PolitikBasis

Kommentarblog zu den Systemnachrichten

Archiv für die Oktober, 2009

teens_2Unter Umständen liegen die Gralshüter der persönlichen Daten schlicht falsch, wenn sie von sensiblen Daten sprechen. Die juristischen Waffen der Bundesbehörden für den Datenschutz, im Kampf gegen Datenmissbrauch scheinen ohnehin stumpf, oder kommen gar nicht erst zum Einsatz, weil die Daten schon lange vorher auf irgendeine Weise erhoben wurden.

So ist der jüngste Fall des Datendiebstahls bei SchülerVZ auch weniger spektakulär als einem die Medien weiß machen möchten.

Im Internet kursiert eine Vielzahl an Datensätzen, die illegal aus SchülerVZ kopiert wurden. Dem Blog netzpolitik.org wurden nach eigenen Angaben mehr als eine Million davon zugespielt. Der Verzeichnis-Betreiber bemüht sich, den Schaden einzudämmen.

Quelle SPON: Datenpanne drängt SchülerVZ in die Defensive »

Etwas ganz anderes zeichnet sich ab:
Der vermeintlich allzu lockere Umgang, gerade bei jungen Menschen mit ihren Daten, hat nicht unbedingt etwas mit Unbekümmertheit oder Naivität zu tun, sondern zeigt auch die Möglichkeiten die eine Flucht nach vorne birgt. Denn gerade das vorsätzliche umfangreiche Veröffentlichen seiner Daten könnte auch Ausdruck einer neuen Art Gelassenheit sein, die den älteren Generationen eher fremd ist. Die bauscht nämlich das Thema ganz gewaltig auf, so dass gerade bei den jungen Leute entweder die bekannte Trotzhaltung einsetzt, oder eine Unbekümmertheit, die ‘den Alten’ ihre verkrusteten Denkweisen vorhält. Ein Ausdruck von Stärke also, und dem festen Glauben an die eigene Unverwundbarkeit wie ihn nur die Jugend hervorbringen kann.

So werden Informationen die jeder preisgibt, und wir sprechen hier vom 100sten Partybild, kulinarische Vorlieben und dem Geknutsche pubertierender Jugendlicher, auch mit zunehmenden Maße für den Normalbürger uninteressant, weil schlicht eine Übersättigung stattfindet. “Das macht doch jeder” ist dann jenes Credo, das irgendwann ein solches Vorgehen als eher langweilig und zur Normalität werden lässt. Und einen Namen und die Adresse von Personen zu haben ist nun wahrlich in etwa so besonders, als wen in einem Dorf einen sowieso jeder kennt. Denn das macht die Informationsgesellschaft in einer globalen Welt aus. Jeder kennt jeden. Nicht unähnlich dem gesellschaftlichen Zusammenleben wie es noch vor wenigen 100 Jahren stattfand, als die Leute noch vermehrt in Dörfern lebten.

Zeitenwende, die Maßtstäbe haben sich verändert. Entweder sind wir global oder nicht. Und wenn es wirklich zu Datenmissbrauch kommt, geschieht das eher im Namen einer kapitalistischen Hochfinanz, die sich auf Grundlage dieser Daten neue Einkommensmöglichkeiten und Strukturwege verschaffen will, und nicht weil AB in London den Namen und die Adresse von XY in Bangladesh hat. Die ist nämlich für den Normalbürger ziemlich uninteressant, ebenso wie das Argument, dass Daten von jungen Mädchen und Jungen zugänglich wären. Wer dahingehend aktiv werden wollte, könnte sich ebenso gut problemlos in seiner Nachbarschaft ans Werk machen und sich z.B. an die Schule stellen und so den Wohnort ermitteln, und sonst was. Und auf diese Idee sind diese Leute schon lange vorher gekommen.
Die Vehemenz mit der dieses Thema am köcheln gehalten wird ist auch generell heuchlerisch, denn mit den Daten verdienen mit Sicherheit auch jene Personenkreise, die laut auf die Gefahren hinweisen. Dabei sind diese Daten schon länger Bestandteil eines globalen Marktes, der Arbeitsplätze schafft, für Steuereinnahmen sorgt und den technischen Fortschritt ordentlich am laufen hält. Unumkehrbar die Entwicklung, und was bleibt ist entweder die Flucht nach vorne, oder in permanenter Angst vor Datenmissbrauch zu leben. Aber je mehr man daran festhält, desto größer wird sie, und so bleibt letztendlich auch ein Interesse an diesen Daten.

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Finanzdienstleister AWD gesteht schwere ‘Datenpanne’

gepostet von PolitikBasis am 16 - Oktober - 2009- KOMMENTAR+

Finanzdienstleister AWD gesteht schwere Datenpanne »

Beim Finanzdienstleister AWD sind offenbar zehntausende Kundendaten in falsche Hände gelangt. Wie der Hörfunksender NDR Info berichtet, wurden ihm 27.000 Datensätze zugespielt. Diese enthielten Kundennummer, Adresse, Telefonnummer, Berufsbezeichnung, Geburtstag und die Vertragsabschlüsse der Kunden.

Juckt das überhaupt noch jemanden?

awdEs ist doch wohl ziemlich offensichtlich, daß die schiere Anhäufung solcher “Pannen” von diversen Marktteilnehmern (Unternehmen) dahingehend genutzt wird, vorsätzlich eine Realität zu schaffen, die das Gros der Bevölkerung im Grunde zwar noch ablehnt, aber durch die bereits geschaffenen Fakten, in Richtung gelenkt werden, die ihrem “Markt” zuträglich sind.

Der Datenmissbrauch ist ja unumkehrbar bereits, im Namen der Schaffung von (Lohn?)Arbeitsplätzen und des “freien Unternehmertums”, eingetreten, und erhält so bis zu einem Gewissen Grad seine Legitimation.

Bemerken lässt sich das an den Bezeichnungen “Datenpanne”, als wenn ein unausweichliches, tragisches Unglück höherer Gewalt über den Bürger gekommen wäre. Dabei handelt es sich schlicht um einen betrügerischen Akt, der zwar als Kavaliersdelikt angesehen wird, weil dieser Datenklau den Betroffenen nicht unmittelbar schadet, doch aber die Zukunft dahingehend ändert weiter am gläsernen Menschen zu werkeln.

“Ist ja alles nicht so schlimm” mag der eine oder andere ausrufen (Sekunde 35 im Film!). Dahinter steckt aber auch einiges an reiner Bequemlichkeit.

Die Zukunft des marktwirtschaftlichen System, also begründet sich nicht etwa darauf dem Menschen etwas positives zu wollen, sondern ihn, im Namen eines Marktes, auf Grundlage betrügerischen Vorgehens, schlicht zu verwerten. Warum sollte daran Kritik und die Suche nach Alternativen links oder kommunistisch oder sozialistisch sein, wie eine lobbydurchseuchte Presse einen glauben zu machen versucht?

Die FDP möchte zwar scheinbar der Kämpfer an vorderster Front sein, wenn es um die Rechte der persönlichen Daten geht, während aber ihre Freunde aus der Wirtschaft, mit staatlichen Subvention, durch die Hintertür, an noch wesentlich sensiblere Daten kommen. Oder glaubt jemand diese ganzen “Datenpannen” würden irgendwie geahndet werden, oder irgendwelche andern Konsequenzen haben? Eher wird die gegessene Boulette der Angestellten thematisiert und politisiert, und die Gesellschaft mit erhobenem moraliensauren Zeigefinger, von oben herab daran erinnert, daß auch dies “Diebstahl” sei. Von “Panne” spricht da niemand.

Blind, weil zu sehr vom Marktglauben getrieben steuern wir also weiter, allen Versprechen irgendwelcher merkwürdigen, sich selbstbezeichnenden “Regierungsparteien” zum Trotz, auf die Aufhebung zu dem, was wir “Privatsphäre” nennen. Im Namen des “Marktes”.

Nein, es juckt immer weniger Menschen, und durch die Häufigkeit dieses Vorgehens von Unternehmen (Lidl,Telekom,Axel-Springer-Verlag) verhalten die sich ähnlich wie ein Schwarm Beutefische, in der das Risiko erwischt zu werden, durch die Anzahl der Mitschwimmer minimiert wird, was letztendlich die Chance erhöht, unbeschadet ihre Vorstellungen durchgesetzt zu bekommen.

Das Kind ist schon bereits in den Brunnen gefallen, und die Gesellschaft wird auch weiterhin zukünftig das Nachsehen haben, und den Werteverfall in mehr oder weniger intellektuellen Talkrunden beklagen dürfen, während die globalen Unternehmenskonglomerate ihre Daten zeitgleich auswerten, die sind nämlich schon längst weiterverkauft und schwirren nun hier und dort zugänglich herum.

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Sarrazins “Ehrlichkeit”

gepostet von PolitikBasis am 14 - Oktober - 2009- 2 KOMMENTARE

Eine Anmerkung rund um den Wirbel um Sarrazin:

Wenn hier im Lande so viele auf Sarrazins “Ehrlichkeit” anspielen, und sie sie für besonders bemerkenswert halten – so voll des Lobes wie viele derzeit sind, warum kann er euch dann nicht mal ganz ehrlich erzählen, wie das gierige Gewinnstreben von Banken und Anlegern, inklusive des eigenen Verhalten des Bürgers, die Finanzkrise auslöste und wieder eine auslösen wird, und euch mal ganz ehrlich erklären, dass dieses Zinssystem nur ein Knebel ist, um die Mehrheit gefügig zu halten, und Krisen auf diese Art systemimmanent sind, – und es damit ein Präkariat erst hervorbringt -, auf dem er immerzu herumreitet.

Ob Sarrazin es schafft “Ehrlichkeit” weit über die billige Effekthascherei durch simples Schüren von Ressentiments zu hieven!?

Sollte Thilo Sarrazin zurücktreten?

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Ergebnis »

Und wir wollen nun eins auch nicht vergessen: Sarrazin lebt doch gut auf Kosten des sowohl ausländischen, als auch des inländischen Präkariats. So, wie auch wir gut auf Kosten der ärmeren Bevölkerungen in der Welt leben, von Chinas Hungerlöhnen bis Indiens Kinderarbeit.
Das ist auch ehrlich und die Wahrheit. Nur die wird er wohl nicht über seine Lippen bekommen.

Bei einem Horst Köhler der, wenn er vom Monster spricht, wird weggehört, darüber hinweg gegangen, ignoriert und verharmlost, quer durch die Bevölkerung; so, dass sich letztendlich ohnehin nur der Eindruck bestätigt, dass die meisten “die Wahrheit” doch gar nicht ertragen können.

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Der (Sozial)Staat erwürgt sich mit seinen eigenen Händen

gepostet von PolitikBasis am 13 - Oktober - 2009- KOMMENTAR+

Ganz sicher können wir nicht sein, dass die Wähler der CDU/FDP Regierung wirklich verstanden haben was auf sie zu kommt wenn die FDP die Regierungsbeteiligung erhält.
Anders kann man sich das Geziehe und Gezerre nicht erklären, das zwischen CDU und FDP derzeit abgeht. Von Subventionsabbau war und ist die Rede, von einem überbordernden Sozialstaat und dem Abbau des gleichen.

Doch anscheinend dämmert es erst jetzt so manchem dieser Wähler, dass sie ja selbst permanent Nutznießer dieses von ihnen bisher immer verpönten Sozialstaates sind, und keinesfalls die Leistungsträger, für die er oder sie sich bisher gehalten haben.

Die Steuerreform muss zum Markenkern der schwarz-gelben Koalition werden, wenn Deutschland, wie von der Kanzlerin prophezeit, gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgehen soll. Die Sozialsysteme, allen voran das Gesundheitswesen, dürfen nicht länger mit Steuermilliarden subventioniert werden.

Welt Online: Der deutsche Staat muss schlanker werden »

fdp_altes_wahlplakatAlleine, ganz eigenverantwortlich, funktioniert es nunmal nicht, sondern nur im Verbund und in Solidarität mit der gesamten Gesellschaft, bis hinunter in das Präkariat. Da reicht auch nicht das beschwörende Wiederholen von ‘Eigenverantwortung’, denn die gibt es ohnehin nur sekundär. Primär wird die nämlich nur getragen durch ein stabiles Fundament einer Gemeinschaft, genannt Staat, in dem sich jeder eben nicht eigenverantwortlich verhält, sondern sich an bestimmte Regeln und Gesetze hält, weil einem die ganze Chose sonst permanent um die Ohren fliegen würde. Anders gesagt: die Eigenverantwortung darf natürlich nicht so weit gehen z.B. Land in Besitz zu nehmen um sich ganz eigenverantwortlich selbst zu versorgen, oder sich von einer Schuldenlast loszusagen die dem Einzelnen von anderen aufoktruiert wurde. Doppelmoral at its best!

Den Staat schlanker machen heißt Sozialabbau, und für den der es nicht kapiert heißt das auch: Subventionsabbau. Denn Subventionen sind nun mal nichts anderes als Sozialausgaben, auch wenn der eine oder andere meint, dass seine aus Subventionen geschaffenen Niedriglohn-Arbeitsplätze irgendwie besonders sozial wären.
Pustekuchen, sind sie nämlich nicht. Das ist ‘Eigenverantwortung’ ad absurdum. Erst die Leute dort hineinpressen und dann zusehen wie sie sich als Aufstocker zum Bittsteller machen, ist genauso widersprüchlich wie die CDU/FDP zu wählen und dann den Schwanz einzuziehen, wenn die Konsequenzen dafür gezogen werden sollen.

So wird das nix in diesem Land. Der Staat wird sich mit seinen eigenen Händen erwürgen, weil sich zu viele Personenkreise, die finanziell gerade eher oberhalb anzusiedeln sind, von den Medien und der Presse instrumentalisieren lassen, und auch noch in das laute substanzlose Gequake vom roten Schreckgespenst das allen alles wegnehmen will, und überhaupt ganz furchtbar ist, mit einstimmen.

Was bleibt ist der Eindruck, dass diese bürgerlichen ‘Mitte’ aus lauter kleinen Hosenscheißern besteht, die aus Angst vor Veränderung immer wieder auf das Gesabbel ihrer Parteien hereinfallen, um im Endeffekt, durch die Hintertür, die Politik zu bekommen, die sie bei den, von den Medien plakativ bezeichnet, und somit eher imaginären ’sozialistischen Linken’ davon abhält sie zu wählen.
Ätsch!

Immer wieder beweist diese Wählerklientel, dass sie extrem leicht zu beeinflussen ist. Parolen aus dem letzten Jahrhundert, – aus einer Zeit in der nicht nach den gesellschaftlichen Lösungen gesucht werden musste, die heutzutage anstehen, weil die Globalisierung nicht eine solche war, wie sie heute eine ist -, sind ihre hilflosen “Argumente”.

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Need for Speed – SHIFT (PS3)

gepostet von PolitikBasis am 10 - Oktober - 2009- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Amazon | Need for Speed - SHIFTIm 13. Teil der Serie ‘Need for Speed’ besinnt sich das Entwicklerstudio Slightly Mad wieder darauf Wettbewerbsrennen spektakulär zu präsentieren. Gesetzesbrecher bei der Flucht vor der Polizei, wie in den anderen Teilen zuvor, sucht man hier vergeblich.
Ein Manko? Eher nicht, denn die Motivation, ein Rennen nach dem anderen zu absolvieren wird aus der alten Tugend, nämlich unbedingt der Beste sein zu wollen erfolgreich bezogen. Der Weg an die Tabellenspitze ist lang und hart und bedarf einiger Häppchen, die den Spieler immer wieder aufs Neue bei Laune halten wollen. Gott sei Dank hat Slightly Mad reichlich Erfahrung mit Rennspielen, und so lassen sie ein wahres Feuerwerk an freischaltbaren Items, Autos, und Upgrades auf den Spieler niederprasseln.
Doch bevor es soweit ist, muß dieser zuvor eine Testrunde absolvieren die seinen Fahrstil ermittelt, so daß Punkte auf ein sein eigenes Persönlichkeitsprofil angelegt werden. Denn besonders belohnt werden bei NfS – SHIFT zwei Fahrstile: Präzises Fahren, mit ordentlichem Kurvenverhalten und sauberen Überholmanövern, und dem rüpelhaften Fahren: Drängeln, Schubsen, Sliden und Crashen. Wofür man sich entscheidet ist auch abhängig ob man eher der Offline-Player ist oder seinen Spass verstärkt im Multiplayer sucht. Durch die üppigen Punkte, die man also auch durch flegelhaftes Fahrverhalten einsacken kann, dürfte es im Multiplayer eher zugehen wie beim Destruction Derby. Gute Vorsätze auf faires Fahrverhalten können also hier getrost über Board geworfen werden.
Kein Grund zu Resignation aber, denn der Offline-Modus hat reichlich zu bieten. 35 Strecken, & 65 Autos, darunter Lamborghini und die obligatorischen Porsche stehen zur Verfügung. Doch bis man die sein Eigen nennen kann, muss erst einmal Geld in die leeren Kassen der noch jungen Rennfahrerkarriere gefahren werden. Und nicht nur das, auch Sterne wollen gesammelt werden um so die Rennsereien 1 – 5 freizuspielen und letztendlich das große Ziel, die NFS Live World Tour, zu erreichen. Insgesamt gibt es 1000 Sterne zu sammeln. Zwischendurch, erhält man für die unterschiedlichsten Fahrmanöver jede Menge sammelbare Plaketten bzw. Auszeichnungen, die dem Punktekonto gutgeschrieben werden, und so zur Bereicherung des persönlichen Fahrprofils hinzuaddiert werden.


Es wird der Adobe Flash Player benötigt und im Browser muss Javascript aktiviert sein..


Das Fahrverhalten:
Die 65 Autos wollen natürlich zunächst einmal beherrscht werden, und das ist gar nicht so einfach. Der Eindruck, das die Wagen alle mehr oder weniger zu früh ausbrechen, oder sich reichlich sensibel verhalten, konnte bisher noch nicht ganz abgeschüttelt werden. Mit zunehmender Übung und Streckenkenntnis sollten diese Probleme aber in den Griff zu bekommen sein, zumal eine ganze Reihe von Tuning- und Upgrademöglichkeiten das Fahrverhalten der Rennboliden verändern und verbessern können. Sollte einem das zu kompliziert sein, kann man das aber auch von seinen virtuellen Werkstattkollegen erledigen lassen.
Hilfreich beim Fahren ist auch die zuschaltbare Ideallinie, die mittels Pfeilen die optimale Geschwindigkeit für Kurven und den Streckenverlauf kennzeichnet. Überhaupt sind die zuschaltbaren Fahreinstellungen äußerst hilfreich. So kann man sich auswählen in wie weit man sich mit dem Spiel auseinandersetzen möchte. Wer unkomplizierte, actionlastige Kost bevorzugt, wird eher auf ABS, Bremshilfe und Traktionskontrolle setzen als Spieler, die möglichst nah an der Realität jegliche dieser Fahrhilfen ausschalten. Clever, denn so wird eine breite Konsumentenschicht ihre Befriedigung finden. Stark anzunehmen ist auch weiterhin, dass das Fahrverhalten bevorzugt auf Lenkräder ausgelegt wurde, und Controllerspieler etwas das Nachsehen haben. Abschrecken sollte man sich davon aber nicht.

Der eigene Fuhrpark:
Mit zunehmenden Fortschritt wächst auch der eigenen Fuhrpark, und neben den Tuningmöglichkeiten spielen dann natürlich auch wieder die optischen Verschönerungen der einzelnen Autos eine besonders große Rolle. Sie reichen von vordefinierten Lack- und Vinyl-Templates über die eigene Farbwahl, freizuspielende Sticker, reichlich Felgenauswahl, bis hin zu diversen Karosserieteilen. Etwas sperrig gestaltet sich die Anbringung der Sticker, die unverständlicherweise nicht auf die andere Fahrzeugseite gespiegelt werden können, sowie das Fehlen einer Kopier- und Speicherfunktion für eigene Kreationen.



Der Karrieremodus:
Abwechslungsreich gestaltet ist der Karrieremodus, der neben den normalen Rennen eine ganze Reihe von spezielleren Wettkämpfen vorsieht. So gibt es Herstellerrennen, die nur in zu Verfügung gestellten Fahrzeugen absolviert werden müssen, Rennen um Rundendbestzeiten, die unterbieten werden wollen, oder Driftevents, in denen das fahrerische Können besonders in Kurven unter Beweis gestellt werden. Hin und wieder melden sich die Initiatoren von Rennevents mit besonderen Einladungen, für Klassenrennen über der eigenen, die bei Gewinn ein ordentliches Preisgeld und Sterne in die Kassen spülen. Für ordentlich Unterhaltung ist diesbezüglich also gesorgt.

Grafik, Sound & Präsentation
Grafisch orientiert sich Nfs – Shift am absolut obersten Limit. Sowohl das Menü, dass entgegen manch anders lautender Meinungen zu unübersichtlich ist, weil es zu verschachtelt wäre, weiß durch fein abgestimmte Farben, Spiegelungen und Animationen einen coolen Eindruck zu hinterlassen. Die Ingame-Grafiken glänzen durch schöne Texturen bei den Fahrzeugen, einer stimmigen Gesamtausleuchtung der Scenerie und detaillierten Rennstrecken durch Innenstadtgebiete und diversen Panoramen von Alpental bis zur Prärie. Wie es sich gehört stehen diverse Fahransichten zur Verfügung. Besonders die Cockpitansicht lässt den Spieler sehr realistisch an den Rennen teilhaben. Das ganze Spektakel wird durch den erstklassig und immer passend Sound unterstrichen.

Fazit:
Wer in der kommenden dunkle Jahreszeit seine freizeitlichen Aktivitäten verstärkt in die Innenräume legt, wird mit Nfs – Shift eine ordentlich fordernde Unterhaltung haben, die ihn die nächsten Monate beschäftigen wird.
Alles in allem eine gelungene Sache.

Wertung: 9.0/10

Sie haben Need for Speed – SHIFT gespielt? Es hat Ihnen gefallen, oder auch nicht? Schreiben Sie uns Ihre Meinung oder einen Kommentar.


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Neu: Ihre Meinungen und Artikel auf PolitikBasis
(Artikel einsenden)

gepostet von PolitikBasis am 9 - Oktober - 2009- KOMMENTAR+

Ihnen liegt schon lange etwas auf der Zunge und es kribbelt Ihnen in den Fingern? Sie haben einen Text verfasst und möchten ihn nun einer Öffentlichkeit zur Verfügung stellen?
Wir von der PolitikBasis wissen wie viel Mühe in so manchem Artikel steckt, und viele einfach zu schade sind, nur einmal, irgendwo, in irgendeinem Forum oder sonst wo gepostet zu werden, und dann auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden.
Aus diesem Grund bieten wir unseren Lesern jetzt die Möglichkeit ihre Artikel und Beiträge auf PolitikBasis zu veröffentlichen.
Sie haben irgendwo in einem Forum gepostet oder ihren Kommentar abgegeben? Machen Sie einfach einen Artikel daraus und lassen Sie die Leser und Besucher der PolitikBasis daran teilhaben.
Die Themen sind dabei weit gefasst: News und Meinungen zu politischen Themen, Movies, Kritiken und Rezensionen, Konsolen, Spiele, Locations, oder besondere schöne, oder auch nicht so schöne Erlebnisse. Fast alles ist geeignet. Die Hauptsache ist nur, daß Sie der Autor sind, und keine Urheberrechte oder gesetzlichen Vorgaben verletzen. Selbstverständlich wird Ihr angegebener Name Sie als Autor ausweisen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann nutzen Sie einfach das Formular zum Einsenden von Artikeln und schon in Kürze wird er auf der PolitikBasis, sorgfältig bebildert veröffentlicht.

Wir freuen uns auf Ihre Einsendungen.
Ihre PolitikBasis.


PS.: Den Link zum Formular finden Sie ab jetzt auch immer oben bei den anderen Links.

Der Fluch der zwei Schwestern (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 6 - Oktober - 2009- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Amazon | Der Fluch der 2 Schwestern

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Ihre Meinung zum Film:
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Das Remake des südkoreanischen Films ‘A Tale of Two Sisters – adaptiert vom regieführenden Brüderpaar Charles und Thomas Guard -, kommt wenig inspiriert daher, gradlinig und etwas trivial. Auch wenn so mancher bemühte Twist einem bis zum Filmende etwas anderes vormachen möchte.

Von Gore Verbinskis The Ring, mit dem er immer mal wieder gerne in Verbindung gesetzt wird – und dessen Spannung und Düsterheit, ist er leider meilenweit entfernt. Die schwache Handlung, ähnelt der bekannten Thematik rund um die “böse Schwiegermutter”.

Allein die schauspielerischen Lichtblicke der Protagonistinnen Emily Browning als Anna, Elizabeth Banks als Rachael und Arielle Kebbe als Alex, retten den Zuschauer dieses Streifen vor der totalen geistigen Verdammnis. Und das hat nichts damit zu tun, dass diese auffallend viel nackte Haut zeigen. Nein, ehrlich nicht!

Zum Inhalt:
Anna kehrt nach einem Aufenthalt in einer Nervenheilanstalt, in die sie eingeliefert wurde als ihre schwerkranke Mutter bei einem Unfall verstarb, nach Hause zurück. Ihr Vater, ein Schriftsteller (David Strathairn), bandelte zwischenzeitlich mit der ehemaligen Pflegerin Rachael an. Argwöhnisch beäugt die pubertierende Anna nun diese Beziehung, und entwickelt zusammen mit ihrer älteren Schwester so manchen “Schluss”. Bekräftigt werden ihre Annahmen noch zusätzlich durch mehr oder weniger gruselige Geistererscheinung, die ziemlich eindeutig sind. Die intensiven Nachforschungen des Geschwisterpaares führt die beiden auf eine düstere Fährte.

Handwerklich ist der Film gar nicht mal schlecht gemacht, Kameraeinstellungen, Beleuchtung alles wirkt wie ein A-Klasse Movie, wenn er nur nicht an der allzu voraussagbaren Handlung kränkeln würde. Die kleinen Schockmomente wirken immer wieder wie eingestreut um den Zuschauer daran zu erinnern, dass es sich bei “Der Fluch der 2 Schwestern” gefälligst um einen Gruselthriller zu handeln hat. Würde der Film verstärkt die angeschlagene Psyche des Mädchens ausleuchten, könnten wir hier ebenso gut von einem sozialkritischen Krimi und der Problematik des amerikanischen Gesundheitswesens sprechen.
Was bleibt ist ein harmloser Film, der irgendwann achtlos im Abendprogramm auf Tele5 oder Kabel1 sein kurzes Dasein fristen wird. Schade eigentlich, die Damen sind wirklich hübsch. : )

Wertung: 5.0/10

Der Fluch der zwei Schwestern
Darsteller: Emily Browning, Elizabeth Banks, Arielle Kebbel u.a.
Regie: Charles Guard, Thomas Guard – Drehbuch: Craig Rosenberg, Doug Miro
USA 2009 – circa 87 Minuten


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Erscheinungstermin:23.10.2009
 


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Schwarz-Gelb – Aufbruch oder weiter so?

gepostet von PolitikBasis am 5 - Oktober - 2009- KOMMENTAR+

dessert_roadDiese Frage stellt die Springerpresse, genau genommen: Welt-Online. Und ganz nüchtern und pragmatisch lässt sie sich auch beantworten, fern jeder Ideologie und völlig wertfrei.
Was glauben Sie wie die Antwort lautet in einer Welt, die von Lobbygruppen beherrscht wird, in denen globale Unternehmerschaften politische Entscheidungen beeinflussen, und in denen Banken als so systemrelevant eingestuft werden, daß sie Staaten, also Zusammenschlüsse von Menschen, mit “Schuld(en)” belasten um sie damit Druck auszusetzen, mit denen sie gesteuert und kontrolliert werden können?

Eine Woche nach ihrem Sieg bei der Bundestagswahl beginnen Union und FDP heute ihre Koalitionsverhandlungen. 27 Vertreter von CDU, CSU und FDP treffen sich in Berlin in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen. Während FDP-Chef Westerwelle auf einen Politikwechsel drängt, steht die Kanzlerin auf der Bremse.

Welt Online: Schwarz-Gelb – Aufbruch oder weiter so? »

Die Antwort auf diese Frage ist mit dem Hereinpumpen von Billionenbeträgen bereits gegeben worden. Eine Umkehr wurde nicht eingeplant. Eine Abkehr gibt es nur mit einem Systemreset.
Deswegen lautet die Antwort schlicht: Ein “weiter so” für diejenigen, die mit ihrem Kapital auf Kosten anderer leben (also auch wir), und ein weiteres Voranschreiten, genannt “Aufbruch” hin zur Leiharbeit, Niedriglöhnen und Altersarmut, für die Kapitalistenknechte, hier und in der ganzen Welt.
Wobei die Dritte Welt Länder es am ärgsten abbekommen. In der Hinsicht leben wir hier also noch recht gut, und können uns so, ehrlicherweise, als Schmarotzer an diesen Ländern bezeichnen.

Aber noch eine ganz andere Frage drängt sich auf:
Wem nutzt eigentlich dieses nun tendenziös eher negative Berichterstattung bezüglich der neuen Koalition, nachdem eben diese Springerpresse Schwarz-gelb im Wahlkampf präferierte, mit manipulativen Artikeln massiv bewarb, und die Wähler so zu beeinflussen versuchte?

Die CDU als der kommende Buhmann zeichnet sich ab. Sie übernimmt wohl nun zukünftig in den Medien die Rolle der ehemaligen koalitionstreuen SPD. Sie funktioniert als Blitzableiter sozusagen, und rückt somit nach “links”, was eine imaginäre Mitte nach “rechts” verschiebt, so daß wir uns gesellschaftlich noch weiter von einer sozialen Marktwirtschaft entfernen werden als wir zu glauben vermochten.

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dialogImmer wieder werden wir von der PolitikBasis gefragt, was unsere Vorschläge zur Verbesserung des Systems sind, und ob wir uns nicht zu stark auf das Kritisieren konzentrieren, ohne konkrete Vorschläge zu machen. Zu erwidern gibt es dann von unserer Seite oft einen recht einfachen Satz: “Politik beginnt im Kopf” – abgeleitet von dem “Veränderungen beginnen im Kopf”:
Wir tragen ihn besonders dann vor, wenn wir in politischen Gesprächen merken, daß unsere Gesprächspartner anfangen im starren linken und rechten Lagerdenken zu verharren und all das, was ihnen in Jahrzehnten an Argumentationsketten antrainiert wurde abzuspulen. Da ist wild von “den Roten” und “den Braunen” die Rede, mit dem Begriff “Kommunismus” wird herumhantiert und reichlich weiteren, an dern Haaren herbeigezogenen Vergleichen.
Von einem liberalem Geist ist dann dort meist nichts zu spüren.

Oft beginnen diese, zu einfältigen Monologen tendierenden Diskussionen rund um den Begriff “Schmarotzertum” und/oder HartzIV, und was man alles mit den Subjekten, die angeblich anderen permanent auf der Tasche liegen, so gerne machen würde. Das bereits damit der geistige Brandsatz für ein braunes Denken gelegt wurde, das nicht minder extrem ist, als das, was oftmals als “links” bezeichnet wird, wird mit einer ganzen Reihe anderer, argumentativer Ungereimtheiten ausgeblendet. Meist folgt nach diesem “Wunschzettel”, die von Arbeitslagern bis zu öffentlichen Prügelstrafen reichen ein großes relativierendes “ABER”, auf das ein ganzer Schwall von Ausnahmen herunter gespult wird, um deutlich zu machen, daß man doch nicht der Unmensch ist, den andere annehmen könnten zu sein. Die Ausnahmen reichen dann von alleinerziehenden Müttern, über die Personen die in HartzIV geraten, z.B.- nach 20 jähriger Berufstätigkeit, gesundheitlich Angeschlagene, und und und. Und wenn man dann fragt, wie viel denn dann noch überhaupt übrig bleiben, die nicht von diesen Ausnahmen betroffen wären, erntet man oftmals Schweigen. Das mag zwar in dem Moment recht wohltuend sein, zeigt aber auch gleichzeitig die Art Hilflosigkeit und die nur gering ausgeprägten Fähigkeit zur Selbstreflektion, die sich durch das gesamte Gespräch zieht.

Lenkt man es anschließen auf die Generierung von Kapital durch Kapital, ist ein der folgende Satz, mit großer Wahrscheinlichkeit, einer der nächsten: “Sie liegen anderen aber nicht auf der Tasche”.

Das klingt beim ersten Hören ganz richtig, (so ein Satz könnte auch von der Bildzeitung kommen), aber die Generierung von Kapital, ohne reale Werte schaffende Arbeit ist auch wieder nur ein Motor für technische Innovationen und gesellschaftliche Veränderungen um teure, lohnintensive Arbeiten maschinell ausführen zu lassen, um: 1. äußerst produktiv zu sein, 2. um Kosten zu sparen, um 3. Rendite zu erwirtschaften um 4. von abhängiger Arbeit befreit, sein Dasein zu fristen, und evtuell: 5. ganz auf Arbeit zu verzichten. ;-)

Aha, spätetens hier schließt sich dann der Kreis, und das ganze mühsam aufgebaute Argumentationsgebäude stürzt in sich zusammen.

Denn, wenn man selbst nicht für seinen Lebensunterhalt arbeitet, es jemand anderes tun muß, scheint vielen so unmöglich einzugestehen.

Letztendlich bringt dieser Kreislauf also genau das hervor was unter dem großen Begriff “Schmarotzertum” bezeichnet werden kann. Das Argument andere durch Kapital arbeiten zu lassen, um es selbst nicht zu tun, ist anschließend nicht minder schwierig. Lässt sich dieser Begriff doch dann auch auf den Geldadel z.B. anwenden.

Was nun regelmäßig folgt, ist das wenig konsistente: “Aber um dieses Kapital anzuhäufen, dafür wurde (in der Vergangenheit) gearbeitet!”.
Nun, das wissen wir aber nicht, wir mutmaßen es höchstens. Es kann auch ebenso gut sein, daß es durch Unrecht erwirtschaftet wurde. Es ist sogar höchst wahrscheinlich. Auf dem Rücken anderer erwirtschaftet quasi. Die Geschichte zeigt immer wieder Beispiele, und sie reichen von der territorialen Vertreibung der Ureinwohner Amerikas, über das Sklavenhaltertum im römischen Reich, bis zur Zwangsarbeit im 3. Reich und vieles vieles mehr. Daran haben sich ganze Generationen gesund gestoßen. Sicherlich auch reichlich viele Teile unserer.

Ist man in dieser Art Gespräche nun an diesem Punkt angekommen, kommt man man unweigerlich auch auf das Thema “Erbschaften” zu sprechen, die wie selbstverständlich in unserem gesellschaftlichen Konsens die Weitergabe von Kapital auch an Nicht-Arbeitende vorsieht. Das ist zunächst ein völlig wertfreier Sachverhalt, der nun aber von unserem Gegenüber durch das Wort “Neid” abgestraft wird, und so eine unmoralischen Stempel bekommt. Dabei folgt es jener breit akzeptierten Logik, daß z.B. wer nicht arbeitet, auch nicht essen soll. Meist ist es das letzte argumentative Bollwerk in der recht geschlossenen Gedankenwelt. So hapern diese “Argumente” immer an den passenden Schlüssen, was wiederum dazu führt sich thematisch im Kreise zu drehen.

Argumentative Duchlässigkeit – Empathie wäre hier das passende Verhalten, was aber oftmals nicht möglich ist. Das einfache Nachplappern von irgendwelchen Meinungen, die als “Nachrichten” um z.B.: 20.15 Uhr verkauft werden, ohne über Zusammenhänge nachzudenken führt zu keinerlei Veränderung oder Verbesserung, sondern macht einen höchstens zum hörigen Vasallen.

Politik beginnt im Kopf und hat eher wenig mit festgefahrenen Denkstrukturen und ihrer vehementen Verteidigung zu tun.
Zielführender wäre eine flexible geistige Herangehensweise an politisch – gesellschaftliche Probleme ohne Lagerdenken. Das setzt aber voraus sich selbst auch als Nutznießer bestimmter Machtkonstellationen zu sehen – auch als “Schmarotzer” so man sich das eingestehen kann, und somit auch als Teil der Probleme wahrzunehmen. Wichtig wäre es allemal. Verzweifeln muß daran aber trotzdem niemand, denn dieses Eingeständnis führt zu einem freien, sehr liberalen Denken, das ohne argumentatives Versteckspiel, mit oftmals verqueren Verrenkungen, das eigene zweifelhafte Verhalten zu rechtfertigen versucht.

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