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Kommentarblog zu den Systemnachrichten

Facebook und die Privatspähre

gepostet von PolitikBasisam 28 - Mai - 2010 -KOMMENTAR+-  Share/Bookmark

Hat sich Facebook mit seinen letzten Änderungen, bezüglich den Einstellungen zur Privatsphäre, zwar dem Druck der Öffentlichkeit gebeugt, sich nicht damit aber gleichzeitig selbst in das Knie geschossen?

Facebook hat ein Einsehen: Firmenchef Mark Zuckerberg hat neue Optionen vorgestellt, mit denen die Nutzer die Weitergabe ihrer Daten zumindest einfacher steuern können. Damit sollen Datenschützer und Politiker beruhigt werden, die harsche Kritik an Facebook geübt hatten.

SPON: Facebook-Chef zeigt neue Datenschutz-Optionen »

Irgendwie wird der Hintergedanke einer großen wachsenden Gemeinschaft in dem Moment obsolet, in dem jeder, andere Personen (Freunde genannt), aus seinen Pinnwandeinträgen ausschließen kann. Somit wird zwar etwas gewahrt was sich “Privatsphäre” nennt, andererseits jedoch damit die Fläche eingeschränkt, Gemeinsamkeiten, gerade zwischen weniger vertrauten Personen zu finden. Allzu leicht fällt der einzelne User nun wieder auf alte und vermeintlich schützende Verhaltensmuster zurück und schlägt den Weg des geringsten Widerstands ein: Simpler Ausschluss rückt für ihn wieder als Möglichkeit verstärkt in den Fokus.

Dabei wäre gerade die stärkere Ausrichtung und eine offensive Öffnung seiner Pinnwandeinträge für seine Gemeinschaft der bessere Weg gewesen. Besser jedenfalls als Mauern, Verstecken und ein Rückzug in den inneren Zirkel der sich “Privatsphäre” nennt.
Schade darum und ich glaube für diese Veränderungen war und ist Facebook von Anfang an nie gedacht und auch nicht gemacht worden. Denn letztendlich können wir dann wieder ICQ oder Skype verwenden und so wird das, was sich nun Verbesserung nennt, eher zu einem Schritt rückwärts. Doch ganz unschuldig ist auch der User dabei nicht, hat er sich doch von einer medialen Panik anstecken lassen, bei dem nun jeder meint, dass der “Informationsaustausch” zwischen ihm und einer Person X eine größere, schützenswerte und tragende Relevanz hat, als das, was es letztendlich und in den allermeisten Fällen doch nur ist: schlichter Smalltalk.
Dabei sollte hier eigentlich Selbstbewusstsein die tragende Komponente sein, mit der der User an die Sache herangeht.
In dem man etwas über sich preis gibt, können auch Schwächen ausgemacht werden – aber: So what! Ist es nicht besser diese aufrecht zu tragen, als permanent zu versuchen sie zu verstecken, wobei dann aber immer noch zusätzlich die Angst und imaginäre Gefahr besteht “aufzufliegen”, und man sich mitunter eher als Getriebener einer gesellschaftlichen Norm wiederfindet – eher als das was einen freien Mensch ausmacht.


Ihre PolitikBasis.

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