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Shutter Island (Movie)

gepostet von PolitikBasisam 22 - März - 2010 -KOMMENTAR+-  Share/Bookmark

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Mit Shutter Island nimmt Martin Scorsese den Zuschauer mit auf eine schaurig-düstere Reise in das Ashecliffe Hospital. Abgelegen und stark bewacht wie eine Festung, liegt es inmitten des Atlantiks und bietet, da es nur mit der Fähre zu erreichen ist, den idealen Platz, um die Außenwelt vor geisteskranken Schwerverbrecher zu schützen.

Allein das Thema ist schon Garant für spannende Unterhaltung und so legt der Film auch ohne Umschweife los. Wenn sich in der ersten Szene die Fähre durch den dichten Nebel schiebt und ihr dumpfes Horn erklingen lässt, dürfte auch dem letzte Zuschauer klar werden, dass in diesem Thriller alle Register gezogen werden um ihn schaurig 138 Minuten zu unterhalten (eine Hörprobe ist am Ende der Rezension).

Wir schreiben das Jahr 1954 als U.S.-Marshal Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) und sein Partner Chuck Aule (Mark Ruffalo) sich aufmachen, um die mysteriösen Geschehnisse rund um das Hospital aufzuklären.

Wenig herzlich werden sie empfangen und schnell scheint klar wer die bösen Buben sind. Der zwielichtige Dr. John Cawley z.B. (Sir Ben Kingsley) erfüllt wunderbar jene Klischees die Charaktere wie ihn, in solchen Filmen, immer wieder zum diabolischen Professor werden lassen: Eine vermeintlich intelligente Durchtriebenheit, gepaart mit stechendem Blick und einem übertrieben freundlichen Zuvorkommen, lassen keinen Zweifel daran: Mit dem stimmt etwas nicht!
Und so ziehen sich die Ermittlungen zunächst auch ohne nennenswerte Ergebnisse hin. Neben den Schwierigkeiten die dieser Fall mit sich bringt, wird Teddy Daniels Leben zusätzlich von tragischen Vorgeschichten belastet: Zum einen verlor er seine Frau bei einem Wohnungsbrand und zum anderen hat ihn die Befreiung des KZs Dachau, im 2. Weltkrieg, psychisch arg mitgenommen. Immer wiederkehrende Albträume und Flashbacks kennzeichnen deshalb seinen Alltag. Im Film werden sie ständig eingestreut und an manchen Stellen, besonders am Anfang, könnte man glatt meinen, dass man sich in einem Mystik-Thriller befindet.

Nach und nach verdichten sich die Hinweise worum es tatsächlich geht und dem Zuschauer ist spätestens in der Mitte des Films klar, dass nicht alles die eine Realität ist, die er erzählt bekommt.

Die relativ frühe Auflösung tut der Spannung jedoch keinen Abbruch. Der Film schafft es sich innerhalb der 2 Stunden, dank der Thematik der bedrohlichen und damals verbreiteten Behandlungsmethode: der Lobotomie, vom Noir Krimi zum Survival-Thriller zu drehen. Im zweiten Drittel geht ihm jedoch kurzzeitig etwas die Puste aus, denn die Flashbacks ermüden den Zuschauer, der recht konzentriert folgen muss, will er bei den Zusammenhängen nichts verpassen.

Shutter Island ist voller Metapher, beginnend mit der sich durch den Nebel schiebenden Fähre ganz am Anfang, bis hin zum Ende: dem Leuchtturm. So wird einem vieles auch erst später klar. Ein Film der nachwirkt, der auch noch beschäftigt nachdem man das Kino verlassen hat und es versteht durch seine düstere Atmosphäre bestens zu unterhalten. Gibt es einen besseren Indikator für hochwertiges Kino?
Leonardo DiCaprio spielt seine Rolle souverän, sein Partner Mark Ruffalo hält sich dezent im Hintergrund. Er ist mehr der Begleiter durch den Wahnsinn und spielt damit genauso wie es seine Funktion, in der selben Rolle, auch im realen Leben erfordern würde. Aber auch das ist eines jener Dinge die man erst im Nachhinein feststellt. Sir Ben Kingsleys zwielichtige Rolle als Professor ist mitverantwortliche für den Großteil der Spannung. Im Gespann mit Max von Sydow schaffen es die beiden, den Zuschauer bis zum Ende über ihre wahren Motive im Unklaren zu lassen.

Wertung: 8.0/10



Shutter Island
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo, Sir Ben Kingsley, Michelle Williams, Max von Sydow, Patricia Clarkson, Jackie Earle Haley u.a.
Regie: Martin Scorsese – Drehbuch: Laeta Kalogridis – Kamera: Robert Richardson
Schnitt: Thelma Schoonmaker
USA / 2010 – circa 138 Minuten

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