PolitikBasis

Kommentarblog zu den Systemnachrichten

Warnen und Drohen – Die marktwirtschaftliche Unternehmenskultur der Monopolisten

gepostet von PolitikBasisam 2 - Mai - 2011 -KOMMENTAR+-  Share/Bookmark

Ja, Marktwirtschaft ist schon was schönes – wenn doch die lästige Konkurrenz nicht wäre. Hochgepäppelt und groß gemacht hat die jetzigen Verkehrs- und Energiemonopolisten der ganz normale Bürger – in einer Gemeinschaftsleistung – die sich Staat nannte. Enteignet wurde er vor wenigen Jahren, im Rahmen von Privatisierungen und steht nun nackt einem obskuren Forderungskatalog von Anleger und Unternehmen gegenüber. Das der sich jedoch im Kern auf nur eine Forderung beschränkt, die Rendite heißt, ist die Suppe die jeder von uns auszulöffeln hat.
Es ist nun nicht so, als ob Anleger nicht auch Bürger und somit Verbraucher wären, erschwert aber die Argumentation zusätzlich, wenn es darum geht die Schlüsseltechnologien zurück in die Hände der Gemeinschaft zu bekommen. Solange mehr mit Anteilen eingenommen werden kann, als Verluste durch Preiserhöhungen eingefahren wird, ist die Anhängerschaft der Anteilseigner als Lobbysumpf zu bezeichnen.


Warnungen sind eigentlich etwas Positives. Vor Gefahren wird z.B. gewarnt um Schlimmeres zu verhindern oder um Vorbereitungen zu treffen sich zu schützen. Auffällig oft jedoch, besonders in letzter Zeit, häufen sich Warnungen, die Erpressungsversuchen gleichen. So warnte vor wenigen Tagen erst der BDI-Chef Hans-Peter Keitel vor einem allzu schnellen Ausstieg aus der Atomenergie:

Hans-Peter Keitel kritisiert die Atomdebatte als oberflächlich und warnt vor den Folgen überstürzter Entscheidungen.

Handelsblatt: BDI-Chef warnt vor Preisschock »

Auch ein anderer Monopolist springt im wahrsten Sinne des Wortes auf den Zug und poltert wüste Drohungen hervor:

Die Bundesregierung will noch dieses Jahr Linienverkehr mit Fernbussen zulassen. Das könnte zu drastischen Einschränkungen im ICE-Netz führen, warnt Bahn-Vorstand Ulrich Homburg in einem Interview.

Spiegel Online: Bahn droht mit weniger ICE-Verbindungen »

Warum der Konsument diesen Erpressungsversuchen nicht mit Trotz, Verweigerung und gar Enteignungswünschen begegnen sollte, ist einem entarteten marktwirtschaftlichen Verständnis geschuldet. Der Konsumenten ist nicht ein freier Marktteilnehmer, sondern die Geisel kapitalistischer Dinosaurier, die nicht Willens sind dem Fortschritt zu begegnen und die Beschaulichkeit und Bequemlichkeit dem harten und fordernden Konkurrenzkampf vorziehen. Würde ein Arbeitsloser diese Einstellung offen an den Tag legen, wäre ihm die mediale Ächtung, Ausschlachtung und Anprangerung gewiss.

Ihre PolitikBasis

VN:F [1.9.6_1107]
Artikel bewerten:
Rating: 6.5/10 (2 votes cast)
Warnen und Drohen - Die marktwirtschaftliche Unternehmenskultur der Monopolisten, 6.5 out of 10 based on 2 ratings

Related posts:

  1. Tschüss Hertie
  2. Wir müssen die ganze Welt neu erfinden – Erneuerbare Zahlungsmittel – Gastbeitrag von Wolfgang Bergmann
  3. Sparpaket die 100ste
  4. Der Dioxinskandal – Ein marktwirtschaftlicher Nutzen verunreinigter Lebensmittel ist leider gegeben
  5. Dollar-Tschankies und Planetenkiller – von Wolfgang Bergmann

Kommentieren

XHTML: Folgende HTML-Elemente sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

  • Entertainment


      zum Artikel »
  • Aktuell

    • zum Artikel » zum Artikel » zum Artikel »
  • Potzblitz!

    • Keine Ereignisse vorhanden
  • PolitikBasis - Wissen

      zum Artikel »
  • Kolumnen

      zum Artikel » zum Artikel »
  • Anzeige

  • Meta

Blog Top Liste - by TopBlogs.de Add to Technorati Favorites Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits Bloggeramt.de Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blogverzeichnis RSS Verzeichnis Political Blogs - BlogCatalog Blog Directory Blog Verzeichnis und Webkatalog Blogverzeichnis Blogverzeichnis Blogverzeichnis kostenloser Counter