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(Teil 2) Reisebericht Ostvorpommern – Zwischen Ostsee und Achterwasser

gepostet von PolitikBasisam 27 - August - 2012 -KOMMENTAR+-  Share/Bookmark

Willkommen zurück! Dies ist die Fortsetzung vom (Teil 1) Reisebericht Ostvorpommern – Das Tor zur Insel Usedom.
PolitikBasis | Bild auf Flickr

Schier endlos zog sich der Stau auf der schmalen, einspurigen B 111 Richtung Festland. Kilometer um Kilometer schoben wir uns in entgegengesetzter Richtung an der Blechlawine vorbei, passierten die Dörfer Zinnowitz und Zempin und erreichten nach etwa einer halben Stunde das kleine Städtchen Koserow. Das Wetter war nicht besonders gut, weswegen die Touristen die Insel in Massen verließen. „Wir haben noch Glück an diesem Wochenende, denn bei gutem Wetter sieht der Verkehr noch ganz anders aus.” erklärte Grit, während wir uns schlendernd einen ersten Eindruck unseres Aktionsstandorts machten. Ein kleines Gewerbegebiet am Ende der Stadt hat sich hier angesiedelt. Nicht besonders schön – eher nüchtern und kühl, versorgen mehreren Zweckbauten die Touristenströme mit Lebensmitteln und Kleidung. Von dem in Massen produzierten Tinnef aus fernöstlicher Produktion ganz zu schweigen. Und so wird man vergeblich in Koserow Töpfer- oder Nähstuben, kleine Holzwerkstätten und in Handarbeit Gefertigtes suchen. Hier hat der stete Konsumzwang seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Sehr zum Ärger der Einheimischen, wie es in den Wochen immer wieder zu vernehmen war.

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Freundlich wurden wir von der Geschäftsleitung begrüßt. Schnell sprachen wir mit ihr den Aktionsablauf ab und bereits nach wenigen Minuten konnten wir uns um die Kunden kümmern. Meist war es unnötig zu Zweit am Verkaufsstand (PoS*) zu sein, weswegen Grit und ich ausmachten, uns abzuwechseln. Eine erstklassige Gelegenheit für Fotos, ausgiebige Radtouren und Natur. Ein Fahrradverleih lag nur wenige Straßen weiter.


Nur ein paar 100 Meter sind es von hier zum Strand oder, wenn man die entgegensetzte Richtung einschlägt, zum Achterwasser, wie das innere Küstengewässer genannt wird. Hielt ich mich in den ersten Tage noch in unmittelbarer Umgebung zu unserem Point of Sale* auf – es hätte ja ein großer Kundenansturm kommen können, so wurden meine Touren mit der Zeit immer weitläufiger. Zuerst Kölpinsee und Loddin, dann Ückeritz und nach ein paar Wochen Stagnitz und Pudagla. Mal durch den Wald, mal über die Fahrradwege, mal querfeldein. Grit hingegen zog es immer wieder zum Strand. Mit ihrer bunten Badetasche ausgerüstet sah ich sie meist flinken Schrittes in Richtung Seebrücke entschwinden. Dort stürzte sie sich in die Fluten und schwärmte anschließend von ihren Erlebnissen, der Schönheit der Insel und dem Atelier Otto Niemeyer-Holsteins, in dem sie auf ihrem Rückweg noch gerne einen Moment verweilte. Ein friedlicher Ort, wie sie mir erzählte. Überhaupt ticken die Uhren in den kleinen Ostseestädtchen anders. Alles ein, zwei Gänge heruntergeschaltet. Und ich spürte den Kontrast oft in den Gesprächen mit den Einheimischen, in dem ich mich als sonderbar lebhaft, bis gar zappelig wahrnahm.


Die Wochen vergingen. Wir hatten uns gut eingelebt und Routine machte sich breit. Einzig das Pendeln zwischen Wolgast und Koserow stellte meine Nerven immer wieder auf eine harte Probe. Oft waren es nur halsbrecherische Fahrmanöver, rechts und links an den Autokolonnen vorbei, die uns noch relativ zügig das Festland erreichen ließen. Der Technik setzte dieser Fahrstil natürlich zu: Das ständige Stop&Go zerrte an der Variomatik der Majesty. Ihr Anfahren wurde zunehmend von starken, hämmernden Vibrationen begleitet. Ich tippte auf den Keilriemen, der mittlerweile so stark gelängt war, dass er gegen den Gehäusedeckel schlug und die Kupplung nicht mehr recht übersetzte. „Ein Grund nach Greifswald zu fahren – zu Yamaha!” bemerkte ich trocken. „Eine willkommene Abwechslung” erwiderte Grit. Und schon planten wir für die nächsten Tage einen ausgiebigen Abstecher nach Greifswald. Dass auf dem Weg zufällig der sehenswerte Skulpturenpark Katzow zu besuchen war, stellte sich doch noch glatt als Glückstreffer heraus…


Was geschah wirklich mit der Majesty, Näheres zum Skulpturenpark Katzow und ob wir Polen wie geplant bereisen konnten, das alles lesen Sie in Kürze, wenn es dann heißt: (Teil 3) Reisebericht Ostvorpommern – Streifzug an östlichen Gestaden.


Bis bald!
Ihre PolitikBasis

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