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Kommentarblog zu den Systemnachrichten

Tipps und Tricks heute:
“Keine Angst vorm Stimmzettel!”

gepostet von PolitikBasisam 16 - September - 2009 -6 KOMMENTARE-  Share/Bookmark

stimmzettelIm 1.Teil unserer Rubrik: “Tipps und Tricks zur Bundestagswahl 2009″ möchten wir Ihnen heute mal den Stimmzettel 2009 vorstellen. Damit bekommen Sie schon mal einen ersten Eindruck was Sie in ihrer Wahlkabine am 27.September 2009 erwartet, und ein kleines, hilfreiches Tutorial mit auf den Weg, wie Sie ganz allein die größten manipulativen Stolperfallen erfolgreich umschiffen.

Als Beispiel dient uns hier der Stimmzettel für den Raum Berlin – Mitte. Je nach Ihrem Wahlgebiet wird er immer etwas anders ausschauen.

Wie nicht anders zu erwarten drängeln sich die üblichen, etablierte Parteien ganz oben in das Sichtfeld des Wählers.
Das kommt ursprünglich aus der Verkaufspsychologie, und hat nichts mit der Popularität, speziellen Fähigkeiten, oder einer besonderer Qualität dieser Parteien zu tun, auch wenn der Eindruck vermittel werden möchte.
Ursprünglich, in Verkaufsausstellungen und Präsentationen sollen damit die Kunden einfach animiert werden nicht allzu lang nachzudenken, und möglichst schnell dort zuzugreifen.
Doch halt, das heißt aber nicht, daß das gleich die beste Wahl ist, sondern eigentlich nur, daß bei diesen Artikeln bzw. Parteien bestimmte Faktoren an Einfluß herrschen. Dort, in den Sichtbereich, werden in der Regel hochpreisige Artikel platziert, und Artikel die bereits im Fokus der Kundschaft liegen, z.B. weil sie besonders aktuell sind, oder bisher besonders beworben wurden. Manche “Artikel” müssen aber manchmal einfach auf diese Art und Weise an den Mann, oder die Frau gebracht werden, weil sie sich sonst gänzlich zum Ladenhüter entwickeln!
Dieser besondere Einfluss – im Fall der etablierten Parteien in der Bundestagswahl – ist der, zu den Lobbygruppierungen – in Wechselwirkung mit Parteispenden, und anderen Arten der Gütlichkeiten und Vergünstigungen, wie z.B eine besonders positive Presse, oder eine Öffentlichkeitsarbeit mit z.B. besonders bearbeiteten, manipulativen Bildern, um bestimmte Parteien und Konstellationen ins rechte Licht zu rücken, oder einfach auch: Posten in Aufsichtsräten (in Leiharbeitsfirmen z.B.) oder Ähnlichem.

Bundestagswahl 2009 - Haben Sie gewählt?

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Ergebnis »

Lösen wir nun aber den Blick und lassen wir ihn auf dem Stimmzettel weiter nach unten schweifen:
Nach den üblichen, etablierten Parteien kommt das, was man in der Verkaufspsychologie “Blocking” nennt. Es ist die effektive Möglichkeit den Blick des Kunden bzw. des Wählers einzufangen und zu lenken. Dort steht nämlich nun die NPD und die REP. Gezielt im Wahlkampf immer wieder als Schmuddelpartei benutzt, steht sie in der Wählergunst höchstwahrscheinlich nicht allzu hoch im Kurs, fungiert auf diesem Wahlzettel aber als Barriere. Der gute deutsche Mittelschichtswähler wird nun erschrocken, ob der Präsenz dieser “Schmuddelparteien” leicht angewidert seine Blick abwenden, mit den heroischen Bildern vom “Kampf gegen Rechts” in seinem Kopf, und dem inneren Drang etwas dagegen tun zu müssen. Ganz so, wie es die freundlichen Nachrichtensprecher seiner Lieblingsnachrichten in der Tagesschau und all den andern Nachrichten in TV und Print immer erzählen. Brav soll er seinen Blick wieder nach oben richten und den Akt der Wahl, mit einen flinken Kreuz, möglichst bei den “oberen” Parteien, hinter sich bringen.
Die NPD und die REP sind also eine Grenze, die mit ihrem eher negativen Image alle nachfolgenden Parteien, in ein eher zwiespältiges Licht rückt. Das ist so gewollt, denn so funktioniert “Blocking”.

Da wir das aber nun wissen, können wir über diese konstruierte Barriere hinweggehen und haben damit schon mal den persönlichen Grundstein für eine erfolgreiche Wahl gelegt, nämlich den aufmerksamen Blick auch auf die “sonstigen Parteien” zu legen. Denn dort gibt es durchaus Alternativen zu dem Klüngel, welcher uns bis dato als erfolgreiche Politik verkauft wurde.

Um den Schritt dieses “ungheuerlichen Ungehorsam” noch tatkräftig bis zum 27.09.2009 zu üben haben wir ihnen diesen Stimmzettel mal als PDF-Datei hinerlegt.
Drucken Sie ihn sich einfach aus, und üben Sie einfach mal das Ankreuzen von z.B. den “Piraten”, der “DKP”, der “DVU” oder ruhig auch mal “Die Violetten”.
Nur zu, tut garantiert nicht weh und erweitert ordentlich den eigenen geistigen Horizont.

In diesem Sinne: Viel Erfolg und denken Sie daran, Übung macht den Meister! :) und  ob Sie fleißig waren, sehen wir dann am 27.September 2009.

Ihre PolitikBasis.

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"Keine Angst vorm Stimmzettel!"
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6 Kommentare zu “Tipps und Tricks heute:
“Keine Angst vorm Stimmzettel!”

  1. Billigflug sagt:

    Schöner Artikel, das dezente Gefühl für Sarkasmus gefällt mir besonders gut (“Manche “Artikel” müssen aber manchmal einfach auf diese Art und Weise an den Mann, oder die Frau gebracht werden, weil sie sich sonst gänzlich zum Ladenhüter entwickeln!” ;-)! Habe mir selber noch nie wirklich Gedanken gemacht warum welche Partei auf dem Stimmzettel an welcher Stelle steht! Wer legt diese Reihenfolge eigentlich fest??? Der Hintergedanke der “Blocking”-Strategie scheint einleuchtend, ja sogar erschreckend! Das grenzt doch schon an indirekte Wählermanipulation!
    Ich hoffe, dass auch der ein oder andere Erst-Wähler über diesen Artikel stolpert. Durch diese Art der Aufklärung können dem Erstwähler die letzten “Ängste” vor der Wahl genommen werden und sogar ein Anreiz wird gegeben: Wagt einen Blick über die “Barriere” hinaus, der Stimmzettel besteht aus mehr als nur zwei Parteien.

    gruß,
    sebastian

    Ps.: ob das wählen der DVU den geistigen Horizont zu erweitern mag, möchte ich jedoch bezweifeln!

  2. daniel sagt:

    die npd-stimmen-nummer ist wirklich eine brainwash-frechheit.

    ich plädiere für eine alphabetische reihenfolge.

  3. Bernardy sagt:

    Liebe Leser,

    Deutschland brennt und wir sind alle dafür verantwortlich es zu löschen. Deshalb bitte ich Euch, den nachfolgenden „Offenen Brief“ an Ihre Bekannten und Freunde weiterzuleiten.

    Vielen Dank und liebe Grüße aus Berlin.

    Klaus-Peter

    OFFENER BRIEF

    In Deutschland brennt es!

    Sehr geehrter Herr Minister Horst Seehofer,

    mein Name ist Klaus-Peter #########. Ich bin 68 Jahre alt und habe als eingeschlossener Westberliner alle Facetten einer Roten Regierung erlebt.

    Aus aktuellem Anlass und der Gefahr einer Wiederholung, versuche ich mit meinem Beitrag auf der Seite:

    http://www.lehrfilme.eu/wahl/bundestagswahl.htm

    gegenzusteuern und würde mich freuen wenn auch Ihre Presseabteilung hieraus nutzen ziehen kann.

    Für ein paar Zeilen bedanke ich mich im Voraus und verleibe

    mit freundlichen Grüßen

    Klaus-Peter ########
    ##########. 27
    D-##### Berlin

  4. Billigflug sagt:

    Die alphabethische Variante wäre echt eine faire Lösung!!!
    Dann würde bestimmt auch bals die APPD wieder antreten ;-)

    hat denn nun jemand eine antwort darauf wer diese reihenfolge festlegt??

    viele grüße,

    sebastian

  5. PolitikBasis sagt:

    Hier gibt es interessantes nachzulesen:

    http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_09/presse/48_Reihenfolge-Parteien.html

    >> Ihre Reihenfolge in der rechten Spalte des Stimmzettels richtet sich nach der Zahl der Zweitstimmen, die die einzelnen Parteien bei der letzten Bundestagswahl 2005 in dem betreffenden Bundesland erzielt hatten.<<

    Na so kann man doch ganz wunderbar unter sich bleiben ohne daß aufstrebende Parteien eine Chance hätten. Leistungsprinzip absurd: so bleiben etablierte Parteien zwar verhältnismäßig groß, aber die erzielten politischen Leistungen sind mangelhaft. Wählerstimmen allein sind nun mal keine Leistung.

  6. [...] alle andern empfehle ich diese beiden Artikel: “Keine Angst vorm Stimmzettel!” » und Totgeschwiegen: die 12 “Sonstigen” [...]

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