Ich habs mir angetan. Muss wissen was läuft um darüber zu schreiben. 90 Minuten Geschwalle, und es war nicht angenehmen: Das TV-Duell.
Auffallend war Merkels Mantra. Das ständig wiederholte Gestammel von: “Wachstum gleich Arbeitsplätze”. Gerade so als ob sie sich selbst von der Richtigkeit dieses Satz überzeugen wollte. Was das heißt ist relativ einfach und kann gleichzeitig dehnbar ausgelegt werden, ganz wie man möchte.
Ein Satz der alles offen hält und doch bedrohlich klingt. Wir kenne ihn schon in anderen Formen: “Sozial ist was Arbeit schafft” – 2005, “Wachstum, wir brauchen Wachstum” – 2001, “0% .. plus.. 2% = 3% MwSt.” – 2005, “Wir haben Aufschwung” 2005 – 2008.
Wo wir damit landen erleben wir gerade.
Es ist eine kleine versteckte Botschaft an ihre Wahlklientel, ein Signal. Aus dem Munde von Merkel heißt es nämlich übersetzt schlicht: “Wachstum generieren durch weitere Steuerbelastungen für untere Einkommen, Steuerfreiheiten und steuerbezahlte Subventionen für Unternehmen, damit diese weiter in schlecht bezahlte Arbeitsplätze investieren bzw. umgewandelt werden”.
Desweitern, damit dieser Satz auch seine volle Wirkung entfalten kann, bedeutet es auch die fortgesetzte Erniedrigung der Arbeitnehmer und Arbeitslosen durch Verhöhnung und Entrechtung, ähnlich wie die von Sarrazin seinerzeit (ja, solche Leute braucht es auch weiterhin dann.), und das Aufhetzen gegen Rentner, und anderes mehr. Hat doch bisher auch funktioniert, warum also ändern?
Ja Kapitalismus funktioniert, mit einem simplen “Weiter so”. Mit der FDP im Schlepptau wird die Kapitalakkumulation weiter zementiert, uneinholbar, aus der eine Art Kapitalfaschismus erwächst, in dem “wertes Leben” nach Höhe der persönlichen finanziellen Mittel gewichtet wird.
Danke Frau Merkel, ich habe verstanden.
Später mehr,…ohmm……
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[...] Dafür wird dann aber wieder von “Jobwunder” geschwafelt werden können und von dem “Mantra des ewigen Wachstums”, das aber merkwürdigerweise immer nur mit weiterem Verzicht von im wirtschaftlichen Niedergang [...]