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Kommentarblog zu den Systemnachrichten

Wer hat die Falle aufgestellt? Der Spekulant?

gepostet von Wolfgang Bergmannam 10 - April - 2011 -2 KOMMENTARE-  Share/Bookmark

PolitikBasis | 500 Euro-Schein

Wir sitzen alle in einer Falle, der Eurofalle, die wir selber mit Schweigen und Hinnehmen mit aufgebaut haben, der eine weniger, der andere mehr. Nicht alle können das Ausmaß des Vorgangs erkennen und verstehen. Es ist bedrohlich und alle Gegenmaßnamen, bis heute, erhöhten nur das Risiko und der Euro steuert ungebremst, weiter auf einen Abgrund zu. Dieser Vorgang folgt einem Plan. Anders lässt sich dieses Dominospiel nicht erklären.

Portugal hat nach Griechenland und Irland seine Eigenverantwortlichkeit, als Nation, sowie volkswirtschaftliche Selbstständigkeit aufgegeben und sich in die Abhängigkeit einer dunklen, nebulösen Macht begeben – in die Hände der EZB, des IWF und die Klauen der internationalen Finanzmärkte. Das ist nicht gut, wie uns erklärt wird, sondern die Fortsetzung einer Tragödie.

Amerikanische Ratingagenturen, dubiose, private Auskunfteien, die über den finanziellen Fortbestand oder Untergang von Nationen entscheiden, ohne jegliche juristische oder demokratische Legitimation – haben sich über den kleinen europäischen Staat, der schon immer um sein Überleben kämpfen musste, hergemacht. Sie haben es mit ihren Werkzeugen – der Diskriminierung und Herabwürdigung geschafft in an den Pranger zu stellen. Es ist der Spekulant, der hinter diesen unmoralischen, herzlosen Agenturen steht. Was Portugal nun zahlen sollte, konnte diese schon ausgesaugte, kleine Nation nicht mehr tragen. Es ist einfach unlogisch, dass eine Nation, die bisher ihre Anleihen bediente, mit höheren Zinsen wegen noch nicht vorhandenen Zahlungsunfähigkeit, welche letztlich durch den europäischen Rettungsschirm so verbürgt ist, getrieben wird. Das ist schlicht und einfach paradox.

Ich weiß es gibt kein Herz und Ethik, noch Moral in den finanzpolitischen Hallen.


Gerechtigkeit wird weltweit als Grundnorm menschlichen Zusammenlebens betrachtet; daher berufen sich in allen Staaten Gesetzgebung und Rechtsprechung auf sie. Sie ist in der Ethik, in der Rechts- und Sozialphilosophie sowie in der Moraltheologie ein zentrales Thema bei der Suche nach moralischen und rechtlichen Maßstäben und für die Bewertung sozialer Verhältnisse (Definition Gerechtigkeit Lexikon).

Neun bis zehn Prozent und ein paar verrückte Zahlen hinter dem Komma, wo die auch immer herkommen und kalkuliert wurden, sollen die Portugiesen für ihre 10jährigen Staatsanleihen zahlen. Sehen wir uns mal an, wie das in der Realität aussieht. Für einen Kredit von 1.000 Euro über diese zehn Jahre zahlt Portugal das doppelte zurück.
Einfach unglaublich und sucht in der realen Welt von Krediten und Hypotheken seines Gleichen. Das ist primitiver Zinswucher, der auf Kosten des portugiesischen Volkes und der ganzen Eurozone betrieben wird. Kein anständiger Banker, wenn es das noch gibt, würde sich auf ein solches sittenwidriges Geschäft einlassen. Es sind Kredithaie und das organisierte, ökonomische Verbrechen, die sich hier – über ein schon mittelloses Völkchen hermachen, wo es real nichts mehr zu holen gibt.

Lassen wir die Schuldfrage beiseite, die einfach nur ins Abstrakte und Paradoxe, wo ein paar Besserwisser sagen, die sind selber Schuld und selbst nicht wissen warum, münden muss. Es sind die Regierenden, Ökonomen, Finanz- und Politberater, die dieses Chaos logischerweise zuerst mal in Gange gebracht haben, wer sonst sollte es gewesen sein? Es war ihr Plan an dem sie jetzt emanzipieren. Und, keine Angst – ganz Europa und andere Nationen sind hier schon in Folge eingeplant. Ein Dominospiel über die Rundung des Planeten, wo alle Steine stetig fallen, notdürftig aufgerichtet und wieder zu Fall gebracht werden.
Das ist kein Paradox, den nach jedem Fall werden wir Menschen kleiner und handlicher für die Mächtigen der Spekulation und deren Gewinne werden größer. Warum sonst sollte man dieses Spiel spielen. Alles hat seinen Sinn und Zweck.


Sehen wir uns dieses finanzpolitische Spiel – von der anderen Seite an. Dort gibt es einen Pool von Spekulanten, wo auch ein paar Winzlinge, wie unser Nachbar mitmischen und sich am Leid der Nationen eine goldene Nase verdienen und die nie und nimmer, koste es – was es wolle, im wahrsten Sinne des Wortes, den Hals nicht voll genug bekommen können und deren Reichtum Tag für Tag bis ins Unermessliche wächst. Sie bauen eine Blase nach der anderen, lassen welche platzen
und bauen wieder neue und arbeiten mit Leib und Seele, die sie dem Mammon verschrieben haben, an diesen ökonomischen Konstruktionen. Euroland steht auf dem Spielplan und es darf gesetzt werden, dieses Morallose, maßlose, ungezügelte Spiel trägt klingende Früchte, wenn die Euros in die Säcke der Spekulanten fallen.

Bunte Schirme und Pakete, die über Euroland schweben und nur einen Sinn und Zweck erfüllen und Bestimmung haben, dieses dreckige, unmoralische, herzlose Geschäft der Spekulation zu stützen – und deren Zinsen und Vermögen zu sichern. Ja, auch hier haben die Regierenden, Ökonomen, Polit- und Finanzberater ihr Unwesen getrieben, dass nur einen Zweck erfüllt – die Säcke der Spekulanten zu füllen. Selbstmörderisch, wie sollte es anders sein und wie wir sind, lassen wir alles über uns ergehen und spielen mit unserem hart erworbenen Cent, dieses grausame Spiel mit. Wer jetzt noch nicht erkannt hat, dass Ökonomie – die Wissenschaft der Volksverdummer und Abzocker ist, wird es wohl nie begreifen.

Ja, es ist schon schwer zu verstehen, warum wir durch die Medien nur unkommentierte Zahlen erfahren, die man in Ehrlichkeit und in ihrer Wahrheiten tatsächlich nicht kommentieren darf. Z.B. ganz einfach so, wer muss zahlen, das wissen wir meist schon, aber wer es einsteckt bleibt im dunklen und wird von Ökonomen und Finanzfachleuten, wenn sie sich überhaupt zu Worte melden, schlicht und einfach vernebelt. Über Geld spricht man nicht und es auch unanständig über anderer
Leute Geld zu reden. Mit Gehirnwäsche über Jahrtausende hat man die Menschen mit diesen dummen Sprüchen Mundtod und gefügig gemacht.

Eine kurze ökonomische Belehrung, es ist ganz einfach, einer bezahlt und ein anderer steckt es ein. Ist doch vollkommen unkompliziert, oder?

Zwei Prozent der Menschheit, wenn überhaupt treiben dieses tatsächlich von vorne und hinten makabere Spiel der Spekulation im großen Stil und der Rest schweigt und lässt sich dieses idiotische, ökonomische System einfach überstülpen, so als wäre dies ein Naturgesetz von riesiger Komplexität und es gebe keine anderen Wege.


Es ist legitim die Frage zu stellen ist Ökonomie ein Naturgesetz, eine Einbahnstraße oder die Wissenschaft, die für Volksverarmung steht. Es gibt nur eine Antwort, die gerade in Portugal wieder durch die Inanspruchnahme des Schutzschirms und seiner Grausamkeiten bewiesen wird. Ganz oben steht auch die Armut in der dritten Welt, die man in der Ökonomie nicht kennt. Warum lassen wir uns das schon Jahrtausende gefallen und gehen nicht, wie bei der Atomgeschichte und wie man es bei Stuttgart 21 getan hat, auf die Straße und zwar weltweit und entledigen uns – ein und für alle male, diesem kriminellen, ökonomisch, organisierten Verbrechen und gehen einen neuen Weg? Es gibt Wege aus dieser Falle, die ständig auf und zu geht.

Gerade hat man uns wieder weisgemacht, dass durch 0,25 Prozent Anhebung des Leitzinses, die Inflationsrate bei 2 Prozent stabilisiert werden soll. Damit soll die Nachfrage auf den Märkten zurückgefahren und somit die Preis und Lohnpolitik im Zaun gehalten werden. Man muss sich schon an den Kopf fassen, um das so zu verdauen. Zu deutsch heißt das, der Dispo bei der Bank – Kredite und die Hypotheken aufs Häuschen werden teurer und die Lohnabschlüsse niedriger. Was für
ein Geschenk? Da dieses komplexe Verfahren auch noch jeglicher Sicherheit entbehrt und die Inflation trotzdem weiter steigen kann und an dieser Leitzinsspirale, dann weiter gedreht wird, damit hat man uns gleich auf Vorrat – mehrmals in den Hintern getreten und um einiges für die weitere Zukunft ärmer gemacht.

Warum nicht die Preise kontrollieren und die Zinsen abschaffen? Nein, das widerspricht der freien, unsozialen Marktwirtschaft, ist möglicherweise Kommunismus pur und wird vor allem die Profite der benannten 2 Prozent, ja sogar ihre gesamte Existenz in Frage stellen. Ja, es würde die Gesamtexistenz unserer neoliberalen Welt in Frage stellen.


Trickreich hat man uns in der BRD, die mit 27 Prozent dieses ganze Eurodesaster mit trägt, bezahlt und bürgt über alle Medien erklärt, dass wir mit 2,8 Prozent Aufschwung, gerade mal schnell mit dem Portugal-Desaster, um ein paar Punkte nach oben gefahren – wir Deutsche ja nicht betroffen sind und auch unsere Arbeitsplätze, die Heiligtümer, gesichert sind. Zumindest heute. Stellen wir einfach diese 2,8 Prozent gegen die 27, was ja so – nicht ganz richtig ist, aber doch schon irgendwie passt, dann müsste auch dem Letzten der Widerspruch in diesen Schönwetternachrichten klar werden.

Machen wir es einfacher und für jeden verständlich, wenn ich meinem in Hartz IV lebenden Freund und seiner Familien 100 Euro gebe und gerade 50 Euro mehr Lohn bekommen habe – muss ich mir darüber klar sein, dass ich realistisch gesehen 50 Euro weniger in der Tasche habe, trotz der 2,8 Prozent Lohnerhöhung. Letztlich muss ich mir diese 50 Euro – wiederum von irgendwo besorgen.

So in etwa sieht der Finanzkreislauf in Euroland aus. Diese Verschuldungsorgie geht nun mangels Masse immer weiter. Die privaten Ratingagenturen werten ab und diskriminieren, die Zinsen auf Staatsanleihen steigen, der Spekulant steckt noch mehr ein und Euroland samt uns ist verloren. Es lebe der Dollar und die Steine werden wieder aufgestellt. So darf und kann es nicht weitergehen. Wir müssen Europa restlos ohne Rücksicht auf die Banken und ihren Kasinobetrieben, von seinen Schulden befreien, dass sollte nicht nur hier passieren, sondern weltweit.

Wer glaubt, dass es so weitergehen kann irrt und wird die Folgen in Kürze spüren.


Ein großes Meeting des Geistes, Vernunft und der Intelligenz mit Sachverstand ist das, was die aktuelle Gegenwart, die Menschheit und unsere Welt braucht. Eine weltweite Lösung aller Probleme sollte angestrebt werden, eine Neue Welt und Weltordnung in Demokratie, einer sauberen Ökonomie und Frieden für alle. Der Ansatz: www.weltversorungsgesellschaft.de »

Wolfgang Bergmann

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2 Kommentare zu “Wer hat die Falle aufgestellt? Der Spekulant?”

  1. Limarko sagt:

    Ich finde die ganze Situation irgendwie faszinierend, wenn es nicht so furchtbare Auswüchse hätte. Wie aus einem sympatischen Finanzberater von nebenan, den ich nciht als böse wahrnehmen kann und will, jemand wird, der in der Finanzwelt ganz oben und sehr brutal mitmischt. Da müssen doch gewisse psychologische Wirkungen mitspielen, zumindest kann ich nciht glauben, dass der Mensch an sich korrupt ist und unsere Welt deswegen verdammt. Es muss doch möglich sein, diese teuflischen Schwankungen zu durchbrechen und am Ende ein System zu schaffen, dass uns einen Kapitalismus (der nciht Grund verkehrt ist) liefert, der nicht alle paar Jahre solchen Zyklen unterliegt.

  2. Wolfgang sagt:

    Hallo Limarko,

    Ich mache mir da schon lange, die selben Gedanken.

    Das mit dem Nachbar stimmt übriges so, nur dass er nicht schlecht oder böse ist. Ich denke mal die Meisten haben nicht die geringste Ahnung um was es letztlich geht und schließlich wird ja auch dabei verdient.

    Bei einem Rentner, der 100.000 Euro, über sein Leben gespart hat und dafür Staatsanleihen zu 7% Zinsen gekauft hat und nur 700 Euro Rente bekommt, gehört es letztlich zu seinem Lebensunterhalt. Es sind monatlich ca. 580 Euro zur Rente. In europäischen Staatsanleihen, trägt er durch den Euroschirm, nicht mal ein Risiko.

    Es sei denn, alles bricht zusammen, eben der Schirm, da wäre er so seine 100.000 Euro losgeworden.

    Lies doch bitte mal dies und wenn du wirklich mal etwas Zeit hast, auch das anhängende Link. Deine Meinung und vielleicht ein kleiner Diskussionsbeitrag, würde mir Freude machen:

    http://www.politikbasis.de/category/nachrichten/

    Danke für deinen Kommentar
    Gruß Wolfgang

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