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“Kanonenfutter der Wirtschaft” – ist es wirklich besser dran als die Soldaten in Afghanistan?

gepostet von PolitikBasisam 7 - April - 2010 -1 KOMMENTAR-  Share/Bookmark

Keine Frage: Krieg ist grausam. Wäre er es nicht, wäre die Welt um eine bedrohliche, aber um eine sie äußert formende Komponente ärmer. Historisch betrachtet begründet sich unser Wohlstand auf Kriegen:

Drei deutsche Fallschirmjäger starben während der Karfreitagskämpfe bei Kunduz – nun berichtet der scheidende Wehrbeauftragte Reinhold Robbe, dass sich Soldaten der betroffenen Einheit 373 schon früh über ihre mangelhafte Ausbildung beklagt hätten: Unter anderem fehlten Fahrzeuge für das Einsatztraining.

Fallschirmjäger klagten vor Einsatz über Ausbildungsmängel »

Ja, es ist Krieg. Der Gedanke aber, dass mit mehr Material und Ausbildung keine Gefahr mehr für Soldaten bestehen könnte, führt den Sinn von Krieg ad absurdum. Es geht dabei um Abschreckung und darum anderen Personen physischen Schaden zuzufügen. Betroffenheitsduselei ist im ersten Moment zwar nachzuvollziehen, bei näherer Betrachtung jedoch fehl am Platz.
Die westliche Zivilisation hat merkwürdiger Weise immer die Angewohnheit, einfach alles mit Regeln und noch mehr Geld zuzuschmeißen um Sterben zu stoppen, obwohl Personen (in diesem Fall Soldaten) sich in Gefahr begeben. Bereits hier beginnt dekadentes Denken und eine Vollversorgungsmentalität.

PolitikBasis | Kanonenfutter der Wirtschaft

Dauerhaft könnte diese Strategie aber durchaus Erfolg haben: Zwar ist Krieg ohne Verluste nicht mehr als ein Fußballspiel oder Rasenhockey – der Wunsch des Menschen nach Frieden und Harmonie führt aber mittelfristig, wenn wir uns die Vergangenheit anschauen, in eine Welt, die sich zwar durch totale Anpassung des Einzelnen darauf geeinigt hat friedlich miteinander umzugehen und Kriege rein auf wirtschaftlicher Ebene zu führen, die damit aber erst noch beweisen muss, dass diese Art der Kriegsführung eine bessere ist.

Bis jetzt sieht es allerdings nicht danach aus, denn Ihre Opfer sterben nicht blutig auf dem Schlachtfeld, sondern leise und wenig beachtet in Slums und anderen sozialen Brennpunkten an z.B. medizinischer Unterversorgung, diversen Verknappungen, wie z.B. Nahrung und Wasser und einer Privatisierungswelle, die ihnen die Möglichkeit nimmt Territorium für ihr eigenes Überleben zu nutzen. Und auch hier, in diesem Land ist keineswegs alles Gold was glänzt, denn die Axt wird weiter hineingetrieben in das, was wir ehemals “soziale Marktwirtschaft” nannten.
Am Ende stehen die Opfer, die nicht Heroen im Felde sind, die für Vaterland, Demokratie oder Freiheit ihr Leben ließen, sondern wie selbstverständlich für Markt, Rendite und Besitzstand.

Was bei dieser gesamten Entwicklung funktionieren könnte, ist die Befriedung der Welt durch die totale, bedingungslose Unterwerfung aller vor dem Diktat der Wirtschaft. Was auf der Strecke bleibt, ist unter anderem eine völkische Vielfalt, die mit ihren zahllosen Eigenheiten nie mehr die Gelegenheit zur vollständigen Entfaltung haben wird und die Menschheit damit auch wieder Chancen verpasst ausgetretene Pfade zu verlassen, um mögliche falsch eingeschlagene Wege zu korrigieren. Man darf hier durchaus ein darwinistisches Prinzip erkennen.

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Ein Kommentar zu ““Kanonenfutter der Wirtschaft” – ist es wirklich besser dran als die Soldaten in Afghanistan?”

  1. [...] aber in Systemzwängen gefangen und auch gefallen als gemeine Soldaten einer globalen Hochfinanz. Kanonenfutter, rekrutiert durch das was eine allgemeine, gesellschaftliche Norm für erstrebenswerte Ziele hält [...]

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