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Last seen (Movies) - Film Rezensionen

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District 9 (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 26 - Februar - 2010- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Amazon | District 9

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 6.0/10 (1 x bewertet)

Betrachtet man sich District 9 etwas genauer und lässt einfach mal die ganzen technischen Effekte bei Seite, bleibt eine sozialkritische Beschreibung von typisch gesellschaftlichen Verhaltensweisen.
Das Gegenteil von Gut ist nicht Böse, sondern gut gemeint, und so lassen sich mit District 9 doch durchaus Parallelen zu realen politischen Zuständen ziehen. Angesprochen werden mit diesem Film sowohl Gutmenschen jeglicher Coloer, wie auch vermeintlich Konservative. Nur “die Mitte” ist, sofern sie überhaupt auszumachen ist, in Gestalt der Ehefrau des Hauptdarstellers Wikus Van De Merwe (Sharlto Copley) zu finden – unschuldig, leichtgläubig und in einem Mitläufertum gefangen.
Doch worum geht es hier überhaupt?
Irgendwo zwischen Insekten und Predatoren sind die Prawns anzusiedeln. Unglücklicherweise auf der Erde gestrandet, in Johannisburg um genau zu sein, wurde ihnen dort ein Refugium gewährt. Sie fristen ihr Leben in Slums und sind gesellschaftlich weder in irgendeiner Weise angesehen, noch integriert. Ein typischer Fall von Ausgrenzung. Ob gewollt oder nicht gewollt, für bestimmte (menschliche) Kreise sind solche Verwerfungen immer nützlich,…und tatsächlich, auch hier ließe sich der fast schon geflügelte Satz, unlängst geäußert von Dorothea Siems, anwenden: “Doch vieles, was sozial aussieht, hat höchst unsoziale Folgen, [...]“. Wir von der PolitikBasis sprachen nicht umsonst von einem Universalsatz. Das sei aber nur nebenbei bemerkt.

Besonders am Anfang des Films neigt der Zuschauer doch eher dazu mit der Spezies Mensch zu sympathisieren. Diese nehmen die halb verhungerten und gestrandeten Prawns auf, gewähren ihnen Unterschlupf und Bleibe. Das Verhalten der Prawns jedoch ist nicht das was zu einem friedlichen Miteinander beiträgt, denn es ist schlicht zu wenig angepasst und nicht einer allgemein akzeptierten gesellschaftlichen Norm entsprechend. Wer einen Bezug zu realen polititischen Vorkommnissen sehen möchte kann dieses ruhig tun, denn der ist zweifewlos vorhanden.

Die Sympathie des Zuschauers dürfte sich aber schnell ändern, denn im Zuge der der geplanten Umsiedlung der rund 1.2 Mio. Prawns, die bereits seit 20 Jahren dort hausen, kommt es schnell zu gewalttätigen Übergriffen seitens der internationalen Organisation MNU (Multi-National United) unter der Führung des leicht bräsigen Wikus Van De Merwe. Keine Frage, die Aliens sind ebenfalls kein Kind von Traurigkeit. Sie legen typisch menschliche Verhaltensweisen an den Tag. Drogengebrauch gehört ebenso zum Tagesgeschäft wie Hehlerei und anderes mehr. Doch wer würde einer armen diskriminierten Minderheit den Beistand absprechen? Genau, die Wenigsten, und wenn es eins gibt was der Film versteht, dann ist es Ressentiments zu schüren. Zwischen Machtmissbrauch auf der einen Seite, dem moralischen Fehlverhalten auf der anderen, und dem Zwang letztendlich doch immer zu einem sozialen Verhalten zurückkehren zu müssen, weil es Umstände gibt, die Zusammenarbeit erfordern.

So wird Wikus Van De Merwe selbst zum Gejagten und muß im Verlauf feststellen, dass diese Prawns gar nicht viel anders sind als wir Menschen und sie auch Mitleid verdienen. So wird auch beim Zuschauer kräftig auf die Tränendrüse gedrückt: wenn Papa Prawn mit Sohnemann den Häschern entkommen will, und dabei immer wieder in deren Fänge gerät, ist es zum verzweifeln, aber auch überaus spannend inszeniert! Es geht also richtig zu Sache, und je weiter der Film voranschreitet, desto mehr wird in die (3D) Effektkiste gegriffen und man kommt sich streckenweise vor, wie beim Terminator, oder bei MechWarrior.

Sharlto Copley spielt die Rolle des Wikus Van De Merwe wirklich sehr gut. Ist er Anfangs noch ein schmieriger Schreibtischtäter, der besoffen durch die ihm erst kürzlich zugeteilte Macht nach unten, auf die vermeindlich schwächere Gruppierung der Prawns tritt, wird er im Verlauf des Films fast schon geläutert. Bemerkenswert, denn schauspielerische Erfahrung hat er noch gar nicht sammeln können. Seine Besetzung verdankt er der engen Freundschaft zum Regisseure Neill Blomkamp.
Fast schon als überspitzt, aber durchaus glaubwürdig in ihren Handlungen sind die verschiedenen anderen Charaktere. Der “schnöde Mammon” in dieser skizzierten, degenerierten Gesellschaft schwebt bedrohlich über allen Taten und liefert die Vorlagen für jeden gezeigten Schusswechsel. Der Zuschauer bleibt zurück mit befriedigenden Gefühl, dass es auch diesmal wieder den Richtigen getroffen hat. Denn zum Ende hin ist dieser Film ganz hollywoodlike und macht keine Experimente. Sicherlich auch, weil der 2.Teil ist bereits angedacht ist.


Was bleibt?

District 9 ist schon eine kleine Überraschung. Don’t believe the hype ist das, was einen eventuell bisher davon abhielt den Film anzuschauen. Unbegründet, weder gibt es eine moralinsaure Gesellschaftskritik noch allzu überdrehte Effekte. Der Handlungsstrang mag nicht immer, für jeden 100% nachvollziehbar sein, aber das macht diesen Film aus: Es gibt für jeden einen Platz auf einer imaginären, Sozial-Skala. Die einen werden den derben Umgang mit der Minderheit – zum Zwecke der Gewinnoptimierung gutheißen, und wieder andere werden sich auf die Seite der Schwächeren schlagen. Wie in Echt eben :). Und das Ganze in einem äußerst spannend Grundgerüst.

Wertung: 8.0/10


District 9
Darsteller: Sharlto Copley, David James, Jason Cope, Nathalie Boltt, Sylvaine Strike, John Sumner u.a.
Regie: Neill Blomkamp – Drehbuch: Neill Blomkamp, Terri Tatchell – Kamera: Trent Opaloch
Musik: Clinton Shorter
USA / 2009 – circa 111 Minuten


Preis: EUR 26,99 EUR
Neu ab: EUR 13,13 Auf Lager
gebraucht ab: EUR 10,50 Auf Lager
Erscheinungstermin:08.04.2010
 


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Bewertung: 6.0/10 (1 x bewertet)

Orphan – Das Waisenkind (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 20 - Februar - 2010- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Amazon | Orphan - Das Waisenkind

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 8.5/10 (2 x bewertet)
Jaja, das kennt man schon: kleine Satansbraten die mit ihren boshaften Intrigen andere schier in den Wahnsinn treiben können. Das Omen, Joshua und Kinder des Zorns heißen die Filme und stehen für eine üble, fleischgewordene Art pädagogischer Fehltritte, bei denen Hopfen und Malz einfach verloren ist.

Genau dort ist auch Orphan – Das Waisenkind vom Regisseur Jaume Collet-Serra anzusiedeln. Mehr Thriller als Horror, obwohl der Film zu Beginn recht heftig anfängt, bezieht er seine Spannung nicht durch Metzelorgien, sondern durch die Verwirrspiele einer adoptierten Neunjährigen namens Esther (Isabelle Fuhrman), welche sie immer wieder zwischen dem Ehepaar Coleman, genauer gesagt Kate (Vera Farmiga) und John Coleman (Peter Sarsgaard), anzuzetteln vermag.

Dabei hätte alles so schön werden können. Endlich sind die Beiden bereit ein Kind zu adoptieren, nachdem Kates letzte Schwangerschaft schief ging, und sie ihr Kind bei der Geburt verlor. Beruflich erfolgreich zwar steht das Pärchen im Leben, ein paar dunkle Schatten in der Vergangenheit jedoch verdüstern die Idylle, und sorgen im Verlauf des Films, als Nebenplot, auch noch zusätzlich für das eine oder anderer Haareraufen beim Zuschauer. Das Waisenkind Esther versteht es nämlich ganz vorzüglich Personen gegeneinander auszuspielen.

Ganz angetan sind Kate und John an jenem Tag im Waisenhaus. Intelligent und feinsinnig kommt Esther daher und schleicht sich in die Herzen ihrer zukünftigen Eltern. In ihrem neuen Zuhause angekommen, vereinnahmte sie schnell noch die kleine taubstumme Tochter Maxine, genannt Max (Aryana Engineer), und hat ab diesem Zeitpunkt die Zügel fest in der Hand. Beeindruckend ist die schauspielerische Leistung der achtjährigen Aryana Engineer. Ist sie der heimliche Star des Films? Egal, ihre wichtige Rolle trägt sie zumindest mit Bravour.
Zur unfreiwilligen Komik kommt es bei Esthers ersten Schultag, beim Betreten der Klasse: ihre Andersartigkeit wird Ziel des Spottes, und ihr anschließend strafender Blick ist so bemerkenswert, dass ihr tatsächlich Verständnis für ihren Groll gegenüber der Schulkameradin entgegengebracht wird. Da verzeiht man ihr schon eher das rüde Vorgehen wenn es um die anschließende Rache geht :).
Ihren neuen Bruder (James Bennett) wickelt Esther jedoch nicht so leicht um den Finger. Ihm wird schnell klar, dass mit seiner Schwester etwas nicht stimmt, zumal die negativen Ereignisse sich anfangen zu häufen. Er gehört also “anders” auf Esthers Linie gebracht, als einfach durch gutes Zureden. Und so verdichten sich im Verlauf des Films die Intrigen, denn die Verschleierung der Wahrheit ihrer Herkunft, muss Esther durch immer extremere Handlungen aufrecht erhalten.
Und so steuert nach rund 120 min. alles auf einen in Gewaltexzessen mündenden Showdown hinaus.
Ja wer hätte das gedacht? :)

Der Film zieht seine Spannung überwiegend aus der Zutat, dass einer der Hauptdarsteller weiß, dass etwas nicht mit rechten Dingen zu geht, und mit ihm der Zuschauer. Eine andere Fraktion, in diesem Fall Kates Ehemann, wird andererseits in Unkenntnis gelassen, und zweifelt immer wieder die Richtigkeit des scheinbar Offensichtlichen an. Schlimmer noch, die wissenden Personen werden als psychisch labil oder Ähnliches dargestellt. Und damit beginnt der eigentliche Kampf, nämlich der um die Überzeugung. Dass es dabei zu Kollateralschäden kommt ist unabdingbar, was Peter Sarsgaard alias John Coleman (als Kates Ehemann) auch im späteren Verlauf am eigenen Leib zu spüren bekommt. Doch bevor wir zuviel erzählen kommen wir lieber schon zum Fazit.


Fazit:
Orphan – Das Waisenkind hat eine dichte Story die spannend inszeniert ist. Es ist keine Low-Budget Produktion, sondern gehobene Mittelklasse, die eine interessante und logische Aufklärung der Vorgänge in Petto hat. Das Setting ist durchweg düster, ebenso die dazu passende Filmmusik. Gute Schauspieler, allen vorweg Isabelle Fuhrman als Horrorkid wissen zu überzeugen. Sehenswert!

Wertung: 7.0/10


Orphan – Das Waisenkind
Darsteller: Vera Farmiga, Peter Sarsgaard, Isabelle Fuhrman, CCH Pounder, Jimmy Bennett, Margo Martindale, Karel Roden, Aryana Engineer
Regie: Jaume Collet-Serra – Drehbuch: David Leslie Johnson – Kamera: Jeff Cutter
Musik: John Ottman – Schnitt: Tim Alverson
USA / 2009 – circa 122 Minuten


Preis: EUR 23,99 EUR
Neu ab: EUR 16,50 Auf Lager
gebraucht ab: EUR 12,97 Auf Lager
Erscheinungstermin:18.03.2010
 


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Bewertung: 7.0/10 (1 x bewertet)

Paranormal Activity (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 28 - Januar - 2010- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Amazon | Paranormal Activity

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 8.0/10 (2 x bewertet)
Wer mal einen eher unkonventionellen Vertreter des Grusel-Thriller Genres sucht, sollte einen Blick auf Paranormal Activity werfen. Es ist einer der Filme, die zeigen, dass Spannung und Gänsehaut nicht etwas mit Blut und Gemetzel zu tun haben muss, und schon gar nicht mit einem großen finanziellen Budget. Ganze 15.000 Dollar hat dieser Streifen nur gekostet, aber die wurden vom israelischen Regisseuren Oren Peli ordentlich eingesetzt. So blieben wohl auch die Kosten für die Schauspieler in überschaubaren Rahmen, denn um die abzuzählen, braucht man noch nicht mal alle Finger einer Hand.

Ähnlich wie bei Blair Witch Project kommt hier wieder eine wackelnde Kamera zum Einsatz, die so dem gesamte Film einen authentischen, amateurhaften Charakter nach Art einer Dokumentation verleiht. Das kann man von den beiden Hautdarstellern nicht behaupten, denn die spielen ihre Rolle durchaus überzeugend.
Die Studentin Katie (Katie Featherstone) und ihr Freund Micah (Micah Sloat) wohnen zusammen in San Diego, und werden laut Katies Überzeugung von einer Art Poltergeist heimgesucht. Ihr Freund ist davon weniger überzeugt, und startet eine Videodokumentation der Geschehnisse im ihrem Haus. Doch damit tut er den beiden keinen Gefallen, sondern verstärkt die paranormalen Aktivitäten nur noch. Mehr an Story braucht es nun auch nicht mehr, um den Zuschauer erwartungsvoll die nächsten spannungsvollen Nächte des sympathischen Pärchens herbeizusehnen. Denn die werden, durch immer stärke Übergriffe eines mysteriösen “Etwas”, zu einer wachsenden Bedrohung. Und so steigert sich der Film auch langsam aber sicher.

Spärlich eingesetzt sind die Schockmomente, die zum Ende hin aber in ihrer Intensität massiv zunehmen.
Der Reiz des Films ist seine Atmosphäre. Die vermeintlich harmlose Normalität ist es, was Paranormal Activity auszeichnet. Das Bett, der Flur, die Dunkelheit sind die Zutaten aus dem der gepflegte Grusel entsteht. Banale Sachen, die jedem normalen Menschen zum Abend hin zur Verfügung stehen, und somit auch ein “Könnte …” vor dem eigenen geistigen Auge entstehen lassen, und die Frage aufwirft: Was passiert eigentlich um mich herum, wenn ich schlafe?

Für den Film gibt es 3 verschiedene Enden. Steven Spielberg hatte seine ganz eigene Vorstellungen, und lies diese kurzerhand in seiner eigene Fassung mit einfließen. Ebenso eine Screenerfassung, die Journalisten und Kritikern gezeigt wurde, und die original Kinofassung. Alle 3 hinterlassen jedenfalls einen bleibenden Eindruck. Der Erfolg des Films, der auch auf kräftiges Marketing zurückzuführen ist, ist Garant für einen 2. Teil. der bereits in Arbeit ist. Voraussichtlich übernimmt Kevin Greutert, verantwortlich für Saw VI, diesmal die Regie. Der US-Kinostart ist mit dem 22. Oktober 2010 sinnigerweise auf kurz vor Halloween gelegt worden.
Ob das Sequel das bekannte Schicksal des undankbaren “2.Teils” erleidet, weil es einfach nicht an die Qualität des 1.Teils anknüpfen kann, werden die deutschen Kinogänger vielleicht noch dieses Jahr in Erfahrung bringen können.
Das Budget für Paranormal Activity 2 wurde jedenfalls bereits kräftig erhöht. Fast schon abzusehen ist dabei, dass darunter die bisherige Atmosphäre leidet, und die Gefahr wächst, dass die einfachen aber wirkungsvollen Zutaten des Films in einer überkandidelten Pompösität untergehen.
Aber wir wollen das Beste hoffen!


Fazit:
Paranormal Activity spaltet die Gemüter. Für manche ist er in seiner Einfachheit zu schlicht, andere werden ihn gerade deswegen lieben. Zumindest aber sticht er wohltuend aus der Masse hervor. Sehenswert ist er aber auf jeden Fall, und bekommt somit eine ordentliche 7+ .

Wertung: 7.0/10

Paranormal Activity
Darsteller: Katie Featherston, Micah Sloat, Amber Armstrong, Mark Fredrichs
Regie: Oren Peli – Drehbuch: Oren Peli
USA / 2007 – circa 87 Minuten


Preis: EUR 24,99 EUR
Neu ab: EUR 12,39 Auf Lager
gebraucht ab: EUR 11,43 Auf Lager
Erscheinungstermin:30.04.2010
 


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Bewertung: 8.0/10 (2 x bewertet)

G.I. JOE – Geheimauftrag Cobra (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 24 - Januar - 2010- 1 KOMMENTAR

PolitikBasis | Amazon | G.I. JOE - Geheimauftrag Cobra

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 8.0/10 (1 x bewertet)
2009 wird ein teures Jahr für Hasbro gewesen sein: Neben Transformers 2 ging die Comicverfilmung G.I. JOE an den Start, die schon vorab viel Kritik einstecken musste.
Ungerechtfertigter Weise wie wir meinen, so hat uns das temporeiche 175 Millionen Dollar Aktion-Spektakel sogar noch einen Deut besser gefallen als Transformers 2.

Gelegen hat das vor allem an der Heldentruppe, in der jeder Einzelne noch eine, seine, Hintergrundstory erhält. Zugegeben die sind zwar nicht allzu komplex, doch für den Flair des Filmes sind sie eine Bereicherung. Die Fehde zwischen Snake Eyes und Storm Shadow z.B., die sich schon seit ihren Jugendzeiten hinzieht, und die durch sporadisch auftretenden Rückblenden erzählt wird, lässt deren Motivation noch etwas glaubwürdiger erscheinen. Ebenso die familiären und partnerschaftlichen Verstrickungen der einzelnen Kontrahenten, in denen es einmal mehr um Liebe und Enttäuschung und den Dingen dazwischen geht. Schon klar das mal wieder die Welt von ihrer drohenden Zerstörung durch machthungrige Agitatoren gesäubert werden muss, von daher wurde von Regisseur Stephen Sommers nichts neu erfunden, und so fackelt auch dieser Film nicht lange, und bietet dem Zuschauer das was er erwarte: Bombast-Aktion und kurzweilige Unterhaltung.

Doch zunächst zum Inhalt:

Captain „Duke“ Hauser (Channing Tatum) und seine Einheit haben die Aufgabe neu entwickelte Sprengköpfe – dank neuester Nanotechnologie mit alles vernichtender Zerstörungskraft aus einem Lager in Kirgistan zu eskortieren. Das dieses Unterfangen nicht reibungslos vonstatten geht, dürfte fast schon klar sein, denn solcherlei Kriegsgerät weckt doch hin und wieder Begehrlichkeiten. An dieser Stelle nun betritt The Baroness (Sienna Miller) das Geschehen, um für ein heilloses Durcheinander in den Reihen der sonst so disziplinierten Soldaten zu sorgen. Natürlich haben sie und ihre Leute es auf die Sprengköpfe abgesehen. Nebenbei bemerkt weist diese Dame eine starke Ähnlichkeit mit Segas Bayonetta auf, so daß wir uns schon fragen, wer da von wem abgeschaut haben mag?

Aber nun gut, während diese Überfalls bekommt Captain „Duke“ Hauser Unterstützung einer bis dato unbekannten Einheit, die trotz allerlei HiTech-Kriegsgerät und beeindruckenden Kampftechniken den Raub nicht verhindern kann. Angeführt wird diese kleine schlagkräftige Stoßtruppe von Shana ‘Scarlett’ O’Hara (Rachel Nichols), die mit Snake Eyes einen kampferprobten Kompagnon an ihrer Seite hat. Doch alles Metzeln hilft nichts, die Sprengköpfe kommen in den Besitz der Organisation COBRA.
Um die Sprengköpfe wiederzuerlangen machen sich Captain „Duke“ Hauser und sein Partner Ripcord (Marlon Wayans) kurzerhand auf dem Weg sich dem Eliteteam G.I. JOE anzuschließen, dessen Stützpunkt in der ägyptischen Wüste liegt, und von General Hawk (Dennis Quaid) angeführt wird. Nach ihrer Ausbildung werden die Beiden zunächst unter Vorbehalt in das Team aufgenommen, und bekommen somit Zugang zu den neuesten technische Spielereien – Gadgets, die die USA zu bieten hat.
Die sind auch bitter nötig, weil das Zurückholen der Sprengköpfe kein leichtes Unterfangen ist, wie allein die opulent in Szene gesetzte Verfolgungsjagd, durch Paris, in der Mitte des Films zeigt, bei der die halbe Stadt in Schutt und Asche gelegt wird. So traurig das auch klingen mag, so unterhaltsam ist sie dem Regisseure und seinem Team an Rechnern und Sets doch gelungen. Die zahlreichen und teilweise überdrehten Gerätschaften bieten einiges an interessanten Möglichkeiten der Inszenierung.
Das ganze Tohuwabohu, das sich von Europa, bis zu den Polarmeeren zieht, zu Land, zu Wasser und in der Luft, entgeht natürlich auch nicht dem amerikanischen Präsidenten, der mal wieder von Jonathan Pryce gespielt wird – der Rolle seines Lebens :D. Ihm ist in seinem Plot auch die Rolle zugedacht auf den 2.Teil hinzuweisen.
Bis zum Showdown jedoch, der sogar einer der leiseren Töne ist, vergehen äußerst lebhafte Kinostunden, denn wie zu erwarten ist der Erzählstil durchweg rasant, größenwahnsinnig in der technischen Umsetzung, sowie farbenfroh und bildgewaltig in den Effekten. :D Besonders nett anzusehen sind die Kampfszenen im asiatischen Stil. Wie schon erwähnt lebt G.I. JOE gerade von den kleinen Nebenstorys, die sogar ein recht feines Netz um die Hauptstory herumspinnen, und immer noch eins drauf setzen in dem Gerangel zwischen den Guten und den Bösen.


Fazit:

Star Wars meets James Bond, meets The Avengers (Mit Schirm, Charme und Melone) ist es, was G.I. JOE vielleicht am ehesten umschreibt. Von allem etwas und anschließend kräftig geschüttelt und gerührt. Die teilweise recht spaßigen, trockenen Dialoge und die überzogenen Charaktere zeigen einmal mehr, dass sich dieser Film nicht allzu ernst nimmt. Bemängeln kann man natürlich die flache Hauptstory, aber falsche Erwartungen sind wie immer der Zement im Rückgrat einer geschmeidigen Zufriedenheit :).

In diesem Sinne:

Wertung: 8.0/10



G.I. JOE – Geheimauftrag Cobra
Darsteller: Dennis Quaid, Sienna Miller, Joseph Gordon-Levitt, Shana ‘Scarlett’ O’Hara, Rachel Nichols, Adewale Akinnuoye-Agbaje, Ray Park, Saïd Taghmaoui, Byung-hun Lee u.a.
Regie: Stephen Sommers – Drehbuch: Skip Woods, Stuart Beattie – Kamera: Mitchell Amundsen – Bildschnitt: Jim May – Musik: Alan Silvestri
USA / 2009 – circa 118 Minuten


Preis: EUR 31,99 EUR
Neu ab: EUR 24,99 Auf Lager
gebraucht ab: EUR 17,55 Auf Lager
Erscheinungstermin:14.12.2009
 


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Bewertung: 8.0/10 (1 x bewertet)

Gamer (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 20 - Januar - 2010- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Amazon | Gamer

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 7.5/10 (2 x bewertet)
Erzählte uns Running Man mit Schwarzenegger, und Matrix seinerzeit noch wenigstens originell etwas über unsere mögliche HiTech-Zukunft, ist mit Gamer ein cineastischer Tiefpunkt erreicht. Allein die dröhnende Soundkulisse und die hektischen Schnitte, inklusive der verwackelten Kameras, mögen den Zuschauer wach halten.

Gamer greift das aktuelle Thema der Killerspiele auf, ist dabei aber weder gesellschaftskritisch noch in irgendeiner Weise aufklärerisch. So hätte dieser Titel eigentlich korrekterweise Shooter heißen müssen, denn darum geht es vornehmlich. Kable, gespielt von Gerard Butler, bekannt aus 300, steht mit 27 von 30 gewonnen Turnierspielen kurz vor seiner Entlassung, oder besser gesagt Begnadigung. Als neuzeitlicher Gladiator kämpft er, fremdgesteuert durch einen jugendlichen Online-Spieler mittels in das Gehirn injizierter Nanotechnologie, gegen andere Mitstreiter. In extra angelegten, abgegrenzten Territorien, ähnlich Arenen, kämpfen sie in Gruppen gegeneinander. Granaten, Mg’s und diverse andere Schießprügel stehen ihnen dabei als Ausrüstung zur Verfügung.
Der Level der Gewaltdarstellung
ist im gesamten Filmverlauf relativ hoch, wobei ich mich des Eindrucks nicht erwehren konnte, dass es dabei eher darum geht dem jüngeren, ausgeschlossenen Publikum den Film schmackhaft machen zu wollen, als das es wirklich dramaturgisch notwendig gewesen wäre.

Aber zurück zum Inhalt:
Veranstalter des ganzen Spektakels ist der Milliardär Ken Castle (Michael C.Hall), der damit auch die Rolle des Fieslings im Streifen übernimmt. Erfolgreich wurde der mit einer Art Sims der nächsten Generation: In Society generieren nicht mehr Bits und Pixel den Avatar, sondern echte Menschen lassen sich zu Marionetten manchen. Gesteuert von echten Personen kommt es dabei natürlich zu allerlei Perversionen, was aber nur am Rande thematisiert wird. In dieser zerfallenden Gesellschaft trachtet die Opposition “Humanz” in Form von Hackern danach, dem ganzen Treiben rund um Ken Castle Einhalt zu gebieten. Der lässt sich das natürlich nicht ohne weiteres gefallen, und schmiedet so den einen und anderen perfiden Plan. Kables Frau (Amber Valletta) wird dabei ebenso involviert, wie dessen kleine Tochter.
Die Schauspieler sind durchweg etwas fad, keine Persönlichkeiten mit denen man mitfiebern könnte und die länger im Gedächtnis bleiben. Verstärkt wird diese Seelenlosigkeit durch steril wirkende Settings überwiegend in Grau. Die Kampfszenen sind durch die hecktischen Kamerawackler und schnellen Schnitte nervtötend. Und auch so manche Szene übt eher eine ungewollte Komik aus, als das sie eine drohende Gefahr beschreibt. Wenn z.B. ein stark motorisiertes Vehikel mit ein paar Spritzern eines hochprotzentigen Mageninahltes zur Höchstleistung aufläuft, dann ist das soweit von jeglicher Realität entfernt, dass damit schon im Ansatz jede Ernsthaftigkeit zerstört wird. Der Rapper Ludacris als Anführer der Rebellen rettet da auch nichts mehr.


Was bleibt?
Ein Film für den Pausenhof, auf dem so manche gezeigte “Frag”-Szenen als “cool” oder “krass” gilt. Die Zielgruppe dürfte dementsprechend zwischen 16 und 25 anzusiedeln sein, aber nur, wenn die wirklich nichts besseres zu tun haben, wie eine ordentliche Runde Counter Strike mit Freunden z.B.. Die Anderen machen doch lieber einen Bogen um den Film.

Wertung: 5/10

Gamer
Darsteller: Gerard Butler, Alison Lohman, Michael C. Hall, Zoe Bell, John Leguizamo u.a.
Regie: Mark Neveldine, Brian Taylor – Drehbuch: Mark Neveldine, Brian Taylor
USA 2009 – circa 94 Minuten


Preis: 0
Neu ab: EUR 17,64 Auf Lager
gebraucht ab: EUR 14,55 Auf Lager
Erscheinungstermin:04.06.2010
 


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Bewertung: 5.0/10 (1 x bewertet)

Das Kabinett des Dr. Parnassus (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 16 - Januar - 2010- 1 KOMMENTAR

PolitikBasis | Das Kabinett des Dr. Parnassus

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 8.0/10 (1 x bewertet)
Zwischen dem Baron v. Münchhausen und Alice im Wunderland ist noch reichlich Platz für den einen oder anderen Fantasy-Film. So z.B. für das Das Kabinett des Dr. Parnassus von Terry Gilliam. Skurril und ziemlich verspielt, ein modernes Märchen möchte man meinen, dabei ist seine Story doch tatsächlich an Goethes Faust angelehnt.

Zum Inhalt: Der alte, klapprige Schaustellerwagen, von Pferden gezogen, der wie aus einer anderen Zeit scheint, ist Dreh und Angelpunkt eines altes Zwistes zwischen Mephisto, respektive dem Teufel, und dem Magier Parnassus (Christopher Plummer), der seine Unsterblichkeit durch einen Pakt von ihm erhielt. Doch der Preis dafür ist hoch, denn das liebreizende Töchterchen Valentina (Lily Cole) ist das Preisgeld, welches mit ihrem 16. Geburtstag zur Auszahlung fällig wird. Die einzige Möglichkeit das drohende Unheil noch abzuwenden ist es, sich auf eine Wette einzulassen: Valentina geht nicht in des Teufels Besitz über, wenn 5 Seelen schneller von der illustren, 4 köpfigen Schaustellertruppe eingefangen werden können, als der Teufel es selbst kann. Verstärkung erhält die kleine Gruppe, im Laufe des Films vom jungen Tony (Heath Ledger), den sie kurzerhand vor dem Tod durch den Strick retten.
Damit bahnt sich auch eine zarte Liebesgeschichte zwischen Valentina und Tony an, natürlich unter den eifersüchtigen Blicken Antons (Andrew Garfield), der dem ganzen Treiben nichts abgewinnen kann.

Leider verläuft auch irgendwann dieser Plot im Sand, und es schleicht sich langsam der Eindruck ein, daß vieles in diesem bunten und durchaus unterhaltsamen Treiben nur schmückendes Beiwerk einer ansonsten dünnen Story ist. Die zahlreichen interessanten Charaktere bleiben diffus und ohne Tiefe.
Ein Manko, denn die zahlreichen Erzählstränge werden meist nur hastig angeschnitten, ohne das dabei unbedingt für Klarheit gesorgt wird, sondern sie eher zur einer allgemeinen Verwirrung beitragen. So wird auf den wichtigen Spiegel, der das Tor in eine phantasievolle Gedankenwelten ist, nicht weiter eingegangen. Ebenso wie auf Parnassus Fähigkeiten selbst. Ein typischer Film zum mindestens 2 x anschauen, wie sich letztendlich herausstellt.
Gerade der Anfang wirkt etwas holprig, so wird der Zuschauer ins kalte Wasser geworfen, und die Spannung durch schlichtes Weglassen aufgebaut. Niemand fragt nach einem Warum oder Wieso. Die Fakten sind geschaffen, und damit hat der Zuschauer, für 122 min. zu leben. Aber Gott sei Dank bleibt nicht alles im Dunklen, und so erschließt sich vieles mit der Zeit dann doch, nur leider ist die Erzählung nicht so elegant gelöst wie bei Franklyn, wo sich das Ganze zum Ende hin, in ein logisch nachvollziehbares Konstrukt zusammenfügt.
Langweilig wird es nicht. Ständig passiert etwas, denn genügend Sets gibt es ja, und mit der Phantasiewelt des Dr. Parnassus hat der Regisseure ein buntes Werkzeug in der Hand, um mit zahlreichen CGI-Effekte dem Zuschauer ein wohlwollendes AHH und Ohh zu entlocken.
Daß es Heath Ledgers letzter Film ist, bleibt auch hier nicht unerwähnt. Der Hype darum ist aber etwas überzogen. Gut, er spielt solide, von Profis sollte aber nichts anderes zu erwarten sein. Völlig unauffällig reihen sich auch sein 3 Stellvertreter (Johnny Depp, Colin Farrell, Jude Law) ein. Der Story tut das ohnehin keinen Abbruch, denn die ist so schräg, dass das “Gesichtwechseln” beim Durchschreiten des Spiegels ebenso gut fester Bestandteil des Drehbuches hätte sein können. Ungewöhnlich, aber eben nicht Aussergewöhnlich.

Tom Waits als der diabolische Mr. Nick, ist neben Christopher Plummer, einer der Highlights des Films. Ironisch-witzig mimt er den (nicht wirklich) bösen Part, und hat mit dem ständig lallende, weil betrunkenen Plummer alias Parnassus das passende Gegenstück.

Fazit:
Das Kabinett des Dr. Parnassus ist ein quietschbuntes Fantasy-Spektakel mit eigenem Charme. Alles in allem ist es aber etwas zu hastig erzählt, und zu sehr auf Effekthascherei fixiert. Dennoch: die Schauspieler kommen allesamt sympathisch rüber, und wie schon gesagt: wer beim ersten Durchlauf manches nicht mitbekommt kann auch noch, ohne das Langeweile aufkommt, mittels der DVD aus der Videothek für Klarheit sorgen.

Wertung: 7/10



Das Kabinett des Dr. Parnassus
Darsteller: Heath Ledger, Christopher Plummer, Lily Cole, Tom Waits, Johnny Depp, Colin Farrell, Jude Law u.a.
Regie: Terry Gilliam – Drehbuch: Charles McKeown, Terry Gilliam
USA/GB 2009 – circa 122 Minuten


Preis: EUR 30,22 EUR
Neu ab: EUR 20,91 Auf Lager
gebraucht ab: EUR 24,65 Auf Lager
Erscheinungstermin:29.03.2010
 


VN:F [1.8.2_1042]
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Bewertung: 7.0/10 (1 x bewertet)

PolitikBasis | Amazon | Real Live RoadrunningSchlechten Tag gehabt? Miese Laune? Alles grau? Nichts läuft? Kennen wir, gar kein Problem, PolitikBasis sagt Ihnen wie Sie wieder auf den Damm kommen:
Im Grunde brauchts da nicht viel, eigentlich nur zwei Sachen – einen DVD Player, und das Live Album von Mark Knopfler and Emmylou Harris: Real Live Roadrunning.

Mark Knopfler, war das nicht….? Doch, der war’s. Aber wir wollen nicht so tun als sei er Jahre oder gar jahrzehntelang in einer Versenkung verschwunden gewesen. Neben einer Vielzahl von Singles und verschieden Alben, tourt er fleißig durch die Weltgeschichte und verzückt seine Hörerschaft und Fangemeinden weiterhin mit seinem brillantem und einzigartigen Gitarrenspiel.
2006 also war es, als Mark Knopfler and Emmylou Harris eines ihrer letzten Konzerte ihrer Tour auf DVD brachten. Herausgekommen ist ein erdiger, lässiger Livemitschnitt geprägt von starkem Countryeinschlag, was nicht verwundert, verstärkt Emmylou Harris den ohnehin vorbelasteten Knopfler noch zusätzlich. Störend? Keineswegs: selbst wer bisher nicht Country als seine Stilrichtung entdeckt hat, wird sich dem Zauber Knopflers Gitarrenspiel nicht entziehen können. Harmonisch ergänzt von Emmylou Harris, der ohnehin nachgesagt wird, jeden Interpreten ordentlich begleiten zu können.

Nur wenige Male wird es bei diesem 2 stündigen Konzert einen Ausflug in alte Dire Straits Zeiten geben: “Romeo and Juliet“, “Why Worry“, u.a. ist wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Doch schnell wendet man sich musikalisch wieder der näheren Vergangenheit zu, und bekommt schnell einen Eindruck, was die beiden die letzten Jahre eigentlich unter anderem so trieben. Sehr angenehm, wenn man, so wie ich, Knopfler/Harris musikalisches Schaffen eventuell nicht immer verfolgte. Zahlreiche Highlights erzeugen einen Spannungsbogen, der das Konzert eingängig und mit hohem Wiederhörwert versieht. Gerade in der 2. Hälfte des Konzerts erzeugen Stücke wie “This Is Us” und dem grandiosen “Speedway At Nazareth” ein emotionales Wohlgefühl. Die Band, in bester Spiellaune, begleitet souverän mit Fidel, Harmonika und erstklassigen Klaviereinlagen.

Visuell passt sich das Konzert der musikalischen Qualität an. Entspannte Kameraführungen mit vereinzelten Unschärfen, die den einen oder anderen stören könnten. Trüben tuen sie aber den positiven Gesamteindruck nicht wirklich. Wer es ohne visuelle Eindrücke mag, kann auch einfach auf die zusätzliche CD zurückgreifen, auf der aber aus Platzgründen nicht alle Title vorhanden sind.
Mit DTS 5.1. kommt auch soundtechnisch dieses Konzert druckvoll und sehr klar herüber.

Fazit:
Klare Kaufempfehlung. Nicht nur Countryfans kommen hier voll auf ihre Kosten, sondern alle, die echte Musiker live bei ihrem Handwerk erleben wollen. Ein Wohltat für alle vom musikalischen Einheitsbrei Geschädigten.

Wertung: 9.5/10



Real Live Roadrunning – Mark Knopfler & Emmylou Harris / Reinhören »
Darsteller: Mark Knopfler, Emmylou Harris
Regie: Martyn Atkins
Studio: Universal/Music/DVD
USA / 2006 – circa 158 Minuten


Preis: EUR 21,99 EUR
Neu ab: EUR 14,74 Auf Lager
gebraucht ab: EUR 11,93 Auf Lager
Erscheinungstermin:10.11.2006
 


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Bewertung: 9.0/10 (1 x bewertet)

Outlander (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 5 - Januar - 2010- 1 KOMMENTAR

PolitikBasis | Amazon | Outlander

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 8.7/10 (3 x bewertet)
Geht man durch die langen Regalreihen der Videothek, kann es passieren, dass der Blick auf Outlander haften bleibt, und das Interesse an einem Genre-Mix geweckt wird, der sich selbst zwischen Beouwulf & Predator ansiedelt. So jedenfalls steht es auf dem Cover, unübersehbaren neben der Anpreisung, dass hier kein Geringerer als der Produzent vom Herrn der Ringe seine Finger mit im Spiel hatte.

Nach kurzem Zögern, welches sich auf Grund des Lesens des Covertextes einstellte, wanderte dieser Streifen letztendlich in meiner Tasche. Wikinger, Aliens, Raumschiffe und Heldentum? Kann das funktionieren?
Doch zunächst zum Inhalt:
Kainen (James Caviezel), Besatzungsmitglied eines auf der Erde gestrandeten Raumschiffes, wird 709 n. Chr. von Wikingern gefangen genommen. Doch nicht nur er und sein verstorbener Co-Pilot gelangen auf diesem Wege auf die Erde, sondern gleichzeitig auch einige äußerst gewalttätige Alien-Kreaturen. Von nun an beginnt der Kampf gegen die Aliens, der aber nicht unbedingt ein gerechter ist, denn die Vorgeschichte, die erst im 2. Drittel des Filmes erzählt wird, wird von der typischen menschlichen Eigenschaft der gewalttätigen territorialen Ausbreitung getragen.Schon früh im Film stößt Freya (Sophia Myles), als schwertschwingende Tochter des Clanchefs dazu, die wie immer in ähnlichen Filmen vorhersagbar, den romantischen Part der Lovestory übernimmt. Zum Glück aber wird es nie schwülstig.
Neben den zur damaligen Zeit wohl üblichen Reibereien zwischen verfeindeten Clans, gilt es nun für die tapferen Nordmänner sich auch noch gegen den Alien zu erwehren. Kein leichtes Unterfangen wie sich herausstellt. Das Biest stellt sich doch als recht zäh heraus. Da ist Gruppenarbeit und Einfallsreichtum gefragt. So schließen sich die Clanchefs Gunnar, (gespielt von Ron Perlman, der hier endlich mal wieder in einem besseren Film zu sehen ist) und Rothgar (John Hurt) zusammen, um gemeinsam gegen die Kreatur vorzugehen. So schnetzeln sie sich, neben Kainan und seinem neuen Waffenbruder Wulfric (Jack Huston), Seite an Seite durch den Film. Natürlich mit einigen dramatischen Wendungen. Ganz witzig auch das kurze, thematische Anschneiden eines aufkeimenden Christentums zu jener Zeit. Das trägt zwar nicht zur Story bei, lockert das Ganze aber noch zusätzlich etwas auf.

Nicht aber, dass der Film das unbedingt nötig hätte, denn der spult ganz locker den Fantasy-SciFi Mix herunter, und stört sich nicht im Geringsten an irgendwelchen Konventionen die, wenn man sich die teilweise harschen Kritiken über diesen Film anschaut, anscheinend auferlegt sind.
Wikinger, Aliens & Raumschiffe? Ja warum denn nicht! Sich heutzutage, in Zeiten von Transformers & Konsorten, an Genremischungen zu reiben, und sie als “zu abstrus” oder unpassend abzutun ist doch lächerlich. Erlaubt ist was Spaß macht.

Besonders gut hat mir die Musik gefallen, die zwar unauffällig aber pointenreich das gesamte Geschehen begleitet. Hier zeigt sich einmal mehr, wie wichtig der Einfluss von guter Filmmusik ist, und sie noch den eine oder anderen Hänger wettzumachen vermag.
Auch schauspielerisch gibt es gar nicht viel zu meckern. John Hurt nimmt man leicht den Clanchef ab, Jack Huston spielt sympathisch an der Seite von James Caviezel und Sophia Myles macht schöne grüne Augen.

Der Film erfindet ein Genre zwar nicht neu, genauso wie die Story nicht voll von sprühenden Einfallsreichtum ist, aber es gibt da deutlich schlechtere Vertreter, wenn ich da allein an Schwerter des Königs denke.


Was bleibt?

Alles in allem ist Outlander ein gelungener Film, der auch mal mutig einen Genre-Mix über B-Klasse hebt. Allen negativen Kritiken zum Trotz.

Wertung: 8.0/10


Outlander
Darsteller: James Caviezel, Sophia Myles, Jack Huston, Ron Perlman, John Hurt u.a.
Regie: Howard McCain – Drehbuch: Howard McCain, Dirk Blackman
Visuelle Effekte: Tests Animatics
USA / 2008 – circa 115 Minuten


Preis: EUR 19,99 EUR
Neu ab: EUR 13,50 Auf Lager
gebraucht ab: EUR 11,95 Auf Lager
Erscheinungstermin:22.01.2010
 


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Artikel bewerten:
Bewertung: 8.0/10 (1 x bewertet)

Transformers 2 – Die Rache (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 22 - November - 2009- 2 KOMMENTARE

transformers2

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 7.0/10 (1 x bewertet)
Schnell und schmerzlos ist der Einstieg, auf eine langwierige Einleitung wird in diesem Streifen weitestgehend verzichtet. Hier geht es ohnehin nur um eins, und das heißt: “Äktschn”. Was soll man sich auch lang rumschlagen mit Story oder dem tiefgründigem Rumgeschürfe in menschlichen Emotionen.

Krachen muss es, die Mädels haben gut auszusehen, und die Effekte, so sie überhaupt noch ein Maßstab sein können, da ohnehin alles täuschend echt dargestellt werden kann was dem menschlichen Geiste entspringt, müssen tadellos sein. In all diesen Punkte macht ‘Transformers – Die Rache’ alles richtig. Langweilig wird es nicht, eher schon gibt es ein Überangebot an Gigantismus – aber auch der kann ermüdend werden.
So stellte sich bei mir nach dem Genuss des Filmes Befindlichkeiten ein, die ähnlich die sind, wie die nach einer Schachtel Pralinen: Voll mit süßem klebrigen Zeug aber nicht wirklich satt.
Dieses 147 minütiges Spektakel, fast komplett aus dem Rechner, zeigt was technisch möglich ist. Keine Frage, beeindruckend sind die Verwandlungen von schnöden Küchenmaschinen zu Kampfrobotern auf jeden Fall, ein Pause während des Filmes ist dann aber dann doch irgendwann anzuraten, weil es permanent an allen Ecken und Ende kracht, scheppert und brennt. Kein Problem aber, der Einstieg zurück in die Story ist wieder ganz einfach und wird mit Sicherheit mit der nächsten Explosion gekennzeichnet. Die Story knüpft an den ersten Teil an. Wer ihn gesehen hat ist etwas im Vorteil, wird doch auf manche vorhergehenden Ereignisse wenig bis gar nicht eingegangen. Die Story ist das alt bewährte “Gut gegen Böse”, und die Vereinigten Staaten lassen, oh Wunder, keine Gelegenheit aus sich wieder einmal militärisch völlig verklärt und schwülstig in Szenen zu setzen.

Doch was ist eigentlich mit den echten Schauspielern? Die machen ihre Sache recht gut. Shia LaBeouf als Sam Witwicky sprintet und hechtet sich fleißig durch den Film und hat dabei auch noch Zeit sich um seine hübsche Freundin Mikaela, gespielt von Megan Fox, zu kümmern. Die hat als schmückendes Beiwerk durchaus ihre Berechtigung und kämpft sich auch tapfer an der Seite ihres Freundes durch die Horden der bösen Decepticons. Verstärkung erhalten die beiden durch das NEST-Team, dessen strategischer Leiter Colonel Sharp, gespielt von Glenn Morshower, bereits im ersten Teil zum Zuge kam, sowie Seymour Simmons (John Turturro), den hochrangigen Agenten der Regierungsorganisation “Sector Seven”, der nach Auflösung seiner Abteilung augenscheinlich in der Metzgerei seiner Mutter tätig wurde. Auch der Humor im Film kommt nicht zu kurz, wenn er auch manches mal etwas arg aufgesetzt und verkrampft wirkt, was sich aber eher der (deutschen) Synchronisation bzw. Übersetzung ankreiden lässt.

Mit ‘Transformers – Die Rache’ hat Paramount Pictures den Rekord der teuersten Produktion hingelegt. Steven Spielberg ist bei der Regie mit von der Partie, wenn er sich auch nur durch eine kleine Beratertätigkeit dezent im Hintergrund hält. Sein Name dürfte allein schon aus marketingtechnischen Gründen für den einen oder anderen Besucher relevant sein, und auch den Erfolg an den Kinokassen erklären, denn der kann sich sehen lassen: mit 590 Millionen Dollar wurde er zum bisher erfolgreichsten Film des Jahres 2010, und daran dürfte sich den Rest des Jahres nichts ändern.

Ganz interessant sind auch noch die Verquickungen zu diesem Streifen:
So wurde die Produktion erneut vom Spielzeughersteller Hasbro unterstützt, den Streitkräften der USA sowie zahlreichen Unternehmen, die im Gegenzug ihre Produkte mittels Product Placement im Film unterbringen konnten, darunter der Fahrzeugfabrikant General Motors.


Was bleibt?
Wer ein unterhaltsames, bombastisches Feuerwerk sucht kann bedenkenlos zugreifen. Wer neben Spannung etwas Tiefgang, Thrill, und eine anspruchsvolle Story sucht lässt die Finger davon. Ich habe mich an diesem Abend für das erste entschieden und wurde nicht enttäuscht.

Wertung: 8.0/10



Transformers: Revenge of the Fallen
Darsteller: Shia LaBeouf, Megan Fox, Tyrese Gibson, John Turturro, Josh Duhamel, Kevin Dunn, Julie White u.a. – mit den amerikanischen Stimmen von Hugo Weaving, Peter Cullen, Mark Ryan, Robert Foxworth, Anthony Anderson, Tony Todd
Regie: Michael Bay – Drehbuch: Ehren Kruger, Roberto Orci, Alex Kurtzman – Kamera: Ben Seresin – Bildschnitt: Roger Barton, Thomas Muldoon, Joel Negron, Paul Rubell – Musik: Steve Jablonsky – Visuelle Effekte: Richard Kidd
USA / 2009 – circa 150 Minuten


Preis: EUR 31,99 EUR
Neu ab: EUR 23,89 Auf Lager
gebraucht ab: EUR 18,98 Auf Lager
Erscheinungstermin:09.11.2009
 


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Bewertung: 8.0/10 (1 x bewertet)
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