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Kommentarblog zu den Systemnachrichten

Yamaha Majesty 400 ABS in der Praxis

gepostet von PolitikBasisam 1 - Juli - 2011 -2 KOMMENTARE-  Share/Bookmark

„Sehr geehrte Fluggäste, wir freuen uns Sie an Bord des Majesty 400 begrüßen zu dürfen. Das Wetter ist ausgezeichnet, die Sonne scheint und die Crew ist in bester Laune. Uns erwartet, allem Anschein nach, ein herrlicher Flug…“ Nein, eine Stewardess werden Sie nicht zu Gesicht bekommen, nach dem Sie Platz genommen haben, auf diesen breiten, weichen Polstern der Sitzbank einer Yamaha Majesty 400 ABS. Ganz gleich ob Fahrer oder Sozia, ein erhabenes Gefühl stellt sich schnell ein – meist schon in dem Momenten in dem Ihre Hände sich um die Griffe des breiten Lenkers legen oder beim Anblick des Panoramas, dass Ihr Sozius genießt, wenn er sein Gesäß langsam in die üppigen Polster senkt. Willkommen an Bord der Majesty 400 (YP400A).

PolitikBasis | Yamaha Majesty 400


Drehen Sie den Schlüssel, erweckt die Bordelektronik den dicken Brummer sogleich zum Leben. Ein bisschen wie ein Triebwerk klingt es, wenn sich die Benzinpumpe die ersten Tropfen des Kraftstoffes genüsslich aus dem 14 Liter Tank saugt. Der Statusreport informiert Sie über alles Interessante in und um den Motor herum: Ölstand – “check”, Elektronik – “check”, Temperatur – “check”, ähnlich wie mit einem Co-Pilot, helfen Ihnen die in Chrom eingefassten Armaturen, die mit Hilfe der Elektronik aufbereiteten Informationen im Blickfeld zu behalten. Alles im grünen Bereich? Dann ist der kurze Druck auf den Anlasser nur noch obligatorisch: Samtweich und unauffällig startet der 400 ccm Einzylinder mit Benzineinspritzung seinen Dienst. Ein kleiner Dreh am Gas entlockt im ein warmes, vertrauenserweckendes Brummen.


Gekuppelt wird nicht: Die Variomatik hält den Drehzahlbereich im grünen Bereich. Den Kupplungshebel (links) vermisst man sowieso nur die ersten 100 Kilometer. Stattdessen kann man sich dort, von nun an, an die gut zu dosierende Hinterradbremse gewöhnen – mit ABS versteht sich. Drehen Sie den Gasgriff weiter: Majesty 400 beginnt sogleich die drallen Rundungen in Bewegung zu setzen. Immerhin stolze 207 kg Trockengewicht bringt der Tourer auf die Waage. Und bereits jetzt, bei Schrittgeschwindigkeit, können Sie getrost Ihre Füße lässig auf den Trittbretter parken: Der niedrige Schwerpunkt in Verbindung mit dem verwindungssteifen Alurahmen beschert „Ihrer Majestät“ ein besonders einfaches Handling. Ein Segen, sowohl im Stadtverkehr, als auch auf der Landstraße, werden Sie das Gefühl haben, wie auf Schienen um die Kurven zu zirkeln. Da wackelt nichts, da wird nichts unruhig, da pendelt nichts.


Noch ein Stück weiter den Gasgriff gedreht, beschleunigt die Majestät unangestrengt. Bis auf Wunsch zur Höchstgeschwindigkeit von 151 km/h. Cruisen ist also angesagt. Überhaupt ist die Landstraße oder die Autobahn ihr bevorzugtes Revier. Es wäre mir auch neu, dass es besonders reizvoll wäre, sich dem dichten Verkehr einer Großstadt, mit Gepäck und Sozia, dem Kolonnenfahren und Stop & Go, auszusetzen. Ein Grund mehr die Hektik hinter sich zu lassen und Kurs auf den über-nächsten Badesee zu nehmen oder noch einen weiter dahinter. Mit Platzproblemen haben Sie nicht zu kämpfen: Ein Dreh am Zündschlüssel legt die Sicht auf den beleuchteten 60 Liter “Kofferraum” frei. Hier finden entweder zwei Helme platz, Ihre besagten Badesachen, oder etwas ganz anderes was Sie gerade so brauchen. Das Platzangebot lässt sich einfach durch einen Topcase, von GIVI zum Beispiel, erweitern. 44 Liter mehr haben Sie dann zur Verfügung.

Haben Sie Ihren Majesty 400 fabrikneu erworben, steht die ersten 1600 Kilometer erst ein mal das Einfahren an. Die neuen Teile müssen sich erst einmal aufeinander einspielen, überflüssiges Material abgetragen werden und die Lager einlaufen. Im Klartext heißt das (laut Handbuch): Die ersten 1000 Kilometer keine Drehzahlen über 4000 rpm, was in etwa 60 – 70 km/h sind, danach geht’s zum zur Inspektion, inklusive Ölwechsel. Das schlägt im Yamaha-Fachbetrieb mit etwa 120 EUR zu Buche. Die anschließenden 600 Kilometer sind Drehzahlen bis 6000 rpm möglich. Rund 120 km/h also. Gar nicht so leicht sich so lange zurück zu halten. Der freundliche Yamaha-Verkäufer legte die Regelung zum Glück etwas lockerer aus und sprach von 100 bis 110 km/h maximal – bereits von Anfang an. Ich war erleichtert und entschied mich für irgendetwas in der Mitte. So fuhren wir die ersten Touren stur nur Landstraße, mit nicht mehr als 80 – 90 km/h, was in etwa 4500 – 5000 rpm sind. Ferropolis, ganz in der Nähe von Wittenberg, war übrigens unser erstes Ziel.


Nach der ersten Inspektion, nach etwa 1000 Kilometern, werden die Serviceintervalle deutlich größer. Nur noch alle 10.000 Kilometer muss die Werkstatt angesteuert werden. Ein Umstand, der den Geldbeutel deutlich schont. Überhaupt: Die Wirtschaftlichkeit dieses und ähnlicher Tourenroller ist nicht von der Hand zu weisen: Bei einem Verbrauch von rund 4.9 Litern auf 100 km und einer jährlichen KFZ-Steuer von gerade einmal 19 EUR in Verbindung mit einer günstigen Versicherung, so um die 100 EUR herum, ist es ein ideale Gefährt, sowohl für Innerorts als auch für Überlandfahrten.


Optisch macht Majesty 400 eine gute Figur. Von allen Seiten gediegen-sportlich, ist es besonders der Hintern, der zu entzücken weiß: Ganz standesgemäß erinnert die Anordnung der LED-Rückleuchten tatsächlich an das Glitzern einer Perlenkette. Sehr stylisch! Zusätzlich eingefasst in die üppigen Rundungen der hochwertigen Verkleidung, plus die Verbindung mit dem tief hängenden Schutzblech, ergibt ein äußerst harmonisches und sehr kompakt wirkendes Ganzes.


Die Verarbeitung steht dem äußeren Eindruck in Nichts nach. Die Spaltmaße der Verkleidungsteile sind gering und was noch wichtiger ist: präzise. Die Scheinwerfer und Blinker leuchten heller als der Durchschnitt der motorisierten Verkehrsteilnehmer und die Hupe schreckt mit Sicherheit jeden Ampelschläfer und Seitendrängler aus dem kuscheligen Kurzschlaf. Präsenz ist es, was Majesty 400 ausmacht. Als Yamaha 2009 diesen Fahrzeugtyp überarbeitete, unterzog sie den Majesty 400 einem größeren Facelifting. Die Front wurde optisch dynamischer und auch technisch wurde einiges getan um den Fahrkomfort noch zu erhöhen. Mission erfolgreich!

Yamaha Majesty 400:

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Für wen kommt ein solcher Roller denn nun in Frage? Leistungsfetischisten dürften es nicht sein, ebenso der Sound dürfte für die Wenigsten ein Kaufkriterium sein. Die Mischung jedoch machts: Sowohl aus ökonomischen, als auch aus ökologischen Gesichtspunkten liegen Sie mit einem hubraumstarken Tourenroller richtig. Das städtische Parkproblem umgehen Sie elegant mit einem Platzangebot, das deutlich über den Bedarf eines Wochenendeinkaufs geht. Und Dank des ausgezeichneten Wind- und Wetterschutzes sind auch längere Autobahnfahrten kein Problem. Ein chicker, hochwertig verarbeiteter Allrounder eben.


Interessante Links zu Yamaha Majesty 400:


Bis zum nächsten Mal!
Ihre PolitikBasis

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2 Kommentare zu “Yamaha Majesty 400 ABS in der Praxis”

  1. Helmut Best sagt:

    Erst einmal Danke für den Bericht. Mir fehlt eine Aussage zu den Vibrationen. Ich möchte über die Alpen und Pyrenäen. Allerdings wissen wir dass unnötige hohe Vibrationen einem den Spaß nehmen. Habe leider den Wechsel von Majesty auf S- Wing -beides 125er- vollzogen und bin tief Enttäuscht von dem Luxusroller. Da fallen einem bei 100km/h die Blomben raus und alle Konturen im Blickfeld verwischen. Wetterschutz und Kofferraum kommen auch nicht mit der Majesty mit. Nun habe ich den “A”- Schein so gut wie in der Tasche und komme natürlich -”AUS ERFAHRUNG GUT”- auf die Majesty mit dem 400er Pack. Daher meine Bitte nach Auskunft zum Thema Vibrations. Mit freundlichen Grüßen. H. Best

  2. PolitikBasis sagt:

    Hallo Herr Best,

    die Vibrationen sind nur im unteren Drehzahlbereich wahrzunehmen. Beim Stand an der Ampel merkt man den kräftigen Motor. Eine Eigenschaft, die mir eher gefällt als das sie stört. Kurz nach dem Anfahren, ab 4000 Umdrehungen, bei spätestens ca. 35kmH, merken Sie nichts mehr. Und wenn Sie die 100 erreicht haben, dann ist alles sowieso nur noch ein Gleiten, dass Sie bis 151 kmH Spitze nicht mehr verlässt. Sie brauche sich darüber also keine Gedanken zu machen. Beste Grüße. PB

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