Zugegeben, nicht ganz ohne Schadenfreude wurde die Nachricht aufgenommen, nach der ein Informant für 2,5 Mio EUR, Schäuble Daten über Steuerbetrug in der Schweiz zukommen lassen möchte:
Nach der Liechtenstein-Affäre vor zwei Jahren bahnt sich ein neuer Skandal an: Laut Medienberichten sind Finanzminister Wolfgang Schäuble Daten von 1500 Steuersündern angeboten worden. 2,5 Millionen Euro wolle der Informant haben. Die Unterlagen könnten sehr viel mehr Geld in die Staatskasse spülen.
Welt Online: Informant bietet Schäuble Steuersünder-Daten an. »
Gift und Galle spucken, ist natürlich die erste Reaktion der vermeintlich Betroffenen. Doch die ist nicht mehr als eine Kurzschlußreaktion, denn sie ist zu kurz gedacht, und mit ihr zeigt sich einmal mehr, wie degeneriert ein Unrechtsbewusstsein sein kann. Würden diese Schreihälse so etwas wie Selbstreflektion betreiben, und ihr Handeln kritischer betrachten, kämen sie eventuell zu dem Schluss, dass zunächst ihr Vergehen zu einem Interesse an diesen Daten führt.
“Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant” – klingt gut, aber verwischt nur die Ursache und Wirkung, denn wer A sagt muss nun mal auch B sagen, und so brauchen wir uns nichts vor zu machen:
Dass Vorgehen ist frei von jeglicher Moral und Ethik zu bewerten und somit ein ganz normaler Handel an einem Markt. Angebot (Adressdaten) und Nachfrage (Interesse Schäubles). Wer nicht schlau genug ist, oder über die Verbindungen verfügt selbst so vorzugehen, hat das Nachsehen.
Aber kommen wir nochmal zurück zur Schadenfreude: Ist es Neid was bei vielen als Emotion hervortritt, oder Rache? Nein eher nichts von beidem. Es ist das Gefühl der Genugtuung, wenn das permanente Geschwafel von selbsternannten Eliten & Leistungsträgern entlarvt wird als das was es ist: Heiße Luft. Denn heruntergebrochen auf das Wesentliche ist das Vorgehen, welches so harmlos als “Steuersünde” bezeichnet wird, nicht mehr als die Hinterziehung von Sozialhilfe, oder schlicht: Betrug. Die Ausfälle muss wieder die gesamte Gesellschaft bis ganz runter zu den Obdachlosen schultern, auf die dann wieder, im Umkehrschluss, vorwurfsvoll mit dem Finger gezeigt wird.





Ja, ich bekenne mich zur Ablehnung von Jack Wolfskin und The North Face! 
















