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Kommentarblog zu den Systemnachrichten

Dioxinverseuchte Eier – Warum der Endverbraucher nicht verantwortlich gemacht werden kann

gepostet von PolitikBasisam 5 - Januar - 2011 -2 KOMMENTARE-  Share/Bookmark

PolitikBasis | Bärbel Höhn

Wer sich die Abgeordnete der Grünen, Bärbel Höhn, gestern im Interview zum Thema Dioxin in Eiern auf n-tv angesehen hat, wird gemerkt haben, wie erleichtert, ja fast schon dankbar sie wirkte, als der Moderator auf das Thema zur Verantwortung der Verbraucher zu sprechen kam.
So erleichtert, dass sie ihre gesamte verbliebene Interviewzeit sogleich diesem (Schein-)Argument widmete und auffällig versuchte die Schuld dem Bürger in die Schuhe zu schieben.
Ihre anderen zuvor gemachten Äußerungen und Erklärungsversuche waren, wie so üblich in den politischen Kreisen, geprägt von hilflosen Worthülsen, die den Bürger immer wieder aufs Neue klar machen, warum auf eine Vielzahl von politischen Ämter schlichtweg verzichtet werden könnte.

Laut Bärbel Höhns Äußerungen würden die Verbraucher mit ihrer “Geiz ist geil” – Mentalität dafür sorgen, dass der brutale Preiskampf in der Lebensmittelbranche fast schon zwangsläufig zu solchen Auswüchsen führe.

“AHA, SOSO!”

Dass aber das durchaus regulierende Marktgesetz von “Angebot und Nachfrage” seit Jahrzehnten einer Gewinnsteigerung, einem ominösen Wachstum und einem zwanghaften Arbeitsmarkt geopfert wurde, davon waren keine Worte von der Dame zu hören.
Für die Selbstregularien von “freien Märkten” fehlen nämlich die wichtigen Grundvoraussetzungen der Unabhängigkeit, und die schnelle und umfassende Information der Verbraucher zum Sachverhalt (“Transparenz” heißt es so schön) und nicht die Verschleppung über Jahre hinweg!
Denn es ist ganz simpel: Händler bietet (vergiftete) Ware an für die logischer Weise, von Seiten der Verbraucher, keine Nachfrage besteht.
Was meinen Sie wie schnell das Thema sich erledigt hätte.


Auch das Argument, dass nur “genug” für Lebensmittel ausgegeben werden müsse, um die Qualität stimmen zu lassen, ist blauäugig, fadenscheinig und grenzt schon an Verantwortungslosigkeit!
Erstens weiß niemand wie viel wirklich “genug” ist, und Zweitens sehen wir schon an den bestehenden Preisabstufungen deutlich, dass “mehr” zu bezahlen nicht automatisch heißt das Richtige zu erwerben. Für Freilandhühnereier mehr zu bezahlen hat hier anscheinend nicht geholfen, ebenso wenig wie für Eier aus Bodenhaltung. Zumindest wurde bisher nichts über den Verbleib der verseuchten Hühnereier bekannt.


Aber das dürfte System haben, denn spätestens wenn sich herausstellt, dass selbst bei preisintensiven Bio-Eiern betrogen wurde, ist der Schaden irreparabel und würde so viele Arbeitsplätze gefährden, dass eher billigend in Kauf genommen wird, hunderttausende Menschen zu vergiften, als am Status Quo zu rütteln und sich eventuell Kratzer auf einer, ausschließlich in den Systemmedien stattfindenden, Erfolgspolitik einzufangen.

Bis zum nächsten Mal – und bleiben sie gesund!
Ihre PolitikBasis

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2 Kommentare zu “Dioxinverseuchte Eier – Warum der Endverbraucher nicht verantwortlich gemacht werden kann”

  1. Betrogen wird überall, wo es Geld einbringt. Der einzige Vorteil an teureren Produkten wäre, das der Vorteil eines Betruges, z.B. durch verseuchtes Billigfutter, relativ zum Umsatz mit diesem Produkt geringer ausfällt. Ohne entsprechende Kontrollen und Strafen ist diese geringere prozentuale Marge aber immer noch lohnenswert.
    Nicht zu vergessen ist auch einfach der Faktor Inkompetenz oder Menschliches Versagen.

  2. PolitikBasis sagt:

    Hallo Daniel,

    BIO ist eine Ideologie voll Enthusiasmus, der aber durch wachsende Begehrlichkeiten, die ein Erfolg mit sich bringt, immer wieder Gefahr läuft unterminiert zu werden, oder aus dem Ruder läuft, und so zum Ende hin das wird, was jetzt die lobbydurchseuchte globale Agrarindustrie ist.

    Die Bewegung “BIO” ist demnach nie zu Ende sondern wird immer wieder aufs Neue, durch ihren eigenen voranschreitenden Zerfall genährt werden.

    Das ist im Kapitalismus aber mit vielem so. Das nennt sich auch “Markt”, der durch die Komponente des technischen Fortschritts aber immer ein anderes, neues Gesicht im alten Gewand trägt.

    Beste Grüße!

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