PolitikBasis

Kommentarblog zu den Systemnachrichten

Archiv für die ‘Gedankensplitter’ Kategorie

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Ja wer hätte das gedacht: Da wähnt sich der brave Bürger seit Jahrzehnten im Mittelstand, erfüllt Tag für Tag seine Pflicht und lässt sich unter anderem von der FDP zum stolzen Leistungsträger erklären, bekommt aber spätestens dann den Dolch in den Rücken beim Eintritt in sein Rentendasein.

“Ruhestand” wird das in der einschlägigen Presse auch gerne genannt, mit dem Hintergedanken, dass die Argumente für Nullrunden dann einfacher zu verkaufen sind: Wer Ruhe haben möchte, fällt halt aus dem Leistungsprinzip heraus und braucht damit auch nicht auf Geld zu hoffen:

Eine gute Nachricht für die rund 20 Millionen Rentner in Deutschland: Die 2009 gesunkenen Löhne wirken sich nicht auf die Renten aus. Nach alter Gesetzgebung hätten die Renten rückwirkend gekürzt werden müssen. Doch das erspart ihnen ein kurz vor Ende der letzten Legislaturperiode beschlossenes Gesetz.

WeltOnline: Arbeitsministerium verkündet Nullrunde für Rentner »

Ein gute Nachricht? Ähnlich klang es bereits 2002 als von einem guten Tag für die Arbeitslosen in Deutschland gesprochen wurde. Wo Deutschland jetzt, 8 Jahre danach steht, brauchen wir Ihnen wohl nicht mehr zu sagen.

Vielleicht haben sich auch schon viele in ihr Schicksal ergeben und sind mit ihren abgesenkten Löhnen und prekären Arbeitsverhältnissen dort angekommen wo das mediale Trommelfeuer einer “Neuen sozialen Marktwirtschaft” sie hin haben wollte.

1. Der Trick:

Abgesenkter Lebensstandart ohne dem Gefühl das etwas fehlt oder etwas verloren wurde, ist der Trick, mit dem das Bedürfnis etwas Verlorenes zurück haben zu wollen gestoppt wurde und wird.

Oder glaubt jemand die Generation der heute 20 – 25 jährigen wüsste noch, dass sie noch vor 30 Jahren mit ihrer Hände Arbeit ein Eigenheim hätte erwerben können, eine Familie allein ernähren und ein nennenswerten Rentenanspruch hätte erwerben können.
Wer einmal geleckt der weiß wie’s schmeckt ist über die letzten Jahre erfolgreich aus den Köpfen der Menschen verbannt worden und ist die einzige Leistung, die sich die Parteien auf die Fahne schreiben dürfen. Es ist weder Ausdruck eines überlegenen Wirtschaftssystems, einer großartigen Leistung von Politik und Parteien oder einer sogenannten Demokratie geschuldet, sondern vielmehr der Sieg einer immer mehr perfektionierten Verkaufspsychologie und werbetechnischer Manipulation. Schulden gibt es genug, daraus eine Überlegenheit abzuleiten ist konstruiert.

Dass das alles bisher recht problemlos funktionierte ist für die Herrschenden nun Beweis genug anzunehmen auf dem richtigen Weg zu sein und so möchte diese Clique ihre Vorstellung von “Demokratie” in andere Länder exportieren: Irak, Iran, Afghanistan etc. wurden und werden sturmreif geschossen für die Etablierung des für sie bequemen Systems welches ihre Macht nicht so leicht in Frage stellt.

2. Das eigene Verhalten:

Natürlich darf sich jeder irgendwann fragen welchen Beitrag er dazu geleistet hat und wird vielleicht zu der bitteren Erkenntnis kommen, dass sein klagloses Funktionieren zu der Zementierung der Machtverhältnisse beigetragen hat und auch weiterhin beiträgt. Sein Leben immer wieder in die Obhut zweifelhafter Personen zu geben und ihnen die Entscheidung darüber, manifestiert sich mit jeder “Wahl” aufs Neue und stellt den Beweis dar entweder dekadent-bequem zu sein, oder jemanden zu brauchen der einen, entgegen der eigenen Prämisse von Freiheit und Eigenverantwortung, durchs Leben führt, oder Beides.

“Ja aber ich habe doch Familie und Kinder, wie soll ich die denn ernähren?” Das ist ein Argument das immer wieder auftaucht. Doch ist das nicht gerade rühmlich, denn 1. ist das ein Beweis wie weit man sich in eine Abhängigkeit hineinmanövriert hat und 2. wird das immer als Schwäche oder Dekadenz ausgelegt werden können. In diese Defensive geraten, werden Sie zum leichten Opfer.

Davon lebt eine gesamte Versicherungsbranche, wie eben auch diese gesetzliche Rentenversicherung, die dem Kunden ein Rundum-Sorglos-Paket verkauft, welches es in Zukunft nie im Leben geben wird. In Zeiten wirtschaftlicher Rezession sowieso nicht, weil die Wirtschaft Ihr Geld verbraucht welches sie sich durch z.B. kalte, verschleierte Enteignung holt. Und nichts anderes sind diese Nullrunden, weil sie die Inflation nicht kompensieren können. Die Zahlungen in irgendwelche Rentenkassen können Sie also glatt einstellen, denn der vereinbarte Generationenvertrag ist einseitig aufgekündigt worden.

3. Was Sie brauchen:

Was Sie im Alter zukünftig brauchen ist demnach Geld und nicht “Rente”.
Fallen Sie also nicht weiter auf das dubiose Rentengerede von Versicherungsexperten, Ökonomen und Wissenschaftlern in Nachrichten herein. Von Politikern ganz zu schweigen.
Aber selbst dann kann niemand sicher sein, denn ein Währungsschnitt würde auch diese Vorsorge zunichte machen.

Alternativen? Nun, als besonders solide haben sich seit je her Sachwerte und ein funktionierendes Familiengefüge herausgestellt.

“Nachher ist man immer schlauer” Ja das ist man, aber unter der dicken Schicht einer verkleisterten Konsumwelt ist der Blick auf das Wesentliche fast zwangsläufig versperrt worden. Gewollt ist es, denn gut gelebt wurde davon und damit. Dass einige das nun als Dekadenz werten ist wahr aber platt wie so vieles, was aus diesen Reihen kommt. Als Vorwurf ist es schlicht nicht geeignet.

4. Was es zu verändern gilt:

Der erste Schritt zur Veränderung, hin zum Besseren, ist die innere Kündigung des Einzelnen mit diesem Staat, denn sie macht unabhängig und befreit den Geist von verkrusteten Vorstellung ebenso, wie sie den Nutznießern das Wasser abgräbt immer nur so weiter machen zu wollen wie bisher!

Ihnen alles Gute!

Ihre PolitikBasis.

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Frau Käßmann unter Pharisäern

gepostet von PolitikBasis am 24 - Februar - 2010- KOMMENTAR+

Frau Käßmanns Alkoholfahrt schlägt hohe Wellen. So hoch, dass sie schon gar nicht mehr als angemessen gelten können:

Mit Spannung wird auf das Ergebnis der nächtlichen Krisenberatung der Evangelischen Kirche in Deutschland gewartet. Ein Nachfolger stünde bereit, doch bisher will Käßmann nur die rechtlichen Konsequenzen tragen. Unklar ist auch, wer ihr männlicher Beifahrer war und somit nichts gegen die Alkoholfahrt unternahm.

Kirchenrat entscheidet über Käßmanns Zukunft »

Denn wer ist schon Frau Käßmann? Nicht mehr als ein unparteiisches Bauernopfer um von Rüttgers und Westerwelle abzulenken. Der Mob will Köpfe rollen sehen, und so bietet sich diese Frau halt an, um den Drang nachzugeben.

Wenn alle die so laut aufschreien mal mit sich selbst ähnlich kritisch und hart vorgehen würden wenn es um Steuerbetrügereien geht, sähe die Republik tatsächlich anders aus.
Aber so entsteht letztendlich wieder nur der Eindruck einer pharisäerhaften Gesellschaft, die sich vor lauter Dekadenz selbst nicht aus dem eigenen Sumpf ziehen wird, und somit den Kelch ihres eigenen Niedergangs bis zur bitteren Neige austrinken wird.

Ihre PolitikBasis.

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Das Hotelprivileg birgt einen höchst unsozialen CharakterDass das Hotelprivileg in einschlägigen Kreisen auf eine breite Zustimmung trifft, ist nicht verwunderlich. Doch wie es mit allen Subventionen, finanziellen Erleichterungen und Sozialhilfen ist, hat auch diese Steuererleichterung einen Pferdefuß. Und so birgt auch dieses Privileg einen höchst unsozialen Charakter.

Wie Frau Dorothea Siems in ihrem Kommentar schon ganz richtig anmerkte, ist wahrlich nicht alles was sozial anmutet auch wirklich als solches zu bezeichnen. Was die Dame bei dem HartzIV- Personenkreis anprangert, und damit auf eine recht breite Zustimmung trifft, wird bei dem Thema der Hotellerie nicht hinterfragt oder bedacht, oder es wird schlicht nicht angesprochen.

So hieß es für den erstgenannten Personenkreis:

Doch vieles, was sozial aussieht, hat höchst unsoziale Folgen, weil es die Arbeitslosen ruhigstellt, anstatt sie zu aktivieren.

Aber dieser Satz ist nicht unbedingt durchdacht, denn er ist ein Universalsatz. In ihm müssen immer nur ein oder zwei Wörter ausgetauscht werden, und er behält, trotz vermeintlich anderem Kontext, seine Richtigkeit.

Verändern wir ihn z.B. in diese Richtung:

Doch vieles, was sozial aussieht, hat höchst unsoziale Folgen, weil es die Hotellerie ruhigstellt, anstatt sie zu aktivieren.

Er ist immer noch gültig, wenn wir davon ausgehen, dass Unternehmen in einer Marktwirtschaft sich permanent in diesem Markt behaupten müssen, um ihre Daseinsberechtigung unter Beweis zu stellen, und Platz machen sollten, wenn ihre Leistung den Anforderungen nicht entspricht.


Doch woran liegt es, das dieser Satz in seinem Kern universell ist?

Es ist ein Satz, der schlicht das Leistungsprinzip fokussiert. Unternehmen unterliegen den selben Mechanismen wie jedes Individuum. Sie haben ebenso den Hang zur Bequemlichkeit wie jeder einzelne Mensch. Der Markt mit seinen Konkurrenten ist ein unbequemes Pflaster: ständig muss man sich verschiedensten Angriffen erwehren, Pakte schmieden und zusehen, dass man nicht der Unterlegene ist. Es ist ein Kampf und er ist auch teilweise mühsam, und nicht viel anders ist es am Arbeitsmarkt.
Fängt nun eine Gesellschaft an in die Mechanismen einzugreifen mit z.B. Sozialhilfen, Subventionen, Steuervergünstigungen oder Rettungspaketen – die ja auch immer von der Gemeinschaft getragen werden, greifen diese somit immer massiv in den Markt ein.
Selbstverständlich wird diese soziale “Hilfe” gerne von jeder möglichen Institution und Privatperson in Anspruch genommen, von Unternehmen, Banken, Familien, Pensionären, Vollzeitarbeitern, Firmen etc.pp., also allen möglichen erdenklichen Personenkreisen. Sie stellen jedoch eine Erleichterung dar, die einer Bequemlichkeit Vorschub leistet. Diese führt dazu, dass im nächsten Schritt keine Veränderung mehr angestrebt wird.
Am Status Quo soll sich dann nichts mehr ändern, ein Abbau von ehemals zugebilligten Privilegien kommt dem Untergang des Abendlandes gleich, und das Ergebnis ist ein völlig vermauerter und verfilzter Lobbyismus, anstatt ein wirklich “freier Markt”. Wir sind nun bereits an diesem Punkt.

Wir sehen also: jede Form von vermeintlicher “Hilfe” führt zu unsozialen Verwerfungen und greift direkt in eine Auslese ein, die nach einem darwinschen Prinzip funktioniert. Sie wird in der heutigen Zeit, etwas moderner, gemeinhin als “Markt” bezeichnet.

Und so kommt es nun auch, das die Herrschaften des Weltwirtschaftsgipfels in Davos völlig ratlos dasitzen, und nicht wissen was sie mache sollen um den nächsten Crash zu verhindern. So wirkt ihre Rettung mit Milliarden von Dollar und Euros zwar dringlich, aber nur wenig hilfreich:

Wie lässt sich die Welt gerechter gestalten, ohne dass alle ärmer werden? Muss die Marktwirtschaft neu erfunden werden, oder geht es nur um die gründliche Wartung eines Systems, das sich bewährt hat? Schlüssige Lösungsansätze gab es dazu in Davos kaum.

WeltOnline: Magere Ergebnisse in Davos »

Aber auch hier lässt sich mit diesem Satz zeigen, wo die Versäumnisse liegen. Würde man hier konsequent ansetzen, würde diese Krise überwunden, ebenso wie die Gefahr einer weiteren gesenkt:

Vieles, was sozial aussieht, hat höchst unsoziale Folgen, weil es das Banken-/Finanzsystem ruhigstellt, anstatt es zu aktivieren (zu verändern).

Man hat es ihnen wesentlich zu einfach gemacht. Fordern wurde gänzlich außer acht gelassen, so dass sie von einer Aktivierung, die nach echten Lösungen sucht, meilenweit entfernt sind. Von den Hartz-Funktionen lässt sich also auch einiges problemlos auf Unternehmen, Banken oder Wirtschaft generell übertragen, weil diese den selben Mechanismen der angeprangerten Bequemlichkeit und Starre unterliegen.
In diesem Sinne: Danke Frau Siems.

Ihre PolitikBasis.

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Omnipräsenz: Jack Wolfskin & The North Face

gepostet von PolitikBasis am 18 - Januar - 2010- 1 KOMMENTAR

wolfskin_logoJa, ich bekenne mich zur Ablehnung von Jack Wolfskin und The North Face!

- Werft mich in Ketten, werft mich in den Kerker! -

Ich weiß, Freunde werde ich mir damit nicht machen, doch der Drang mich nicht einreihen lassen zu wollen ist stärker. Anscheinend widerstehe ich damit einem Trend, der große Teile der Bevölkerung erfasst hat. Wie fremdgesteuert scheinen diese armen verwirrten Menschen, und in in Massen treten sie auf: In der U-Bahn, auf der Straße, im Café. Keinen Blick kann man wenden, kein Auge riskieren, ohne an dem Logo eines Jack Wolfskin oder eines North Face hängenzubleiben. Furchtbar. Frei nach dem Motto: Wir sind zwar alles totale Individualisten, erkennen uns aber an unseren Uniformen, präsentieren die Träger stolz, dass sie einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppierung angehören – wollen?
Doch zeigen sie damit nicht noch mehr?

Ist diese schiere Überpräsenz nicht eher schon ein Grund von diesen Herstellern nicht zu kaufen.
Denn: möchte ich so sein wie die anderen, das selbe tragen, mich kategorisieren lassen in eine bestimmte Konsumentenschicht? Definitiv nicht!
Mag sein das die Qualität gut ist, aber muss ich mich deswegen zur wandelnden Litfaßsäule machen, und mit dem Erwerb allen anderen zeigen, dass ich ein Lappen bin, der einem simplen Gruppenzwang, bzw. einer Gruppendynamik erlegen ist, und auch ansonsten leicht manipulierbar? Das ist ja fast schon gefährlich! (des nächtens. z.B., oder wenn es um eine politische Entscheidungsfähigkeit geht.)

Ich sage NEIN!
Geht dieser Hype anderen ähnlich gegen den Strich, oder bin ich nur ein einsamer Rufer in der Wüste!?

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teens_2Unter Umständen liegen die Gralshüter der persönlichen Daten schlicht falsch, wenn sie von sensiblen Daten sprechen. Die juristischen Waffen der Bundesbehörden für den Datenschutz, im Kampf gegen Datenmissbrauch scheinen ohnehin stumpf, oder kommen gar nicht erst zum Einsatz, weil die Daten schon lange vorher auf irgendeine Weise erhoben wurden.

So ist der jüngste Fall des Datendiebstahls bei SchülerVZ auch weniger spektakulär als einem die Medien weiß machen möchten.

Im Internet kursiert eine Vielzahl an Datensätzen, die illegal aus SchülerVZ kopiert wurden. Dem Blog netzpolitik.org wurden nach eigenen Angaben mehr als eine Million davon zugespielt. Der Verzeichnis-Betreiber bemüht sich, den Schaden einzudämmen.

Quelle SPON: Datenpanne drängt SchülerVZ in die Defensive »

Etwas ganz anderes zeichnet sich ab:
Der vermeintlich allzu lockere Umgang, gerade bei jungen Menschen mit ihren Daten, hat nicht unbedingt etwas mit Unbekümmertheit oder Naivität zu tun, sondern zeigt auch die Möglichkeiten die eine Flucht nach vorne birgt. Denn gerade das vorsätzliche umfangreiche Veröffentlichen seiner Daten könnte auch Ausdruck einer neuen Art Gelassenheit sein, die den älteren Generationen eher fremd ist. Die bauscht nämlich das Thema ganz gewaltig auf, so dass gerade bei den jungen Leute entweder die bekannte Trotzhaltung einsetzt, oder eine Unbekümmertheit, die ‘den Alten’ ihre verkrusteten Denkweisen vorhält. Ein Ausdruck von Stärke also, und dem festen Glauben an die eigene Unverwundbarkeit wie ihn nur die Jugend hervorbringen kann.

So werden Informationen die jeder preisgibt, und wir sprechen hier vom 100sten Partybild, kulinarische Vorlieben und dem Geknutsche pubertierender Jugendlicher, auch mit zunehmenden Maße für den Normalbürger uninteressant, weil schlicht eine Übersättigung stattfindet. “Das macht doch jeder” ist dann jenes Credo, das irgendwann ein solches Vorgehen als eher langweilig und zur Normalität werden lässt. Und einen Namen und die Adresse von Personen zu haben ist nun wahrlich in etwa so besonders, als wen in einem Dorf einen sowieso jeder kennt. Denn das macht die Informationsgesellschaft in einer globalen Welt aus. Jeder kennt jeden. Nicht unähnlich dem gesellschaftlichen Zusammenleben wie es noch vor wenigen 100 Jahren stattfand, als die Leute noch vermehrt in Dörfern lebten.

Zeitenwende, die Maßtstäbe haben sich verändert. Entweder sind wir global oder nicht. Und wenn es wirklich zu Datenmissbrauch kommt, geschieht das eher im Namen einer kapitalistischen Hochfinanz, die sich auf Grundlage dieser Daten neue Einkommensmöglichkeiten und Strukturwege verschaffen will, und nicht weil AB in London den Namen und die Adresse von XY in Bangladesh hat. Die ist nämlich für den Normalbürger ziemlich uninteressant, ebenso wie das Argument, dass Daten von jungen Mädchen und Jungen zugänglich wären. Wer dahingehend aktiv werden wollte, könnte sich ebenso gut problemlos in seiner Nachbarschaft ans Werk machen und sich z.B. an die Schule stellen und so den Wohnort ermitteln, und sonst was. Und auf diese Idee sind diese Leute schon lange vorher gekommen.
Die Vehemenz mit der dieses Thema am köcheln gehalten wird ist auch generell heuchlerisch, denn mit den Daten verdienen mit Sicherheit auch jene Personenkreise, die laut auf die Gefahren hinweisen. Dabei sind diese Daten schon länger Bestandteil eines globalen Marktes, der Arbeitsplätze schafft, für Steuereinnahmen sorgt und den technischen Fortschritt ordentlich am laufen hält. Unumkehrbar die Entwicklung, und was bleibt ist entweder die Flucht nach vorne, oder in permanenter Angst vor Datenmissbrauch zu leben. Aber je mehr man daran festhält, desto größer wird sie, und so bleibt letztendlich auch ein Interesse an diesen Daten.

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Sarrazins “Ehrlichkeit”

gepostet von PolitikBasis am 14 - Oktober - 2009- 2 KOMMENTARE

Eine Anmerkung rund um den Wirbel um Sarrazin:

Wenn hier im Lande so viele auf Sarrazins “Ehrlichkeit” anspielen, und sie sie für besonders bemerkenswert halten – so voll des Lobes wie viele derzeit sind, warum kann er euch dann nicht mal ganz ehrlich erzählen, wie das gierige Gewinnstreben von Banken und Anlegern, inklusive des eigenen Verhalten des Bürgers, die Finanzkrise auslöste und wieder eine auslösen wird, und euch mal ganz ehrlich erklären, dass dieses Zinssystem nur ein Knebel ist, um die Mehrheit gefügig zu halten, und Krisen auf diese Art systemimmanent sind, – und es damit ein Präkariat erst hervorbringt -, auf dem er immerzu herumreitet.

Ob Sarrazin es schafft “Ehrlichkeit” weit über die billige Effekthascherei durch simples Schüren von Ressentiments zu hieven!?

Sollte Thilo Sarrazin zurücktreten?

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Ergebnis »

Und wir wollen nun eins auch nicht vergessen: Sarrazin lebt doch gut auf Kosten des sowohl ausländischen, als auch des inländischen Präkariats. So, wie auch wir gut auf Kosten der ärmeren Bevölkerungen in der Welt leben, von Chinas Hungerlöhnen bis Indiens Kinderarbeit.
Das ist auch ehrlich und die Wahrheit. Nur die wird er wohl nicht über seine Lippen bekommen.

Bei einem Horst Köhler der, wenn er vom Monster spricht, wird weggehört, darüber hinweg gegangen, ignoriert und verharmlost, quer durch die Bevölkerung; so, dass sich letztendlich ohnehin nur der Eindruck bestätigt, dass die meisten “die Wahrheit” doch gar nicht ertragen können.

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Der (Sozial)Staat erwürgt sich mit seinen eigenen Händen

gepostet von PolitikBasis am 13 - Oktober - 2009- KOMMENTAR+

Ganz sicher können wir nicht sein, dass die Wähler der CDU/FDP Regierung wirklich verstanden haben was auf sie zu kommt wenn die FDP die Regierungsbeteiligung erhält.
Anders kann man sich das Geziehe und Gezerre nicht erklären, das zwischen CDU und FDP derzeit abgeht. Von Subventionsabbau war und ist die Rede, von einem überbordernden Sozialstaat und dem Abbau des gleichen.

Doch anscheinend dämmert es erst jetzt so manchem dieser Wähler, dass sie ja selbst permanent Nutznießer dieses von ihnen bisher immer verpönten Sozialstaates sind, und keinesfalls die Leistungsträger, für die er oder sie sich bisher gehalten haben.

Die Steuerreform muss zum Markenkern der schwarz-gelben Koalition werden, wenn Deutschland, wie von der Kanzlerin prophezeit, gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgehen soll. Die Sozialsysteme, allen voran das Gesundheitswesen, dürfen nicht länger mit Steuermilliarden subventioniert werden.

Welt Online: Der deutsche Staat muss schlanker werden »

fdp_altes_wahlplakatAlleine, ganz eigenverantwortlich, funktioniert es nunmal nicht, sondern nur im Verbund und in Solidarität mit der gesamten Gesellschaft, bis hinunter in das Präkariat. Da reicht auch nicht das beschwörende Wiederholen von ‘Eigenverantwortung’, denn die gibt es ohnehin nur sekundär. Primär wird die nämlich nur getragen durch ein stabiles Fundament einer Gemeinschaft, genannt Staat, in dem sich jeder eben nicht eigenverantwortlich verhält, sondern sich an bestimmte Regeln und Gesetze hält, weil einem die ganze Chose sonst permanent um die Ohren fliegen würde. Anders gesagt: die Eigenverantwortung darf natürlich nicht so weit gehen z.B. Land in Besitz zu nehmen um sich ganz eigenverantwortlich selbst zu versorgen, oder sich von einer Schuldenlast loszusagen die dem Einzelnen von anderen aufoktruiert wurde. Doppelmoral at its best!

Den Staat schlanker machen heißt Sozialabbau, und für den der es nicht kapiert heißt das auch: Subventionsabbau. Denn Subventionen sind nun mal nichts anderes als Sozialausgaben, auch wenn der eine oder andere meint, dass seine aus Subventionen geschaffenen Niedriglohn-Arbeitsplätze irgendwie besonders sozial wären.
Pustekuchen, sind sie nämlich nicht. Das ist ‘Eigenverantwortung’ ad absurdum. Erst die Leute dort hineinpressen und dann zusehen wie sie sich als Aufstocker zum Bittsteller machen, ist genauso widersprüchlich wie die CDU/FDP zu wählen und dann den Schwanz einzuziehen, wenn die Konsequenzen dafür gezogen werden sollen.

So wird das nix in diesem Land. Der Staat wird sich mit seinen eigenen Händen erwürgen, weil sich zu viele Personenkreise, die finanziell gerade eher oberhalb anzusiedeln sind, von den Medien und der Presse instrumentalisieren lassen, und auch noch in das laute substanzlose Gequake vom roten Schreckgespenst das allen alles wegnehmen will, und überhaupt ganz furchtbar ist, mit einstimmen.

Was bleibt ist der Eindruck, dass diese bürgerlichen ‘Mitte’ aus lauter kleinen Hosenscheißern besteht, die aus Angst vor Veränderung immer wieder auf das Gesabbel ihrer Parteien hereinfallen, um im Endeffekt, durch die Hintertür, die Politik zu bekommen, die sie bei den, von den Medien plakativ bezeichnet, und somit eher imaginären ’sozialistischen Linken’ davon abhält sie zu wählen.
Ätsch!

Immer wieder beweist diese Wählerklientel, dass sie extrem leicht zu beeinflussen ist. Parolen aus dem letzten Jahrhundert, – aus einer Zeit in der nicht nach den gesellschaftlichen Lösungen gesucht werden musste, die heutzutage anstehen, weil die Globalisierung nicht eine solche war, wie sie heute eine ist -, sind ihre hilflosen “Argumente”.

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dialogImmer wieder werden wir von der PolitikBasis gefragt, was unsere Vorschläge zur Verbesserung des Systems sind, und ob wir uns nicht zu stark auf das Kritisieren konzentrieren, ohne konkrete Vorschläge zu machen. Zu erwidern gibt es dann von unserer Seite oft einen recht einfachen Satz: “Politik beginnt im Kopf” – abgeleitet von dem “Veränderungen beginnen im Kopf”:
Wir tragen ihn besonders dann vor, wenn wir in politischen Gesprächen merken, daß unsere Gesprächspartner anfangen im starren linken und rechten Lagerdenken zu verharren und all das, was ihnen in Jahrzehnten an Argumentationsketten antrainiert wurde abzuspulen. Da ist wild von “den Roten” und “den Braunen” die Rede, mit dem Begriff “Kommunismus” wird herumhantiert und reichlich weiteren, an dern Haaren herbeigezogenen Vergleichen.
Von einem liberalem Geist ist dann dort meist nichts zu spüren.

Oft beginnen diese, zu einfältigen Monologen tendierenden Diskussionen rund um den Begriff “Schmarotzertum” und/oder HartzIV, und was man alles mit den Subjekten, die angeblich anderen permanent auf der Tasche liegen, so gerne machen würde. Das bereits damit der geistige Brandsatz für ein braunes Denken gelegt wurde, das nicht minder extrem ist, als das, was oftmals als “links” bezeichnet wird, wird mit einer ganzen Reihe anderer, argumentativer Ungereimtheiten ausgeblendet. Meist folgt nach diesem “Wunschzettel”, die von Arbeitslagern bis zu öffentlichen Prügelstrafen reichen ein großes relativierendes “ABER”, auf das ein ganzer Schwall von Ausnahmen herunter gespult wird, um deutlich zu machen, daß man doch nicht der Unmensch ist, den andere annehmen könnten zu sein. Die Ausnahmen reichen dann von alleinerziehenden Müttern, über die Personen die in HartzIV geraten, z.B.- nach 20 jähriger Berufstätigkeit, gesundheitlich Angeschlagene, und und und. Und wenn man dann fragt, wie viel denn dann noch überhaupt übrig bleiben, die nicht von diesen Ausnahmen betroffen wären, erntet man oftmals Schweigen. Das mag zwar in dem Moment recht wohltuend sein, zeigt aber auch gleichzeitig die Art Hilflosigkeit und die nur gering ausgeprägten Fähigkeit zur Selbstreflektion, die sich durch das gesamte Gespräch zieht.

Lenkt man es anschließen auf die Generierung von Kapital durch Kapital, ist ein der folgende Satz, mit großer Wahrscheinlichkeit, einer der nächsten: “Sie liegen anderen aber nicht auf der Tasche”.

Das klingt beim ersten Hören ganz richtig, (so ein Satz könnte auch von der Bildzeitung kommen), aber die Generierung von Kapital, ohne reale Werte schaffende Arbeit ist auch wieder nur ein Motor für technische Innovationen und gesellschaftliche Veränderungen um teure, lohnintensive Arbeiten maschinell ausführen zu lassen, um: 1. äußerst produktiv zu sein, 2. um Kosten zu sparen, um 3. Rendite zu erwirtschaften um 4. von abhängiger Arbeit befreit, sein Dasein zu fristen, und evtuell: 5. ganz auf Arbeit zu verzichten. ;-)

Aha, spätetens hier schließt sich dann der Kreis, und das ganze mühsam aufgebaute Argumentationsgebäude stürzt in sich zusammen.

Denn, wenn man selbst nicht für seinen Lebensunterhalt arbeitet, es jemand anderes tun muß, scheint vielen so unmöglich einzugestehen.

Letztendlich bringt dieser Kreislauf also genau das hervor was unter dem großen Begriff “Schmarotzertum” bezeichnet werden kann. Das Argument andere durch Kapital arbeiten zu lassen, um es selbst nicht zu tun, ist anschließend nicht minder schwierig. Lässt sich dieser Begriff doch dann auch auf den Geldadel z.B. anwenden.

Was nun regelmäßig folgt, ist das wenig konsistente: “Aber um dieses Kapital anzuhäufen, dafür wurde (in der Vergangenheit) gearbeitet!”.
Nun, das wissen wir aber nicht, wir mutmaßen es höchstens. Es kann auch ebenso gut sein, daß es durch Unrecht erwirtschaftet wurde. Es ist sogar höchst wahrscheinlich. Auf dem Rücken anderer erwirtschaftet quasi. Die Geschichte zeigt immer wieder Beispiele, und sie reichen von der territorialen Vertreibung der Ureinwohner Amerikas, über das Sklavenhaltertum im römischen Reich, bis zur Zwangsarbeit im 3. Reich und vieles vieles mehr. Daran haben sich ganze Generationen gesund gestoßen. Sicherlich auch reichlich viele Teile unserer.

Ist man in dieser Art Gespräche nun an diesem Punkt angekommen, kommt man man unweigerlich auch auf das Thema “Erbschaften” zu sprechen, die wie selbstverständlich in unserem gesellschaftlichen Konsens die Weitergabe von Kapital auch an Nicht-Arbeitende vorsieht. Das ist zunächst ein völlig wertfreier Sachverhalt, der nun aber von unserem Gegenüber durch das Wort “Neid” abgestraft wird, und so eine unmoralischen Stempel bekommt. Dabei folgt es jener breit akzeptierten Logik, daß z.B. wer nicht arbeitet, auch nicht essen soll. Meist ist es das letzte argumentative Bollwerk in der recht geschlossenen Gedankenwelt. So hapern diese “Argumente” immer an den passenden Schlüssen, was wiederum dazu führt sich thematisch im Kreise zu drehen.

Argumentative Duchlässigkeit – Empathie wäre hier das passende Verhalten, was aber oftmals nicht möglich ist. Das einfache Nachplappern von irgendwelchen Meinungen, die als “Nachrichten” um z.B.: 20.15 Uhr verkauft werden, ohne über Zusammenhänge nachzudenken führt zu keinerlei Veränderung oder Verbesserung, sondern macht einen höchstens zum hörigen Vasallen.

Politik beginnt im Kopf und hat eher wenig mit festgefahrenen Denkstrukturen und ihrer vehementen Verteidigung zu tun.
Zielführender wäre eine flexible geistige Herangehensweise an politisch – gesellschaftliche Probleme ohne Lagerdenken. Das setzt aber voraus sich selbst auch als Nutznießer bestimmter Machtkonstellationen zu sehen – auch als “Schmarotzer” so man sich das eingestehen kann, und somit auch als Teil der Probleme wahrzunehmen. Wichtig wäre es allemal. Verzweifeln muß daran aber trotzdem niemand, denn dieses Eingeständnis führt zu einem freien, sehr liberalen Denken, das ohne argumentatives Versteckspiel, mit oftmals verqueren Verrenkungen, das eigene zweifelhafte Verhalten zu rechtfertigen versucht.

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Zeit Bilanz zu ziehen: Große Koalition 2005 – 2009

gepostet von PolitikBasis am 27 - September - 2009- 3 KOMMENTARE

ringeNur noch wenige Stunden bis zum Ergebnis der Bundestagswahl 2009. Noch einmal lassen wir von der PolitikBasis die letzten 4 Jahre Revue passieren um den Führungsanspruch der selbsternannten Eliten und Leistungsträgern aus Politik und Wirtschaft zu untermauern…so es denn möglich ist, denn hier gibt es doch einige massive Probleme.

Beziehen wir uns noch einmal auf den Artikel: Von unserem ambivalenten Kern in nicht-fundamentalen Krisen », und schauen wir uns an wo wir stehen. Ist Kritik angebracht und überhaupt möglich?

Zitat aus dem Artikel:

Die echten Krisen sind von der Sorte, die dem Menschen direkt lebensgefährlich werden können: Hunger, Durst und körperliche Versehrtheit. Sie sind existenziell, alles darüber kann als Wohlstand bezeichnet werden.

Die Frage wo wir gesellschaftlich hin möchten beantwortet uns kein Politiker, keiner der Eliten, und keiner der Leistungsträger. So bleibt es uns nur selbst überlassen Tendenzen auszumachen, um davon Entwicklungen ableiten zu können. Immerhin etwas.
Fakt ist, verhungert ist in diesem Land niemand. Doch reicht das aus, um von besonderen Leistung der Regierungsparteien in Zusammenarbeit mit Unternehmen zu sprechen und wohin führt der Weg?
Am Liebsten wäre es doch manchen, wenn die Ansprüche der Mehrheit soweit heruntergefahren würden, daß allein das tägliche Brot und körperliche Unversehrtheit schon als der erstrebenswerte Lohn gilt. Sollten Klagen kommen, wird mit dem Vorwurf des Jammerns argumentiert. Dabei sollten doch Lebensumstände, angesiedelt über einer Armut, eine Selbstverständlichkeit sein. Gerade wenn das Wort Wachstum und Wohlstand immer wieder fällt.

Bundestagswahl 2009 - Haben Sie gewählt?

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Ergebnis »

Doch wo stehen wir nun eigentlich, was wurde die letzten Jahre durch die Politik und auch durch eigene persönlichen Verhaltensweisen erreicht, von Bequemlichkeit über Mitläufertum, bis hin zur stillen Duldung:

- Agenda 2010
- Altersarmut / Kinderarmut / Zerstörung der Mittelschicht
- Ausverkauf der Infrastruktur
- Bevorteilung von Kapitaleinkünfte
- Bildungsmisere
- Biometrik in Pässen
- Diätenerhöhungen
- Ein-Euro-Jobs
- Energieversorgerkartelle
- Gaspreisexplosion
- Gesetzgebung durch Wirtschaft
- Gesundheitsfond
- Hartz IV
- Hedgefonderlaubnis
- Kalte Progression
- Lasche Finanzmarktregeln
- Lehrermangel
- Lobbyismus und Korruption
- Mehrwertsteuererhöhung auf 19 % Punkte, das sind 18,75% !!!
- Missbräuchliche Bundeswehreinsätze
- Nichtverfassungskonforme Gesetze
- Niedriglöhne
- Zeitarbeitssklaven
- Online-Durchsuchung
- Praxisgebühr
- Prekäre Beschäftigung
- Privatisierungen (Wasser, Energie, Gesundheit, Grundversorgung)
- Rente mit 67
- Rettungspakete für Betrüger (Banken)
- Riesterrente (Geringverdiener)
- Sinnlose Subventionen
- Steuerverschwendung
- Studiengebühren
- Überwachungsstaat
- Unangemessene Managergehälter
- Unbezahlte Praktika
- Ungerechtes Gesundheitssystem
- Ungerechtes Steuersystem
- Vetternwirtschaft
- Vorratsdatenspeicherung

Nun, das klingt doch alles nicht nach erfolgreicher Politik und einem durchdachten Wirtschaftssystem.

Nicht zu vergessen die exorbitante Staatsverschuldung, die als Damoklesschwert dem Bürger über den Kopf gehalten wird um ihn, willig und gefügig, immer wieder den Satz: “Wir müssen sparen” und “Wer soll das bezahlen” zu entlocken.

Dabei sind diese Schulden nicht dafür da um bezahlt zu werden. Sie sind dafür da um bedient zu werden. Denn ihre Funktion ist die eines Knebels.

Die Medien sind dabei schon ganz eifrig auszublenden wie diese Schulden überhaupt erst zustande gekommen sind. Da wird Peer Steinbrück als Schuldenminister tituliert und überhaupt die SPD, und alles, was noch einen letzten kleinen Rest einer sogenannten “sozialen Marktwirtschaft” aufrecht erhalten möchte als Links, Rot, Sozialistisch oder gar Kommunistisch und damit als Böse und Gefährlich bezeichnet. Argumente aus einer Zeit des kalten Krieges. Dabei locken sie höchstens noch die Generation der Rentner vor dem Ofen hervor, bei allem Respekt!

Das ein neoliberales System vor lauter Fehlentwicklungen und falschen Heilsversprechungen mit Billionen von Euros gerettet werden mußte, weil dabei die Vernunft auf der Strecke bleibt, wird geflissentlich ausgeblendet. Und diese Ausblendung “der Krise” ist schon wieder die nächste Blase eines Denkens und Handelns, die nach ihrem Platzen wieder gerettet werden möchte.

Und was bleibt für den Bürger?

Mit Hartz4 wird er immer wieder aufgebracht, ebenso wenn es gegen die Renten geht. Wie ein Hampelmann, der immer dann anspringt, wenn ihm die Systemmedien die Brocken hinwerfen.
Gut gemacht Michel! Du wurdest wirklich gut erzogen. Er will Leistungsträger sein, intelligent, elitär und Mittelschichtler, oder gar Oberschichtler, zeigt aber der Obrigkeit in jedem seiner vorhersagbaren Verhaltensweisen, daß es gerade mal zum Nappel reicht.

“Was wäre denn die Alternative”, wird es ihm dank seines konditionierten Denkens in den Kopf kommen, wenn Vorschläge gemacht werden Dinge zu verändern. Seine Aufgabe wäre dabei eventuell der Verzicht auf einige bequeme und liebgewonnene, aber bisher nicht unbedingt zuträgliche Zustände. Doch davon will er nichts wissen. Einschränkungen überlässt er lieber anderen. Vorzugsweise Gesellschaftsschichten die unter ihm zu verorten sind.
Daß die Alternativen von ihm selbst Eigenverantwortung und in die “Hände spucken” verlangen ist zu viel. Zwar tönt er immer gerne mit, wenn es mal wieder gefordert wird, doch zieht er den Schwanz ein wenn’s ernst wird.

Michel, du wirst das Ganze auf eine andere Art wieder lernen werden. Denn der Kapitalismus dieser Art ist nicht der Heilbringer der er für dich zu sein scheint. Er wird sich gegen dich richten und dir all die Eigenschaften abverlangen die du von Andern erwartest.
Dann darfst du beweisen was wirklich in dir steckt.

Einen schönen (Wahl)Tag noch! :D

Ihre PolitikBasis.

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