Schmerz ist schön am Ende der Welt. Etwas anderes lässt die 2002 entstandene Cure Konzert DVD an Emotion fast nicht zu. Das Zelebrieren einer inneren Zerrissenheit. Aber ebenso wird es für viele eine Hommage an die 1980er sein.
Damals, als es noch kein Gothic gab, und die eher dunklen Klänge der The Cure als Postpunk oder Wave bezeichnet wurden. ‘A Forest’, ‘Lullaby’, ‘Boys Don’t Cry’ – seinerzeit kommerzielle Erfolge, die aber nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Schaffen von The Cure zeigen.
Wenn man als nicht eingefleischter Cure-Fan von Disintegration, Pornography und Bloodflower hört, wird man nicht mehr viel damit anfangen können. Doch der Einfluss von The Cure reicht lange schon bis in unsere Zeit herein. Robert Smith als Leader, makeuptechnisch immer noch Krisengebiet ist sich treu geblieben. Die Stimme unter den 20 prägnantesten weltweit zeigt auch nach rund 25 Jahre warum Charakter ein langer Erfolgsgarant ist.
2002 ist sie entstanden – passend dazu im dunklen November. An 2 Abenden im Berliner Tempodrom spielen The Cure ihre, nach eigenen Angaben, bandgeschichtlich 3 wichtigsten Alben im in einem Rutsch herunter. Etwas was bei Bands äußerst selten vorkommt. Ein rund 223 Minuten düsteres Gesamtwerk, das einen magischen, fast tranceartigen Klangteppich zaubert. Meiner Meinung nach ist das erste Set “Pornography” (von 1982) nicht allzu leicht zugänglich, besticht hier überwiegend ein instrumentaler Minimalismus. Anschließend nahtlos reiht sich das Disintegration Set (von 1989) ein. Quasi auf einer mystischen Wave-Wolke schwebend wird dort der Zuschauer/Zuhörer durch einen gruftig grünen Nebel gescheucht, um zum bittersüssen Ende hin, mit “The Same Deep Water as You” und “Homesick”, den Höhepunkt des universellen Weltschmerzes zu erleben….superschön :D..
Fast schon rockig und und in geradezu bester “Gute Laune Musik”, für ‘The Cure’ Verhältnisse versteht sich, geht es im Bloodflower Set weiter.
Die Bühneneffekte speziell die Lichtshow ist überwiegend ruhig gehalten und in wird in kühlen Farben präsentiert. Überwiegend blau, etwas rot, sehr stimmig, und unterstreicht nur, so wie es sein soll, die Musik. Bei der Band und besonders R. Smith hat man den Eindruck dass er schon immer da war und da ist wo er hingehört, harmonisch und eingespielt das Ganze.
12 Kameras kamen zum Einsatz, welche professionell die Stimmung vor und auf der Bühne einfangen. Auf Bildeffekte, wie z.B lange Ein- und Überblendungen wurde weitestgehend verzichtet. Interessante Interviews, ausschließlich auf Englisch, runden das Gesamtpaket ab. Während die beiden Zugaben “If Only Tonight We Could Sleep” und das wundervoll schrammende “The Kiss” – irreführenderweise als ‘versteckt’ deklariert, ein weiteres und letztes mal mehr die düstere Vormachtstellung der ‘Meister der theatralischen Melancholie’ unterstreichen.
Die Welt wäre leerer ohne ‘The Cure’. Meine Musiksammlung ebenso. Diese beiden DVDs sollte meiner Meinung nach nicht fehlen, denn für manche werden sie zu einer Zeitreise schon in dem Moment, in dem man die ersten Riffs erhört, für andere öffnet sich unter Umständen ein neues Universum songtechnischer Erfahrungen.
Gute Dolby Digital 5.1 Qualität, nicht ganz so druckvoll wie man sich es vielleicht wünschen würde, aber das stört den Gesamteindruck eher wenig, und sowohl DVD als auch Blu-ray Bildqualität lassen diesen Konzertmitschnitt auch visuell zu dem Besten der letzten Jahre werden.
Wertung: 8.0/10
The Cure – Trilogy
Darsteller: The Cure
Regie: Nick Wickham
Studio: Edel Germany GmbH
2003 – circa 223 Minuten
| Preis: | EUR 28,99 EUR |
| Neu ab: | EUR 14,76 Auf Lager |
| Erscheinungstermin: | 18.02.2009 |
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Paul Blart alias Kevin James, bekannt aus King of Queens wirft seine gesamte Körperfülle in diesen komödialen Streifen. Schon lange abgenutzt das Thema des dicken Tollpatsches. Klischeebedienend, auf Grund der bekannten, trivialen Nachmittagstalks, die das Thema “Dicksein” immer wieder dankbar als Lückefüller, oder gar zur Hauptsache erklären. Ich empfand Paul Blart in diesem Film eher als eine tragische Figur.
Es mag an Filmen wie Blair Whitch Project und Cloverfield liegen, daß immer wieder Filme versuchen mit ähnlichen Stilmittel an deren Erfolgen anzuknüpfen.Wirkten diese Filme durch den Dokumentationscharakter einer wackelnden Kamera, oder eines Handys noch originell, ist es bei Diary of the Dead gepflegt Langeweile, die sich bereits nach kurzer Zeit einstellt.














