, bleibt reichlich genug für einen äußerst unterhaltsamen Kinogang. Allein schon Christoph Waltz dürfte sich mit dem Film ein Denkmal gesetzt haben. Ein anderer “Hauptdarsteller” sind die brillanten Dialoge, die den Zuschauer jede Sekunde an die Lippen fesselt.
Kurz: Ganz großes Kino!

Wertung: 9.0/10



Inglourious Basterds
Darsteller: Brad Pitt, Mélanie Laurent, Christoph Waltz, Eli Roth, Michael Fassbender u.a.
Regie: Quentin Tarantino – Drehbuch: Quentin Tarantino
USA 2009 – circa 154 Minuten


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Inglourious Basterds (Movie), 8.5 out of 10 based on 2 ratings

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Ein Kommentar zu “Inglourious Basterds (Movie)”

  1. Ines sagt:

    Klasse Rezension zu einem Super Film :)

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