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Last seen (Movies) - Film Rezensionen

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Zombieland (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 10 - März - 2010- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Amazon | Zombieland

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Ein weiteres Mal müssen abgewrackte Zombies herhalten um den Zuschauern kalte Schauer über den Rücken laufen zu lassen. Gepaart mit einer Prise Roadmovie und einer Teenagerkomödie kommt dabei so etwas wie Zombieland heraus. Ob sich das Ganze lohnt? Na, lesen Sie weiter.

Zombies sind ein dankbares Thema: strunzdumm, wortkarg und ständig hungrig geben sie das perfektes Feindbild ab und dabei sind sie zahlreich und effektvoll zu “töten”. Einen Film kann man da schon drumherum bauen mag Ruben Fleischer bei dem Dreh zu Zombieland gedacht haben und schickt so Jesse Eisenberg alias Columbus als Hauptdarsteller ins Rennen.

In der Highschool ein eher schüchtern und ängstlicher Einzelgänger hat sich für ihn, auch nach Ausbruch einer Epidemie die alle Bewohner der USA in Zombies verwandelte, nicht viel verändert. Immer noch schüchtern und ängstlich, aber nun mit Schrotflinte bewaffnet erwehrt er sich (erfolgreich) seinen ehemaligen Mitbürgern. Nach Westen möchte er sich durchschlagen, dort hin, wo seine Eltern gewohnt haben. Das Risiko, dass diese nicht mehr am Leben sind ist zwar hoch, hält ihn aber nicht von seinem Vorhaben ab. Das klingt zwar hart, ist aber nicht weiter tragisch, denn das Ganze ist verpackt in teilweise recht alberne Comedy.

Bereits nach einer kurzen Einleitung betritt Woody Harrelson als Tallahassee die Bühne und sorgt von da an für die eine und andere haarsträubende Situation. Gemeinsam ziehen die Beiden nun gen Westen und es ist Tallahassees Appetit auf Twinkie-Kuchen der sie immer wieder dazu bringt Orte aufzusuchen,die verstärkt von Zombies heimgesucht werden.

Dass das nicht immer reibungslos abläuft dürfte klar sein: zwar machen sie sich einen Spaß aus den wilden Exekution der Zombies, doch ganz ungefährlich ist das trotz alledem nicht, wie sich spätestens beim ersten Treffen mit dem Schwesterpärchen Wichita (Emma Stone) und Little Rock (Abigail Breslin) feststellen lässt. Eine der besten Szenen überhaupt im Film, birgt sie doch einen überraschenden Twist und so etwas wie einen Hauch Spannung in einem ansonsten ziemlich langweilig dahinplätschernden Film.
Das Treffen mit den jungen Damen ändert auch die Pläne von Columbus und Tallahassee, denn ab diesem Zeitpunkt sind sie zu viert unterwegs und ihr neues Ziel ist eine zombiefreie Zone in einem Vergnügungspark.

In diesem leider völlig überbewerteten und gehypten Film ist allein Woody Harrelson mit seiner draufgängerischen Art ein Lichtblick. Lässig und cool nimmt man ihm den durchgeknallten Typen ab. Jesse Eisenberg als Columbus langweilt den Zuschauer dafür aber um so mehr mit seinen uninteressanten Problemen eines pubertären Sexuallebens. Die beiden Nervensägen Wichita und Little Rock fügen sich schauspielerisch dabei ebenso nahtlos in die dünne Story wie der Rest und können somit letztendlich auch nichts mehr reißen.

Machen wirs kurz: Zombieland ist abgebrannt.. :|

Wertung: 5.0/10



Zombieland
Darsteller: Woody Harrelson, Abigail Breslin, Jesse Eisenberg, Emma Stone, Bill Murray u.a.
Regie: Ruben Fleischer – Drehbuch: Sheldon Turner, Rhett Reese, Paul Wernick – Kamera: Michael Bonvillain
Musik: David Sardy
USA / 2009 – circa 88 Minuten

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Bewertung: 6.0/10 (1 x bewertet)

The Book of Eli (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 3 - März - 2010- KOMMENTAR+

PolitikBasis | The Book of Eli

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Denzel Washington wandelt als Racheengel im neuesten Streifen von Albert und Allen Hughes. The Book of Eli ist stilistisch gut gemacht, doch an Tiefe fehlt es etwas.
In der postapokalyptischen Welt des Jahres 2044 hat man es als einsamer Wanderer wahrlich nicht leicht. Ist man dann zusätzlich noch mit einer total wichtigen Mission beschäftigt ist aber richtig Schluss mit lustig!

Um so verständlicher ist es, dass der Held der Geschichte Eli absolut keinen Spaß versteht und das andere auch ungeniert am eigenen Leibe spüren lässt. Er hat nämlich nichts Geringeres als die Heilige Schrift im Rucksack und die gilt es nun mal vor den zahlreichen, grimmigen Zeitgenossen zu schützen.
An einen sicheren Ort möchte sie gebracht werden, was gar nicht so einfach ist, denn in der zerstörten Welt herrschen Anarchie und Gesetzlosigkeit. Speziell eine Gang trachtet nach Elis wertvollem Besitz: die, um den Schurken Carnegie (Gary Oldman).
Doch bevor das ganze Ungemach zwischen Eli und Carnegie richtig anfängt seinen Lauf zu nehmen, befreit Eli auf seinem Weg nach Westen die Welt von so manch bösen Buben und überzeugt den Zuschauer, dass er eins gelernt hat: das Überleben in Amerika, 30 Jahre nach dem 3.Weltkrieg.

Ein bisschen wirkt er schon schon als Heiliger wenn er schier unverletzlich und in bester Nahkampftradition nur mit einer Machete bewaffnet, Horden von Widersachern niederstreckt.
Die Kampfszenen sind dabei recht ordentlich ausgestattet. Sie lassen nicht alles weg, halten aber auch nicht auf Alles voll drauf. So entsteht eine ausgewogene Mischung zwischen der Notwendigkeit der Gewaltdarstellung und der glaubhaften Vermittlung, dass ein anderes Vorgehen in dieser bösen Welt nicht möglich wäre. Oder anders gesagt: sie sind nicht allzu überdreht.

Klar, dass auch die Damen der Schöpfung ihren Platz bekommen. Und so ist es einmal mehr die Versuchung der fleischlichen Lust, die Mila Kunis als Solara im weiteren Verlauf in den Plot bringt. Als Tochter der unter der Knute Carnegies gehaltenen Claudia (Jannifer Beals) soll sie Eli zur Herausgabe des Buches bringen. Dass Eli als treues Lamm Gottes dabei nicht so leicht umzustimmen ist, dürfte klar sein. Ärger ist also schon vorprogrammiert. So manche Szene wirkt dabei wie aus einem Western. Saloon, wilde Schießerei und das obligatorische Treffen High Noon, auf der Hauptstraße inklusive.

Die Damen sind es auch, die dann auch für den nötigen Stoff sorgen um die Geschichte voranzutreiben. Wer mag es schon geknechtet und gedemütigt dahinvegetieren? Richtig, niemand und so sorgt die Flucht mit dem weiterziehenden Eli folglich für den einen oder anderen Aufreger.

Das ist auch nötig, denn die Story, so wie sie erzählt wird, wirkt ein wenig banal. Dabei geht es doch um eine wahrhaft große Geschichte! Die Charaktere werden nicht entwickelt, ihr Hintergrund bleibt verborgen. Schade, denn es wäre interessant zu erfahren wie es zu dem ganzen Desaster gekommen ist, zumal die zerstörte Umwelt wirklich ordentlich düster und atmosphärisch dargestellt wird. Nun, zumindest die christliche Religion hat diese Welt nicht vor ihrem Untergang bewahren können. Weswegen deshalb ein so großes Aufsehen darum gemacht wird, sollte nicht allzu kritisch hinterfragt werden (und auch nicht wo Solana eigentlich Autofahren gelernt hat). ;-)

Fast schon surreal wirken, dank der exzessiven Einsätze von Farbfiltern, so manche Einstellungen und wer sich dabei an das Rollenspiel Fallout 3 (PC/PS3/XBox) erinnert fühlt liegt da eindeutig richtig. Auch Tom Waits ist wieder mit von der Partie: gerade erst zu sehen in der großen Rolle des diabolischen Mr. Nick im Kabinett des Dr. Parnassus liefert er hier seine schauspielerischen Fähigkeiten in einer Nebenrolle ab. Der Mann scheint gut im Geschäft.

Denzel Washington mag etwas ungewohnt in seiner Rolle als Eli erscheinen, doch er spielt souverän und ergänzt sich gut mit seinem Widersacher Gary Oldman. Das Ende des Films, welches in einer eher unerwarteten Überraschung mündet, kann man durchaus als gelungen bezeichnen, wenn auch hier wieder etwas mehr Hintergrundinformation als schmückendes Beiwerk gut getan hätte.


Fazit:

The Book of Eli hat zwar eine interessante Story driftet meiner Meinung nach aber streckenweise zu sehr ins Action-Genre ab. Das ist zwar spannend und unterhaltsam gemacht aber, bei der Fülle von Möglichkeiten die die Story liefert, eigentlich nicht nötig gewesen. Etwas mehr Mystik und dafür weniger Haudrauf hätte den Film gut getan und ihm noch eine höhere Wertung gebracht. So bleibt es bei einer guten 7.

Wertung: 7.0/10



The Book of Eli
Darsteller: Denzel Washington, Gary Oldman, Mila Kunis, Jennifer Beals, Ray Stevenson, Tom Waits u.a.
Regie: Albert Hughes, Allen Hughes – Drehbuch: Gary Whitta – Kamera: Don Burgess
Musik: Atticus Ross
USA / 2009 – circa 118 Minuten

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Bewertung: 5.0/10 (1 x bewertet)

District 9 (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 26 - Februar - 2010- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Amazon | District 9

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Betrachtet man sich District 9 etwas genauer und lässt einfach mal die ganzen technischen Effekte bei Seite, bleibt eine sozialkritische Beschreibung von typisch gesellschaftlichen Verhaltensweisen.
Das Gegenteil von Gut ist nicht Böse, sondern gut gemeint, und so lassen sich mit District 9 doch durchaus Parallelen zu realen politischen Zuständen ziehen. Angesprochen werden mit diesem Film sowohl Gutmenschen jeglicher Coloer, wie auch vermeintlich Konservative. Nur “die Mitte” ist, sofern sie überhaupt auszumachen ist, in Gestalt der Ehefrau des Hauptdarstellers Wikus Van De Merwe (Sharlto Copley) zu finden – unschuldig, leichtgläubig und in einem Mitläufertum gefangen.
Doch worum geht es hier überhaupt?
Irgendwo zwischen Insekten und Predatoren sind die Prawns anzusiedeln. Unglücklicherweise auf der Erde gestrandet, in Johannisburg um genau zu sein, wurde ihnen dort ein Refugium gewährt. Sie fristen ihr Leben in Slums und sind gesellschaftlich weder in irgendeiner Weise angesehen, noch integriert. Ein typischer Fall von Ausgrenzung. Ob gewollt oder nicht gewollt, für bestimmte (menschliche) Kreise sind solche Verwerfungen immer nützlich,…und tatsächlich, auch hier ließe sich der fast schon geflügelte Satz, unlängst geäußert von Dorothea Siems, anwenden: “Doch vieles, was sozial aussieht, hat höchst unsoziale Folgen, [...]“. Wir von der PolitikBasis sprachen nicht umsonst von einem Universalsatz. Das sei aber nur nebenbei bemerkt.

Besonders am Anfang des Films neigt der Zuschauer doch eher dazu mit der Spezies Mensch zu sympathisieren. Diese nehmen die halb verhungerten und gestrandeten Prawns auf, gewähren ihnen Unterschlupf und Bleibe. Das Verhalten der Prawns jedoch ist nicht das was zu einem friedlichen Miteinander beiträgt, denn es ist schlicht zu wenig angepasst und nicht einer allgemein akzeptierten gesellschaftlichen Norm entsprechend. Wer einen Bezug zu realen polititischen Vorkommnissen sehen möchte kann dieses ruhig tun, denn der ist zweifewlos vorhanden.

Die Sympathie des Zuschauers dürfte sich aber schnell ändern, denn im Zuge der der geplanten Umsiedlung der rund 1.2 Mio. Prawns, die bereits seit 20 Jahren dort hausen, kommt es schnell zu gewalttätigen Übergriffen seitens der internationalen Organisation MNU (Multi-National United) unter der Führung des leicht bräsigen Wikus Van De Merwe. Keine Frage, die Aliens sind ebenfalls kein Kind von Traurigkeit. Sie legen typisch menschliche Verhaltensweisen an den Tag. Drogengebrauch gehört ebenso zum Tagesgeschäft wie Hehlerei und anderes mehr. Doch wer würde einer armen diskriminierten Minderheit den Beistand absprechen? Genau, die Wenigsten, und wenn es eins gibt was der Film versteht, dann ist es Ressentiments zu schüren. Zwischen Machtmissbrauch auf der einen Seite, dem moralischen Fehlverhalten auf der anderen, und dem Zwang letztendlich doch immer zu einem sozialen Verhalten zurückkehren zu müssen, weil es Umstände gibt, die Zusammenarbeit erfordern.

So wird Wikus Van De Merwe selbst zum Gejagten und muß im Verlauf feststellen, dass diese Prawns gar nicht viel anders sind als wir Menschen und sie auch Mitleid verdienen. So wird auch beim Zuschauer kräftig auf die Tränendrüse gedrückt: wenn Papa Prawn mit Sohnemann den Häschern entkommen will, und dabei immer wieder in deren Fänge gerät, ist es zum verzweifeln, aber auch überaus spannend inszeniert! Es geht also richtig zu Sache, und je weiter der Film voranschreitet, desto mehr wird in die (3D) Effektkiste gegriffen und man kommt sich streckenweise vor, wie beim Terminator, oder bei MechWarrior.

Sharlto Copley spielt die Rolle des Wikus Van De Merwe wirklich sehr gut. Ist er Anfangs noch ein schmieriger Schreibtischtäter, der besoffen durch die ihm erst kürzlich zugeteilte Macht nach unten, auf die vermeindlich schwächere Gruppierung der Prawns tritt, wird er im Verlauf des Films fast schon geläutert. Bemerkenswert, denn schauspielerische Erfahrung hat er noch gar nicht sammeln können. Seine Besetzung verdankt er der engen Freundschaft zum Regisseure Neill Blomkamp.
Fast schon als überspitzt, aber durchaus glaubwürdig in ihren Handlungen sind die verschiedenen anderen Charaktere. Der “schnöde Mammon” in dieser skizzierten, degenerierten Gesellschaft schwebt bedrohlich über allen Taten und liefert die Vorlagen für jeden gezeigten Schusswechsel. Der Zuschauer bleibt zurück mit befriedigenden Gefühl, dass es auch diesmal wieder den Richtigen getroffen hat. Denn zum Ende hin ist dieser Film ganz hollywoodlike und macht keine Experimente. Sicherlich auch, weil der 2.Teil ist bereits angedacht ist.


Was bleibt?

District 9 ist schon eine kleine Überraschung. Don’t believe the hype ist das, was einen eventuell bisher davon abhielt den Film anzuschauen. Unbegründet, weder gibt es eine moralinsaure Gesellschaftskritik noch allzu überdrehte Effekte. Der Handlungsstrang mag nicht immer, für jeden 100% nachvollziehbar sein, aber das macht diesen Film aus: Es gibt für jeden einen Platz auf einer imaginären, Sozial-Skala. Die einen werden den derben Umgang mit der Minderheit – zum Zwecke der Gewinnoptimierung gutheißen, und wieder andere werden sich auf die Seite der Schwächeren schlagen. Wie in Echt eben :). Und das Ganze in einem äußerst spannend Grundgerüst.

Wertung: 8.0/10


District 9
Darsteller: Sharlto Copley, David James, Jason Cope, Nathalie Boltt, Sylvaine Strike, John Sumner u.a.
Regie: Neill Blomkamp – Drehbuch: Neill Blomkamp, Terri Tatchell – Kamera: Trent Opaloch
Musik: Clinton Shorter
USA / 2009 – circa 111 Minuten

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Bewertung: 6.0/10 (1 x bewertet)

Orphan – Das Waisenkind (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 20 - Februar - 2010- KOMMENTAR+

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Bewertung: 7.0/10 (1 x bewertet)
Jaja, das kennt man schon: kleine Satansbraten die mit ihren boshaften Intrigen andere schier in den Wahnsinn treiben können. Das Omen, Joshua und Kinder des Zorns heißen die Filme und stehen für eine üble, fleischgewordene Art pädagogischer Fehltritte, bei denen Hopfen und Malz einfach verloren ist.

Genau dort ist auch Orphan – Das Waisenkind vom Regisseur Jaume Collet-Serra anzusiedeln. Mehr Thriller als Horror, obwohl der Film zu Beginn recht heftig anfängt, bezieht er seine Spannung nicht durch Metzelorgien, sondern durch die Verwirrspiele einer adoptierten Neunjährigen namens Esther (Isabelle Fuhrman), welche sie immer wieder zwischen dem Ehepaar Coleman, genauer gesagt Kate (Vera Farmiga) und John Coleman (Peter Sarsgaard), anzuzetteln vermag.

Dabei hätte alles so schön werden können. Endlich sind die Beiden bereit ein Kind zu adoptieren, nachdem Kates letzte Schwangerschaft schief ging, und sie ihr Kind bei der Geburt verlor. Beruflich erfolgreich zwar steht das Pärchen im Leben, ein paar dunkle Schatten in der Vergangenheit jedoch verdüstern die Idylle, und sorgen im Verlauf des Films, als Nebenplot, auch noch zusätzlich für das eine oder anderer Haareraufen beim Zuschauer. Das Waisenkind Esther versteht es nämlich ganz vorzüglich Personen gegeneinander auszuspielen.

Ganz angetan sind Kate und John an jenem Tag im Waisenhaus. Intelligent und feinsinnig kommt Esther daher und schleicht sich in die Herzen ihrer zukünftigen Eltern. In ihrem neuen Zuhause angekommen, vereinnahmte sie schnell noch die kleine taubstumme Tochter Maxine, genannt Max (Aryana Engineer), und hat ab diesem Zeitpunkt die Zügel fest in der Hand. Beeindruckend ist die schauspielerische Leistung der achtjährigen Aryana Engineer. Ist sie der heimliche Star des Films? Egal, ihre wichtige Rolle trägt sie zumindest mit Bravour.
Zur unfreiwilligen Komik kommt es bei Esthers ersten Schultag, beim Betreten der Klasse: ihre Andersartigkeit wird Ziel des Spottes, und ihr anschließend strafender Blick ist so bemerkenswert, dass ihr tatsächlich Verständnis für ihren Groll gegenüber der Schulkameradin entgegengebracht wird. Da verzeiht man ihr schon eher das rüde Vorgehen wenn es um die anschließende Rache geht :).
Ihren neuen Bruder (James Bennett) wickelt Esther jedoch nicht so leicht um den Finger. Ihm wird schnell klar, dass mit seiner Schwester etwas nicht stimmt, zumal die negativen Ereignisse sich anfangen zu häufen. Er gehört also “anders” auf Esthers Linie gebracht, als einfach durch gutes Zureden. Und so verdichten sich im Verlauf des Films die Intrigen, denn die Verschleierung der Wahrheit ihrer Herkunft, muss Esther durch immer extremere Handlungen aufrecht erhalten.
Und so steuert nach rund 120 min. alles auf einen in Gewaltexzessen mündenden Showdown hinaus.
Ja wer hätte das gedacht? :)

Der Film zieht seine Spannung überwiegend aus der Zutat, dass einer der Hauptdarsteller weiß, dass etwas nicht mit rechten Dingen zu geht, und mit ihm der Zuschauer. Eine andere Fraktion, in diesem Fall Kates Ehemann, wird andererseits in Unkenntnis gelassen, und zweifelt immer wieder die Richtigkeit des scheinbar Offensichtlichen an. Schlimmer noch, die wissenden Personen werden als psychisch labil oder Ähnliches dargestellt. Und damit beginnt der eigentliche Kampf, nämlich der um die Überzeugung. Dass es dabei zu Kollateralschäden kommt ist unabdingbar, was Peter Sarsgaard alias John Coleman (als Kates Ehemann) auch im späteren Verlauf am eigenen Leib zu spüren bekommt. Doch bevor wir zuviel erzählen kommen wir lieber schon zum Fazit.

Fazit:
Orphan – Das Waisenkind hat eine dichte Story die spannend inszeniert ist. Es ist keine Low-Budget Produktion, sondern gehobene Mittelklasse, die eine interessante und logische Aufklärung der Vorgänge in Petto hat. Das Setting ist durchweg düster, ebenso die dazu passende Filmmusik. Gute Schauspieler, allen vorweg Isabelle Fuhrman als Horrorkid wissen zu überzeugen. Sehenswert!

Wertung: 7.0/10


Orphan – Das Waisenkind
Darsteller: Vera Farmiga, Peter Sarsgaard, Isabelle Fuhrman, CCH Pounder, Jimmy Bennett, Margo Martindale, Karel Roden, Aryana Engineer
Regie: Jaume Collet-Serra – Drehbuch: David Leslie Johnson – Kamera: Jeff Cutter
Musik: John Ottman – Schnitt: Tim Alverson
USA / 2009 – circa 122 Minuten

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Bewertung: 7.0/10 (1 x bewertet)

Paranormal Activity (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 28 - Januar - 2010- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Amazon | Paranormal Activity

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 7.0/10 (1 x bewertet)
Wer mal einen eher unkonventionellen Vertreter des Grusel-Thriller Genres sucht, sollte einen Blick auf Paranormal Activity werfen. Es ist einer der Filme, die zeigen, dass Spannung und Gänsehaut nicht etwas mit Blut und Gemetzel zu tun haben muss, und schon gar nicht mit einem großen finanziellen Budget. Ganze 15.000 Dollar hat dieser Streifen nur gekostet, aber die wurden vom israelischen Regisseuren Oren Peli ordentlich eingesetzt. So blieben wohl auch die Kosten für die Schauspieler in überschaubaren Rahmen, denn um die abzuzählen, braucht man noch nicht mal alle Finger einer Hand.

Ähnlich wie bei Blair Witch Project kommt hier wieder eine wackelnde Kamera zum Einsatz, die so dem gesamte Film einen authentischen, amateurhaften Charakter nach Art einer Dokumentation verleiht. Das kann man von den beiden Hautdarstellern nicht behaupten, denn die spielen ihre Rolle durchaus überzeugend.
Die Studentin Katie (Katie Featherstone) und ihr Freund Micah (Micah Sloat) wohnen zusammen in San Diego, und werden laut Katies Überzeugung von einer Art Poltergeist heimgesucht. Ihr Freund ist davon weniger überzeugt, und startet eine Videodokumentation der Geschehnisse im ihrem Haus. Doch damit tut er den beiden keinen Gefallen, sondern verstärkt die paranormalen Aktivitäten nur noch. Mehr an Story braucht es nun auch nicht mehr, um den Zuschauer erwartungsvoll die nächsten spannungsvollen Nächte des sympathischen Pärchens herbeizusehnen. Denn die werden, durch immer stärke Übergriffe eines mysteriösen “Etwas”, zu einer wachsenden Bedrohung. Und so steigert sich der Film auch langsam aber sicher.

Spärlich eingesetzt sind die Schockmomente, die zum Ende hin aber in ihrer Intensität massiv zunehmen.
Der Reiz des Films ist seine Atmosphäre. Die vermeintlich harmlose Normalität ist es, was Paranormal Activity auszeichnet. Das Bett, der Flur, die Dunkelheit sind die Zutaten aus dem der gepflegte Grusel entsteht. Banale Sachen, die jedem normalen Menschen zum Abend hin zur Verfügung stehen, und somit auch ein “Könnte …” vor dem eigenen geistigen Auge entstehen lassen, und die Frage aufwirft: Was passiert eigentlich um mich herum, wenn ich schlafe?

Für den Film gibt es 3 verschiedene Enden. Steven Spielberg hatte seine ganz eigene Vorstellungen, und lies diese kurzerhand in seiner eigene Fassung mit einfließen. Ebenso eine Screenerfassung, die Journalisten und Kritikern gezeigt wurde, und die original Kinofassung. Alle 3 hinterlassen jedenfalls einen bleibenden Eindruck. Der Erfolg des Films, der auch auf kräftiges Marketing zurückzuführen ist, ist Garant für einen 2. Teil. der bereits in Arbeit ist. Voraussichtlich übernimmt Kevin Greutert, verantwortlich für Saw VI, diesmal die Regie. Der US-Kinostart ist mit dem 22. Oktober 2010 sinnigerweise auf kurz vor Halloween gelegt worden.
Ob das Sequel das bekannte Schicksal des undankbaren “2.Teils” erleidet, weil es einfach nicht an die Qualität des 1.Teils anknüpfen kann, werden die deutschen Kinogänger vielleicht noch dieses Jahr in Erfahrung bringen können.
Das Budget für Paranormal Activity 2 wurde jedenfalls bereits kräftig erhöht. Fast schon abzusehen ist dabei, dass darunter die bisherige Atmosphäre leidet, und die Gefahr wächst, dass die einfachen aber wirkungsvollen Zutaten des Films in einer überkandidelten Pompösität untergehen.
Aber wir wollen das Beste hoffen!

Fazit:
Paranormal Activity spaltet die Gemüter. Für manche ist er in seiner Einfachheit zu schlicht, andere werden ihn gerade deswegen lieben. Zumindest aber sticht er wohltuend aus der Masse hervor. Sehenswert ist er aber auf jeden Fall, und bekommt somit eine ordentliche 7+ .

Wertung: 7.0/10

Paranormal Activity
Darsteller: Katie Featherston, Micah Sloat, Amber Armstrong, Mark Fredrichs
Regie: Oren Peli – Drehbuch: Oren Peli
USA / 2007 – circa 87 Minuten

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Bewertung: 7.0/10 (1 x bewertet)

G.I. JOE – Geheimauftrag Cobra (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 24 - Januar - 2010- KOMMENTAR+

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 8.0/10 (1 x bewertet)
2009 wird ein teures Jahr für Hasbro gewesen sein: Neben Transformers 2 ging die Comicverfilmung G.I. JOE an den Start, die schon vorab viel Kritik einstecken musste.
Ungerechtfertigter Weise wie wir meinen, so hat uns das temporeiche 175 Millionen Dollar Aktion-Spektakel sogar noch einen Deut besser gefallen als Transformers 2.

Gelegen hat das vor allem an der Heldentruppe, in der jeder Einzelne noch eine, seine, Hintergrundstory erhält. Zugegeben die sind zwar nicht allzu komplex, doch für den Flair des Filmes sind sie eine Bereicherung. Die Fehde zwischen Snake Eyes und Storm Shadow z.B., die sich schon seit ihren Jugendzeiten hinzieht, und die durch sporadisch auftretenden Rückblenden erzählt wird, lässt deren Motivation noch etwas glaubwürdiger erscheinen. Ebenso die familiären und partnerschaftlichen Verstrickungen der einzelnen Kontrahenten, in denen es einmal mehr um Liebe und Enttäuschung und den Dingen dazwischen geht. Schon klar das mal wieder die Welt von ihrer drohenden Zerstörung durch machthungrige Agitatoren gesäubert werden muss, von daher wurde von Regisseur Stephen Sommers nichts neu erfunden, und so fackelt auch dieser Film nicht lange, und bietet dem Zuschauer das was er erwarte: Bombast-Aktion und kurzweilige Unterhaltung.

Doch zunächst zum Inhalt:

Captain „Duke“ Hauser (Channing Tatum) und seine Einheit haben die Aufgabe neu entwickelte Sprengköpfe – dank neuester Nanotechnologie mit alles vernichtender Zerstörungskraft aus einem Lager in Kirgistan zu eskortieren. Das dieses Unterfangen nicht reibungslos vonstatten geht, dürfte fast schon klar sein, denn solcherlei Kriegsgerät weckt doch hin und wieder Begehrlichkeiten. An dieser Stelle nun betritt The Baroness (Sienna Miller) das Geschehen, um für ein heilloses Durcheinander in den Reihen der sonst so disziplinierten Soldaten zu sorgen. Natürlich haben sie und ihre Leute es auf die Sprengköpfe abgesehen. Nebenbei bemerkt weist diese Dame eine starke Ähnlichkeit mit Segas Bayonetta auf, so daß wir uns schon fragen, wer da von wem abgeschaut haben mag?

Aber nun gut, während diese Überfalls bekommt Captain „Duke“ Hauser Unterstützung einer bis dato unbekannten Einheit, die trotz allerlei HiTech-Kriegsgerät und beeindruckenden Kampftechniken den Raub nicht verhindern kann. Angeführt wird diese kleine schlagkräftige Stoßtruppe von Shana ‘Scarlett’ O’Hara (Rachel Nichols), die mit Snake Eyes einen kampferprobten Kompagnon an ihrer Seite hat. Doch alles Metzeln hilft nichts, die Sprengköpfe kommen in den Besitz der Organisation COBRA.
Um die Sprengköpfe wiederzuerlangen machen sich Captain „Duke“ Hauser und sein Partner Ripcord (Marlon Wayans) kurzerhand auf dem Weg sich dem Eliteteam G.I. JOE anzuschließen, dessen Stützpunkt in der ägyptischen Wüste liegt, und von General Hawk (Dennis Quaid) angeführt wird. Nach ihrer Ausbildung werden die Beiden zunächst unter Vorbehalt in das Team aufgenommen, und bekommen somit Zugang zu den neuesten technische Spielereien – Gadgets, die die USA zu bieten hat.
Die sind auch bitter nötig, weil das Zurückholen der Sprengköpfe kein leichtes Unterfangen ist, wie allein die opulent in Szene gesetzte Verfolgungsjagd, durch Paris, in der Mitte des Films zeigt, bei der die halbe Stadt in Schutt und Asche gelegt wird. So traurig das auch klingen mag, so unterhaltsam ist sie dem Regisseure und seinem Team an Rechnern und Sets doch gelungen. Die zahlreichen und teilweise überdrehten Gerätschaften bieten einiges an interessanten Möglichkeiten der Inszenierung.
Das ganze Tohuwabohu, das sich von Europa, bis zu den Polarmeeren zieht, zu Land, zu Wasser und in der Luft, entgeht natürlich auch nicht dem amerikanischen Präsidenten, der mal wieder von Jonathan Pryce gespielt wird – der Rolle seines Lebens :D. Ihm ist in seinem Plot auch die Rolle zugedacht auf den 2.Teil hinzuweisen.
Bis zum Showdown jedoch, der sogar einer der leiseren Töne ist, vergehen äußerst lebhafte Kinostunden, denn wie zu erwarten ist der Erzählstil durchweg rasant, größenwahnsinnig in der technischen Umsetzung, sowie farbenfroh und bildgewaltig in den Effekten. :D Besonders nett anzusehen sind die Kampfszenen im asiatischen Stil. Wie schon erwähnt lebt G.I. JOE gerade von den kleinen Nebenstorys, die sogar ein recht feines Netz um die Hauptstory herumspinnen, und immer noch eins drauf setzen in dem Gerangel zwischen den Guten und den Bösen.

Fazit:

Star Wars meets James Bond, meets The Avengers (Mit Schirm, Charme und Melone) ist es, was G.I. JOE vielleicht am ehesten umschreibt. Von allem etwas und anschließend kräftig geschüttelt und gerührt. Die teilweise recht spaßigen, trockenen Dialoge und die überzogenen Charaktere zeigen einmal mehr, dass sich dieser Film nicht allzu ernst nimmt. Bemängeln kann man natürlich die flache Hauptstory, aber falsche Erwartungen sind wie immer der Zement im Rückgrat einer geschmeidigen Zufriedenheit :).

In diesem Sinne:

Wertung: 8.0/10



G.I. JOE – Geheimauftrag Cobra
Darsteller: Dennis Quaid, Sienna Miller, Joseph Gordon-Levitt, Shana ‘Scarlett’ O’Hara, Rachel Nichols, Adewale Akinnuoye-Agbaje, Ray Park, Saïd Taghmaoui, Byung-hun Lee u.a.
Regie: Stephen Sommers – Drehbuch: Skip Woods, Stuart Beattie – Kamera: Mitchell Amundsen – Bildschnitt: Jim May – Musik: Alan Silvestri
USA / 2009 – circa 118 Minuten

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Bewertung: 8.0/10 (1 x bewertet)

Gamer (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 20 - Januar - 2010- KOMMENTAR+

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 6.0/10 (1 x bewertet)
Erzählte uns Running Man mit Schwarzenegger, und Matrix seinerzeit noch wenigstens originell etwas über unsere mögliche HiTech-Zukunft, ist mit Gamer ein cineastischer Tiefpunkt erreicht. Allein die dröhnende Soundkulisse und die hektischen Schnitte, inklusive der verwackelten Kameras, mögen den Zuschauer wach halten.

Gamer greift das aktuelle Thema der Killerspiele auf, ist dabei aber weder gesellschaftskritisch noch in irgendeiner Weise aufklärerisch. So hätte dieser Titel eigentlich korrekterweise Shooter heißen müssen, denn darum geht es vornehmlich. Kable, gespielt von Gerard Butler, bekannt aus 300, steht mit 27 von 30 gewonnen Turnierspielen kurz vor seiner Entlassung, oder besser gesagt Begnadigung. Als neuzeitlicher Gladiator kämpft er, fremdgesteuert durch einen jugendlichen Online-Spieler mittels in das Gehirn injizierter Nanotechnologie, gegen andere Mitstreiter. In extra angelegten, abgegrenzten Territorien, ähnlich Arenen, kämpfen sie in Gruppen gegeneinander. Granaten, Mg’s und diverse andere Schießprügel stehen ihnen dabei als Ausrüstung zur Verfügung.
Der Level der Gewaltdarstellung
ist im gesamten Filmverlauf relativ hoch, wobei ich mich des Eindrucks nicht erwehren konnte, dass es dabei eher darum geht dem jüngeren, ausgeschlossenen Publikum den Film schmackhaft machen zu wollen, als das es wirklich dramaturgisch notwendig gewesen wäre.

Aber zurück zum Inhalt:
Veranstalter des ganzen Spektakels ist der Milliardär Ken Castle (Michael C.Hall), der damit auch die Rolle des Fieslings im Streifen übernimmt. Erfolgreich wurde der mit einer Art Sims der nächsten Generation: In Society generieren nicht mehr Bits und Pixel den Avatar, sondern echte Menschen lassen sich zu Marionetten manchen. Gesteuert von echten Personen kommt es dabei natürlich zu allerlei Perversionen, was aber nur am Rande thematisiert wird. In dieser zerfallenden Gesellschaft trachtet die Opposition “Humanz” in Form von Hackern danach, dem ganzen Treiben rund um Ken Castle Einhalt zu gebieten. Der lässt sich das natürlich nicht ohne weiteres gefallen, und schmiedet so den einen und anderen perfiden Plan. Kables Frau (Amber Valletta) wird dabei ebenso involviert, wie dessen kleine Tochter.
Die Schauspieler sind durchweg etwas fad, keine Persönlichkeiten mit denen man mitfiebern könnte und die länger im Gedächtnis bleiben. Verstärkt wird diese Seelenlosigkeit durch steril wirkende Settings überwiegend in Grau. Die Kampfszenen sind durch die hecktischen Kamerawackler und schnellen Schnitte nervtötend. Und auch so manche Szene übt eher eine ungewollte Komik aus, als das sie eine drohende Gefahr beschreibt. Wenn z.B. ein stark motorisiertes Vehikel mit ein paar Spritzern eines hochprotzentigen Mageninahltes zur Höchstleistung aufläuft, dann ist das soweit von jeglicher Realität entfernt, dass damit schon im Ansatz jede Ernsthaftigkeit zerstört wird. Der Rapper Ludacris als Anführer der Rebellen rettet da auch nichts mehr.

Was bleibt?
Ein Film für den Pausenhof, auf dem so manche gezeigte “Frag”-Szenen als “cool” oder “krass” gilt. Die Zielgruppe dürfte dementsprechend zwischen 16 und 25 anzusiedeln sein, aber nur, wenn die wirklich nichts besseres zu tun haben, wie eine ordentliche Runde Counter Strike mit Freunden z.B.. Die Anderen machen doch lieber einen Bogen um den Film.

Wertung: 5/10

Gamer
Darsteller: Gerard Butler, Alison Lohman, Michael C. Hall, Zoe Bell, John Leguizamo u.a.
Regie: Mark Neveldine, Brian Taylor – Drehbuch: Mark Neveldine, Brian Taylor
USA 2009 – circa 94 Minuten

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Bewertung: 5.0/10 (1 x bewertet)

Das Kabinett des Dr. Parnassus (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 16 - Januar - 2010- 1 KOMMENTAR

PolitikBasis | Das Kabinett des Dr. Parnassus

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 8.0/10 (1 x bewertet)
Zwischen dem Baron v. Münchhausen und Alice im Wunderland ist noch reichlich Platz für den einen oder anderen Fantasy-Film. So z.B. für das Das Kabinett des Dr. Parnassus von Terry Gilliam. Skurril und ziemlich verspielt, ein modernes Märchen möchte man meinen, dabei ist seine Story doch tatsächlich an Goethes Faust angelehnt.

Zum Inhalt: Der alte, klapprige Schaustellerwagen, von Pferden gezogen, der wie aus einer anderen Zeit scheint, ist Dreh und Angelpunkt eines altes Zwistes zwischen Mephisto, respektive dem Teufel, und dem Magier Parnassus (Christopher Plummer), der seine Unsterblichkeit durch einen Pakt von ihm erhielt. Doch der Preis dafür ist hoch, denn das liebreizende Töchterchen Valentina (Lily Cole) ist das Preisgeld, welches mit ihrem 16. Geburtstag zur Auszahlung fällig wird. Die einzige Möglichkeit das drohende Unheil noch abzuwenden ist es, sich auf eine Wette einzulassen: Valentina geht nicht in des Teufels Besitz über, wenn 5 Seelen schneller von der illustren, 4 köpfigen Schaustellertruppe eingefangen werden können, als der Teufel es selbst kann. Verstärkung erhält die kleine Gruppe, im Laufe des Films vom jungen Tony (Heath Ledger), den sie kurzerhand vor dem Tod durch den Strick retten.
Damit bahnt sich auch eine zarte Liebesgeschichte zwischen Valentina und Tony an, natürlich unter den eifersüchtigen Blicken Antons (Andrew Garfield), der dem ganzen Treiben nichts abgewinnen kann.

Leider verläuft auch irgendwann dieser Plot im Sand, und es schleicht sich langsam der Eindruck ein, daß vieles in diesem bunten und durchaus unterhaltsamen Treiben nur schmückendes Beiwerk einer ansonsten dünnen Story ist. Die zahlreichen interessanten Charaktere bleiben diffus und ohne Tiefe.
Ein Manko, denn die zahlreichen Erzählstränge werden meist nur hastig angeschnitten, ohne das dabei unbedingt für Klarheit gesorgt wird, sondern sie eher zur einer allgemeinen Verwirrung beitragen. So wird auf den wichtigen Spiegel, der das Tor in eine phantasievolle Gedankenwelten ist, nicht weiter eingegangen. Ebenso wie auf Parnassus Fähigkeiten selbst. Ein typischer Film zum mindestens 2 x anschauen, wie sich letztendlich herausstellt.
Gerade der Anfang wirkt etwas holprig, so wird der Zuschauer ins kalte Wasser geworfen, und die Spannung durch schlichtes Weglassen aufgebaut. Niemand fragt nach einem Warum oder Wieso. Die Fakten sind geschaffen, und damit hat der Zuschauer, für 122 min. zu leben. Aber Gott sei Dank bleibt nicht alles im Dunklen, und so erschließt sich vieles mit der Zeit dann doch, nur leider ist die Erzählung nicht so elegant gelöst wie bei Franklyn, wo sich das Ganze zum Ende hin, in ein logisch nachvollziehbares Konstrukt zusammenfügt.
Langweilig wird es nicht. Ständig passiert etwas, denn genügend Sets gibt es ja, und mit der Phantasiewelt des Dr. Parnassus hat der Regisseure ein buntes Werkzeug in der Hand, um mit zahlreichen CGI-Effekte dem Zuschauer ein wohlwollendes AHH und Ohh zu entlocken.
Daß es Heath Ledgers letzter Film ist, bleibt auch hier nicht unerwähnt. Der Hype darum ist aber etwas überzogen. Gut, er spielt solide, von Profis sollte aber nichts anderes zu erwarten sein. Völlig unauffällig reihen sich auch sein 3 Stellvertreter (Johnny Depp, Colin Farrell, Jude Law) ein. Der Story tut das ohnehin keinen Abbruch, denn die ist so schräg, dass das “Gesichtwechseln” beim Durchschreiten des Spiegels ebenso gut fester Bestandteil des Drehbuches hätte sein können. Ungewöhnlich, aber eben nicht Aussergewöhnlich.

Tom Waits als der diabolische Mr. Nick, ist neben Christopher Plummer, einer der Highlights des Films. Ironisch-witzig mimt er den (nicht wirklich) bösen Part, und hat mit dem ständig lallende, weil betrunkenen Plummer alias Parnassus das passende Gegenstück.

Fazit:
Das Kabinett des Dr. Parnassus ist ein quietschbuntes Fantasy-Spektakel mit eigenem Charme. Alles in allem ist es aber etwas zu hastig erzählt, und zu sehr auf Effekthascherei fixiert. Dennoch: die Schauspieler kommen allesamt sympathisch rüber, und wie schon gesagt: wer beim ersten Durchlauf manches nicht mitbekommt kann auch noch, ohne das Langeweile aufkommt, mittels der DVD aus der Videothek für Klarheit sorgen.

Wertung: 7/10



Das Kabinett des Dr. Parnassus
Darsteller: Heath Ledger, Christopher Plummer, Lily Cole, Tom Waits, Johnny Depp, Colin Farrell, Jude Law u.a.
Regie: Terry Gilliam – Drehbuch: Charles McKeown, Terry Gilliam
USA/GB 2009 – circa 122 Minuten

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Bewertung: 7.0/10 (1 x bewertet)

PolitikBasis | Amazon | Real Live RoadrunningSchlechten Tag gehabt? Miese Laune? Alles grau? Nichts läuft? Kennen wir, gar kein Problem, PolitikBasis sagt Ihnen wie Sie wieder auf den Damm kommen:
Im Grunde brauchts da nicht viel, eigentlich nur zwei Sachen – einen DVD Player, und das Live Album von Mark Knopfler and Emmylou Harris: Real Live Roadrunning.

Mark Knopfler, war das nicht….? Doch, der war’s. Aber wir wollen nicht so tun als sei er Jahre oder gar jahrzehntelang in einer Versenkung verschwunden gewesen. Neben einer Vielzahl von Singles und verschieden Alben, tourt er fleißig durch die Weltgeschichte und verzückt seine Hörerschaft und Fangemeinden weiterhin mit seinem brillantem und einzigartigen Gitarrenspiel.
2006 also war es, als Mark Knopfler and Emmylou Harris eines ihrer letzten Konzerte ihrer Tour auf DVD brachten. Herausgekommen ist ein erdiger, lässiger Livemitschnitt geprägt von starkem Countryeinschlag, was nicht verwundert, verstärkt Emmylou Harris den ohnehin vorbelasteten Knopfler noch zusätzlich. Störend? Keineswegs: selbst wer bisher nicht Country als seine Stilrichtung entdeckt hat, wird sich dem Zauber Knopflers Gitarrenspiel nicht entziehen können. Harmonisch ergänzt von Emmylou Harris, der ohnehin nachgesagt wird, jeden Interpreten ordentlich begleiten zu können.

Nur wenige Male wird es bei diesem 2 stündigen Konzert einen Ausflug in alte Dire Straits Zeiten geben: “Romeo and Juliet“, “Why Worry“, u.a. ist wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Doch schnell wendet man sich musikalisch wieder der näheren Vergangenheit zu, und bekommt schnell einen Eindruck, was die beiden die letzten Jahre eigentlich unter anderem so trieben. Sehr angenehm, wenn man, so wie ich, Knopfler/Harris musikalisches Schaffen eventuell nicht immer verfolgte. Zahlreiche Highlights erzeugen einen Spannungsbogen, der das Konzert eingängig und mit hohem Wiederhörwert versieht. Gerade in der 2. Hälfte des Konzerts erzeugen Stücke wie “This Is Us” und dem grandiosen “Speedway At Nazareth” ein emotionales Wohlgefühl. Die Band, in bester Spiellaune, begleitet souverän mit Fidel, Harmonika und erstklassigen Klaviereinlagen.

Visuell passt sich das Konzert der musikalischen Qualität an. Entspannte Kameraführungen mit vereinzelten Unschärfen, die den einen oder anderen stören könnten. Trüben tuen sie aber den positiven Gesamteindruck nicht wirklich. Wer es ohne visuelle Eindrücke mag, kann auch einfach auf die zusätzliche CD zurückgreifen, auf der aber aus Platzgründen nicht alle Title vorhanden sind.
Mit DTS 5.1. kommt auch soundtechnisch dieses Konzert druckvoll und sehr klar herüber.

Fazit:
Klare Kaufempfehlung. Nicht nur Countryfans kommen hier voll auf ihre Kosten, sondern alle, die echte Musiker live bei ihrem Handwerk erleben wollen. Ein Wohltat für alle vom musikalischen Einheitsbrei Geschädigten.

Wertung: 9.5/10



Real Live Roadrunning – Mark Knopfler & Emmylou Harris / Reinhören »
Darsteller: Mark Knopfler, Emmylou Harris
Regie: Martyn Atkins
Studio: Universal/Music/DVD
USA / 2006 – circa 158 Minuten

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