PolitikBasis

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Schwarz-Gelb – Aufbruch oder weiter so?

gepostet von PolitikBasis am 5 - Oktober - 2009- KOMMENTAR+

dessert_roadDiese Frage stellt die Springerpresse, genau genommen: Welt-Online. Und ganz nüchtern und pragmatisch lässt sie sich auch beantworten, fern jeder Ideologie und völlig wertfrei.
Was glauben Sie wie die Antwort lautet in einer Welt, die von Lobbygruppen beherrscht wird, in denen globale Unternehmerschaften politische Entscheidungen beeinflussen, und in denen Banken als so systemrelevant eingestuft werden, daß sie Staaten, also Zusammenschlüsse von Menschen, mit “Schuld(en)” belasten um sie damit Druck auszusetzen, mit denen sie gesteuert und kontrolliert werden können?

Eine Woche nach ihrem Sieg bei der Bundestagswahl beginnen Union und FDP heute ihre Koalitionsverhandlungen. 27 Vertreter von CDU, CSU und FDP treffen sich in Berlin in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen. Während FDP-Chef Westerwelle auf einen Politikwechsel drängt, steht die Kanzlerin auf der Bremse.

Welt Online: Schwarz-Gelb – Aufbruch oder weiter so? »

Die Antwort auf diese Frage ist mit dem Hereinpumpen von Billionenbeträgen bereits gegeben worden. Eine Umkehr wurde nicht eingeplant. Eine Abkehr gibt es nur mit einem Systemreset.
Deswegen lautet die Antwort schlicht: Ein “weiter so” für diejenigen, die mit ihrem Kapital auf Kosten anderer leben (also auch wir), und ein weiteres Voranschreiten, genannt “Aufbruch” hin zur Leiharbeit, Niedriglöhnen und Altersarmut, für die Kapitalistenknechte, hier und in der ganzen Welt.
Wobei die Dritte Welt Länder es am ärgsten abbekommen. In der Hinsicht leben wir hier also noch recht gut, und können uns so, ehrlicherweise, als Schmarotzer an diesen Ländern bezeichnen.

Aber noch eine ganz andere Frage drängt sich auf:
Wem nutzt eigentlich dieses nun tendenziös eher negative Berichterstattung bezüglich der neuen Koalition, nachdem eben diese Springerpresse Schwarz-gelb im Wahlkampf präferierte, mit manipulativen Artikeln massiv bewarb, und die Wähler so zu beeinflussen versuchte?

Die CDU als der kommende Buhmann zeichnet sich ab. Sie übernimmt wohl nun zukünftig in den Medien die Rolle der ehemaligen koalitionstreuen SPD. Sie funktioniert als Blitzableiter sozusagen, und rückt somit nach “links”, was eine imaginäre Mitte nach “rechts” verschiebt, so daß wir uns gesellschaftlich noch weiter von einer sozialen Marktwirtschaft entfernen werden als wir zu glauben vermochten.

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Positiv betrachtet – das Wahlergebnis Schwarz-Gelb

gepostet von PolitikBasis am 27 - September - 2009- 1 KOMMENTAR

gelbe_tonne_2Zugegeben, ein gutes Ergebnis für Deutschland mag es nicht sein: Schwarz-Gelb. Doch gilt es diese Konstellation nicht übertrieben zu verteufeln. Mit einer ordentlichen Portion Gelassenheit lässt sich nämlich das Wahlergebnis hinnehmen und kommentieren, denn ihre Unfähigkeit haben diese beide Parteien bereits in der Vergangenheit, auf Grund ihrer politischen Einstellungen und ihres Schaffens mit dem Ausbruch der Finanzkrise unter Beweis gestellt. Diese hätte es laut ihrer Glaubenssätze nie geben dürfen, und wenn doch, dann dürfte ein ganzes Volk dafür nicht in Haftung genommen werden, sondern nach ihren eigenen propagierten Marktgesetzen die Verursacher (Banken) sich selbst überlassen werden. (…so war die Lüge geboren schon in der ersten Nacht….)
So hören wir von der PolitikBasis bereits jetzt das Maulen und Greinen der Anhänger und Wählerschaft, wenn es um die Mehrwertsteuererhöhung geht, oder um das schrittweise Zurückrudern bezüglich der ehemals versprochenen Steuersenkungen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Das allseits beliebte: “Wer soll das bezahlen?” bleibt dann keine Antwort mehr schuldig. :)
Und wir werden sehen, daß die gesamtgesellschaftliche Entwicklung auch zukünftig keine positive Tendenzen einschlagen wird, sondern wir einem weiteren Zerfall ausgesetzt sein werden.

Doch wir wollen nicht zu Schwarz malen, denn für die PolitikBasis ist das wiederum ein ausgesprochen gutes Wahlergebnis, können wir doch sicher sein, auch weiterhin, Dank der zukünftig zu erwartenden, äußerst fragwürdigen, politischen Entscheidungen mit reichlich Stoff für die nächsten Jahre versorgt zu werden. Unsere Leserschaft kann somit auch weiterhin einen kontinuierlich Strom aufklärerischer und aktueller Artikel erwarten, immer etwas abseits der medialen Gleichschaltung aber immer im Zentrum des Geschehens.
Und so heißt es für uns schon wieder: nach der Wahl ist vor der Wahl, und starten somit auch jetzt bereits schon wieder, als aufmerksame Beobachter, in die neuen/alten politischen Entwicklungen, zwischen Klüngel und Kommerz, Schmiergeldern und Machterhalt.

Es bleibt spannend!

Lassen Sie es sich gut gehen.
Ihre PolitikBasis.

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Zeit Bilanz zu ziehen: Große Koalition 2005 – 2009

gepostet von PolitikBasis am 27 - September - 2009- 3 KOMMENTARE

ringeNur noch wenige Stunden bis zum Ergebnis der Bundestagswahl 2009. Noch einmal lassen wir von der PolitikBasis die letzten 4 Jahre Revue passieren um den Führungsanspruch der selbsternannten Eliten und Leistungsträgern aus Politik und Wirtschaft zu untermauern…so es denn möglich ist, denn hier gibt es doch einige massive Probleme.

Beziehen wir uns noch einmal auf den Artikel: Von unserem ambivalenten Kern in nicht-fundamentalen Krisen », und schauen wir uns an wo wir stehen. Ist Kritik angebracht und überhaupt möglich?

Zitat aus dem Artikel:

Die echten Krisen sind von der Sorte, die dem Menschen direkt lebensgefährlich werden können: Hunger, Durst und körperliche Versehrtheit. Sie sind existenziell, alles darüber kann als Wohlstand bezeichnet werden.

Die Frage wo wir gesellschaftlich hin möchten beantwortet uns kein Politiker, keiner der Eliten, und keiner der Leistungsträger. So bleibt es uns nur selbst überlassen Tendenzen auszumachen, um davon Entwicklungen ableiten zu können. Immerhin etwas.
Fakt ist, verhungert ist in diesem Land niemand. Doch reicht das aus, um von besonderen Leistung der Regierungsparteien in Zusammenarbeit mit Unternehmen zu sprechen und wohin führt der Weg?
Am Liebsten wäre es doch manchen, wenn die Ansprüche der Mehrheit soweit heruntergefahren würden, daß allein das tägliche Brot und körperliche Unversehrtheit schon als der erstrebenswerte Lohn gilt. Sollten Klagen kommen, wird mit dem Vorwurf des Jammerns argumentiert. Dabei sollten doch Lebensumstände, angesiedelt über einer Armut, eine Selbstverständlichkeit sein. Gerade wenn das Wort Wachstum und Wohlstand immer wieder fällt.

Bundestagswahl 2009 - Haben Sie gewählt?

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Ergebnis »

Doch wo stehen wir nun eigentlich, was wurde die letzten Jahre durch die Politik und auch durch eigene persönlichen Verhaltensweisen erreicht, von Bequemlichkeit über Mitläufertum, bis hin zur stillen Duldung:

- Agenda 2010
- Altersarmut / Kinderarmut / Zerstörung der Mittelschicht
- Ausverkauf der Infrastruktur
- Bevorteilung von Kapitaleinkünfte
- Bildungsmisere
- Biometrik in Pässen
- Diätenerhöhungen
- Ein-Euro-Jobs
- Energieversorgerkartelle
- Gaspreisexplosion
- Gesetzgebung durch Wirtschaft
- Gesundheitsfond
- Hartz IV
- Hedgefonderlaubnis
- Kalte Progression
- Lasche Finanzmarktregeln
- Lehrermangel
- Lobbyismus und Korruption
- Mehrwertsteuererhöhung auf 19 % Punkte, das sind 18,75% !!!
- Missbräuchliche Bundeswehreinsätze
- Nichtverfassungskonforme Gesetze
- Niedriglöhne
- Zeitarbeitssklaven
- Online-Durchsuchung
- Praxisgebühr
- Prekäre Beschäftigung
- Privatisierungen (Wasser, Energie, Gesundheit, Grundversorgung)
- Rente mit 67
- Rettungspakete für Betrüger (Banken)
- Riesterrente (Geringverdiener)
- Sinnlose Subventionen
- Steuerverschwendung
- Studiengebühren
- Überwachungsstaat
- Unangemessene Managergehälter
- Unbezahlte Praktika
- Ungerechtes Gesundheitssystem
- Ungerechtes Steuersystem
- Vetternwirtschaft
- Vorratsdatenspeicherung

Nun, das klingt doch alles nicht nach erfolgreicher Politik und einem durchdachten Wirtschaftssystem.

Nicht zu vergessen die exorbitante Staatsverschuldung, die als Damoklesschwert dem Bürger über den Kopf gehalten wird um ihn, willig und gefügig, immer wieder den Satz: “Wir müssen sparen” und “Wer soll das bezahlen” zu entlocken.

Dabei sind diese Schulden nicht dafür da um bezahlt zu werden. Sie sind dafür da um bedient zu werden. Denn ihre Funktion ist die eines Knebels.

Die Medien sind dabei schon ganz eifrig auszublenden wie diese Schulden überhaupt erst zustande gekommen sind. Da wird Peer Steinbrück als Schuldenminister tituliert und überhaupt die SPD, und alles, was noch einen letzten kleinen Rest einer sogenannten “sozialen Marktwirtschaft” aufrecht erhalten möchte als Links, Rot, Sozialistisch oder gar Kommunistisch und damit als Böse und Gefährlich bezeichnet. Argumente aus einer Zeit des kalten Krieges. Dabei locken sie höchstens noch die Generation der Rentner vor dem Ofen hervor, bei allem Respekt!

Das ein neoliberales System vor lauter Fehlentwicklungen und falschen Heilsversprechungen mit Billionen von Euros gerettet werden mußte, weil dabei die Vernunft auf der Strecke bleibt, wird geflissentlich ausgeblendet. Und diese Ausblendung “der Krise” ist schon wieder die nächste Blase eines Denkens und Handelns, die nach ihrem Platzen wieder gerettet werden möchte.

Und was bleibt für den Bürger?

Mit Hartz4 wird er immer wieder aufgebracht, ebenso wenn es gegen die Renten geht. Wie ein Hampelmann, der immer dann anspringt, wenn ihm die Systemmedien die Brocken hinwerfen.
Gut gemacht Michel! Du wurdest wirklich gut erzogen. Er will Leistungsträger sein, intelligent, elitär und Mittelschichtler, oder gar Oberschichtler, zeigt aber der Obrigkeit in jedem seiner vorhersagbaren Verhaltensweisen, daß es gerade mal zum Nappel reicht.

“Was wäre denn die Alternative”, wird es ihm dank seines konditionierten Denkens in den Kopf kommen, wenn Vorschläge gemacht werden Dinge zu verändern. Seine Aufgabe wäre dabei eventuell der Verzicht auf einige bequeme und liebgewonnene, aber bisher nicht unbedingt zuträgliche Zustände. Doch davon will er nichts wissen. Einschränkungen überlässt er lieber anderen. Vorzugsweise Gesellschaftsschichten die unter ihm zu verorten sind.
Daß die Alternativen von ihm selbst Eigenverantwortung und in die “Hände spucken” verlangen ist zu viel. Zwar tönt er immer gerne mit, wenn es mal wieder gefordert wird, doch zieht er den Schwanz ein wenn’s ernst wird.

Michel, du wirst das Ganze auf eine andere Art wieder lernen werden. Denn der Kapitalismus dieser Art ist nicht der Heilbringer der er für dich zu sein scheint. Er wird sich gegen dich richten und dir all die Eigenschaften abverlangen die du von Andern erwartest.
Dann darfst du beweisen was wirklich in dir steckt.

Einen schönen (Wahl)Tag noch! :D

Ihre PolitikBasis.

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*urg.., reingezappt: Hart aber Fair vom 23.09.09

gepostet von PolitikBasis am 24 - September - 2009- KOMMENTAR+

fdp_wahlplakat_2Es war furchtbar, ganze 2 Minuten habe ich es ausgehalten: “Hart aber Fair” vom 23.09.09. Ehe ich mich versah kam mir ein Schwall sinnentleertem, inkonsequentem Gesabbel entgegen. Sofort brachte ich Verständnis für jeden Nichtwähler auf, der nach besten Wissen und Gewissen für sich entscheidet dabei nicht mehr mit zu machen.
Warum sollte er sich letztendlich auch noch zum Handlanger machen, wenn diese Parteien dann wieder etwas von einem “Wählerauftrag” faseln.

Für alle andern empfehle wir diese beiden Artikel: “Keine Angst vorm Stimmzettel!” » und Totgeschwiegen: die 12 “Sonstigen” »

Die FDP rückt nicht raus mit der Sprache, weil sie Einsparpotenzial bei den unteren Einkommen sieht. Der völlige Kahlschlag ist mit ihr vorprogrammiert, nach dem Motto: “Die fehlenden Milliarden holen wir bei den Obdachlosen”.

IHRE ARBEIT MUSS SICH WIEDER LOHNEN” tönt es von den Wahlplakaten, und da hinter ein Heer von (Lohn?)Arbeitskräften. Werden das alles Billiglöhner, so sie es noch nicht sind, oder sind das schon Aufstocker?

Alles sehr doppeldeutig, denn er spricht ja den Leser vor dem Plakat an, und nicht die Menschen die dort abgebildet sind. Seine übliche Wahlklientel versteht diesen Hinweis aber ganz sicher. So muß man sich fragen wessen “Arbeit” sich lohnen soll? Welche, keine reale Werte schaffende Tätigkeit, wird hier wieder “Arbeit” genannt? Das (Ver)Zocken an der Börse, oder das transferieren von Geldern auf die Cayman-Inseln?
Und auf Grundlage der Doppeldeutigkeit des Begriffes “Arbeit”, hangelt sich die FDP, ebenso wie die CDU, zu dem Begriff “Leistungsträger” und anschließend noch zur “Elite” und führt so eine komplettes Volk an der Nase herum.
So die Wähler es denn zulassen.

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magazinNach dem marktradikale Ideologien einen Großteil aller zeitlichen und zwischenmenschlichen Ressourcen der Menschen verbraucht, und sie allein auf “Geld” und “Konsum” heruntergebrochen haben, werden als Konsequenz familiäre Beziehungen und Erziehung vernachlässigt. Diese Versäumnisse möchte die CDU und ihr bayrisches Anhängsel die CSU, mittels immer mehr Kontrolle kompensieren:

Angela Merkel reagiert auf die S-Bahn-Attacke in München und den Amoklauf von Ansbach: Die Kanzlerin will mehr Polizeibeamte und einen Ausbau der Videoüberwachung. “Der Staat muss den öffentlichen Raum schützen”, fordert die Regierungschefin. Sonst würden immer mehr Bürger bei Straftaten wegsehen.

Quelle: Tödliche Attacke in Münchner S-Bahn »

Dass die Vorkommnisse ihren eigenen politischen Entscheidungen zu Grunde liegen, scheint für die Dame und Herren unvorstellbar.
Aber: es scheint auch nur so. Denn es ist schon anzunehmen, daß sie sehr genau um die Konsequenzen ihres Tuns wissen. So birgt Opportunismus auch immer eine “Chance”, aus negativen Entwicklungen wieder etwas positives zu kreieren, zumindest für sich selbst und seinen Machterhalt.

So lassen sich z.B. aus der wachsenden Verrohung und Gewaltbereitschaft einer Gesellschaft Märkte generieren (private Sicherheitsdienste z.B.), die wiederum für Arbeitsplätze, z.B. im Vollzug sorgen, um so den Kreis zu schließen, zwischen dem CDU Slogan “Wachstum schafft Arbeitsplätze” oder einem “Sozial ist was Arbeit schafft”.

Was meinen Sie: braucht Deutschland mehr Polizisten?

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Natürlich möchten sie auch sogenannte “Killerspiele” verbieten, um einer sich eventuell immer schneller drehenden Gewaltspirale entgegenzuwirken, doch birgt Opportunismus auch das Dilemma keine moralisch einwandfreie Entscheidung treffen zu können. Wenn nämlich andererseits die Steuereinnahmen und Aufträge von Spiele-Entwicklerstudios, Werbeagenturen und weitreichende Verflechtungen in diese Branchen hinein, von Lockheed – Martin, Boeing, bis American’s Army bzw. United States Army, wegfallen, inklusive den Arbeitsplätzen dort, wiegt sich der Nutzen, mit dem eines wachsenden Marktes der Kriminalisierung, schon wieder auf.
Ein Mehrwert käme käme dabei nicht heraus, im besten Fall wäre es ein Nullsummenspiel.

Und das ist was die Entscheidungen auf eine lange Bank schiebt, und sie zu einer heuchlerischen werden lässt.
Zumal die Diskussion um Killerspiele, von Regierungsseite aus, mit Vorsicht zu betrachten ist, denn ein Überschwappen auf die üppigen Gewaltdarstellungen in Filmen und Fernsehen gilt es zu vermeiden. Die Filmindustrie hat wohl nicht minder Einfluss auf eine Gewaltbereitschaft, ist vielleicht sogar der Motor für neue
“Innovationen”, muss aber aus der Debatte herausgehalten werden, weil ein Schlingerkurs dort, eine Lawine in Gang setzen würde, die einen ganzen Industriezweig zu Fall bringen könnte.

Und so wird auch hier nur gegengerechnet wieviel Gewalt vertretbar ist um Arbeitsplätze nicht zu gefährden, Steuereinnahmen nicht wegbrechen zu lassen, immer in Abwägung der Zurufe verschiedenster Lobbygruppen denen es je nach Machtkonzentration nicht wehtun darf. Verlierer ist die Gesellschaft im Kleinen, die sich in Familie, in der S-Bahn, Schule, in öffentlichen Räumen und andern Lokalitäten ohnmächtig, immer mehr solchen Ereignissen gegenüberstehen sieht.

Gewalt ist somit nicht mehr als eine kalkulierbare Größe, ein Wirtschaftsfaktor, wie die Sterbehäufigkeiten bei Rauchern und ihrer dazugehörige Rechnung zur Rentenbezugsdauer. Die Gesundheit und Unversehrtheit ist auch hier nur zweit- wenn nicht gar drittrangig.
Das Gerede darüber ist somit auch nicht eine nach moralischen und gesellschaftlichen Gesichtspunkten, sondern schlicht eine nach fiskalischen.

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Tipps und Tricks heute:
“Keine Angst vorm Stimmzettel!”

gepostet von PolitikBasis am 16 - September - 2009- 6 KOMMENTARE

stimmzettelIm 1.Teil unserer Rubrik: “Tipps und Tricks zur Bundestagswahl 2009″ möchten wir Ihnen heute mal den Stimmzettel 2009 vorstellen. Damit bekommen Sie schon mal einen ersten Eindruck was Sie in ihrer Wahlkabine am 27.September 2009 erwartet, und ein kleines, hilfreiches Tutorial mit auf den Weg, wie Sie ganz allein die größten manipulativen Stolperfallen erfolgreich umschiffen.

Als Beispiel dient uns hier der Stimmzettel für den Raum Berlin – Mitte. Je nach Ihrem Wahlgebiet wird er immer etwas anders ausschauen.

Wie nicht anders zu erwarten drängeln sich die üblichen, etablierte Parteien ganz oben in das Sichtfeld des Wählers.
Das kommt ursprünglich aus der Verkaufspsychologie, und hat nichts mit der Popularität, speziellen Fähigkeiten, oder einer besonderer Qualität dieser Parteien zu tun, auch wenn der Eindruck vermittel werden möchte.
Ursprünglich, in Verkaufsausstellungen und Präsentationen sollen damit die Kunden einfach animiert werden nicht allzu lang nachzudenken, und möglichst schnell dort zuzugreifen.
Doch halt, das heißt aber nicht, daß das gleich die beste Wahl ist, sondern eigentlich nur, daß bei diesen Artikeln bzw. Parteien bestimmte Faktoren an Einfluß herrschen. Dort, in den Sichtbereich, werden in der Regel hochpreisige Artikel platziert, und Artikel die bereits im Fokus der Kundschaft liegen, z.B. weil sie besonders aktuell sind, oder bisher besonders beworben wurden. Manche “Artikel” müssen aber manchmal einfach auf diese Art und Weise an den Mann, oder die Frau gebracht werden, weil sie sich sonst gänzlich zum Ladenhüter entwickeln!
Dieser besondere Einfluss – im Fall der etablierten Parteien in der Bundestagswahl – ist der, zu den Lobbygruppierungen – in Wechselwirkung mit Parteispenden, und anderen Arten der Gütlichkeiten und Vergünstigungen, wie z.B eine besonders positive Presse, oder eine Öffentlichkeitsarbeit mit z.B. besonders bearbeiteten, manipulativen Bildern, um bestimmte Parteien und Konstellationen ins rechte Licht zu rücken, oder einfach auch: Posten in Aufsichtsräten (in Leiharbeitsfirmen z.B.) oder Ähnlichem.

Bundestagswahl 2009 - Haben Sie gewählt?

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Lösen wir nun aber den Blick und lassen wir ihn auf dem Stimmzettel weiter nach unten schweifen:
Nach den üblichen, etablierten Parteien kommt das, was man in der Verkaufspsychologie “Blocking” nennt. Es ist die effektive Möglichkeit den Blick des Kunden bzw. des Wählers einzufangen und zu lenken. Dort steht nämlich nun die NPD und die REP. Gezielt im Wahlkampf immer wieder als Schmuddelpartei benutzt, steht sie in der Wählergunst höchstwahrscheinlich nicht allzu hoch im Kurs, fungiert auf diesem Wahlzettel aber als Barriere. Der gute deutsche Mittelschichtswähler wird nun erschrocken, ob der Präsenz dieser “Schmuddelparteien” leicht angewidert seine Blick abwenden, mit den heroischen Bildern vom “Kampf gegen Rechts” in seinem Kopf, und dem inneren Drang etwas dagegen tun zu müssen. Ganz so, wie es die freundlichen Nachrichtensprecher seiner Lieblingsnachrichten in der Tagesschau und all den andern Nachrichten in TV und Print immer erzählen. Brav soll er seinen Blick wieder nach oben richten und den Akt der Wahl, mit einen flinken Kreuz, möglichst bei den “oberen” Parteien, hinter sich bringen.
Die NPD und die REP sind also eine Grenze, die mit ihrem eher negativen Image alle nachfolgenden Parteien, in ein eher zwiespältiges Licht rückt. Das ist so gewollt, denn so funktioniert “Blocking”.

Da wir das aber nun wissen, können wir über diese konstruierte Barriere hinweggehen und haben damit schon mal den persönlichen Grundstein für eine erfolgreiche Wahl gelegt, nämlich den aufmerksamen Blick auch auf die “sonstigen Parteien” zu legen. Denn dort gibt es durchaus Alternativen zu dem Klüngel, welcher uns bis dato als erfolgreiche Politik verkauft wurde.

Um den Schritt dieses “ungheuerlichen Ungehorsam” noch tatkräftig bis zum 27.09.2009 zu üben haben wir ihnen diesen Stimmzettel mal als PDF-Datei hinerlegt.
Drucken Sie ihn sich einfach aus, und üben Sie einfach mal das Ankreuzen von z.B. den “Piraten”, der “DKP”, der “DVU” oder ruhig auch mal “Die Violetten”.
Nur zu, tut garantiert nicht weh und erweitert ordentlich den eigenen geistigen Horizont.

In diesem Sinne: Viel Erfolg und denken Sie daran, Übung macht den Meister! :) und  ob Sie fleißig waren, sehen wir dann am 27.September 2009.

Ihre PolitikBasis.

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Wahlkampf 2009 – Das TV-Duell das keines ist

gepostet von PolitikBasis am 13 - September - 2009- 5 KOMMENTARE

tv_duellDeutschlands Medienlandschaft ist unverkennbar in freudiger Erregung: Im Duell-Fieber ist sie voll der lobenden Worte über eine zu erwartende Verlautbarungspolitik. Doch zu erwarten ist, wie üblich, nichts anderes als Worthülsen, Sprechblasen und einstudierten Verhaltensformen.

Zu gerne würde sie sehen, dass die Bürger gespannt und ernsthaft den dargebrachten Ausführungen der beiden Protagonisten, Merkel und Steinmeier an diesem Sonntag im Fernsehen, auf ganzen 4 Sendern folgen, und zu gern hätten sie eine Show, über die die nächsten Tage wirklich heiß diskutiert wird, und aus denen sie noch die eine oder andere auflagenstarke Folgestory ziehen könnte. Die Falte im Hosenanzug, die Frisur, die Schweißperle auf der Stirn. Doch mir schwarnt, sie werden relativ allein sein mit ihren beeindruckenden Statistikblöcken bei den Auswertungen, in denen wieder dubiose Experten, Institute und Umfragen für passende Wahlstimmung und möglichst passende Wahlergebnisse sorgen sollen. Viel steht auf dem Spiel im Wahljahr 2009. Üppige Werbebudgets und gut dotierte Posten stehen zu Verfügung und winken den Lobby-Gruppierungen rund um die präferierten Wahlgewinner.

Beim TV-Duell zwischen Kanzlerin Angela Merkel und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier ist alles durchreglementiert wie bei einer Abiturprüfung. Sogar die Temperatur wird genau kalkuliert. Denn Steinmeier, heißt es, schwitze leicht. Andererseits dürfe Merkel nicht frieren.

Quelle: Steinmeier darf nicht schwitzen, Merkel nicht frieren »

Spannungsvoll: die angebliche Dramaturgie im Vorfeld aufgebaut. Da ist von exorbitanten Schwierigkeiten die Rede denen sich die Politiker in diesem Duell auszussetzen zu hätten: Sie müssen stehen, am Pult liegt nur Stift und Papier.

Am Sonntagabend treffen Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier zum TV-Duell aufeinander. Die 90 Minuten auf vier Kanälen könnten den Ausgang der Bundestagswahl beeinflussen. Die Regeln sind streng: Moderator und Politiker müssen stehen, am Pult liegt nur Stift und Papier.

Quelle: TV-Duell – die reizvollsten 90 Minuten vor der Wahl »

Wahnsinn! Daß das jede Verkäuferin für 1200 EUR im Monat jeden Tag macht und dabei noch die Angst um ihren Job hat, und sich dabei dabei noch oft genug irgendwelchen sich aufplusternden Kunden gegenüber sieht, darf hier aus Gründen der Wahlkampftaktik besser nicht erwähnt werden.
Dabei ist die ganze Show mehr ein Relikt aus vergangenen Tagen, in denen Politikern eine Plattform gegeben wurde, dem zur Passivität verdammten Zuschauer einstudierte Häppchen um die Ohren zu hauen. Ein möglicher Widerspruch oder gar Einspruch wird auf Moderatoren verteilt, die, da sie indirekt zu den Gehaltsempfängern zu zählen sind, und damit fest eingebunden wurden in das System, recht zahm und linientreu ausfallen dürfte. Einen Vorwurf daraus, lässt sich fairerweise aber nicht ableiten, als Fakt sollte er aber in ein mögliches Resümee mit einfließen.
Überhaupt spiegelt sich in diesem ganze Getue nur eines wider: zu wirken hat es. Dabei stehen insgesamt 18 Parteien zur Wahl. Publikumswirksam zu wirken haben aber nur 2 – 3. Omnipräsenz ist das Zauberwort, das selbst aus Splitterparteien noch Volksparteien macht, wenn nur genug Einfluss vorhanden ist.

Nur darf man sich natürlich nicht täuschen lassen. Der Rückhalt für diese (angeblich) etablierten Parteien ist längst nicht mehr gegeben und die vermeindliche Stärke, die mit dieser Überschrift assoziiert werden soll schon lange nicht mehr vorhanden. Diese “Stärke” ist allerhöchstens noch aus einer aufgeblasenen, medialen Omnipräsenz heraus gegeben, gefüllt eben, mit lauwarmer Luft.


Dabei passieren wesentlich interessantere Dinge, jenseits der breiten Öffentlichkeit, die sicherlich nicht Thema dieser medialen Wahlveranstaltung werden dürften:

Irgendwie scheinen die Massenmedien die Brisanz einer Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage einer Politikerin noch nicht mitbekommen zu haben – oder man will das Thema vor der Wahl aus Gründen der politischen Korrektheit lieber noch geheim halten: Auf Anfrage der Bundestagsfraktion DIE LINKE bestätigte die Bundesregierung, dass in Zukunft auch Einsätze der Bundeswehr bei Streiks oder Massendemonstrationen nicht ausgeschlossen werden. Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, sieht darin einen offenen Verfassungsbruch.

Quelle: Nach der Wahl: Bundesregierung will Bundeswehr zur Streikniederschlagung einsetzen »

Seltsam, ich habe noch nie erlebt, dass “Aufschwünge” für Unruhen sorgen, die mit Militär niedergeschlagen werden mussten. Ebenso hab ich noch nie davon gehört, daß gute erbrachte Leistungen von Leistungsträgern, Regierungspolitikern und Unternehmerschaften in diesem Fall, mittels Militär in die Köpfe der Leute geprügelt gehören.

Und nehmen wir auch mal eine Marktsituation als Grundlage, in denen der Bürger als “Kunde” auftritt und die Regierungsparteien als “Verkäufer”, dass der Verkäufer auf seine Kunden eindrischt, sollte ihm das Angebot nicht gefallen.

Merkwürdig, Fortsetzung folgt.

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Angeblich: Alle deutschen Opel-Werke sollen bleiben

gepostet von PolitikBasis am 10 - September - 2009- 2 KOMMENTARE

Mittlerweile nimmt auch das Tauziehen um Opel immer groteskere Formen an. Die Regierungsparteien drängen auf eine Entscheidung. Möglichst positiv soll sie ausfallen, oder wenigstens so klingen, um kurz vor den Wahlen etwas vorweisen zu können was den Wähler dazu animieren könnte, noch einmal seine Stimme alten, abgewrackten Parteien zu geben. Da kommen ihnen die Lippenbekenntnisse, Versprechen und wagen Zusagen des Chefunterhändlers von General Motors John Smith gerade recht, in denen er vollmundig verlauten lässt, daß alle vier deutschen Opelwerke weiter betrieben werden sollen .

Alle deutschen Werke sollen erhalten bleiben »

Wie der Chefunterhändler von General Motors, John Smith, am Donnerstag bei der Pressekonferenz der Opel-Treuhandgesellschaft erklärte, sollen alle vier deutschen Opelwerke sollen weiter betrieben werden: „Das ist derzeit der Plan von Magna“, sagte er. Geschlossen werden solle das Werk in Antwerpen.

Was meinen Sie: wird Magna das Überleben Opels dauerhaft (> 5 Jahre) sichern?

  • Ja (11%, 4 Votes)
  • Nein (89%, 32 Votes)

Stimmen: 36

Wahnsinn, das ist ja nett, nur was soll der derzeitige Plan von Magna? Ist da irgendetwas wenn Magna seinen Plan plötzlich umstellt und 1 – 4 Werke schließt? Eine Verbindlichkeit, ein Plan B, eine feste Zusage, ein Vertrag?

Nein liebe Leser und Opelaner, da ist nichts. Denn wir sind hier nicht im Kloster der barmherzigen Schwestern, sondern im Kapitalismus, und da kommt kein normal denkender Mensch auf die Idee Zusagen und mündliche Versprechen für bare Münze zu nehmen. Und selbst wenn schriftliche Verträge vorliegen sollten, sind Horden von Juristen nur damit beschäftigt die Verträge, schon löchrig wie ein Schweizer Käse, noch weiter auszuhöhlen. GM stellt Bedingungen die bis zur der Bundestagswahl verhandelt werden. Danach ist Schicht im Schacht und in spätestens 2 Jahren stehen die Opelaner auf der Strasse, wetten!
Sozialverträglich versteht sich, und Merkel wird sich hinstellen, medienwirksam, und behaupten sie bedauere den Verlust der (Lohn)Arbeitsplätze.

Zu verbuchen ist diese ganze Posse unter Wahlkampfgetöse.

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Übel: Auf der IFA 2009 wieder angefixt!

gepostet von PolitikBasis am 7 - September - 2009- 3 KOMMENTARE

ifa_logoAlle Jahre wieder beglückt uns die Unterhaltungsindustrie mit den vermeintlichen Trends und fixt uns, den Konsumenten, mit einer jährlichen Dosis an behaglichen Begehrlichkeiten an.
Die diesjährige Messe steht erneut im Zeichen von kleiner, schneller, besser. Nichts Neues also? Na, die kleinen Schritte sind’s.
Wer eine große revolutionäre Innovation erwartet, dürfte enttäuscht werden – die Fortschritte liegen im Detail.
So verwundert den aufmerksamen Konsumenten nicht, daß die Verschmelzung von Internet und TV weiter voranschreitet. Doch können bis zu einer zufriedenstellenden Lösung noch gut und gerne 2 oder 3 IFA’s ins Land ziehen, denn die Inhalte der einzelnen Anbieter gehen weit weniger als über vordefinierte Webinhalte hinaus: ARD-Tagesschau, Bloomberg TV, Youtube, Eurosport und Picasa bei Panasonic, die mit einem ultraflachen Plasmafernseher der V10 Serie glänzen, Yahoo Widgets nennt es sich – und, die dürfen natürlich nicht fehlen: “Bild.de”, “TV Digital” und “Welt Online” von der Springerpresse – bei Samsung. Nun denn, was gibt es gegen hochwertigen Content schon zu sagen ;). Philips präsentiert seine 9600 Serie mit LCD/LED, ultraschlank natürlich, gerade mal 20 Millimeter. Der eine nennt es “Perfect Colors”, der andere “Wide Color Enhancer”. Das bessere Bild mutiert zu einer Glaubensfrage, die ganze Forengemeinschaften beschäftigt. Schön, das sichert den Standort Deutschland und läßt auf ein konsumfreudiges Weihnachtsgeschäft hoffen. Aufschwung nennt sich das Ganze dann.



Wirklich neu ist Fernsehen in 3D und, wie uns die Präsentation auch zeigte, (speziell am JVC-Stand) eine äusserst spassige Sache, aber nur wenn auch wirklich alle Parameter stimmen, sonst kann auch die schönste 3D-Welt nerven und im Schielen enden. In wie weit die benötigte Hardware in Form einer mehr oder weniger schmückenden 3D-Brille vom Kunden zukünftig angenommen wird ist noch recht offen, aber richtig beworben lässt sich da sicher einiges machen.
Doch warum über Baustellen sprechen wenn die alten noch nicht mal abgehakt sind: HDTV ist ein nun fast 10 jähriges Versprechen der Sendeanstalten, worauf hin sich schon fast eine ganze Generation Technikverliebter immer wieder aufs Neue die passende Hardware in Form von noch schöneren HDTV-Fernsehern kauft, um dann wieder festzustellen, daß dieses Versprechen nur höchst zögerlich umgesetzt werden. Enttäuschung darf man aber nicht erwarten. Das Prinzip Hoffnung läuft hier besonders gut, und so werden die Konsumentenschichten mit kleinen Häppchen bei Laune gehalten. Die letzten HD-Ausstrahlungen der Leichtathletik-WM 2009 bei ARD und ZDF war so eins. Aber gut Ding will Weile haben und so möchte ARD und ZDF ab Februar 2010 mit HDTV richtig durchstarten. Das schönste Versprechen aber kommt von den privaten Sendern, denn sie möchten in ein Pay-TV Gebührenmodell verschwinden, was den einen oder anderen unbedarften Zuschauer dank der Kosten vor der totalen geistigen Verblödung retten dürfte.

Nespresso Lattissima Premium Doch keine IFA ohne die Aussteller für Haushaltsgeräte. Der Bereich wird “Home Appliances” genannt. Melitta z.B. wartet mit einer neuen Geräte-Range auf. Die Caffeo® LATTEA ist ein Vollautomat mit aussergewöhnlichem Milchschaumsystem. Milchpulver verschiedener Geschmacksrichtungen wie z.B. Vanille oder Karamel stehen zur Wahl und werden mittels 15 Bar-Düsen mit Wasser vermischt. Das System sieht nicht schlecht aus, das Endprodukt ist eine Mischung aus gutem Kaffee, je nach Bohne, und aromatisierter Milch. Wahnsinn, das gab es ja noch nie! :). Aber alles in Allem gar nicht mal schlecht, und wir sind sicher: auch dafür werden sich Käufer finden.
Die Senseo von Philips bekommt mal wieder ein Facelifting. Die HD7860 nun eckig, wirkt etwas erwachsener, das Endergebnis dürfte das selbe sein. Nespresso wie üblich gediegen elegant, geht mit der neuen Lattissima “Premium” in den Herbst. Ansonsten hat sich seit der Einführung der CitiZ Geräte und den 3 neuen Triple A – Kaffeesorten im Sommer 09 nicht viel verändert. Den einen oder anderen Nachahmer (Kapselmaschinen) gibt es dort auch anzutreffen. Sie kommen aber nicht annähernd an die Qualität heran.
Besondere Action fiel uns in der Halle der Telekom auf, in der ein Gruppe von Trommlern den Zuschauern ordentlich einheizte und mit originellen Spielen für temporeiche Unterhaltung sorgte. Ebenfalls bemerkenswert die Präsenzen von Sony, Loewe und Toshiba, wobei sich der Anteil der PS3-Innovationen leider verschwindend gering hielt. Über ein paar Spiele in 3D ging es am Stand dort nicht hinaus.
Auch allerlei Prominenz kann man auf der IFA antreffen, so lief uns die Bibi über den Weg, bekannt aus der Diät-Serie Bibi & Rolli, in einer anderen Halle war es der TV-Koch Ralf Zacherl. Na was will man mehr!? ;)
Insgesamt gibt es 24 Hallen zu durchwandern bei denen es wirklich ein paar außergewöhnlich interessante gibt. Ordentlich Zeit natürlich vorausgesetzt. Unter 6 Stunden ist auf der IFA nichts zu machen, immerhin stehen rund 1160 Aussteller aus 60 Ländern der näheren Betrachtung zur Verfügung. Die Verpflegung gibt es wie gewöhnlich zu Messepreisen. Ein Kaffee z.B. ist für 2.50 EUR zu haben. Dann kann man lieber gleich zu Nespresso in die Halle 1.1 /102. Dort gibt es dann auch, dank der netten Messehostessen, gleichzeitig etwas fürs Auge.



Ein paar mahnende Worte gibt es dennoch mit auf den Weg:
Denn bei aller Liebe zur Technik der Unterhaltungs- und Haushaltselektronik sollte der Konsument nicht vergessen das bestimmte Entwicklungen seine Handlungsfähigkeit auch zukünftig unter dem Deckmantel von “Freiheit” und “Usability” einschränken wird. Die Kehrseite der Medaille quasi. So ist die lustige Gesichterkennung der neuesten, verbesserten Kameragenerationen ein Ableger einer Technik, die ihn noch stärker unter permanenter Kontrolle einer markttechnischen Ausspähung hält. Oder die bequeme RFID-Technik, die das Warten an der Kasse überflüssig macht. Konsequent zu Ende gedacht, kann es seinen Einkauf schlicht überflüssig machen, weil unter dem Gesichtspunkt einer Kostenreduzierung und Effizienz, irgendwann sein Einkauf als störend gilt, und er sich doch bitte schön neuen Techniken hinzugeben hat, die seine Handlungen diesbezüglich auf ein Minimum reduzieren. Jeder darf sich ausmalen wie so etwas aussehen könnte.

Trotzdem viel Spaß!
Ihre PolitikBasis.

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