PolitikBasis

Kommentarblog zu den Systemnachrichten

Last seen (Movies) - Film Rezensionen

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Sauna – Wash Your Sins (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 14 - Juli - 2010- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Amazon | Sauna - Wash Your Sins

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 6.0/10 (2 x bewertet)

Hinter dem etwas merkwürdigen Namen, der durchaus zu den derzeitigen Temperaturen passt, verbirgt sich ein ganz passabler Horrorthriller der sich jedoch durch einige Schwächen, sowohl im Erzählstil, als auch im Konzept, einer höheren Wertung verwehrt.
Wir schreiben das Jahr 1595. Der 25 jährige Krieg zwischen Finnland und Russland ist beendet. Der neue Grenzverlauf soll markiert werden, um die guten Absichten der bis dato verfeindeten Kontrahenten zu besiegeln. Eine kleine, fünfköpfige Delegation, bestehend aus Russen und Schweden, durchstreift die nördlichen, unwirtlichen Gefilde des Grenzgebiets. Die beiden finnischen Brüder Knut (Tommi Eronen) und Erik (Ville Virtanen), auf Grund ihrer kriegerischen Untaten seelisch ziemlich mitgenommen und verroht, treffen während dieser Landbegehung in der Einöde auf einen Bauern mit seiner Tochter.
Erik, der anscheinend immer noch überall Feinde sieht, die er meint bekämpfen zu müssen, vergeht sich am Bauern und lässt mit Beteiligung seines Bruders die Bauerntochter in einem Verließ zurück. Von da an verfolgt die geisterhafte Erscheinung der jungen Frau Knut. Zwar möchte der nochmal zurück um die Dame aus ihrem dunklen Verlies zu befreien, doch hält die Entdeckung einer Siedlung ihn zunächst von seinem Plan ab. In der Nähe der Siedlung, inmitten des durchquerten Sumpfes steht die Gruppe plötzlich an einem Gebäude, das sich als Sauna herausstellt.
Was zunächst etwas absurd anmutet stellt sich im weiteren Verlauf als nicht allzu ungewöhnlich heraus: In den Dialogen bekommt der Zuschauer mit, dass sowohl Neugeborene als auch Verstorbene schon seit Jahrhunderten in Finnland in Saunen gereinigt werden.
Die Gruppe muss die Frage klären zu welchem Gebiet dieses unbekannte Dorf gehört. Die schriftliche Chronik des Dorfes gibt Hinweise auf die Besiedelung durch russische Mönche, doch merkwürdige Ereignisse und Todesfälle lässt im Grunde niemanden das Dorf gerne und unbeschwert als Staatseigentum einbürgern. Von Geistern des Krieges ist die Rede und davon, dass die Siedlung um die Sauna herum gebaut wurde…


Mysteriös also gestaltete sich die Story, die sich aber immer mehr auflöst und zu einem rein symbolträchtigen Bilderwerk wird. Bruchstückhaft die Handlung und für den Zuschauer nicht immer leicht nachzuvollziehen. Wie der Titel schon sagt, dreht sich im Grunde alles um Sünde und deren Vergebung. So ist der Film auch mehr als ein Reise in die Abgründe menschlicher Psyche und die ist bekannter maßen unergründlich. Die Logik bleibt dabei auf der Strecke.
Von der Atmosphäre her ist Sauna – Wash Your Sins gut. Der Einsatz von Grain Filtern schafft dank ihrer Grobkörnung eine düster schmutziges Ambiente, welches den Film ordentlich aufwertet. Die Gewaltdarstellungen halten sich in Grenzen und das Filmblut, das schon mal eimerweise fließt, ist mehr stilistisches Mittel, als das es Gorefans zufriedenstellen dürfte. Die Kritiken dürften sich auch dementsprechend in Lager teilen: Den einen wird sich der Sinn auftun, die anderen werden gar nicht erst danach suchen.

Wertung: 6.0/10


Sauna – Wash Your Sins
Darsteller: Ville Virtanen, Tommi Eronen, Viktor Klimenko, Rain Tolk, Kari Ketonen u.a.
Regie: Antti-Jussi Annila
Finnland/Tschechien / 2008 – circa 81 Minuten


Preis: 0
Neu ab: EUR 16,99 Auf Lager
Erscheinungstermin:25.06.2010
 


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Bewertung: 5.0/10 (1 x bewertet)

Prince – Rave un2 the year 2000 (Movie/Konzert)

gepostet von PolitikBasis am 5 - Juli - 2010- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Amazon | Prince  - Rave un2 the year 2000

Am Donnerstag den 22. Juli 2010 erscheint das neue Album “20Ten” von Prince. Nicht wie man annehmen könnte muss man dafür einen CD-Laden betreten, sondern besser gleich sucht man einen gut sortiertes Zeitschriften-Kiosk auf – diese Scheibe liegt der kommenden Rollings Stones Ausgabe bei!
Wir nehmen dieses Ereignis als Anlass noch einmal ein besonderes Konzert Revue passieren zu lassen: Prince – Rave un2 the year 2000. Ausgestrahlt aus dem Paisley Park Studio am Silvesterabend 1999/2000.

Viele werden das Cover eventuell schon gesehen haben, fehlt es doch eigentlich in keiner DVD-Abteilung, doch die peinliche Scham die das alberne Cover auslösen könnte, dürfte schon so manchen daran gehindert haben, es sich näher zu betrachten – oder es gar zu erwerben :D. Ein ganz grober Fehler! So kitschig es auch sein mag, es verbirgt sich eine Perle des Funk, Rock, Blues und Gospel dahinter, die bis ins Kleinste choreographiert ist und ein Feuerwerk an Spielfreude abfackelt. Dabei wird die sonst eher zurückhaltend eingesetzte Darstellung der Gitarrenvirtuosität von Prince über Bord geworfen und zu einem tragenden Element dieser Konzertaufzeichnung. Krachende Solies prägen seinen Auftritt – oder sprechen wir lieber vom Aufschlag, der noch zusätzlich die mannigfaltige Unterstützung von Saxophon und anderen Bläsern erhält.

Zur Jahrtausendwende darfs alles ein bisschen mehr sein, wird sich Prince gedacht haben und so lud er kurzerhand Musikgrößen wie Lenny Krawitz, die stimmgewaltige Rosie Gaines, das Saxophonistenduo Marceo Parker und Cynthia Robinson, sowie eine Reihe weiterer Wegbegleiter seiner langen Karriere zur Jam-Session ein. Dabei hinterlässt das Konzert einen fast schon privaten Eindruck, sicher auch, weil die Zuschaueranzahl auf einen kleinen Kreis begrenzt ist. Gemeinsam stimmen sie das Publikum vor der Bühne und an den Bildschirmen also auf das neue Millennium ein. Interessant interpretiert werden seine älteren Stücke wie Kiss, Let’s Go Crazy und Purple Rain und die wirken dabei auch heute noch frisch und äußerst lebendig. Unbekannte Title finden ebenso den Weg in die Ohren wie Gastbeiträge von The Time z.B. Fette Grooves und Beats feuern dem Publikum ordentlich ein, das sicht-und hörbar Spaß hatte. In bester Laune ebenfalls Prince, der immer wieder zum Scherzen aufgelegt war und der ganzen Show nicht allzu ernst entgegen tritt. Der Professionalität jedenfalls tut das keinen Abbruch.

Die Bildqualität ist gut und die Schnitte fangen ordentlich die ausgelassene Stimmung ein. Stop- und Slowmotion akzentuieren dezent die Höhepunkte und Übergänge der einzelnen Stücke. Einzig das Bildformat von 4:3 könnte den einen oder anderen etwas stören.

Wer sich also die Wartezeit zum neuen Album verkürzen möchte und noch einmal einen nostalgischen Blick in das ausklingende 20. Jahrhundert werfen möchte, kann hier bedenkenlos zugreifen. Als inspirierende Begleitung für einen fröhlichen Abend im Kreise von Freunden gibt es kaum etwas besseres, zumal der Preis mittlerweile wirklich unschlagbar ist.
Sie werden es nicht bereuen!

Wertung: 8.0/10



Prince – Rave un2 the year 2000
Darsteller: Lenny Kravitz, Rosie Gaines, Maceo Parker, Morris Day & the Time u.a.
Regie: Geoff Wonfor
Studio: Edel Germany GmbH
USA / 2001 – circa 132 Minuten


Preis: EUR 8,99 EUR
Neu ab: EUR 4,50 Auf Lager
gebraucht ab: EUR 6,99 Auf Lager
Erscheinungstermin:10.04.2006
 


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Bewertung: 5.0/10 (1 x bewertet)

The Messenger – Die letzte Nachricht (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 20 - Juni - 2010- KOMMENTAR+

PolitikBasis | The Messenger - Die letzte Nachricht

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 7.0/10 (1 x bewertet)
Es gibt Jobs über die man sich eigentlich nie Gedanken macht.
Meist sind es die, die von der eigenen, normalen Lebensrealität viel zu weit entfernt sind, als das man ihnen jemals überhaupt Aufmerksamkeit schenken würde.
Spannender Filmstoff lässt sich garantiert immer daraus machen, vorausgesetzt aber, Drehbuchautoren und Regisseure gewähren dem Zuschauer dann auch wirklich einen Blick hinter die Kulissen.
Messenger werden die Soldaten genannt, die zum Casualty Notification Team gehören und Angehörigen gefallener Familienmitglieder die schmerzliche Nachricht überbringen. Keine leichte Aufgabe, wie der gleichnamige und neueste Film vom Regisseure Oren Moverman uns schon direkt zu Anfang wissen lässt.

Sergeant Will Montgomery (Ben Foster), ausscheidender Iraksoldat mit Auszeichnung, wird die letzten drei Monate seiner militärischen Laufbahn Captain Tony Stone (Woody Harrelson) unterstellt. An der “Heimatfront” übernimmt er ab jetzt den Dienst am Vaterland in Form eines dieser Todesengel. Nur widerwillig stimmt er ein, doch seine, während eines Kampfeinsatzes erlittenen Verletzungen und ein damit verbundenes seelisches Trauma machen ihn wohl sensibel genug, um diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen.
Ausgerüstet, nur mit den hastig angelernten Verhaltenskodizes seines Vorgesetzten und Mentors Captain Tony Stone, macht er sich von da an auf den Weg zu seinen ersten “Kunden”. Klar, dass die Verhaltensmuster mindestens so vielschichtig sind wie die verschiedenen Charaktere mit denen er zu tun haben wird und schnell wird er feststellen, dass Trauer nicht immer die vorherrschende Emotion ist, sondern Unberechenbarkeit eines der Hauptmerkmale seiner neuen Tätigkeit ist.

In gespannter Erwartung verfolgt der Zuschauer von da an jedes Klopfen der beiden Männer an die Türen der Betroffenen und hofft das eine oder andere mal, dass niemand aufmachen möge. Geklingelt wird nicht, soviel wurde dem Zuschauer schon vermittelt, denn das Vogelgezwitscher der Türglocke, oder andere fröhliche Melodien und Geräusche würden der Situation nicht gerecht. Und so vergeht die erste Stunde des Films mit zahlreichen spannenden Momenten.
Jetzt könnte man meinen, dass die Arbeitsweise dieses Teams, der Background und ihr Vorgehen näher beleuchtet würde, denn irgendwo müssten sie ja auch eingebunden sein in ein logistisches Netzwerk das ihnen selbst Beistand und Hilfestellungen bietet, aber Pustekuchen: Die beiden Protagonisten sind und bleiben den ganzen Film über auf sich allein gestellt. Keine typisch militärische Maschinerie im Hintergrund, die die Fäden in der Hand hält. Stattdessen verlieren sich die Beiden in einem Abwärtsstrudel der den trockenen Alkoholiker Tony Stone wieder zur Flasche greifen lässt und Will Montgomery auch nicht viel besser aussehen lässt. Seine zaghaften Annäherungsversuche die er der jungen Witwe Olivia Pitterson (Samantha Morton) in der 2. Hälfte des Films entgegenbringt, werden nur zögerlich von ihr erwidert. Zu schmerzhaft der Tod ihres zwar ungeliebten Mannes, psychisch aber auch noch nicht ganz bereit sich partnerschaftlich neu zu orientiern. Naja, wer könnte ihr das auch verübeln.

Zweifellos ist das alles ganz hervorragend gespielt. Jedoch zieht sich der Film ab der 2. Hälfte etwas arg in die Länge. Der abfallende Spannungsbogen hätte mit 1 oder 2 Nebenplots sicherlich aufrecht erhalten werden können. Allein das Überbringen der Nachrichten gibt soviel her, dass da locker z.B. ein Selbstmord oder ein tätlicher Angriff das Interesse der Zuschauer wieder stärker hätte an sich binden können. So aber wandelt sich der Film zu einem zwar anrührenden Drama mit einem ordentlichem Ende, das Gott sei Dank nicht erpicht darauf ist unbedingt ein Happy End haben zu müssen, dem Zuschauer jedoch wird gerade der erwartungsvolle Blick hinter die Kulissen dieses anspruchsvollen Jobs verwehrt. Schade.


Wertung: 7.0/10


The Messenger – Die letzte Nachricht
Darsteller: Ben Foster, Jena Malone, Eamonn Walker, Woody Harrelson, Yaya DaCosta, Lisa Joyce, Steve Buscemi u.a.
Regie: Oren Moverman – Drehbuch: Oren Moverman, Alessandro Camon
USA / 2010 – circa 113 Minuten

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Bewertung: 5.0/10 (1 x bewertet)

Kampf der Titanen (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 21 - April - 2010- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Amazon | Kampf der Titanen

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 5.0/10 (2 x bewertet)
Louis Teterriers “Kampf der Titanen” (2010) ist eine Neuauflage des 1981 erschienen gleichnamigen Sandalenfilms vom Regisseure Desmond Davis. War damals die Stop Motion-Tricktechnik noch hauptsächlich für den besonderen Charme dieser Filme verantwortlich, stammt nun, in Zeiten von Transformers, G.I.Joe und Avatar, natürlich alles komplett aus dem Rechner. Eigentlich schade, denn mit dem Wegfall ehemaliger Tricktechniken, die noch viel mühevolle Handarbeit erforderten, ist auch ein Kriterium untergegangenen, das bis dato “mit” für die Qualität eines Streifens stand.

So bleibt den Kritiker heute nichts anderes übrig als andere Tugenden noch stärker in den Fokus zu rücken: Story und Schauspiel. Dass ein Remake der griechischen Heldensaga Rund um Zeus, Hades, Perseus und den vielen Anderen nun sonderlich originell wäre, kann man nicht behaupten, aber actiongeladen wie die Story von Hause aus nun mal ist, lässt sie sich immer wieder aufs Neue recht spektakulär inszenieren. So findet sich der Zuschauer auch ohne lange Umschweife inmitten des Kampfes zwischen blutrünstigen Riesenkorpionen, Göttern, Medusen und liebreizenden Jungfrauen.

Doch zuvor gibt es eine kurze Einführung bei der erzählt wird, wie der Held Perseus (Sam Worthington) ausgesetzt und als Findelkind, von ahnungslosen Ersatzeltern, zum ehrlichen Fischer erzogen wird. Er wächst heran und bei einem Ausflug beobachtet er und seine Familie wie andere Menschen, bzw. Soldaten mit der Zerstörung von heiligen Stauen gegen die Götter aufbegehren. Hades, Gott der Unterwelt (Ralph Fiennes) ist darüber gar nicht erfreut und rächt sich im Auftrag seines Gottesbruder Zeus (Liam Neeson) an den Soldaten. Unglücklicherweise erwecken Perseus und seine Familie ebenfalls Hades Aufmerksamkeit, was den Untergang ihres Bootes und daraufhin den Tod von Mutter und Vater zur Folge hat. Dass sich nun anschließend auch noch Menschen zu Göttern erklären, bringt das Fass zum Überlaufen und mit einem Ultimatum sollen die alten Machtverhältnisse, im Sinn der Götter des Olymp, wieder zurechtgerückt werden: 10 Tage Zeit haben die Menschen, um entweder die Königstochter Andromeda (Alexa Davalos) zu opfern, oder die Stadt wird mittels einem Kraken in Schutt und Asche gelegt.
Perseus stellt sich im weiteren Verlauf noch als Sohn des Zeus heraus, und ist somit ein Halbgott, der sich mit ein paar Krieger auf den Weg zu der Krake macht.

Dass man Liam Neeson und Ralph Fiennes nach Schindlers Liste noch mal gemeinsam vor der Kamera sieht hätte ich nicht erwartet. Die beiden kämpfen in diesem Film tapfer; nicht aber gegen die Feinde der Götter wie man annehmen könnte, sondern gegen eine ziemlich lieblos dahingeklatschte Produktion. Sam Worthington als Perseus nimmt man weder den Fischer noch den Halbgott ab, dafür ist seine Rolle einfach zu blass. Die Action- und Kampfszenen sind recht durchwachsen. Durch die schnellen Schnitte geht dem Zuschauer irgendwann die Übersicht verloren und er weiß schon nicht mehr wer von Perseus Gefolgschaft da eigentlich gerade ins Gras gebissen hat. Ist aber auch egal, mag sich Louis Teterrier gedacht haben.
In 3D steht der Film, nach seiner Konvertierung, nun auch zur Verfügung. Ob er davon wirklich profitiert darf bezweifelt werden, denn die Mängel sind zu ausgeprägt als dass sie kaschiert werden könnten.

Kampf der Titanen spult genau genommen nur brav und ohne Highlights den Plot herunter. Eigenständige Wege werden dabei nicht beschritten. Die einzelnen Stationen, von den stygischen Hexen über die Wüstenskorpione bis zur Medusa, werden dabei ähnlich wie auf einer Todo-Liste abgehakt. Wer die Version von 1981 kennt ist damit fast schon besser bedient.
Auch Perseus Reisebegleiter sind mehr Kanonenfutter als das sie echte Persönlichkeit hätten. Mit ihnen fühlt der Zuschauer nicht spannungsvoll mit, nein, ihm wird eher ein: “Huch, da ist ja schon wieder einer gestorben…wer war denn das?….ach egal….” entlockt. Die Sets sind dabei genauso wenig einfallsreich wie die hölzernen Dialoge, nur sie haben den Vorteil sich in Nebelschwaden hüllen zu können. Das zaghaft angedeutete Verhältnis zwischen Perseus und Io (Gemma Arterton) ist dabei ebenso nur Staffage und ihr Verlust weckt noch nicht einmal einen Hauch von Mitleid. Schade eigentlich, das Thema ist wahrhaft episch. Aber so bleibt einem wenigstens die Hoffnung auf die nächste Verfilmung in 10 oder 15 Jahren.


Fazit:

Als DVD kann man sich Kampf der Titanen sicherlich mal anschauen. Er ist ok. Wenns aber ein Fantasyfilm sein soll, würde ich sogar eher zu Beowulf greifen, allein auf Grund seiner experimentellen Art, oder gleich zu 300.

Wertung: 6.0/10



Kampf der Titanen
Darsteller: Sam Worthington, Liam Neeson, Ralph Fiennes, Gemma Arterton, Alexa Davalos, Danny Huston, Mads Mikkelsen u.a.
Regie: Louis Leterrier – Drehbuch: Lawrence Kasdan, Phil Hay, Matt Manfredi, John Glenn, Travis Beacham
UK, USA / 2020 – circa 118 Minuten


Preis: EUR 21,99 EUR
Neu ab: EUR 14,99 Auf Lager
Artikel ist verfügbar ab:10.08.2010
 


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Bewertung: 4.5/10 (2 x bewertet)

Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 9 - April - 2010- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 9.0/10 (1 x bewertet)

Nicolas Cage, als heruntergekommener Cop in Bad Lieutenant, spielt endlich mal wieder eine Rolle die darüber hinausgeht, dumm aus der Wäsche zu gucken.
Ist er nach The Knowing – Die Zukunft endet jetzt von uns schauspielerisch für komplett tot befunden worden, trumpft er in diesem Film von Werner Herzog äußerst agil auf und liefert eine überdurchschnittliche Leistung ab. Zusammen mit Eva Mendes spielt er sich hier als Antiheld in die Herzen der Zuschauer, der sich trotz all seiner Vergehen und Sünden einen Kern von Wahrhaftigkeit und Fürsorge bewahrt hat. Und das wird auch heute noch mit ordentlich Sympathiepunkten belohnt. Dass er als Bad Guy unter vielen nur Verbrecher jagt, erleichtert ihm die Sache natürlich.

Wir befinden uns in New Orleans nach dem Wirbelsturm Katrina (2005). Nur ganz kurz am Anfang wird das angeschnitten und dient als Einleitung in die kommenden Geschehnisse:
Bei der Rettung eines Gefangenen aus einem überfluteten Gefängnis, zieht sich Terence McDonagh (Nicolas Cage) jene Rückenverletzung zu, die ihn, weil chronisch geworden, von Schmerzmitteln abhängig werden lässt. Nicht weit ist der Weg zu härteren Drogen, die er sich aus der Asservatenkammer des Polizeipräsidiums “besorgt” oder besser gesagt besorgen lässt und so schnieft sich Terence McDonagh von da an durch den Film.
Sind seine Ermittlungsarbeiten auch oft zweifelhaft und weit entfernt von juristisch einwandfreien Methoden, führen diese doch oftmals zum Erfolg was seine Befürderung nach sich zieht und ihm gleichzeitig die Übernahme des Falls eines Massakers, an einer afrikanischen Einwandererfamilie, dessen einziger Zeuge der Botenjunge Daryl (Denzel Whitaker) ist, zuteil werden lässt.

Das ist das grobe Grundgerüst, um das nun eine Vielzahl von Nebenplots gestrickt wurde. Sie sind alle so angelegt, dass sich der Hauptdarsteller immer tiefer in einen Sumpf aus Korruption und Beschaffungskriminalität verstrickt und an diesem Zustand natürlich selbst kräftig mitarbeitet. Nicolas Cage außergewöhnliche Darstellung des windigen & übellaunigen Bad Cops ist dabei ordentlich karikiert. Immer mit großkalibriger Wumme im schlabbrigen Hosenbund und ständig fast schon verzweifelt-flehendem Blick hangelt er sich, nicht ohne eine gewisse Komik und Absurdität, von einem Ungemach ins Nächste.
Da ist zum einen seine Freundin Frankie (Eva Mendes), die sich als Callgirl verdingt und ebenso den Drogen zugetan ist wie er, zum anderen häuft er immer neue (Wett)Schulden an. Und als ob das alles nicht genug wäre, legt er sich permanent mit Leuten an, die ihm das Leben nicht gerade leicht machen (werden).
Und so schwahnt dem Zuschauer schnell, dass das Alles kein gutes Ende nehmen wird. Aber er geht die Probleme auf seine eigene Art an und überrascht das Publikum mit jener Art frechen Dreistigkeit, die ihn schon wieder sympathisch erscheinen lässt.


Fazit:

Ein faires Fazit fällt bei Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen schwer. Eine ganzen Reihe kultverdächtiger Szenen steht einer eher schwachen Story gegenüber. Nicolas Cage zieht hier eine One-Man-Show ab die seinesgleichen sucht und auch Eva Mendes und Val Kilmer, den man hier auch mal wieder zu Gesicht bekommt überzeugen. Doch so ganz wollte der Funke nicht überspringen. An den Charme eines Pulp Fiction reicht er nicht heran, als derber Cop-Thriller ist dieser Film nicht spannend genug, und so schwanken wir hin und her zwischen einer 7 oder einer 8. Eins ist aber sicher, falsch macht man mit ihm auf jeden Fall nichts, nur einem allzu lange im Gedächtnis bleiben wird er wohl nicht.

Wertung: 7.0/10


Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen
Darsteller: Nicolas Cage, Eva Mendes, Val Kilmer, Xzibit, Jennifer Coolidge, Fairuza Balk, Brad Dourif, Shawn Hatosy u.a.
Regie: Werner Herzog – Drehbuch: William M. Finkelstein – Kamera: Peter Zeitlinger
USA / 2009 – circa 122 Minuten

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Bewertung: 5.0/10 (1 x bewertet)

Der seltsame Fall des Benjamin Button (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 25 - März - 2010- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Amazon | Der seltsame Fall des Benjamin Button

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 8.0/10 (1 x bewertet)
Es gibt nur sehr wenige Filme bei denen ich mir vornehme sie ein zweites mal anzuschauen. Meistens ist die Luft beim ersten Durchgang schon heraus, und dabei ist es egal wie gut oder wie schlecht sie auch gewesen sein mögen. Es besteht meistens einfach kein Grund mehr.
David Finchers Der seltsame Fall des Benjamin Button gehört aber nicht dazu. Mit seinem melancholischen Erzählstil schaffte er es den Zuschauer unaufhaltsam in seinen Bann zu ziehen und webt noch zusätzlich eine dichte mystische Sphere um ihn herum.

Erzählt wird die wirklich wundersame Geschichte des Benjamin Buttons (Brad Pitt), der als Greis zur Welt kommt und den entgegengesetzten Weg des Alterns nimmt, er nämlich wird immer jünger. Wundern tut sich im Film darüber aber eigentlich niemand. Die Aufklärung einer, seiner biologischen Anomalie ist auch nicht das Thema des Films, sondern viel mehr ist es ein ungewöhnliches Mittel sich mit den schicksalhaften Verquickungen des Lebens und der Vergänglichkeit des Seins auseinanderzusetzen.

Melancholisch kann man schon werden wenn man sieht wie Schönheit vergeht und Abschied ein ständiger Begleiter des Lebens ist. Und wenn es nur kurze Begegnungen sind, werden wir doch alle von ihrer Summe geprägt.
So beginnt Benjamins Leben als Findelkind in einer neuen Familie, in der die herzliche Queenie (Taraji P. Henson) das Familienoberhaupt und seine Bezugsperson ist. Sinnigerweise ist sein neues zu Hause ein Altersheim. Dort trifft er zum ersten mal auf die noch kindliche Daisy, gespielt von Elle Fanning. Er verliert sie aber zunächst wieder aus den Augen, denn er begibt sich als Matrose auf den Schlepper von Captain Mike (Jared Harris). Dort lernt er die Welt und das Leben in seinen zahlreichen Facetten kennen. Unter anderem wird das Verhältnis zu der Frau eines Spions (Tilda Swinton) feinfühlig erzählt und ist einer jener magischen Episoden aus denen der Film zu großen Teilen besteht.
Während all der Jahre lässt er den Kontakt zu Daisy nicht abbrechen und trifft sie, altersmäßig nun weiter angenähert, in Paris wieder. Es beginnt eine zarte Liebesgeschichte die Gott sei Dank nie schwülstig wird, sondern sich intensiv dem Thema Abschied und Trennung widmet. Schicksalsschläge zeichnen die Lebenswege der beiden Protagonisten: Der 2. Weltkrieg fordert ebenso seinen Tribut wie auch ganz einfache, banale Zufälle ihr weiteres Leben beeinflussen.
Just dort, wo sie sich altermäßig in der Mitte treffen, beginnt die besondere Tragik dieser Erzählung: Beide entfernen sich unaufhaltsam voneinander weg, und sie erreicht ihren aufwühlend Höhepunkt in dem Moment, in dem die dann ergraute Daisys ihre große Liebe als Baby in den Armen halten muß.

Der seltsame Fall des Benjamin Button ist eigentlich eine Kurzgeschichte aus dem Jahre 1921. Dass sie problemlos 166 Minuten füllen kann ist sicherlich neben David Finchers exquisiter Regiearbeit auch Eric Roth Verdienst, der das Drehbuch schrieb. Ähnlich wie bei Forrest Gump schafft es der Film eine sehr eigene Dynamik aufzubauen. Hecktisch geht es nie zu, eher zieht er sich wie ein ein langsamer ruhiger Fluß durch die rund 80 Jahre die erzählt werden, mitgetragen von der wunderbar stimmigen und dezenten Musik Alexandre Desplats (die Hörprobe ist wie immer am Ende der Rezension).

Cate Blanchett in der Rolle als Daisy ist schlicht zum Anbeten. Ihre grazile Silhouette allein ist mit das Beste was dem Film passieren konnte. Sie passt zu Brad Pitt, der die nicht ganz leichte Aufgabe bravourös meistert wachsende Lebenserfahrung in einer umgekehrten Zeitschiene darzustellen. Obwohl er immer jünger wird zerrinnt ihm quasi das Leben zwischen den Fingern. Doch es geht auch durchaus heiter zu, wenn Queenie (Benjamins Pflegemutter) z.B. die alten Herrschaften im Heim im Zaum hält, ist jene Fröhlichkeit zu spüren, die dem Zuschauer vermittelt, dass Benjamins Zuhause für ihn immer ein Hort von Geborgenheit sein wird. Und so versteht sich auch folgendes Zitat:

„It’s a funny thing about coming home. Looks the same. Smells the same. Feels the same. You’ll realize what has changed… is you.” – Benjamin Button

Nichtsdestotrotz: Der seltsame Fall des Benjamin Button ein außergewöhnlich emotionaler Film, der einen tief berührt, vorausgesetzt man ist in der Stimmung für ihn. Nach einem langen Arbeitstag ist er sicherlich unpassend, wenn einem der Sinn von vornherein eher nach anspruchsloser Unterhaltung steht. Auch können die fast 3 Stunden lang werden, aber nichts spricht dagegen den Film auf 2 Tage, mit mehreren Pausen, zu splitten.

Merkwürdigerweise denke ich, dass jeder der den Film zu Ende geschaut hat, ein Stückchen weiser und reifer geworden ist, denn tief drinnen wird einem etwas bewusst, dass nicht in Worte zu fassen ist.

Wertung: 9.0/10



Der seltsame Fall des Benjamin Button
Darsteller: Brad Pitt, Cate Blanchett, Julia Ormond, Taraji P. Henson, Tilda Swinton, Jared Harris, Elias Koteas, Donna DuPlantier u.a.
Regie: David Fincher – Drehbuch: Eric Roth – Kamera: Claudio Miranda
Schnitt: Kirk Baxter, Angus Wall – Musik: Alexandre Desplat
USA / 2009 – circa 166 Minuten


Preis: EUR 35,90 EUR
Neu ab: EUR 8,95 Auf Lager
gebraucht ab: EUR 7,77 Auf Lager
Erscheinungstermin:29.05.2009
 


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Bewertung: 6.0/10 (1 x bewertet)

Shutter Island (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 22 - März - 2010- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Shutter Island

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 6.0/10 (1 x bewertet)
Mit Shutter Island nimmt Martin Scorsese den Zuschauer mit auf eine schaurig-düstere Reise in das Ashecliffe Hospital. Abgelegen und stark bewacht wie eine Festung, liegt es inmitten des Atlantiks und bietet, da es nur mit der Fähre zu erreichen ist, den idealen Platz, um die Außenwelt vor geisteskranken Schwerverbrecher zu schützen.

Allein das Thema ist schon Garant für spannende Unterhaltung und so legt der Film auch ohne Umschweife los. Wenn sich in der ersten Szene die Fähre durch den dichten Nebel schiebt und ihr dumpfes Horn erklingen lässt, dürfte auch dem letzte Zuschauer klar werden, dass in diesem Thriller alle Register gezogen werden um ihn schaurig 138 Minuten zu unterhalten (eine Hörprobe ist am Ende der Rezension).

Wir schreiben das Jahr 1954 als U.S.-Marshal Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) und sein Partner Chuck Aule (Mark Ruffalo) sich aufmachen, um die mysteriösen Geschehnisse rund um das Hospital aufzuklären.

Wenig herzlich werden sie empfangen und schnell scheint klar wer die bösen Buben sind. Der zwielichtige Dr. John Cawley z.B. (Sir Ben Kingsley) erfüllt wunderbar jene Klischees die Charaktere wie ihn, in solchen Filmen, immer wieder zum diabolischen Professor werden lassen: Eine vermeintlich intelligente Durchtriebenheit gepaart mit stechendem Blick und einem übertrieben freundlichen Zuvorkommen lassen keinen Zweifel daran: Mit dem stimmt etwas nicht!
Und so ziehen sich die Ermittlungen zunächst auch ohne nennenswerte Ergebnisse hin. Neben den Schwierigkeiten die dieser Fall mit sich bringt wird Teddy Daniels Leben zusätzlich von tragischen Vorgeschichte belastet: Zum einen verlor er seine Frau bei einem Wohnungsbrand und zum anderen hat ihn die Befreiung des KZs Dachau im 2. Weltkrieg psychisch arg mitgenommen. Immer wiederkehrende Albträume und Flashbacks kennzeichnen deshalb seinen Alltag. Im Film werden sie immer wieder eingestreut und an manchen Stellen, besonders am Anfang, könnte man glatt meinen, dass man sich in einem Mystik-Thriller befindet.

Nach und nach verdichten sich die Hinweise worum es tatsächlich geht und dem Zuschauer ist spätestens in der Mitte des Films klar, dass nicht alles die eine Realität ist, die er erzählt bekommt.

Die relativ frühe Auflösung tut der Spannung jedoch keinen Abbruch. Der Film schafft es sich innerhalb der 2 Stunden, dank der Thematik der bedrohlichen und damals verbreiteten Behandlungsmethode: der Lobotomie, vom Noir Krimi zum Survival-Thriller zu drehen. Im zweiten Drittel geht ihm jedoch kurzzeitig etwas die Puste aus, denn die Flashbacks ermüden den Zuschauer der recht konzentriert folgen muss, will er bei den Zusammenhängen nichts verpassen.

Shutter Island ist voller Metapher, beginnend mit der sich durch den Nebel schiebenden Fähre ganz am Anfang, bis hin zum Ende: dem Leuchtturm. So wird einem vieles auch erst später klar. Ein Film der nachwirkt, der auch noch beschäftigt nachdem man das Kino verlassen hat und es versteht durch seine düstere Atmosphäre bestens zu unterhalten. Gibt es einen besseren Indikator für hochwertiges Kino?
Leonardo DiCaprio spielt seine Rolle souverän, sein Partner Mark Ruffalo hält sich dezent im Hintergrund. Er ist mehr der Begleiter durch den Wahnsinn und spielt damit genauso wie es seine Funktion, in der selben Rolle, auch im realen Leben erfordern würde. Aber auch das ist eines jener Dinge die man erst im Nachhinein feststellt. Sir Ben Kingsleys zwielichtige Rolle als Professor ist mitverantwortliche für den Großteil der Spannung. Im Gespann mit Max von Sydow schaffen es die beiden, den Zuschauer bis zum Ende über ihre wahren Motive im Unklaren zu lassen.

Wertung: 8.0/10



Shutter Island
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo, Sir Ben Kingsley, Michelle Williams, Max von Sydow, Patricia Clarkson, Jackie Earle Haley u.a.
Regie: Martin Scorsese – Drehbuch: Laeta Kalogridis – Kamera: Robert Richardson
Schnitt: Thelma Schoonmaker
USA / 2010 – circa 138 Minuten

VN:F [1.8.2_1042]
Artikel bewerten:
Bewertung: 6.0/10 (1 x bewertet)

Zombieland (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 10 - März - 2010- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Amazon | Zombieland

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 4.0/10 (1 x bewertet)

Ein weiteres Mal müssen abgewrackte Zombies herhalten um den Zuschauern kalte Schauer über den Rücken laufen zu lassen. Gepaart mit einer Prise Roadmovie und einer Teenagerkomödie kommt dabei so etwas wie Zombieland heraus. Ob sich das Ganze lohnt? Na, lesen Sie weiter.

Zombies sind ein dankbares Thema: strunzdumm, wortkarg und ständig hungrig geben sie das perfektes Feindbild ab und dabei sind sie zahlreich und effektvoll zu “töten”. Einen Film kann man da schon drumherum bauen mag Ruben Fleischer bei dem Dreh zu Zombieland gedacht haben und schickt so Jesse Eisenberg alias Columbus als Hauptdarsteller ins Rennen.

In der Highschool ein eher schüchtern und ängstlicher Einzelgänger hat sich für ihn, auch nach Ausbruch einer Epidemie die alle Bewohner der USA in Zombies verwandelte, nicht viel verändert. Immer noch schüchtern und ängstlich, aber nun mit Schrotflinte bewaffnet erwehrt er sich (erfolgreich) seinen ehemaligen Mitbürgern. Nach Westen möchte er sich durchschlagen, dort hin, wo seine Eltern gewohnt haben. Das Risiko, dass diese nicht mehr am Leben sind ist zwar hoch, hält ihn aber nicht von seinem Vorhaben ab. Das klingt zwar hart, ist aber nicht weiter tragisch, denn das Ganze ist verpackt in teilweise recht alberne Comedy.

Bereits nach einer kurzen Einleitung betritt Woody Harrelson als Tallahassee die Bühne und sorgt von da an für die eine und andere haarsträubende Situation. Gemeinsam ziehen die Beiden nun gen Westen und es ist Tallahassees Appetit auf Twinkie-Kuchen der sie immer wieder dazu bringt Orte aufzusuchen,die verstärkt von Zombies heimgesucht werden.

Dass das nicht immer reibungslos abläuft dürfte klar sein: zwar machen sie sich einen Spaß aus den wilden Exekution der Zombies, doch ganz ungefährlich ist das trotz alledem nicht, wie sich spätestens beim ersten Treffen mit dem Schwesterpärchen Wichita (Emma Stone) und Little Rock (Abigail Breslin) feststellen lässt. Eine der besten Szenen überhaupt im Film, birgt sie doch einen überraschenden Twist und so etwas wie einen Hauch Spannung in einem ansonsten ziemlich langweilig dahinplätschernden Film.
Das Treffen mit den jungen Damen ändert auch die Pläne von Columbus und Tallahassee, denn ab diesem Zeitpunkt sind sie zu viert unterwegs und ihr neues Ziel ist eine zombiefreie Zone in einem Vergnügungspark.

In diesem leider völlig überbewerteten und gehypten Film ist allein Woody Harrelson mit seiner draufgängerischen Art ein Lichtblick. Lässig und cool nimmt man ihm den durchgeknallten Typen ab. Jesse Eisenberg als Columbus langweilt den Zuschauer dafür aber um so mehr mit seinen uninteressanten Problemen eines pubertären Sexuallebens. Die beiden Nervensägen Wichita und Little Rock fügen sich schauspielerisch dabei ebenso nahtlos in die dünne Story wie der Rest und können somit letztendlich auch nichts mehr reißen.

Machen wirs kurz: Zombieland ist abgebrannt.. :|

Wertung: 5.0/10



Zombieland
Darsteller: Woody Harrelson, Abigail Breslin, Jesse Eisenberg, Emma Stone, Bill Murray u.a.
Regie: Ruben Fleischer – Drehbuch: Sheldon Turner, Rhett Reese, Paul Wernick – Kamera: Michael Bonvillain
Musik: David Sardy
USA / 2009 – circa 88 Minuten


Preis: EUR 26,99 EUR
Neu ab: EUR 15,41 Auf Lager
gebraucht ab: EUR 15,47 Auf Lager
Erscheinungstermin:20.05.2010
 


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Bewertung: 6.0/10 (1 x bewertet)

The Book of Eli (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 3 - März - 2010- KOMMENTAR+

PolitikBasis | The Book of Eli

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 9.0/10 (1 x bewertet)

Denzel Washington wandelt als Racheengel im neuesten Streifen von Albert und Allen Hughes. The Book of Eli ist stilistisch gut gemacht, doch an Tiefe fehlt es etwas.
In der postapokalyptischen Welt des Jahres 2044 hat man es als einsamer Wanderer wahrlich nicht leicht. Ist man dann zusätzlich noch mit einer total wichtigen Mission beschäftigt ist aber richtig Schluss mit lustig!

Um so verständlicher ist es, dass der Held der Geschichte Eli absolut keinen Spaß versteht und das andere auch ungeniert am eigenen Leibe spüren lässt. Er hat nämlich nichts Geringeres als die Heilige Schrift im Rucksack und die gilt es nun mal vor den zahlreichen, grimmigen Zeitgenossen zu schützen.
An einen sicheren Ort möchte sie gebracht werden, was gar nicht so einfach ist, denn in der zerstörten Welt herrschen Anarchie und Gesetzlosigkeit. Speziell eine Gang trachtet nach Elis wertvollem Besitz: die, um den Schurken Carnegie (Gary Oldman).
Doch bevor das ganze Ungemach zwischen Eli und Carnegie richtig anfängt seinen Lauf zu nehmen, befreit Eli auf seinem Weg nach Westen die Welt von so manch bösen Buben und überzeugt den Zuschauer, dass er eins gelernt hat: das Überleben in Amerika, 30 Jahre nach dem 3.Weltkrieg.

Ein bisschen wirkt er schon schon als Heiliger wenn er schier unverletzlich und in bester Nahkampftradition nur mit einer Machete bewaffnet, Horden von Widersachern niederstreckt.
Die Kampfszenen sind dabei recht ordentlich ausgestattet. Sie lassen nicht alles weg, halten aber auch nicht auf Alles voll drauf. So entsteht eine ausgewogene Mischung zwischen der Notwendigkeit der Gewaltdarstellung und der glaubhaften Vermittlung, dass ein anderes Vorgehen in dieser bösen Welt nicht möglich wäre. Oder anders gesagt: sie sind nicht allzu überdreht.

Klar, dass auch die Damen der Schöpfung ihren Platz bekommen. Und so ist es einmal mehr die Versuchung der fleischlichen Lust, die Mila Kunis als Solara im weiteren Verlauf in den Plot bringt. Als Tochter der unter der Knute Carnegies gehaltenen Claudia (Jannifer Beals) soll sie Eli zur Herausgabe des Buches bringen. Dass Eli als treues Lamm Gottes dabei nicht so leicht umzustimmen ist, dürfte klar sein. Ärger ist also schon vorprogrammiert. So manche Szene wirkt dabei wie aus einem Western. Saloon, wilde Schießerei und das obligatorische Treffen High Noon, auf der Hauptstraße inklusive.

Die Damen sind es auch, die dann auch für den nötigen Stoff sorgen um die Geschichte voranzutreiben. Wer mag es schon geknechtet und gedemütigt dahinvegetieren? Richtig, niemand und so sorgt die Flucht mit dem weiterziehenden Eli folglich für den einen oder anderen Aufreger.

Das ist auch nötig, denn die Story, so wie sie erzählt wird, wirkt ein wenig banal. Dabei geht es doch um eine wahrhaft große Geschichte! Die Charaktere werden nicht entwickelt, ihr Hintergrund bleibt verborgen. Schade, denn es wäre interessant zu erfahren wie es zu dem ganzen Desaster gekommen ist, zumal die zerstörte Umwelt wirklich ordentlich düster und atmosphärisch dargestellt wird. Nun, zumindest die christliche Religion hat diese Welt nicht vor ihrem Untergang bewahren können. Weswegen deshalb ein so großes Aufsehen darum gemacht wird, sollte nicht allzu kritisch hinterfragt werden (und auch nicht wo Solana eigentlich Autofahren gelernt hat). ;-)

Fast schon surreal wirken, dank der exzessiven Einsätze von Farbfiltern, so manche Einstellungen und wer sich dabei an das Rollenspiel Fallout 3 (PC/PS3/XBox) erinnert fühlt liegt da eindeutig richtig. Auch Tom Waits ist wieder mit von der Partie: gerade erst zu sehen in der großen Rolle des diabolischen Mr. Nick im Kabinett des Dr. Parnassus liefert er hier seine schauspielerischen Fähigkeiten in einer Nebenrolle ab. Der Mann scheint gut im Geschäft.

Denzel Washington mag etwas ungewohnt in seiner Rolle als Eli erscheinen, doch er spielt souverän und ergänzt sich gut mit seinem Widersacher Gary Oldman. Das Ende des Films, welches in einer eher unerwarteten Überraschung mündet, kann man durchaus als gelungen bezeichnen, wenn auch hier wieder etwas mehr Hintergrundinformation als schmückendes Beiwerk gut getan hätte.


Fazit:

The Book of Eli hat zwar eine interessante Story driftet meiner Meinung nach aber streckenweise zu sehr ins Action-Genre ab. Das ist zwar spannend und unterhaltsam gemacht aber, bei der Fülle von Möglichkeiten die die Story liefert, eigentlich nicht nötig gewesen. Etwas mehr Mystik und dafür weniger Haudrauf hätte den Film gut getan und ihm noch eine höhere Wertung gebracht. So bleibt es bei einer guten 7.

Wertung: 7.0/10



The Book of Eli
Darsteller: Denzel Washington, Gary Oldman, Mila Kunis, Jennifer Beals, Ray Stevenson, Tom Waits u.a.
Regie: Albert Hughes, Allen Hughes – Drehbuch: Gary Whitta – Kamera: Don Burgess
Musik: Atticus Ross
USA / 2009 – circa 118 Minuten


Preis: EUR 19,99 EUR
Neu ab: EUR 16,99 Auf Lager
Artikel ist verfügbar ab:26.08.2010
 


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