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Kapitalgedeckte “Versicherungen” können komplett abgeschafft werden…

gepostet von PolitikBasisam 10 - Juli - 2010 -2 KOMMENTARE-  Share/Bookmark

PolitikBasis | Kapitalgedeckte

…denn sie sind keineswegs sicher, sondern eher ein Risikofaktor, der die Menschen in einer trügerischen Sicherheit wiegt. Sie fallen in sich zusammen, sobald Finanzkrisen auftreten oder bestehende nicht überwunden werden können – so wie die Letzte, und es werden noch mehr kommen. Seien Sie sich da sicher!

Ist Ihnen auch aufgefallen wie schnell das Thema der höheren Beiträge zur Krankenkasse aus den Medien schon wieder heraus ist – oder das letzte Sparpaket das durchgewunken wurde?
Sie sind aus der Berichterstattung zwar herausgenommen, aber beide dieser “Reformen” beinhalten weiterhin jene herben Schieflagen, die gerade untere Einkommen belasten und das sind noch nicht einmal Niedriglöhne, sondern durchaus solche, die bei Bedarf der Parteien als Mittelstandsgehälter gelten!

Diesmal sind es also die Krankenversicherungen (der Begriff an sich ist schon irreführend!), die zwar ihre Berechtigung hatten, die sie aber zunehmend verlieren, denn die Beitragszahlungen stehen immer weniger in Relation zu den Versicherungsleistungen.
Versicherungen jedoch müssen es sich leisten können Menschen abzusichern und das funktioniert nur in Wohlstandszeiten.


Deutschland ist aber immer weiter davon entfernt ein Wohlstandsland zu sein – auch wenn man Ihnen etwas anderes erzählen möchte. In diesem Sinne reduzieren Versicherungen ihre Leistungen und erhöhen gleichzeitig die Beiträge. Zurück bleibt ein Skelett, das den Menschen nur noch den Glauben lässt, Versicherungen heute wären in etwa vergleichbar mit denen von vor 20 oder 30 Jahren. Ein Anachronismus, wie sich immer mehr herausstellt, der gezielt aufrecht erhalten wird (dadurch, dass dieses Märchen von Generation zu Generation weitergegeben wird), um die steigenden Kosten und Beiträge möglichst klaglos von den Bürgern einnehmen zu können.


Dabei sind diese Versicherungen verstärkt nur noch ein Selbstzweck und als ABM-Stellen zu bezeichnen. Ebenso gut könnte eine “freie Hand des Marktes” die Versorgung des Menschen übernehmen – wenn sie es nicht sowieso schon täte. Denn spätestens wenn Versicherungen heute ihre Leistungen komplett einstellen, weil die Beiträge vornehmlich in dunklen Kanälen verschwunden sind, vor oder während einer Finanzkrise, wird wieder lapidar mit den “Gesetzen des Marktes” argumentiert. Sie sind dann einfach insolvent weil es angeblich zu viele gab, sie sich nicht am Markt behaupten konnte, oder sie schlicht schlecht geführt wurden. Die Beiträge sind verpufft und stellen sich als Zahlungen in eine leere Hülle heraus.

So könnte man das Unabwendbare viel schneller haben, in dem man die “Versicherungen” abschafft, bzw. die Zahlungen komplett einstellt und sich jeder einzelne überlegt wie und mit was er seine Zukunft mindestens genauso gut absichern kann. Eigenverantwortung kann man das durchaus auch nennen:


Echte Versicherungen bauen auf Werte auf, die mit Kapital nur wenig zu tun haben. Sie könnten eine größere Familie sein z.B., ein Stück Land, Bewegung, gesunde Lebensweise und ein moralisch-geistiges Wertesystem sein, dessen Fundament weit über das von schnödem Besitztum, Konsum und der Vergänglichkeit von Geld gebaut ist.
Bei der kompletten Abschaffung der “Versicherungen” würde auch das viel angesprochene Anspruchsdenken auf ein Minimum reduziert werden (aber die die darüber am lautesten schreien, leben am Besten, gerade davon), ebenso lässt sich Dekadenz nicht mehr weiter vorwerfen und die Versicherung würde nicht auf den unsicheren, weil kapitalabhängigen Füßen stehen müssen und würden sich somit eher die Bezeichnung Versicherung verdienen, als die Selbstbedienungsläden und der Selbstzweck der sie heute auszeichnet.


Warum dieser Schritt nicht getan wird? Weil eine weit vernetzte Branche fürstlich davon lebt Produkte anzubieten, welche rein auf Versprechen (Versicherungen) basieren, inklusive der politischen Entscheidungsträger. Ein Lügengebäude welches die Beitragszahler blendet.
Aber auch die Angestellten sind Nutznießer – durch eine gewisse Arbeitsplatzgarantie gekauft und dadurch natürlich Pro-Versicherung eingestellt. Aber wer wolle es ihnen auch verübeln, denn wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing. Nur “sicher” macht das heutzutage niemanden mehr.


Zusätzlich herrscht bei vielen noch der Glaube in den Köpfen, dass man ohne “Versicherung” doch nicht durchs Leben kommen könnte. Ein Trugschluss natürlich, denn wenn diese Art der Versicherung wegfällt, so bilden sich automatisch neue Strukturen, die den Menschen das geben was ihnen ein ähnliches Gefühl der Sicherheit gibt, wie die zum Scheitern verurteilten Versicherungskonstrukte jetzt. Denn stärker ist die psychologische Komponente einer Versicherung, als die tatsächliche Absicherung.


Deswegen fordert die PolitikBasis die komplette Auflösung kapitalabhängiger Versicherungen und die Einstellungen jeglicher Zahlungen an diese unsicheren Blendwerke! Besonders sei hier sowohl die Arbeitslosenversicherung genannt, als auch die gesetzliche und privaten Krankenversicherungen. Denn solange wir erleben wie Aschewolken, drohende Bankencrashs oder ähnliche wirtschaftsgefährdende Ereignisse, zu denen alle möglichen erklärt werden können, sämtliche Sicherheiten zu Fall bringt, müssen wir uns weiterhin davon distanzieren Versicherung als solche zu bezeichnen und sie noch mit Beiträgen in bester Sozialstaatsmanier zu subventionieren.


Bis zum nächsten Mal!
Ihre PolitikBasis.

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2 Kommentare zu “Kapitalgedeckte “Versicherungen” können komplett abgeschafft werden…”

  1. Schlaumeier sagt:

    Um Gottes Willen!!!

    Kapital-Lebensversicherungen sind sehr wichtig. Viele Arbeitsplätze werden dadurch geschaffen!

    Deutsche Staatsanleihen werden von den Kapital-Lebensversicherern gekauft und für viele Jahre fest gehalten.

    Wir leben davon (fast) alles sehr gut.

    Natürlich NICHT der Pöbel, der ist immer der Dumme!
    War schon im alten Rom so und ist heute das Selbe!

    Die Handlungen aller Menschen und besonders die eines Herrschers, der keinen Richter über sich hat, beurteilt man nach dem Enderfolg. Ein Herrscher braucht also nur zu siegen und seine Herrschaft zu behaupten, so werden die Mittel dazu stets für ehrenvoll angesehen und von jedem gelobt. Denn der Pöbel hält sich immer an den Schein und den Erfolg; und in der Welt gibt es nur Pöbel

  2. Habe mir alles durchgelesen und finde das Artikel sehr hilfreich. Ihre Webseite habe ich zu meinen Favoriten hinzugefügt, werde hier öfters reinschauen und dieses Artikel auch weiterempfehlen.

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