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Wer bezahlt das alles?

gepostet von Wolfgang Bergmannam 19 - April - 2011 -KOMMENTAR+-  Share/Bookmark

WER BEZAHLT DAS ALLES? – so steht es jetzt, wahrscheinlich wochen- und monatelang – nervend in den Medien und wird zum Thema aller Talks und politischen Diskussionen. Gemeint ist der Umbau der Energieversorgung zur sauberen, ungefährlichen, umweltfreundlichen Energieversorgung.

Eine dümmere Frage kann man nun wirklich nicht mehr stellen und das Irreführende dabei ist, dass gerade die Fragesteller, die Medien, die sie transportieren, Politiker, ihre Berater, Ökonomen, Volkswirtschaftler usw., es ganz genau wissen und die, die es noch nicht wissen, hilfst dieser politischen Nebelmaschinerie, verwirren.

Um keinen Zweifel an der richtigen Antwort zu lassen – hier ist sie:


Der Verbraucher und der Steuerzahler


Es ist, um auch hier den Nebel zu lichten, eine und die selbe Person – wir alle, jeder proportional für sich. Diese Person zahlt über den Verbrauch und die darauf liegenden Steuern, also genau zwei mal. Bitte keine Zweifel aufkommen lassen, es ist tatsächlich so.

Das ist nicht irgendwo abgeschrieben, es ist die schon immer geltende logische Folgerung und einzige Wahrheit und geltendes Recht. Da dies logisch und real ist, muss die Frage lauten:”Wie teuer wird das, wie viel müssen wir bezahlen? Eine mathematische Modellrechnung, kann hier Aufklärung bringen.

Kurz dazu wie viel wir bisher gezahlt haben:

Nach einer Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag von Greenpeace ist Strom aus Wind- und Wasserkraft schon heute günstiger als Strom aus Kohle und Atom. Würden sämtliche Kosten und milliardenschweren, staatliche Förderung für konventionelle Energien berücksichtigt, koste insbesondere Atomstrom in Wirklichkeit fast doppelt so viel wie Wasserkraft und zwei Drittel mehr als Windenergie.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Steinkohle seit 1970 mit 288 Milliarden Euro gefördert wurde, Atomenergie mit 196 Milliarden und Braunkohle mit 67 Milliarden. Erneuerbare Energien werden erst seit 1990 gefördert und kommen deswegen nur auf rund 39 Milliarden Subventionen. Zudem sei die Förderung der erneuerbaren Energien laut Studie transparenter und werde explizit im Strompreis ausgewiesen. Die Förderung von Strom aus Kohle und Atomkraft sei für den Verbraucher hingegen nicht immer sichtbar.

FOCUS Online: Atomstrom fast doppelt so teuer wie Strom aus Wasserkraft »

Hinter dieser fadenscheinigen Diskussion “Wer bezahlt das”, die nun angeheizt wird, zur aktuellen Volksverdummung – verbergen sich nur ein paar Jahre mehr Atomenergie, die durchgesetzt werden sollen, möglicherweise sogar über einen zusätzlichen, höheren Strompreis, der so permanent und dynamisch steigt, auch mit oder ohne Erneuerbare Energien.

Es ist einfach zum Kinderkriegen, wie man so im Volksmund sagt und diese Frage: “Wer bezahlt das”, wie viel Geld kostet das, über die gesamte Diskussionszeit der “Fachleute, Politiker und Fachberater” – ja, es ist zum Kinderkriegen. Letztlich bezahlt das alles wieder eine und die selbe Person, der Verbraucher, der zugleich auch Steuerzahler ist. Vielen Dank.


Wann hören diese Leute endlich mit dem Reden und Reden auf und handeln? Wie lange sollen wir uns jetzt wieder diesen hirnrissigen Unsinn anhören und lesen?


Doch gibt es auch hier, wie immer, was man ja nicht glauben wird – eine Alternative:
Wir verstaatlichen die Brückentechnologie, nur Atomkraftwerke, vielleicht gleich weltweit alle – auf Grund der inneren Sicherheit und der Gefahr, die von Ihnen ausgeht, das ist auf Grund von Hunderter Beweise möglich. Diese jetzt dem Volk, als neuer Eigentümer, auch vermittelbare Brückentechnologie und alle Gewinne, die sie hergibt, werden in Erneuerbare Technologien, direkt und ohne jeden Verzug investiert. Nach dieser heroischen Tat werden alle Meiler vom Netz genommen und samt allem Atommüll auf dem Mond entsorgt. Eine Variante, die mysteriöser Weise, noch nie jemand ernsthaft ins Auge gefasst hat.

Eine perfekte Lösung, die unsere Politiker, alle gemeinsam auf dem derzeitigen grünen Trip, locker und unverzüglich, über eine Verfassungsänderung mit ähnlicher Geschwindigkeit, wie bei der Bankenrettung und der Verstaatlichung der Hypo Real Estate, denn hier geht es um Leben und Tod, durchsetzen könnten.

Das ist eine saubere Lösung. Ehrlich gesagt, ein bisschen kommunistisch, aber dafür sehr praktikabel, denn die Umstiegskosten sollen nach einem Experten-Gutachten von Union und FDP bis 2015 – 16 Milliarden Euro betragen und mit Hilfe der Verstaatlichung wären sie schon bezahlt. Herr Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hätte in seinen Haushalten den Rücken frei und eine zusätzliche Einnahmequelle.

Wolfgang Bergmann

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