PolitikBasis

Kommentarblog zu den Systemnachrichten

Euro-Finanzschwindsucht, rette sich wer kann

gepostet von Wolfgang Bergmannam 2 - Februar - 2011 -KOMMENTAR+-  Share/Bookmark

PolitikBasis | Finanzschwindsucht

Von 1990 bis 2008 hatten wir ca. 47 Prozent reale Inflation, bei steigender Tendenz. Die Schwindsucht der Zahlungsmittel und Vermögen machte sich breit. In 2009 und 2010 ging es weiter.

1990 entsprach das verfügbare Einkommen pro Staatsbürger 18.582 Euro und 2008 entsprach das verfügbare Einkommen pro Staatsbürger 18.974 Euro im Durchschnitt. Das entspricht bei 47 Prozent Inflation einer Wertminderung von 47 Prozent, der Zahlungsmittel und Vermögen. Fast die Hälfte, bei denen die es traf. Nicht alle waren betroffen.

Alleine 20 Prozent sind bei der Einführung des Euros geschultert. Das ist der Grund warum laut Armutsberichten die Staatsbürger immer ärmer werden und da diese Verluste nicht eins zu eins auf alle Beteiligten übertragen werden können, sondern oben Gewinne hinzukommen, werden diese Zugewinne oben – unten zusätzlich geschludert und die Armut verbreitet sich immer rasanter, als es die natürlichen Verluste anzeigen. Reine mathematische Logik. Man sagt, die Schere geht immer weiter auf.

Die Renten erhöhten sich in diesem Zeitraum um 21 Prozent, das ergibt bei den Rentnern einen Kaufkraftverlust von 26 Prozent. Also haben die Rentner noch gut abgeschnitten. Verallgemeinern kann man das nicht, den die Neurentner hatten erhebliche Einbusen, bei der Höhe ihrer Rente, durch zusätzliche Abgaben und Renneintrittshöhe zu verkraften. Die Prozentualen Renteneingangssätze wurden zu Gunsten des überlasteten Sozialetats nach unten verschoben.

Alle Zahlen entsprechen denen, die das Statistisches Bundesamt Amt zur Verfügung stellt.

Zusätzlich haben die Privaten Haushalte, durch die Weltfinanzkrise ca. 50 Milliarden Euro in der BRD eingebüsst. Die Sozialsysteme sind am untersten Limit oder oben, wie man es auch nennen will angelangt. Weitere Einschnitte würden die Massen auf die Straße treiben, was in kleinen Ansätzen schon geschieht. Der soziale Frieden, soweit noch vorhanden wird gestört. Wir können es auch bei der Hartz IV Debatte verfolgen. Die Sozialleistungen sind und werden eingefroren und werden durch weitere Inflation auf ein Minimum schrumpfen. Die 5 Euro Erhöhung – hatte in diesem Verfahren die Inflationsrate schon missachtet. Ein neues Berechnungsverfahren mit dem 5 Euro Erhöhung kamen, war lediglich eine weitere versteckte Kürzung.

Es ist legitim zu fragen: “Schämen sich diese Politiker überhaupt noch”?

Die Staatsverschuldung beträgt ca. 1,8 Billionen Euro, die mit jährlichen Zinszahlungen von derzeit ca. 43 Milliarden Euro zu bedienen sind – Geld mit dem die Staatseinnahmen belastet werden. In diesem Jahr müssen 360 Milliarden Euro in der BRD umgeschuldet werden, um die Gläubiger, bei abgelaufenen Staatsanleihen zu bedienen. Eine Erhöhung der Zinslast ist nicht auszuschließen, eher einkalkulierbar. Den meisten Euroländern geht es proportional ebenso.

Würden die gesamten Staatseinnahmen zur Tilgung der Staatsschulden verwendet, wären ca. 8 Jahre nötig um die Mammutschulden zurück zu zahlen. Natürlich ist ein solcher Vorgang unmöglich. Jedoch zeigt er den bitteren Ernst der Lage, in der sich unsere Nation befindet.

Die Realität sieht bei einem Wachstum von ca. 1,5 bis 2 Prozent, was realistisch erscheint – so aus, dass die letzte Rate, bei einer eventuellen Rückzahlung mit Tilgung – in ca. 800 Jahren fällig wäre. Da die Rückzahlung der Staatsanleihen jedoch zwischen 10-20 Jahren fällig sind und eine Minderung der Neuverschuldungen, mit Hilfe eines Aufschwungs zwischen 2,5 bis 5 Prozent oder mehr, nicht realistisch erscheint, nicht möglich ist, wird der bestehende Sockelbetrag von heute 1,8 Billionen Euro permanent umgeschuldet werden müssen und bleibt in seiner gesamten Substanz erhalten. Über kurz oder lange, wird das mit dem derzeitigen Zinssatz nicht mehr machbar sein und er wird sich auf Grund des Dauerrisikos, durch ewige Umschuldungen und inflationärer Einwirkungen erhöhen, das muss nicht sein, erscheint aber nur logisch.

In einem privaten Haushalt oder einem Unternehmen, wo die Schulden ein normales Leben nicht mehr erlauben und nicht mehr getilgt werden können – geht man zum Insolvenzgericht. Bei einem Staat, wie BRD ist diese Maßnahmen leider nicht möglich, ob doch dieser Staat keine Schulden tilgt, sondern nur hilfst zusätzlicher Neuverschuldungen die Zinsen bedient und die Staatsgeschäfte notdürftig aufrecht erhält. Man nennt das im Gesetzbuch Insolvenzverschleppung und erfüllt den Straftatbestand eines schweren Betruges.

Wie kann ein Staat in einer solchen Situation agieren? Ein Einzelstaat, der nicht in einer Währungsunion, wie Euroland gebunden ist, wertet seine Währung ab und entzieht sich, zumindest teilweise der Verschuldung. Das Verlassen des Währungsbundes und am besten auch gleich der EU, würde bei der BRD, der Rückzug in die DM bedeuten und somit mit obigem Trick, den die Chinesen perfekt beherrschen und günstigeren Preisen im Exportgeschäft, könnte sich Deutschland tatsächlich – rein rechnerisch in Deckung bringen und sich vielleicht über 30 bis 60 Jahre erholen. Natürlich muss da der Rest der Welt und die Gläubiger mitmachen. Das ist wohl sehr fraglich.

Vergessen darf man hier auch nicht, dass die in der BRD beheimateten Vermögen und menschlichen Hamster – stark Haare lassen müssten, der Sparstrumpf und die Sparbücher sowie alle Anlagen in der BRD etc., würden mit der Abwertung der Währung extreme Verluste erleiden. Wer macht das schon – ohne aufzubegehren mit? Letztlich ist es nur ein ökonomischer Trick oder Betrug in einfachen Worten.

Wir in der BRD, haben die höchste Staatsverschuldung zahlenmäßig in der EU. Die BRD, also wir. 1.880 Milliarden Euro = 75,7 % vom BIP, dann gleich Italien 1.840 Milliarden Euro = 118,9 % vom BIP, die Franzosen 1.620 Milliarden Euro = 83 % vom BIP etc. nur vier Beispiele. Nicht vertreten in dieser Schlange sind – seltsamer Weise einige wenige Staaten mit hohen Sozialstandards, ohne bemerkenswertes Exportgeschäft und fast alle in Vollbeschäftigung. Muss das nicht zu Denken geben? Was haben die richtig und wir verkehrt gemacht? Ist das nur ein Naturgesetz, ohne menschliche Einwirkung?

9 Billionen Euro etwa, eher mehr, dürfte 2011 Euroland, mit wachsender nicht geringerer Steigerung, verschuldet sein. Mehr oder weniger Bankrottstaaten, die auf ein Wunder warten. Den Engländern und Amerikanern geht es mehr oder weniger genau so. 12 Staaten, in der EU, sind vom Staatsbankrott massiv bedroht.

Hier hilft tatsächlich, wenn überhaupt noch, eine sogenannte Rosskur, die Zusammenstellung dieser Kurmaßnahmen ist unbekannt und kein Apotheker oder Arzt kann hier Ratschläge erteilen. Auf dem Rezept steht: “Warten auf ein Wunder”. Die ökonomische Apotheke hat das Medikament derzeit nicht im Zugriff, es müsste bestellt werden. Bleibt die Frage wo?

Jedoch ist es legitim zu fragen, wie soll diese Finanzschwindsucht, die ja mathematisch unheilbar ist, geheilt werden? Von den Ökonomen vernehmen wir nur die bekannten Zahlen oder überhaupt nichts und von dem Politiker, zu diesem Thema – Schirme und Pakete und als letzte Weisheit eine Eurowirtschaftsregierung, was das auch heißen mag. Diese Wirtschaftsregierung macht nur Sinn, wenn diese neuen Minister, die benannten 9 Billionen mitbringen und die Schulden bezahlen, ansonsten müssen die Schulden noch aufgestockt werden, um diese neue Regierung bezahlen zu können.

Mit Aufschwung, sowie falschen Zukunftsprognosen, wie versprochenen Lohn- und Rentenerhöhungen, wird von Wirtschaftsinstituten und der Politik vernebelt, was das Zeug hält. Mal ehrlich – wer kennt schon diese Realitäten in Zahlen und wer versteht sie schon und kann sie deuten? Wer kennt den Ausweg aus diesem Desaster? In Wahrheit ist die BRD und ihre Sparer mit ihren Vermögen noch zusätzlich, von der Verschuldung der anderen Euroländer bedroht und eine neue Finanz- oder Immobilienkrise, würde alles überrennen, was bis heute noch standhaft ist. Noch ca. 700 Milliarden Risikopapiere schlummern in Banken und warten auf Erlösung in Form von Schirmen und Paketen.

Im Prinzip sind diese Zahlen nur Erdnüsse (Peanuts), um es mal auf deutsch zu sagen, nur will keiner auf seine Zinsen und Anleihen verzichten. Es sind geschätzte 400 bis 600 Billionen Dollars im spekulativen Geschäft teils unterwegs oder liegen gelangweilt irgendwo herum. Leider will der Spekulant von ihm geliehenes Geld nicht in Form eines Geschenkes abtreten, sondern möglichst zusätzlich vermehren, was wieder auf Zinserhöhungen hinweist. Man weiß auch nicht so richtig, wer diese Leute sind und wie man mit ihnen reden könnte, es könnte z.B. der Nachbar sein. Somit werden wir über kurz oder lange, hoffen wir es nicht, die Staaten an ihren Verschuldungen zugrunde gehen.

Wer Geldvermögen hat sollte so schnell wie möglich Gold, Silber, Steine, Picassos, Land, Häuser etc. – falls vorhanden kaufen, sonst gehen diese Vermögen irgendwann vor die Hunde. Dieser Rat ist ohne Gewähr.

Im Moment des finanziellen Kollaps oder Finanzsupergaus, der rein mathematisch und logisch erscheint, wenn nicht das große Wunder geschieht, werden die Armen es leicht haben, sie haben nichts zu verlieren, sie wissen schon immer, wie man mit einer solchen Situation umgeht. Es ist ihr Alltag. Doch was passiert mit denen, die erstmals in eine solche Situation kommen, wenn ihre Vermögen die Schwindsucht überkommt. Es sind die, die immer noch an den gegebenen Realitäten vorbeisehen und Null Ahnung überhaupt haben, nicht korrekt aufgeklärt und von Sprüchen, Floskeln und Verneblung besoffen sind und bei allem Vertrauen am verkehrten Punkte – diese Tragik noch stützen. Dummheit schützt jedoch vor Strafe nicht, das ist nun mal so.

Was kann getan werden, besser wo ist der Ausweg aus der Falle? Wir alle sollten uns Gedanken machen und uns keinesfalls von einem Nachholaufschwung (2008 bis 2009), der schon fast vorbei ist und nur in der BRD stattfand, sowie von unbesorgten Politikern einlullen lassen.

Ein großes Meeting des Geistes, Vernunft und der Intelligenz mit Sachverstand ist das, was die aktuelle Gegenwart, die Menschheit und unsere Welt braucht. Eine weltweite Lösung aller Probleme sollte angestrebt werden, eine Neue Welt und Weltordnung in Demokratie und Frieden für alle. Staatsverschuldungen sollten bezahlt und nie mehr neue gemacht werden. Ein Weg: wolfgangbergmann.de

Wolfgang Bergmann

VN:F [1.9.6_1107]
Artikel bewerten:
Rating: 5.0/10 (1 vote cast)
Euro-Finanzschwindsucht, rette sich wer kann, 5.0 out of 10 based on 1 rating

Related posts:

  1. Es kann und darf so nicht weitergehen
  2. Der EURO in Not! – Beitrag von Hans Fricke

Kommentieren

XHTML: Folgende HTML-Elemente sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

  • Entertainment


      zum Artikel »
  • Aktuell

    • zum Artikel » zum Artikel » zum Artikel »
  • Potzblitz!

    • Keine Ereignisse vorhanden
  • PolitikBasis - Wissen

      zum Artikel »
  • Kolumnen

      zum Artikel » zum Artikel »
  • Anzeige

  • Meta

Blog Top Liste - by TopBlogs.de Add to Technorati Favorites Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits Bloggeramt.de Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blogverzeichnis RSS Verzeichnis Political Blogs - BlogCatalog Blog Directory Blog Verzeichnis und Webkatalog Blogverzeichnis Blogverzeichnis Blogverzeichnis kostenloser Counter