PolitikBasis

Kommentarblog zu den Systemnachrichten

Die Bürger werden langsam aber sicher auf die Enteignung durch Inflation vorbereitet

gepostet von PolitikBasisam 22 - Februar - 2011 -KOMMENTAR+-  Share/Bookmark

Selten aber doch: Manches mal findet ein kleines Stück unverblümte Wahrheit den Weg durch das dunkle und muffige Labyrinth der deutschen Presselandschaft und Medien. Als Meinung getarnt ist sie – noch – aber nur, um den Wahrheitsgehalt nicht als empirisch da stehen zu lassen und ihr das Hintertürchen der Spekulation und Verschwörungstheorie offen zu halten:

Rasante Inflation reduziert den allergrößten Teil der Bevölkerung ganz demokratisch auf ein monetäres Nichts. Insofern ist Inflation ein lautloses Umverteilungsinstrument par Excellenze, und von manchen politischen Kräften deswegen auch so gewollt.

Welt Online: Warum die EZB eine hohe Inflation duldet »

Wie wir bereits im Juni 2010 hier anmerkten, sind die Staatsverschuldungen nicht dafür da zurückgezahlt zu werden, sondern ausschließlich dafür da bedient zu werden. Das ist in etwa so, als wenn ein Wirt mit einem anderen Organismus eine Symbiose eingeht. Der Organismus lässt den Wirt am Leben, weil ein Nutzen für beide gegeben ist. “Systemrelevant” ist das in die Ökonomie übertragene Wort.
Die Schuldenlast ist nun jedoch an einen Punkt angelangt, in der sie, selbst durch riesiges Wirtschaftswachstum und noch so große Sparpakete, nicht mehr getilgt werden kann. Auch der wachsende Unmut innerhalb der Bevölkerung lässt das Bedienen der Zinsen immer unsicherer werden: Den Bürgern wurden in der Vergangenheit immer neue Steuern, Abgaben und Einsparungen aufgebürdet, und die kommen langsam an einen Punkt, an dem sie anfangen, sich auf die eine oder andere Art zu widersetzen. Die Befreiung von der kalten Enteignung und der Zinsknechtschaft könnte das Ziel werden.

Was machen Gläubiger, die sehen, dass sich so etwas großes, Unkontrollierbares anbahnt? Sie greifen zum Mittel der Inflation.
Die ehemals fruchtbare Symbiose verändert sich hin zu einem rein parasitären Verhältnis. Der Wirt bzw. Schuldner kann sterben, weil der Erlös aus der Inflation immer noch Einigen, wenn auch Wenigen, zu Gute kommt. Das Hauptziel sind die Sparguthaben in Höhe von rund 17.618 Euro pro Kopf (Quelle: Statistik der Deutsche Bundesbank). Sie liegen auf Girokonten, Sparbüchern, in Festgeldanlagen und Tagesgeldkonten. Aber nicht nur: Ebenso werden Versicherungen hinfällig. Die haben zwar auf den ersten Blick nicht viel mit Sparen zu tun, auf den Zweiten jedoch sind ihre Beiträge nicht anderes als Sparguthaben zu betrachten, die im Falle eines Unglücks angetastet werden können. Dazu zählen sowohl private, als auch gesetzliche Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherungen. Die teilweise jahrzehntelang eingezahlten Beiträge lösen sich mittels Inflation innerhalb kürzester Zeit in Luft auf.

Nicht umsonst forderte die PolitikBasis im Juni 2010 die Abschaffung der kapitalgedeckte “Versicherungen” und die Einstellung der Beitragszahlung an die Rentenversicherungen, da ihnen keine adäquate Leistung mehr entgegensteht:

Die Zahlungen in irgendwelche Rentenkassen können Sie also glatt einstellen, denn der vereinbarte Generationenvertrag ist einseitig aufgekündigt worden.

PolitikBasis: Nullrunden für “Leistungsträger” – oder: Wie die innere Kündigung mit diesem Staat echte Reformen anschiebt!

Anders sieht es nicht bei der Arbeitslosenversicherung aus. Verpackt wird das Gespenst der Enteignung, bzw. Inflation, in eine Rechtsstaatlichkeit, die die Kontrolle bei denen belässt, die auch schon vorher das Finanzsystem zu ihren Gunsten nutzten. Flankiert von Alternativlosigkeit und Systemrelevanz wird von der Notwendigkeit der Schritte geredet, gerade so als ob das Alles das Normalste von der Welt sei. Von einem Scheitern des Finanzsystem wird niemand sprechen, selbst wenn die Bürger um ihre Verdienste gebracht wurden.

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