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Kommentarblog zu den Systemnachrichten

Last seen (Movies) - Film Rezensionen

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The Cure – Trilogy (Movie/Konzert)

gepostet von PolitikBasis am 8 - November - 2009- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Amazon | The Cure - TrilogySchmerz ist schön am Ende der Welt. Etwas anderes lässt die 2002 entstandene Cure Konzert DVD an Emotion fast nicht zu. Das Zelebrieren einer inneren Zerrissenheit. Aber ebenso wird es für viele eine Hommage an die 1980er sein.
Damals, als es noch kein Gothic gab, und die eher dunklen Klänge der The Cure als Postpunk oder Wave bezeichnet wurden. ‘A Forest’, ‘Lullaby’, ‘Boys Don’t Cry’ – seinerzeit kommerzielle Erfolge, die aber nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Schaffen von The Cure zeigen.
Wenn man als nicht eingefleischter Cure-Fan von Disintegration, Pornography und Bloodflower hört, wird man nicht mehr viel damit anfangen können. Doch der Einfluss von The Cure reicht lange schon bis in unsere Zeit herein. Robert Smith als Leader, makeuptechnisch immer noch Krisengebiet ist sich treu geblieben. Die Stimme unter den 20 prägnantesten weltweit zeigt auch nach rund 25 Jahre warum Charakter ein langer Erfolgsgarant ist.

2002 ist sie entstanden – passend dazu im dunklen November. An 2 Abenden im Berliner Tempodrom spielen The Cure ihre, nach eigenen Angaben, bandgeschichtlich 3 wichtigsten Alben im in einem Rutsch herunter. Etwas was bei Bands äußerst selten vorkommt. Ein rund 223 Minuten düsteres Gesamtwerk, das einen magischen, fast tranceartigen Klangteppich zaubert. Meiner Meinung nach ist das erste Set “Pornography” (von 1982) nicht allzu leicht zugänglich, besticht hier überwiegend ein instrumentaler Minimalismus. Anschließend nahtlos reiht sich das Disintegration Set (von 1989) ein. Quasi auf einer mystischen Wave-Wolke schwebend wird dort der Zuschauer/Zuhörer durch einen gruftig grünen Nebel gescheucht, um zum bittersüssen Ende hin, mit “The Same Deep Water as You” und “Homesick”, den Höhepunkt des universellen Weltschmerzes zu erleben….superschön :D..
Fast schon rockig und und in geradezu bester “Gute Laune Musik”, für ‘The Cure’ Verhältnisse versteht sich, geht es im Bloodflower Set weiter.

Die Bühneneffekte speziell die Lichtshow ist überwiegend ruhig gehalten und in wird in kühlen Farben präsentiert. Überwiegend blau, etwas rot, sehr stimmig, und unterstreicht nur, so wie es sein soll, die Musik. Bei der Band und besonders R. Smith hat man den Eindruck dass er schon immer da war und da ist wo er hingehört, harmonisch und eingespielt das Ganze.

12 Kameras kamen zum Einsatz, welche professionell die Stimmung vor und auf der Bühne einfangen. Auf Bildeffekte, wie z.B lange Ein- und Überblendungen wurde weitestgehend verzichtet. Interessante Interviews, ausschließlich auf Englisch, runden das Gesamtpaket ab. Während die beiden Zugaben “If Only Tonight We Could Sleep” und das wundervoll schrammende “The Kiss” – irreführenderweise als ‘versteckt’ deklariert, ein weiteres und letztes mal mehr die düstere Vormachtstellung der ‘Meister der theatralischen Melancholie’ unterstreichen.

Die Welt wäre leerer ohne ‘The Cure’. Meine Musiksammlung ebenso. Diese beiden DVDs sollte meiner Meinung nach nicht fehlen, denn für manche werden sie zu einer Zeitreise schon in dem Moment, in dem man die ersten Riffs erhört, für andere öffnet sich unter Umständen ein neues Universum songtechnischer Erfahrungen.

Gute Dolby Digital 5.1 Qualität, nicht ganz so druckvoll wie man sich es vielleicht wünschen würde, aber das stört den Gesamteindruck eher wenig, und sowohl DVD als auch Blu-ray Bildqualität lassen diesen Konzertmitschnitt auch visuell zu dem Besten der letzten Jahre werden.

Wertung: 8.0/10



The Cure – Trilogy
Darsteller: The Cure
Regie: Nick Wickham
Studio: Edel Germany GmbH
2003 – circa 223 Minuten


Preis: EUR 28,99 EUR
Neu ab: EUR 14,76 Auf Lager
Erscheinungstermin:18.02.2009
 


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Bewertung: 8.0/10 (1 x bewertet)

Der Fluch der zwei Schwestern (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 6 - Oktober - 2009- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Amazon | Der Fluch der 2 Schwestern

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 6.0/10 (1 x bewertet)
Das Remake des südkoreanischen Films ‘A Tale of Two Sisters – adaptiert vom regieführenden Brüderpaar Charles und Thomas Guard -, kommt wenig inspiriert daher, gradlinig und etwas trivial. Auch wenn so mancher bemühte Twist einem bis zum Filmende etwas anderes vormachen möchte.

Von Gore Verbinskis The Ring, mit dem er immer mal wieder gerne in Verbindung gesetzt wird – und dessen Spannung und Düsterheit, ist er leider meilenweit entfernt. Die schwache Handlung, ähnelt der bekannten Thematik rund um die “böse Schwiegermutter”.

Allein die schauspielerischen Lichtblicke der Protagonistinnen Emily Browning als Anna, Elizabeth Banks als Rachael und Arielle Kebbe als Alex, retten den Zuschauer dieses Streifen vor der totalen geistigen Verdammnis. Und das hat nichts damit zu tun, dass diese auffallend viel nackte Haut zeigen. Nein, ehrlich nicht!

Zum Inhalt:
Anna kehrt nach einem Aufenthalt in einer Nervenheilanstalt, in die sie eingeliefert wurde als ihre schwerkranke Mutter bei einem Unfall verstarb, nach Hause zurück. Ihr Vater, ein Schriftsteller (David Strathairn), bandelte zwischenzeitlich mit der ehemaligen Pflegerin Rachael an. Argwöhnisch beäugt die pubertierende Anna nun diese Beziehung, und entwickelt zusammen mit ihrer älteren Schwester so manchen “Schluss”. Bekräftigt werden ihre Annahmen noch zusätzlich durch mehr oder weniger gruselige Geistererscheinung, die ziemlich eindeutig sind. Die intensiven Nachforschungen des Geschwisterpaares führt die beiden auf eine düstere Fährte.

Handwerklich ist der Film gar nicht mal schlecht gemacht, Kameraeinstellungen, Beleuchtung alles wirkt wie ein A-Klasse Movie, wenn er nur nicht an der allzu voraussagbaren Handlung kränkeln würde. Die kleinen Schockmomente wirken immer wieder wie eingestreut um den Zuschauer daran zu erinnern, dass es sich bei “Der Fluch der 2 Schwestern” gefälligst um einen Gruselthriller zu handeln hat. Würde der Film verstärkt die angeschlagene Psyche des Mädchens ausleuchten, könnten wir hier ebenso gut von einem sozialkritischen Krimi und der Problematik des amerikanischen Gesundheitswesens sprechen.
Was bleibt ist ein harmloser Film, der irgendwann achtlos im Abendprogramm auf Tele5 oder Kabel1 sein kurzes Dasein fristen wird. Schade eigentlich, die Damen sind wirklich hübsch. : )

Wertung: 5.0/10

Der Fluch der zwei Schwestern
Darsteller: Emily Browning, Elizabeth Banks, Arielle Kebbel u.a.
Regie: Charles Guard, Thomas Guard – Drehbuch: Craig Rosenberg, Doug Miro
USA 2009 – circa 87 Minuten


Preis: EUR 29,99 EUR
Neu ab: EUR 12,93 Auf Lager
gebraucht ab: EUR 9,76 Auf Lager
Erscheinungstermin:23.10.2009
 


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Bewertung: 7.0/10 (2 x bewertet)

Der Vorleser (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 17 - September - 2009- 3 KOMMENTARE

der_vorleser

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 6.0/10 (1 x bewertet)
Wer sich seinen Tag emotional eintrüben möchte, ist mit dem “Der Vorleser” bestens bedient, doch diese filmische Melancholiehascherei schrammt auch knapp am Kitsch vorbei.
Es ist gemeinhin bekannt, dass mit den Gräueltaten der Nazi-Vergangenheit erzählerisch dichte Stories machen lassen die ihre Wirkung beim Publikum nicht verfehlen, denn sensibilisiert, von Kindesbeinen an, lässt sich beim Zuschauer, fast wie auf Knopfdruck, die eine breite Palette gesellschaftlich akzeptierter und pädagogisch trainierter Emotionen abrufen. Sie dürfen von Abscheu bis hin zu Verständnis reichen. Immerhin.

Recht harmlos beginnt die zarte Liebesgeschichte des pubertierenden 15jährigen, gespielt von David Kross (Krabat,) der sich Hanna Schmitz (Kate Winslet) verliebt. Verbittert und verbiestert und sexuell ausgehungert schleppt die sich als Schaffnerin durch den Alltag der deutschen Nachkriegsjahre. So kommt ihr der 25 Jahre jüngere Michael als Lustknabe anscheinend ganz gelegen. Nebenbei ist er auch des Lesens mächtig.
Die Romanze währt einen Sommer lang. Prägend sicherlich für den jungen Mann: die erste Liebe. Das plötzliche Verschwinden Hannas dürfte schmerzlich für ihn gewesen sein, so daß seine nachfolgenden Reaktionen bei einem unschönen Wiedersehen mit Hanna, in einem Gerichtssaal, etwas verständlicher werden.
Ganz nachvollziehbar bleiben sie aber trotzdem nicht.
Der Zuschauer wird ab diesem Zeitpunkt mit der belastenden Frage nach nach Schuld und Vergebung beschäftigt. Vorbei für ihn die unbeschwerte Zeit der nackten kopulierenden Kate Winslet. Man wird sich dabei ertappen Verständnis aufzubringen, ob ihrer Naivität, und sie eventuell gar als Opfer der Siegerjustiz ansehen.
Ob das gewollt ist?
Nun gut, Zeitsprung: Der gealterte Michael, gespielt Ralph Fiennes, dürfte sich die Jahre nach der Verurteilung Hannas mit Schuldgefühlen herumgeschlagen haben, hat er dem Gericht doch wichtige Details und Tatsachen verschwiegen. So beginnt nun die Zeit eines Versuches seiner Wiedergutmachung. Sie bleibt aber unvollständig und tragisch.

Kate Winslet erhielt einen Golden Globe und einen Oskar für ihre schauspielerische Leistung in diesem Film. Durchaus zu Recht wie ich meine. Aber auch die anderen Darsteller liefern eine ordentliche Leistung ab.


Fazit:
Erzählerisch etwas zäh und streckenweise etwas langatmig ist der Film doch aufwühlend inszeniert und musikalisch passend untermalt, so daß er seine Wirkung nicht verfehlen dürfte. Die Damen halten die Taschentücher bereit und die Herren kehren ihren harten Kern raus.

Wertung: 6.0/10


Der Vorleser
Darsteller: Kate Winslet, David Kross, Ralph Fiennes u.a.
Regie: Stephen Daldry – Drehbuch: David Hare
USA 2008 – circa 119 Minuten


Preis: EUR 32,99 EUR
Neu ab: EUR 8,95 Auf Lager
gebraucht ab: EUR 7,05 Auf Lager
Erscheinungstermin:04.09.2009
 


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Bewertung: 6.0/10 (3 x bewertet)

Inglourious Basterds (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 1 - September - 2009- 1 KOMMENTAR

PolitikBasis | Amazon | Inglorious Basterds

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 9.0/10 (1 x bewertet)
Der neueste Streich Quantin Taratino weist einiges an Genialität aus, ein Spaziergang für den Zuschauer ist er deswegen aber nicht. Dort wird nichts beschönigt und kein Mantel der Dunkelheit dezent über die Gewaltszenen ausgebreitet. Dieser Film lebt von seiner Rohheit. So wie das Thema auch, denn die Nazizeit hat nichts anderes verdient. Die Spitzen jedoch werden immer wieder durch eine kräftige Prise Komik genommen, bewußt eingestreut, und dankbar vom Zuschauer angenommen, denn die Atemlosigkeit, die sich im Verlauf des Films einstellen kann, dürfte anstrengend werden.

Wer glaubt eine gewöhnliche Story rund um die pathetischen Taten einer alliierten Spezialeinheit zu bekommen, liegt genau so falsch wie ich als ich die Vorschau sah. Das ganze Geschehen weitet sich so stark aus, daß nichts Geringeres als ein fiktives Kriegsende möglich werden könnte. Das ist Quantin Taratino, und das ist auch ein Stück weit “From Dusk till Dawn”, an den mich “Inglourias Basterds” erinnert. Ziemlich abgedreht also. Schon der Vorspann ist ungewöhnlich. Die verschiedenen Schriftarten, vom Westernstil bis hin zum EuroTrash, sind als Andeutungen an die Hoch-Zeit des Italo Westerns der 1970er Jahre zu verstehen. So bedient sich “Inglourious Basterds” auch locker angelehnt an Enzo G. Castellaris: “Ein Haufen verwegener Hunde” von 1979.

Extrem dicht die Story, in Kapitel aufgeteilt, lebt sie besonders von den geschliffenen Dialogen die sich Zeit lassen, teilweise mit Untertiteln in der französischen Landessprache. Sie stören aber nicht, machen das Ganze noch etwas authentischer, wenn man davon überhaupt hier sprechen möchte.
Christoph Waltz in seiner Rolle als “Col. Hans Landa”, brillant: schwankt zwischen Komik, Süffisanz, Zynismus, Sympathie und den Zuschauern geht es entsprechend, fiebern mit den Opfern. Sein Auftreten ist Garant für das Gefühl gleich bei etwas Verheimlichten erwischt zu werden. :)

Überhaupt, die Auswahl an deutschen Schauspielern ist ein gelungener Griff wie ich meine. Daniel Brühl als Dieter Hellstrom spielt eine leichte Bräsigkeit die nur wieder zeigt, daß sich der Film, Gott sei Dank, selbst nicht allzu Ernst nimmt. Til Schweiger in der Rolle des Hugo Stiglitz, verdammt dazu den mürrischen Deutschen zu mimen, was ihm anscheinend Spaß macht. Diane Kruger spielt den Filmstar Bridget von Hammersmark, die Agentin, die im Treffpunkt der Kellerkneipe es immer wieder versteht das Ruder herumzureissen, wenn es darum geht die Tarnungen zu wahren. Traumhaft, Spannung pur!
Und so explosionsartig entlädt sich dann auch immer wieder die Anspannung, in brutal hecktischen Handlungen, wie erwartet, aber mit einer Intensität, die einen sprachlos werden lässt.

Und was mach Brat Pitt und die anderen alle? Brat Pitt als Anführer der “Inglourious Basterds” gibt den Gegenpart zu den Deutschen. An Rohheit stehen er und seine Kumpanen den Deutschen in nichts nach. Einzig ein “die haben aber angefangen” könnte sie in einem “etwas” besseren Licht erscheinen lassen und als Rechtfertigung für ihre blutigen Taten dienen.
Darum geht es in dem Film aber nicht, nur 2. rangig die Frage ob etwas gerechtfertigt sein könnte oder etwa angemessen. Denn das ist ein Quantin Taratino, der sich nahtlos einreiht neben Pulp Fiction, Kill Bill, Death Proof, nur mit einem Nazi/Hitler Thema eben.
“Das könnte mein Meisterwerk sein”, ist Brat Pitts letzter Dialog im Film, als er sein blutiges Werk betrachtet, und damit kann er ruhig für alle Akteure sprechen, denn damit hat er recht.


Fazit:
Auch wenn der Film durch sein 2-3 sehr gewalttätigen Szenen schlichte Effekthascherei betreibt, bleibt reichlich genug für einen äußerst unterhaltsamen Kinogang. Allein schon Christoph Waltz dürfte sich mit dem Film ein Denkmal gesetzt haben. Ein anderer “Hauptdarsteller” sind die brillanten Dialoge, die den Zuschauer jede Sekunde an die Lippen fesselt.
Kurz: Ganz großes Kino!

Wertung: 9.0/10



Inglourious Basterds
Darsteller: Brad Pitt, Mélanie Laurent, Christoph Waltz, Eli Roth, Michael Fassbender u.a.
Regie: Quentin Tarantino – Drehbuch: Quentin Tarantino
USA 2009 – circa 154 Minuten


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Bewertung: 8.5/10 (2 x bewertet)

Franklyn – Die Wahrheit trägt viele Masken (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 29 - August - 2009- 2 KOMMENTARE

PolitikBasis | Amazon | Franklyn

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Ihre Meinung zum Film:
Bewertung: 8.3/10 (3 x bewertet)
Ohh nein!, bitte nicht schon wieder einer dieser “Kunstfilme”, in dem der Regisseur sich komplett seinen ganz eigenen Interpretationen einer, für den Zuschauer verschlossenen Handlung hingibt, um ihn dann verwirrt und alleine zu lassen. So ging es mir in den ersten 60 Minuten des Fantasy-Films “Franklyn” des britischen Regisseurs Gerald McMorrow. Aber, es waren interessante 60 Minuten, getragen eben von dieser Hoffnung, daß das Ganze in einer logischen Auflösung enden möge.

Und ich wurde nicht enttäuscht, denn wer bis zum Ende durchhält, bekommt eine coole Story präsentiert.
Fantasy, wie auf dem Cover angegeben, ist dieser Film aber genauso wenig wie Science Fiction. Eine Klassifizierung die für diesen Film manchmal herumgeistert. Eher ist er anzusiedeln im Thrillergenre. Franklyn ist ein Episodenfilm. 4 Handlungsstränge sind miteinander verwoben und stiften gepflegte Verwirrung. Zusätzlich wechseln die Schauplätze zwischen dem London der Neuzeit, und der barocken, düsteren “Meanwhile-City”, einer von Religiosität beherrschten Parallelewelt. Dort kämpft der Atheisten Preest (R. Phillippe) einen einsamen und vermeintlich mutigen Kampf gegen gesetzestreue Schergen, beflügelt von dem Plan den “The Individual” auszuschalten. Ein Rachefeldzug, denn dieser “The Individual” soll nämlich ein kleines Mädchen auf dem Gewissen haben.
Hier kömmt der 2. Handlungsstrang ins Spiel, in dem ein Vater (B. Hill) in London seinen Sohn sucht, und auf die selben Leute trifft wie der Atheist Preest in Meanwhile-City.

Der 3. Handlungsstrang wird von der schizophrenen Kunststudentin Emilia (E. Green) ausgefüllt, deren Handlung nicht minder interessant ist; sie bekommt aber erst zum Ende des Films ihre Rolle in der ganzen Verflechtung zugeteilt. Last but not least haben wir noch den Milo (S. Riley), im 4. Handlungsstrang, der nach einer geplatzten Hochzeit einer Sandkastenliebe Sally hinterherläuft. Auch hier ist aber nicht alles in Butter und so wie es scheint. ;)
Es gibt Szenen, die auch am Ende nicht komplett aufgeklärt werden, wie die Rolle des Pristers im Obdachlosenheim. Glücklicherweise sind sie für das Verständnis am Ende nicht zwingend erforderlich. Schauspielerisch gibt es nichts zu meckern. Überzeugend werden die die interessanten Charaktere dargestellt, und nur manchmal schleicht sich bei mir das Gefühl ein, daß der Plot um “Meanwhile-City” mehr ein schmückendes Beiwerk ist. Aber nur manchmal, denn ob der Film ohne auch funktionieren würde, ist zweifelhaft. Auf jeden Fall würde er einen Teil seiner gelungenen Düsterheit verlieren.


Fazit:
“Franklyn” ist kein Film zum nebenbei schauen. Da ist negative Kritik schon vorauszusehen. Aber wer sich darauf einlässt bekommt einen ungewöhnlichen Film, jenseits vom gängigen Popkorn-Kino. Mir hat er gefallen, deswegen gibt es auch eine 8/10.

Wertung: 8.0/10



Franklyn – Die Wahrheit trägt viele Masken
Darsteller: Eve Green, Sam Riley, Bernard Hill, James Faulkner, Stephen Walters u.a.
Regie: Gerald McMorrow – Drehbuch: Gerald McMorrow
GB 2008 – circa 98 Minuten


Preis: EUR 19,99 EUR
Neu ab: EUR 9,99 Auf Lager
gebraucht ab: EUR 7,46 Auf Lager
Erscheinungstermin:20.08.2009
 


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Bewertung: 9.2/10 (5 x bewertet)

The Broken (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 24 - August - 2009- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Amazon | The BrokenThe Broken ist einer der Filme, die einen unbefriedigt zurück lässt, weil zum Ende hin einfach zuviele Fragen offen bleiben. Doch es gibt wesentlich schlechtere Vertreter seines Genres. Billig gemacht, im Sinne des Einsatzes seiner stilistischen Mittel und der Auswahl der Schauspieler ist er nicht.

Die Tiefgründigkeit von Spiegeln ist ein Thema, welches sich Regisseure, wohl immer mal wieder recht dankbar annehmen. Ihre Reflexionen lassen viel Platz für geheimnisvolle Illusionen und  ihr “was liegt dahinter” hat reichlich Raum für allerlei Fantastereien. Das The Broken an Edgar Allan Poes Kurzgeschichte “William Wilson” angelehnt ist, dürfte zweitrangig sein, denn so frei interpretiert bleibt davon ohnehin nicht viel übrig.
Unbeschwert kommt die Story daher. Geprägt von Arbeit, Alltag und Familienharmonie, schleicht sich langsam der Grusel in die Geschichte ein. Schockmomente, von denen es verhältnismäßig viele gibt, durchbrechen immer wieder die streckenweise lange Stille und bestehen zu großen Teilen aus dem Einsatz schriller Streichinstrumente, Geräuschen von sich öffnende Türen, tropfendem Wasser und Ähnlichem. Der Film lässt sich viel Zeit, und schmückt die spannenden Momente gekonnt mit reichlich Düsterheit aus. Das ist auch gut so, denn die Story gibt zwar schon viel her, ausgebaut wird sie aber nicht. Ob das ein Makel ist, ist schwer zu sagen, denn das tiefere Eindringen in die Sachverhalte könnte auch ebenso gut nach hinten losgehen und in zahlreichen Absurditäten enden. Platz genug ist dafür jedenfalls vorhanden. Zeit aber nicht, denn die junge Radiologin Gina (Lena Headey) kostet jeden spannenden Moment voll aus :), so daß für weitere Einzelheiten kein Platz mehr bleibt und der Film so manchen Zuschauer, inklusive mir, etwas ratlos zurück lassen wird.
Aber gut, gepflegter Grusel ist es allemal, auf die paar Splatterscenen hätte noch verzichtet werden können, wirken sie doch eher aufgesetzt und darum bemüht, den Anspruch unterstreichen zu wollen ein Horrorfilm zu sein. Nötig wären sie jedenfalls nicht gewesen.

Wertung: 6.0/10

The Broken
Darsteller: Melvil Poupaud, Richard Jenkins, Lena Headey, Ulrich Thomsen, Michelle Duncan u.a.
Regie: Sean Ellis – Drehbuch: Sean Ellis
Kamera: Angus Hudson
FR/GB 2008 – circa 88 Minuten

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Bewertung: 6.0/10 (1 x bewertet)

Mall Cop (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 19 - August - 2009- KOMMENTAR+

mall_copPaul Blart alias Kevin James, bekannt aus King of Queens wirft seine gesamte Körperfülle in diesen komödialen Streifen. Schon lange abgenutzt das Thema des dicken Tollpatsches. Klischeebedienend, auf Grund der bekannten, trivialen Nachmittagstalks, die das Thema “Dicksein” immer wieder dankbar als Lückefüller, oder gar zur Hauptsache erklären. Ich empfand Paul Blart in diesem Film eher als eine tragische Figur.

Doch worum gehts: Paul Blart hat noch nicht viel auf die Reihe bekommen in seinem Leben. Seine Freundin ist ihm weggelaufen, aus seiner Anstellung als Polizist ist auf Grund seiner krankhaften Hyperglykemie nichts geworden, und nun fristet er sein Dasein mit seiner Tochter und Mutter. Seine Anstellung als Kaufhaus Cop nimmt er übertrieben Ernst. Ein Großteil der, recht gut gelungenen Komik des Filmes basiert auf dieser Überspitzung. Wenn Paul Blart auf seinem Elektro-Scooter z.B. in bester Highway-Police Manier den rollstuhlfahrenden Kunden festsetzen möchte ist das schon komisch. Und so bleibt er auch den Rest Film über der AntiHeld. Satirisch werden immer wieder Actiongrößen aufs Korn genommen, Addabtionen an “Die Hard” oder “Rambo” z.B.
Eine zarte Liebesgeschichte darf natürlich nicht fehlen, sorgt sie doch zusätzlich für den dramaturgischen Zusammenhalt. Doch zuviel ist davon nicht zu erwarten, denn die Persönlichkeiten werden in keinster Weise herausgearbeitet. Sie erfüllen aber ihren Zweck.
Zum Ende hin wird natürlich alles gut, aber das ist bei einem 6+ FSK Film nicht anders zu erwarten. Routiniert und planvoll spult sich der Streifen unterhaltsam bis zum Abspann. Alles in allem eine durchwachsene Komödie, mit wirklich lustigen Szenen (das Wettessen), der immer wieder auch von schwachen Momenten geprägt ist. Die Ähnlichkeit seiner Partnerin Jayma Mays zu Leah Remini wurde mit erst auf den 2. Blick bewusst. Sie ist das ziemlich gute Pandant zu seiner Partnerin aus King of Queens. Warum etwas ändern was gut funktionierte, wird sich auch der Regisseur Steve Carr gedacht haben.
Der Film wurde in den USA gut angenommen, ungefähr $ 140. Mios wurden bis dato eingespielt. Ob er in Deutschland ähnlich gut ankommt hängt besonders von von der hiesigen Kevin James Fangemende ab, die nicht zu unterschätzen sein dürfte.
Alles in allem ist der Film kein Fehlgriff, wen man auf der Suche nach einem unterhaltsamen Movieabend ist.

Wertung: 6.0/10

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Shutter – Sie sehen dich (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 2 - Juli - 2009- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Amazon | Shutter - Sie sehen dichEntgegen der allgemein recht herben Kritik an Shutter, kann ich sagen, daß der Streifen schon einen näheren Blick wert ist. Aber ob, er mich ins Kino gelockt hätte glaube ich nicht.

Das hat aber mehr damit zu tun, daß ich ich 1. nicht der Kinogänger bin und 2. die thailändische Originalversion nicht kenne. Sollter der aber im Stile eines Ju-On – The Grudge sein, dürfte er schon spannungstechnisch um ein paar Längen besser sein, was aber nicht heißt, dass man sich mit dem Remake nicht gut unterhalten könnte.

Worum gehts? Von der Story her ist der Film zunächst nicht wirklich besonders, entwickelt sich aber im weiteren Verlauf zunehmend unerwartet.
Eine junge Frau wird auf dem Weg in eine andere Stadt von einem frisch verheirateten Pärchen des Nächtens überfahren. Sie ist am Unfallort nicht mehr auffindbar, so dass für die beiden das Thema zunächst abgehakt ist. Nun tauchen aber immer wieder Geistererscheinungen auf Fotos auf, und so nimmt bei weiteren Nachforschungen über den Verbleib und die Vergangenheit dieser Frau eine unheilvolle Entwicklung ihren Lauf.

Shutter merkt man an, daß es vom selben Team kommt, die auch “The Ring” kreierten. Dafür sorgt schon allein die “Übeltäterin”, die einem Schema F, der asiatischen Filme der letzten 10 Jahre, folgt: 20 Jahre, dunkle Haare, grauer Teint.

Es gibt einer Reihe guter, und spannender Momente, die von der stimmigen Musik und den pointiert gesetzten Geräuschen ordentlich unterstrichen werden. Gekonnt setzt der Film die unheimliche, dichte Story um, was auch der Verdienst von Joshua Jackson ist, den man nicht unbedingt aus Blockbustern kennt, sowie einer Rachael Taylor (See no Evil, Transformers), die eine gute schauspielerische Leistung abliefert.
Auch die anderen Protargonisten sind passend gewählt und zeigen damit einmal mehr, daß es sich bei “Shutter” nicht um eine billige Produktion handelt. In Deutschland mit 16.000 Zuschauern durchgefallen, spielte der Film in den USA seine Produktionskosten locker rein. Zu recht wie ich meine.

Zum Ende hin kommt der Film noch mal richtig in Fahrt und dreht die Story in eine unerwartete Richtungen. So vorausschaubar wie in den Kritiken oft behauptet wird, ist er dann meiner Meinung nach auch nicht. So ist auch das Ende schön düster und passt sich gut den vorausgegangenen, spannenden 120 Minuten an.

Wertung: 8/10

Shutter – Sie sehen dich
Darsteller: Joshua Jackson, Erica Leerhsen, David Denman, John Hensley, Rachael Taylor u.a.
Regie: Masayuki Ochiai – Drehbuch: Luke Dawson
USA 2008 – circa 89 Minuten

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Diary of the Dead (Movie)

gepostet von PolitikBasis am 17 - Juni - 2009- 1 KOMMENTAR

diary_deadEs mag an Filmen wie Blair Whitch Project und Cloverfield liegen, daß immer wieder Filme versuchen mit ähnlichen Stilmittel an deren Erfolgen anzuknüpfen.Wirkten diese Filme durch den Dokumentationscharakter einer wackelnden Kamera, oder eines Handys noch originell, ist es bei Diary of the Dead gepflegt Langeweile, die sich bereits nach kurzer Zeit einstellt.
So muß ich gestehen: Ich habe diesen Film irgendwann nicht mehr aufmerksam verfolgt.
Bei jeder Szene, die doch einmal meine Aufmerksamkeit erhaschte, ermüdete sie so plötzlich wie sie gekommen war, und konnte ich mich interessiert meiner anderen Tätigkeit zuwenden, wissend, dass ich ich nichts, aber auch gar nichts verpasse.

Der Film mag von George A. Romero sein, der Filme wie Day of the Dead herausbrachte, aber das ist wohl auch das einzige, was diesen Film vor der totalen Kritiker-Schmähung bewahrte. Von der Story ohnehin recht dünn angelegt, schaffen es leider auch nicht die farblosen Hauptdarsteller Spannung aufzubauen, die über die Splatterszenen hinausgehen. Bei einem Zombie Film, der ohnehin aus meist dumpf
dahertappsenden Leichnahmen besteht, die Schauspieler nach ähnlichen Gesichtspunkten auszuwählen, ist schon eine Schande.

So ist von dem Ende der zivilisierte Welt, in denen Metropolen zu Geisterstädten werden, wenig zu erfahren, oder zu sehen. Auch sind mir die Verhaltensweisen der Protagonisten zu oft nicht nachvollziehbar und wirken eher unrealistisch in Anbetracht der angeblichen Gefahr der überall lauernden hungrigen Zombies.

Doch genug der Kritik und um es kurz zu machen: Wer seine Zeit nicht verschwenden möchte, greift lieber zu einem anderen Film.

Fazit: Diarrhoe of the Dead

Wertung: 4/10

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