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The Messenger – Die letzte Nachricht (Movie)

gepostet von PolitikBasisam 20 - Juni - 2010 -KOMMENTAR+-  Share/Bookmark

PolitikBasis | The Messenger - Die letzte Nachricht

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Es gibt Jobs über die man sich eigentlich nie Gedanken macht.
Meist sind es die, die von der eigenen, normalen Lebensrealität viel zu weit entfernt sind, als das man ihnen jemals überhaupt Aufmerksamkeit schenken würde.
Spannender Filmstoff lässt sich garantiert immer daraus machen, vorausgesetzt aber, Drehbuchautoren und Regisseure gewähren dem Zuschauer dann auch wirklich einen Blick hinter die Kulissen.
Messenger werden die Soldaten genannt, die zum Casualty Notification Team gehören und Angehörigen gefallener Familienmitglieder die schmerzliche Nachricht überbringen. Keine leichte Aufgabe, wie der gleichnamige und neueste Film vom Regisseure Oren Moverman uns schon direkt zu Anfang wissen lässt.

Sergeant Will Montgomery (Ben Foster), ausscheidender Iraksoldat mit Auszeichnung, wird die letzten drei Monate seiner militärischen Laufbahn Captain Tony Stone (Woody Harrelson) unterstellt. An der “Heimatfront” übernimmt er ab jetzt den Dienst am Vaterland in Form eines dieser Todesengel. Nur widerwillig stimmt er ein, doch seine, während eines Kampfeinsatzes erlittenen Verletzungen und ein damit verbundenes seelisches Trauma machen ihn wohl sensibel genug, um diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen.
Ausgerüstet, nur mit den hastig angelernten Verhaltenskodizes seines Vorgesetzten und Mentors Captain Tony Stone, macht er sich von da an auf den Weg zu seinen ersten “Kunden”. Klar, dass die Verhaltensmuster mindestens so vielschichtig sind wie die verschiedenen Charaktere mit denen er zu tun haben wird und schnell wird er feststellen, dass Trauer nicht immer die vorherrschende Emotion ist, sondern Unberechenbarkeit eines der Hauptmerkmale seiner neuen Tätigkeit ist.

In gespannter Erwartung verfolgt der Zuschauer von da an jedes Klopfen der beiden Männer an die Türen der Betroffenen und hofft das eine oder andere mal, dass niemand aufmachen möge. Geklingelt wird nicht, soviel wurde dem Zuschauer schon vermittelt, denn das Vogelgezwitscher der Türglocke, oder andere fröhliche Melodien und Geräusche würden der Situation nicht gerecht. Und so vergeht die erste Stunde des Films mit zahlreichen spannenden Momenten.
Jetzt könnte man meinen, dass die Arbeitsweise dieses Teams, der Background und ihr Vorgehen näher beleuchtet würde, denn irgendwo müssten sie ja auch eingebunden sein in ein logistisches Netzwerk das ihnen selbst Beistand und Hilfestellungen bietet, aber Pustekuchen: Die beiden Protagonisten sind und bleiben den ganzen Film über auf sich allein gestellt. Keine typisch militärische Maschinerie im Hintergrund, die die Fäden in der Hand hält. Stattdessen verlieren sich die Beiden in einem Abwärtsstrudel der den trockenen Alkoholiker Tony Stone wieder zur Flasche greifen lässt und Will Montgomery auch nicht viel besser aussehen lässt. Seine zaghaften Annäherungsversuche die er der jungen Witwe Olivia Pitterson (Samantha Morton) in der 2. Hälfte des Films entgegenbringt, werden nur zögerlich von ihr erwidert. Zu schmerzhaft der Tod ihres zwar ungeliebten Mannes, psychisch aber auch noch nicht ganz bereit sich partnerschaftlich neu zu orientiern. Naja, wer könnte ihr das auch verübeln.

Zweifellos ist das alles ganz hervorragend gespielt. Jedoch zieht sich der Film ab der 2. Hälfte etwas arg in die Länge. Der abfallende Spannungsbogen hätte mit 1 oder 2 Nebenplots sicherlich aufrecht erhalten werden können. Allein das Überbringen der Nachrichten gibt soviel her, dass da locker z.B. ein Selbstmord oder ein tätlicher Angriff das Interesse der Zuschauer wieder stärker hätte an sich binden können. So aber wandelt sich der Film zu einem zwar anrührenden Drama mit einem ordentlichem Ende, das Gott sei Dank nicht erpicht darauf ist unbedingt ein Happy End haben zu müssen, dem Zuschauer jedoch wird gerade der erwartungsvolle Blick hinter die Kulissen dieses anspruchsvollen Jobs verwehrt. Schade.


Wertung: 7.0/10


The Messenger – Die letzte Nachricht
Darsteller: Ben Foster, Jena Malone, Eamonn Walker, Woody Harrelson, Yaya DaCosta, Lisa Joyce, Steve Buscemi u.a.
Regie: Oren Moverman – Drehbuch: Oren Moverman, Alessandro Camon
USA / 2010 – circa 113 Minuten

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