PolitikBasis

Kommentarblog zu den Systemnachrichten

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Ein kurzes Wort nur zu T. Sarrazin…

gepostet von PolitikBasis am 27 - August - 2010- 1 KOMMENTAR

Sarrazin faselt derzeit wieder verstärkt etwas von Nationalstaatlichkeit, während er in einem global operierenden Geldhaus sitzt, das sein Einnahmen und Renditen gerade aus den bestehenden globalen Verhältnismäßigkeiten generiert.
Das ist in etwa so konsistent, wie Sarha Wagenkenecht empört vorzuwerfen sie dürfe keinen Hummer essen weil sie etwas gegen Armut hat.

Die Sarrazin-Verehrer sollen mal das Brett vom Kopf nehmen als sich in allzu blinder Hingabe zu ihrem neuen Heilland zu verlieren. Sarrazin hat keine Bibel geschrieben sondern schürt zum Zwecke der ungestörten Gewinnoptimierung Ressentiments.
Wenn sich alle mal so ereifert hätten als Billionen von EUROs ausländischen Investoren hinterhergeworfen wurden und werden. Da sind die ganzen Befürworter Sarrazins aber alles kleine, stumme Lichter die die Suppe schweigend, im besten Fall grummelnd auslöffeln, bei Jobangst, Niedriglohn und Rentenarmut.

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PolitikBasis | Kapitalgedeckte

…denn sie sind keineswegs sicher, sondern eher ein Risikofaktor, der die Menschen in einer trügerischen Sicherheit wiegt. Sie fallen in sich zusammen, sobald Finanzkrisen auftreten oder bestehende nicht überwunden werden können – so wie die Letzte, und es werden noch mehr kommen. Seien Sie sich da sicher!

Ist Ihnen auch aufgefallen wie schnell das Thema der höheren Beiträge zur Krankenkasse aus den Medien schon wieder heraus ist – oder das letzte Sparpaket das durchgewunken wurde?
Sie sind aus der Berichterstattung zwar herausgenommen, aber beide dieser “Reformen” beinhalten weiterhin jene herben Schieflagen, die gerade untere Einkommen belasten und das sind noch nicht einmal Niedriglöhne, sondern durchaus solche, die bei Bedarf der Parteien als Mittelstandsgehälter gelten!

Diesmal sind es also die Krankenversicherungen (der Begriff an sich ist schon irreführend!), die zwar ihre Berechtigung hatten, die sie aber zunehmend verlieren, denn die Beitragszahlungen stehen immer weniger in Relation zu den Versicherungsleistungen.
Versicherungen jedoch müssen es sich leisten können Menschen abzusichern und das funktioniert nur in Wohlstandszeiten und Orten.

Deutschland ist aber immer weiter davon entfernt ein Wohlstandsland zu sein – auch wenn man Ihnen etwas anderes erzählen möchte. In diesem Sinne reduzieren Versicherungen ihre Leistungen und erhöhen gleichzeitig die Beiträge. Zurück bleibt ein Skelett, das den Menschen nur noch den Glauben lässt, Versicherungen heute wären in etwa vergleichbar mit denen von vor 20 oder 30 Jahren. Ein Anachronismus, wie sich immer mehr herausstellt, der gezielt aufrecht erhalten wird (dadurch, dass dieses Märchen von Generation zu Generation weitergegeben wird), um die steigenden Kosten und Beiträge möglichst klaglos von den Bürgern einnehmen zu können.

Dabei sind diese Versicherungen verstärkt nur noch ein Selbstzweck und als ABM-Stellen zu bezeichnen. Ebenso gut könnte eine “freie Hand des Marktes” die Versorgung des Menschen übernehmen – wenn sie es nicht sowieso schon täte. Denn spätestens wenn Versicherungen heute ihre Leistungen komplett einstellen, weil die Beiträge vornehmlich in dunklen Kanälen verschwunden sind, vor oder während einer Finanzkrise, wird wieder lapidar mit den “Gesetzen des Marktes” argumentiert. Sie sind dann einfach insolvent weil es angeblich zu viele gab, sie sich nicht am Markt behaupten konnte, oder sie schlicht schlecht geführt wurden. Die Beiträge sind verpufft und stellen sich als Zahlungen in eine leere Hülle heraus.

So könnte man das Unabwendbare viel schneller haben, in dem man die “Versicherungen” abschafft, bzw. die Zahlungen komplett einstellt und sich jeder einzelne überlegt wie und mit was er seine Zukunft mindestens genauso gut absichern kann. Eigenverantwortung kann man das durchaus auch nennen:

Echte Versicherungen bauen auf Werte auf, die mit Kapital nur wenig zu tun haben. Sie könnten eine größere Familie sein z.B., ein Stück Land, Bewegung, gesunde Lebensweise und ein moralisch-geistiges Wertesystem sein, dessen Fundament weit über das von schnödem Besitztum, Konsum und der Vergänglichkeit von Geld gebaut ist.
Bei der kompletten Abschaffung der “Versicherungen” würde auch das viel angesprochene Anspruchsdenken auf ein Minimum reduziert werden (aber die die darüber am lautesten schreien, leben am Besten, gerade davon), ebenso lässt sich Dekadenz nicht mehr weiter vorwerfen und die Versicherung würde nicht auf den unsicheren, weil kapitalabhängigen Füßen stehen müssen und würden sich somit eher die Bezeichnung Versicherung verdienen, als die Selbstbedienungsläden und der Selbstzweck der sie heute auszeichnet.

Warum dieser Schritt nicht getan wird? Weil eine weit vernetzte Branche fürstlich davon lebt Produkte anzubieten, welche rein auf Versprechen (Versicherungen) basieren, inklusive der politischen Entscheidungsträger. Ein Lügengebäude welches die Beitragszahler blendet.
Aber auch die Angestellten sind Nutznießer – durch eine gewisse Arbeitsplatzgarantie gekauft und dadurch natürlich Pro-Versicherung eingestellt. Aber wer wolle es ihnen auch verübeln, denn wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing. Nur “sicher” macht das heutzutage niemanden mehr.

Zusätzlich herrscht bei vielen noch der Glaube in den Köpfen, dass man ohne “Versicherung” doch nicht durchs Leben kommen könnte. Ein Trugschluss natürlich, denn wenn diese Art der Versicherung wegfällt, so bilden sich automatisch neue Strukturen, die den Menschen das geben was ihnen ein ähnliches Gefühl der Sicherheit gibt, wie die zum Scheitern verurteilten Versicherungskonstrukte jetzt. Denn stärker ist die psychologische Komponente einer Versicherung, als die tatsächliche Absicherung.

Deswegen fordert die PolitikBasis die komplette Auflösung kapitalabhängiger Versicherungen und die Einstellungen jeglicher Zahlungen an diese unsicheren Blendwerke! Besonders sei hier sowohl die Arbeitslosenversicherung genannt, als auch die gesetzliche und privaten Krankenversicherungen. Denn solange wir erleben wie Aschewolken, drohende Bankencrashs oder ähnliche wirtschaftsgefährdende Ereignisse, zu denen alle möglichen erklärt werden können, sämtliche Sicherheiten zu Fall bringt, müssen wir uns weiterhin davon distanzieren Versicherung als solche zu bezeichnen und sie noch mit Beiträgen in bester Sozialstaatsmanier zu subventionieren.


Bis zum nächsten Mal!
Ihre PolitikBasis.

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Wenn Finanzkrisen keine sind

gepostet von PolitikBasis am 29 - Juni - 2010- KOMMENTAR+

Ja, so macht Fußball Spaß: 11 Personen, über mehrere Ecken dem geographisch mitteleuropäischen Raum zugeordnet, liefern den hier ansässigen Menschen, genannt Bürgern, das Sommermärchen Weltmeisterschaft.
“Deutschland” nennt sich dieser lockere Spielverbund. Doch zusammengesetzt ist der aus verschiedensten globalen Begebenheiten.
Diese kollektive Verbundenheit bricht sich unter anderem Bahn im Schwenken dessen, was sich Nationalflagge nennt und die Farben der jeweiligen Stammeszugehörigkeit repräsentieren. Ein Anachronismus jedoch, der den Menschen auch teuer zu stehen kommt. Die globalisierten Märkte scheren sich nun mal nicht um eine vom Nationalstolz geschwellte Brust. Nur als Werkzeug dienen diese Emotionen und finden ihren kläglichen Höhepunkt in den 3 großen Lettern der Überschrift einer Zeitung : WIR.
Wofür dieses Wir-Gefühl aber benutzt wird, wird einem jeden auch ganz schnell wieder bewusst, wenn Experten und Institute von der Gefahr eine erneuten “Finanzkrise” sprechen:

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hat vor einer neuen Finanzkrise gewarnt. Sie fordert eine rasche Sanierung der Staatsfinanzen.

Welt Online: Notenbank-Experten warnen vor neuer Finanzkrise »

Nun muss man sich genauer anschauen was eigentlich aus der 1. Finanzkrise wurde, um Rückschlüsse auf den Begriff “Krise” zu ziehen (an dieser Stelle sei Ihnen unser Artikel: Nur echte Sozialromantiker schreien “Krise” empfohlen)

Laut aktueller Pressemeldungen brachte diese merkwürdige 1. Finanzkrise mehr Millionäre hervor als es vorher gab:

Die Zahl der Vermögenden ist weltweit wieder auf dem Niveau von 2007 – Konzentration des Reichtums nimmt zu.

Welt Online: Millionäre haben die Krise abgehakt »

Das ist schon bemerkenswert und es schleicht sich einmal mehr der Verdacht ein, dass die ängstlichen Augen derjenigen die von “Krise” sprachen und sprechen einer Irrationalität geschuldet sind, die dem Bürger mehr als befremdlich vorkommen vermag.
Eins jedoch ist klar: Für diese Personenkreise scheint die Bedrohung äußerst real zu sein. Der Verlust von Prestige und materiellen Gütern, lässt so manchen Zeitgenossen Krisen sehen wo keine sind.
Dabei ist das Hauptproblem, dass diesen Krisen eine tief greifende, reinigende Wirkung fehlt und den Begriff “Krise” als völlig unangemessen dastehen lässt. Er ist somit auf lange lange Zeit, als ernst gemeinten Hilferuf, verbrannt und schmälert deutlich die Motivation nochmals helfend tätig zu werden, oder wenigstens in den flehenden Chor weiterer, angeblich alternativloser, Rettungspakete mit ein zu stimmen.


Ihre PolitikBasis.

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PolitikBasis | Verfassungsschutz

Politische Alternativen stehen immer links oder rechts wenn Führungen sich zur Mitte erklären. Dieser simple Satz ist Grundgerüst für die Steuerung und Manipulation politischer Entscheidungsbildung.
Schließt sich ihm noch ein Satz an, der auf: “… wird vom Verfassungsschutz überwacht” endet, schleicht sich fast augenblicklich und automatisch bei vielen Bürgerinnen und Bürgern ein ungutes Gefühl ein, gerade so, als ob sie oder er sich mit falschen Gedanken auf zukünftiges Handeln, oder vergangene Taten, wie z.B. dem Wählen (von Links oder Rechts), von Papi oder Mammi hat erwischen lassen.
Völlig zu Unrecht: Viel mehr ist das ein Zeichen einer überbordenden Autoritätshörigkeit, die sich Medien und politische Führungen immer wieder zu Nutze machen. Eine Schlagzeile reicht da schon um das gewünschte Ergebnis hervorzurufen, zweitrangig ein begleitender Text, der noch so aufklärerisch sein kann – er wird nicht mehr wahrgenommen werden:

Innenminister Thomas de Maizière kündigt an, der Linksextremismus werde zu einem Schwerpunkt der Arbeit des Verfassungsschutzes.

Welt Online: Verfassungsschutz nimmt Linksextreme ins Visier »

Bezeichnend, dass gerade jetzt diese Institution “Verfassungsschutz” wieder besonders aktiv wird. Lauthals und großflächig wurde gerade erst der Einsatz einer Splitterbombe verkündet die 15 Polizisten verletzt haben soll und 2 davon sogar schwer.

„Die Krise heißt Kapitalismus“ richtete sich gegen das Sparpaket der schwarz-gelben Bundesregierung. Überschattet wurde der Aufzug vom Wurf einer Splitterbombe, die zwei Polizisten schwer verletzte.

SZ-Online: Splitterbombe verletzt bei Demo gegen Sparpaket 15 Polizisten »

Was davon aber jetzt, rund 7 Tage später noch übrig bleibt, ist ein Böller und 3 Tatverdächtige, die laut Innensenator Körting schon wieder freigelassen wurden, weil ein Tatverdacht für die Untersuchungshaft nicht ausreichte.

Bei dem Sprengkörper soll es sich um pyrotechnisches Material gehandelt haben, das professionelle Feuerwerker benutzen, aber nicht um einen sogenannten Polenböller oder einen selbst gebauten Explosionskörper.

Der Tagesspiegel: Sprengsatz war doch keine Splitterbombe »

Kleine, kaum Aufmerksamkeit erweckende Artikel revidieren die zahlreichen Zeitungsenten der ersten Tage und aus den ersten hysterischen Aufschreien sind jene kleinlauten Äußerungen geworden, die von aufmerksamen und politisch interessierten Beobachtern bereits erwartet wurden.

Dass die Gewaltbereitschaft in Zeiten eines wirtschaftlichen Niedergangs steigt, ist nicht verwunderlich und hat nicht unbedingt etwas mit Linksextremismus zu tun. Vielmehr handelt es sich um eine generelle Störung des allgemeinen Zusammenlebens, für die eigentlich ein Grundgesetz geschaffen wurde. Seine permanente Aushöhlung und allzu lockere Auslegung jedoch führt zu einem Verfall.

Sieht man den Verfassungsschutz nun als das was er ist, nämlich als keinesfalls unabhängig, relativiert sich seine Funktion und sein nach außen hin seriöses Auftreten als vermeintlicher Gralshüter der sich “Schützer der Demokratie” nennt deutlich: Er unterliegt schlicht dem jeweiligen Innenminister und ist damit ein (Macht)Organ der Exekutive. Dass er in diesem Sinne die politischen Entscheidungen auch durchzusetzen hat, degradiert ihn zum einfachen Werkzeug einer politischen Dramaturgie.
Sein Einsatz in den Medien verkommt also zunehmend zu einem Instrument der Einschüchterung, Abschreckung und zur Blockade anderer politischer Strömungen. Er dient in erster Linie verstärkt der Diskreditierung politischer Gegner (z.B. bei der Linkspartei) und stellt sich so immer mehr als Hemmschuh nötiger Veränderungen heraus und kann, wenn er und jeder einzelne Bürger nicht aufpasst, diktatorische Strukturen unterstützen. Tragischerweise wurden auch aus seinen eigenen Reihen bisher keine Widerworte gefunden, die seine zugeteilte Rolle kritisch hinterfragen.

Doch ihn erst zu dem Instrument zu machen – dazu gehören immer mindestens zwei: So hebt der allzu ehrfürchtige Umgang mit dem “Verfassungsschutz” diesen auf ein so hohes Podest, dass er erst dadurch seine Macht erhält. Dabei wäre die bessere und passendere Reaktion, das nächste mal wenn Sie diesen Satz hören oder lesen: “… wird vom Verfassungsschutz überwacht” nicht etwa eine erschrockene Abwendung, sondern gerade eine aufmerksame Hinwendung zu jenen, die von ihm verfolgt werden. Denn dort könnten sich tatsächlich Wege befinden, die z.B. eine Finanzkrise nicht erneut geschehen lassen, oder die die exorbitanten Staatsverschuldungen zukünftig in Formen bringen, die einem gesellschaftlichen Verfall Einhalt gebieten. Dass das natürlich nicht jedem schmeckt ist klar, sollte aber einen gerade deswegen nicht davon abhalten.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und bis zum nächsten Mal.
Ihre PolitikBasis.

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PolitikBasis | Shopping

Ja, Sie haben richtig gelesen, die PolitikBasis hat eine Neuerung erhalten: Ein Onlineshop » ist es, der Ihnen ab jetzt zur Verfügung steht. Auf Basis der Amazon API und deren Artikel findet sich hier nun ein reichhaltiges Angebot verschiedenster Interessengebiete: Filme, Musik, Bücher und Software lassen sich schnell und einfach finden. Erreichen tun Sie ihn immer oben über den Menüpunkt “Shop” in der Navigation.

Derzeit im Shop voreingestellt ist der Begriff “Schuldenkrise”, aber lassen Sie sich davon nicht beirren: “Finanzkrise” tritt zwar als Begriff in den Medien immer mehr in den Hintergrund – ein Normalzustand, so es den überhaupt geben kann, ist damit aber noch lange nicht erreicht. Die Schulden sind nur in einem sogenannten Sparpaket auf besonders die unteren Ebenen der gesellschaftlichen Hierarchie abgewälzt. Für manche scheint die Sache damit schon erledigt, frei nach dem Motto “aus den Augen aus dem Sinn”, doch mitnichten: nur weil in der Öffentlichkeit nicht mehr darüber gesprochen wird, ist nicht plötzlich alles in Ordnung:
Griechenland ist pleite, Spanien wackelt und Italien rutscht auch schon ganz aufgeregt auf den Planken herum. Die Bürger dieser Staaten sind Opfer einer Finanzkrise und nicht einer Schuldenkrise, wie man der Öffentlichkeit jetzt weis machen möchte.
Gut, dass es da die PolitikBasis gibt, die solche Vorgänge immer wieder chronologisch dokumentiert! :D
Also aufgepasst: Das Kind hat nur einen neuen Namen bekommen und in den Nachrichten und Talkshows wird zukünftig vermehrt von “Schuldenkrise” die Rede sein. Die Verantwortung liegt aber natürlich weiterhin bei den Finanzmärkten. Nach der Finanzkrise ist demnach auch wieder vor der Finanzkrise, oder haben Sie in letzter Zeit wieder mal etwas von den großartigen Finanzmarktregeln gehört nach denen alle geschrien haben, als die Hütte am brennen war. Nein? Na sehen Sie: Da wollen sich wohl ein paar klammheimlich davonzustehlen.

Es lohnt sich also auch nach anderen Begriffen wie z.B. “Politik” zu suchen, oder “Finanzkrise” oder ähnlichem. Eine umfangreiche Büchersammlung sollte dabei ein breites Interessenspektrum abdecken. Selbstverständlich stehen Ihnen dabei auch alle anderen Kategorien zur Verfügung.


Noch ein wichtiger Hinweis zu den Angeboten im Shop:

Alle bei der PolitikBasis vorgestellten Bücher und Artikel sind bei Amazon und/oder Marketplace erhältlich bzw. gebraucht vorbestellbar. Wir möchten ausdrücklich darauf verweisen, dass wir auf die Verfügbarkeit der Angebote und deren Lieferzeiten, weiterhin auf die Richtigkeit der Angaben sowie auf die Preisgestaltung, keinen Einfluss haben.

Viel Spaß und bis bald!
Ihre PolitikBasis.

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Günther Jauch – Hausfrauen halten ihn für intellektuell

gepostet von PolitikBasis am 14 - Juni - 2010- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Günther Jauch

4:0 – Deutschland im Siegestaumel, jedoch: wir wollen nicht ganz vergessen was auf den Bürger noch neben den WM-Spielen zukommt: Eine “Haushaltsabgabe” ist das, was sich die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten jüngst ersonnen haben.
Ein allgemeine, pauschale Abgabe in Höhe von ca. 17,98 EUR. Noch. Ob ein Fernseher vorhanden ist, oder ob es “nur” ein Internetanschluss ist:

Ab 2013 soll jeder Haushalt für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zahlen.

Focus: Was die Haushaltsabgabe bringt »

Unerheblich scheint dabei, dass das Angebot des Internets aus einer unendlichen Vielzahl an Leistungen (Webseiten) verschiedenster internationaler Anbieter, Privatpersonen und Unternehmen besteht, mit denen die öffentlich-rechtlichen Anstalten rein gar nichts zu tun haben. Eine Abgabe auf eine Art Angebot, das also nicht einer eigenen Leistung entspringt und damit so schwammig ist, dass eben nur der Eindruck bleibt, dass es ausschließlich um ein dreistes Abgreifen von Geldern geht.

Doch kommen wir zum eigentlichen Thema:

Der jüngste Einkauf des ARD wird wahrscheinlich auch nicht billig gewesen sein – Günther Jauch: Der fleischgewordene Inbegriff neuer deutscher Miefigkeit, von der Presse hochgejubelt und von so mancher Hausfrauen tatsächlich für intellektuell gehalten. Gar vom “Bundespräsidenten der Herzen” ist dort unlängst die Rede. Aber üben wir uns in Nachsicht: Springerpresse hatte schon immer gewisse Probleme mit der Realität und der Wahrheit.
Zumindest scheinen die Medien, allen voran die Presse, langsam aber sicher zu merken, dass sie den Status eines weitreichenden, meinungsschaffenden Mediums schon seit einer ganzen Weile verlieren. Den in der Vergangenheit so gerne verwendeten Pauschalisierungen, die in Superlativen oft vom “ganzen Deutschland” sprachen – wenn es etwas zu vermelden (und zu hypen) gab, weicht zunehmend einer trotzigen Abgrenzung gegenüber der wachsende Zahl von Kritikern, Oppositionellen und Andersdenkenden. Nicht jeder hat es nun mal gern, als “Wir sind Papst” oder “Wir sind Lena” in einen Topf mit einer tumben Masse, die die Medien so gerne hätten, geworfen zu werden.

So grenzt die Presse eine gesellschaftliche Schicht ab und versucht sich damit gleichzeitig als Qualitätsjournalismus zu verkaufen. Doch dieser Schuss kann auch nach hinten los gehen, gerade dann, wenn die Identifikationspersonen so gar nicht angenommen werden wollen:

Gerade erst hat das bürgerliche Deutschland seinen Siegeszug mit Lena Meyer-Landrut gefeiert, da kann es schon wieder einen Zugang auf der Habenseite vernehmen: Günther Jauch kommt vom „Unterschichtenfernsehen“ heim ins Lager der öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme.

Welt Online: Günter Jauch, Bundespräsident der Herzen »

Wenn Lena und Jauch also ernsthaft die bürgerliche Antwort auf eine Unterschicht sein soll, dann möchte ich nicht wirklich zu den “Bürgerlichen” gehören.
Was nun also?

Ist Herr Jauch für die Demokratie eine gute Wahl? Die Assoziationen, die mit dem “Quizmaster” Günther Jauch geweckt werden, stellen politische Talkshows zukünftig auf eine Stufe mit der Trivialität von Gewinn- und Ratespielen. Hier kann uns keiner erzählen, dass das nicht geplant wäre. Den Verantwortlichen dürfte also durchaus klar sein, das der Ausweitung des Prekariats und der weiteren Verflachung einer politischen Meinungsbildung so kein Einhalt geboten wird. Die Krokodilstränen, die zukünftig “Experten, Forscher und Ökonomen” darüber wieder vergießen, können sie sich schon wieder sparen.

Zusätzlich wird an einer Schlüsselposition – nämlich in den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendungen, eine Person installiert, die allein auf Grund ihrer bisherigen Tätigkeit als “Millionärsmacher” einige Schwierigkeiten haben dürfte kritisch, oder zumindest neutral, und überzeugend(!) die wirtschaftlichen Vorgänge zu betrachten, zu kommentieren und auch unangenehme Fragen zu stellen. Sein Verbleib bei RTL, über seine neue Tätigkeit hinaus, hinterlässt jedenfalls ein “Geschmäckle”, dass den Ausschaltknopf am Fernseher wieder einmal mehr zu einem dringenden Gebot werden lässt und einer allgemeinen geistigen Hygiene dient.

Ihre PolitikBasis.

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Nicht vergessen: Demo 12. Juni 2010
in Berlin und Stuttgart!

gepostet von PolitikBasis am 8 - Juni - 2010- KOMMENTAR+

Diese Demonstrationen stehen unter dem Motto: Wir zahlen nicht für eure Krise!

Die PolitikBasis wird natürlich wieder mit von der Partie sein und live direkt vor Ort berichten.
Was werden wir nur wieder alles erleben?
Etwa wieder den Einsatz von Agent Provokateurs wie 2007 in Heiligendamm sowie die (anzunehmenden) unzähligen Male zuvor und danach, die nicht aufgedeckt wurden und immer im Heimlichen passierten und auch immer wieder passieren könnten, oder wieder üble Provokationen wie damals im Schanzenviertel? Oder wird es ähnlich ablaufen wie jüngst zum 1.Mai – oder sagen wir lieber “zur verhexten Walpurgisnacht” ;-)?


Motto:
Wir zahlen nicht für eure Krise!
Gemeinsam gegen Erwerbslosigkeit,
Kopfpauschale und Bildungsabbau!

Wann:
Samstag – 12. Juni 2010 – 12.00 Uhr

Wo:
Berlin – Rotes Rathaus
Stuttgart – Innenstadt


Wird die Staatsmacht auch weiterhin auf dem Boden des Grundgesetzes bleiben, oder im Zuge der angespannten Situation an den Kapital- und Finanzmärkten zu Mitteln greifen, die direkt und unwillentlich in die Grauzone zwischen Demokratie und Diktatur führen?

Es wird spannend und wir werden sehen!

Bis bald – Ihre PolitikBasis.

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Sparpaket die 100ste

gepostet von PolitikBasis am 7 - Juni - 2010- 9 KOMMENTARE

Es ist mal wieder so weit: Ein dolles Sparpaket ist auf den Weg gebracht und soll um die 6 Milliarden jährlich einsparen. Vornehmlich bezahlt werden diese Summen aber durch die Opfer der Finanzkrise, die durch die verfehlte Wirtschaftspolitik ins Trudeln geraten sind. Lohnarbeitsplatzlosigkeit mit anschließender Überführung in den eigens dafür geschaffenen Niedriglohnsektor inklusive. Dafür wird dann aber wieder von “Jobwunder” geschwafelt werden können und von dem “Mantra des ewigen Wachstums”, das aber merkwürdigerweise immer nur mit weiterem Verzicht von im wirtschaftlichen Niedergang befindlichen Bevölkerungsschicht funktioniert. Seltsam oder nicht? Nun, das Einzige was stetig wächst, ist im Grunde genommen nur die Weltbevölkerung, auf die die vorhandenen Ressourcen verteilt werden wollen. Aber bleiben wir beim Thema:

Die Regierung hat sich auf die Eckpunkte des größten Sparpakets in der bundesdeutschen Geschichte geeinigt. Schon jetzt regt sich Widerstand.

Welt Online: Weite Teile des Rekord-Sparpakets stehen »

Ca. 7 Milliarden Euro Sparpotential stehen also 1.790.322.189.895 Euro an Verbindlichkeiten gegenüber. Hier bekräftigt sich nur wieder die bekannte These, dass diese Schulden nicht bezahlt werden sollen oder könnten, sondern ausschließlich bedient. Auch ist die Terminologie eine völlig falsche, wenn in Nachrichten z.B. von “Schuldenabbau” die Rede ist. Ausschließliche eine “Nettoneuverschuldung” ist das Ziel und hat nichts mit dem Abbau von Schulden zu tun, sondern die Höhe der Neuverschuldung fällt nur geringer aus. Da ist noch kein Cent zurückgezahlt worden und die Zinsen steigen so weiter ins Unermessliche.
Ohnehin werden solche (Spar)Versprechen, ähnlich wie z.B. Rentenversicherungen wieder einkassiert, spätestens, wenn die nächste Finanzkrise, oder Immobilienkrise, oder eine andere Blase vor der Tür steht, oder irgendwelche mehr oder weniger systemrelevante Unternehmen Drohungen aussprechen, wie jüngst die Flugunternehmen, die auf Grund der Aschewolken schon mal den Wunsch nach (Sozial-)Staatsleistungen ansprechen:

Swiss-Chef Hohmeister rechnet damit, dass einige Fluggesellschaften einen erneuten Vulkanausbruch keine 14 Tage überleben würden und dies ganz schnell auch die heimische Industrie empfindlich treffen würde: „Das wird auch für die Volkswirtschaften zu erheblichen Problemen führen. Darauf müssen sich die Politiker einstellen. Wenn man das Thema Vulkanasche ernst nimmt, dann müssen die Politiker in Europa über mögliche Handlungsalternativen nachdenken und nicht nur über Asche-Grenzwerte in der Luft.“

Welt Online: Für viele Fluglinien wird die Luft dünn »

Schon klar, wer will heute noch auf das billige Fliegen verzichten. Nur wird jeder sich dafür wiederum Dekadenz vorwerfen lassen werden können, was aber kein Problem wäre, wenn sich der Einzelne dann auch als Teil des Problems wahrnimmt und nicht immer mit dem Finger auf andere zeigt um von seiner Mitschuld abzulenken. Und somit entlässt die PolitikBasis seine Leser ausdrücklich nicht einfach so aus der eigenen Verantwortung! Stichwort: BP’s Bohrloch und die Ölkatastrophe. Ihr wollt ÖL – ihr bekommt ÖL. Was da passiert nennt sich Kollateralschaden.
Tja und so sitzen wir nun auf diesem Schuldenberg und irgendwie ergreift mich das Gefühl, dass das Wort “Schuld” und die Haftung aller dafür, doch nicht so ganz abwegig ist. Auch wenn dieses Sparpaket ohnehin nur wieder Makulatur – und nicht das Geld wert ist auf dem es verfasst wurde und einfach nur dazu dient so weiter zumachen wie bisher. Also: Volldampf voraus!

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Facebook und die Privatspähre

gepostet von PolitikBasis am 28 - Mai - 2010- KOMMENTAR+

Hat sich Facebook mit seinen letzten Änderungen bezgl. der Einstellungen zur Privatsphäre einerseits zwar dem Druck einer Öffentlichkeit gebeugt, aber damit nicht auch gleichzeitig selbst ins Knie geschossen?

Facebook hat ein Einsehen: Firmenchef Mark Zuckerberg hat neue Optionen vorgestellt, mit denen die Nutzer die Weitergabe ihrer Daten zumindest einfacher steuern können. Damit sollen Datenschützer und Politiker beruhigt werden, die harsche Kritik an Facebook geübt hatten.

SPON: Facebook-Chef zeigt neue Datenschutz-Optionen »

Irgendwie wird der Hintergedanke einer großen wachsenden Gemeinschaft in dem Moment obsolet, in dem jeder andere Personen (Freunde genannt) aus seinen Pinnwandeinträgen ausschließen kann. Somit wird zwar etwas gewahrt was sich Privatsphäre nennt, andererseits jedoch wird die Fläche eingeschränkt Gemeinsamkeiten gerade zwischen weniger vertrauten Personen zu finden. Allzu leicht fällt der einzelne User nun wieder auf alte und vermeintlich schützende Verhaltensmuster zurück und schlägt den Weg des geringsten Widerstands ein: simpler Ausschluss rückt für ihn wieder als Möglichkeit verstärkt in den Fokus.

Dabei wäre gerade die stärkere Ausrichtung und eine offensive Öffnung seiner Pinnwandeinträge für seine Gemeinschaft der bessere Weg gewesen. Besser jedenfalls als Mauern, Verstecken und ein Rückzug in den inneren Zirkel der sich “Privatsphäre” nennt.
Schade darum und ich glaube für diese Veränderungen war und ist Facebook von Anfang an nie gedacht und auch nicht gemacht worden. Denn letztendlich können wir dann wieder ICQ oder Skype verwenden und so wird das, was sich nun “Verbesserung” nennt, eher zu einem Schritt rückwärts. Doch ganz unschuldig ist auch der User dabei nicht, hat er sich doch von einer medialen Panik anstecken lassen, bei dem nun jeder meint, dass der “Informationsaustausch” zwischen ihm und einer Person X eine größere, schützenswerte und tragende Relevants hat als das, was er letztendlich und in den allermeisten Fällen doch nur ist: schlichter Smalltalk. Dabei sollte hier eigentlich Selbstbewusstsein die tragende Komponente sein mit der der User an die Sache herangeht.
In dem man etwas über sich Preis gibt können auch Schwächen ausgemacht werden, aber: So what! Ist es nicht besser diese aufrecht zu tragen, als permanent zu versuchen sie zu verstecken, wobei dann aber immer noch zusätzlich die Angst und imaginäre Gefahr besteht “aufzufliegen”, und man sich mitunter eher als Getriebener einer gesellschaftlichen Norm wiederfindet, eher als das was einen freien Mensch ausmacht.


Ihre PolitikBasis.

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