PolitikBasis

Kommentarblog zu den Systemnachrichten

Archiv für die ‘Medien’ Kategorie

Anne Will, 14. September, 21.45 Uhr, Thema:

Reformwut in der Schule – Klassen-Kampf statt klasse Bildung? »

Ist das nicht eher eine Pseudodebatte?

Wird die Hauptschule mit der Realschule zusammengelegt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Realschule den Status einer Hauptschule erreicht hat, weil die Absolventen (fadenscheinig) nie klug genug, und nie billig genug für “die Wirtschaft” sind, um Arbeiten auszuführen, die nicht durch irgendjemand, oder “etwas”..billigeres, (z.B. automatisiertes) ersetzt werden könnten, um Gewinn zu mehren.

Sie werden immer ein lästiger Kostenfaktor bleiben, denen man mangelnde Bildung vorwerfen kann und muss, um ihren Preis (den Stundenlohn) zu drücken.

JJahkke vom Infoportal » entblättert dazu zeitgleich und ziemlich passend:

Am Dienstag meldete das Statistische Bundesamt einen enormen Anstieg “atypischer Beschäftigung”, nämlich um die Hälfte von 1997 bis 2007 auf 7,7 Millionen.

weiter heißt es:

Zusammen mit der Stillen Reserve an Arbeitslosen und den registrierten Arbeitslosen waren das 2007 fast 13 Millionen, die keine normale Beschäftigung hatten und damit über dreimal mehr als die Zahl der als arbeitslos Registrierten auswies (Abb. 14545). Und hinter den 13 Millionen hängen ganze Familien.

ganzer Artikel: http://www.jjahnke.net/rundbr45.html#at

Diskussion gerne im Forum: Thread: #3222 »

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Erhellendes zum “Kursfeuerwerk nach Rettungsaktion für US-Banken”

gepostet von PolitikBasis am 12 - September - 2008- 1 KOMMENTAR

Diese “Rettungsaktion” heisst nichts anderes, als das die Steuerzahler, Niedriglohnjobber, Rentner etc.pp. weiter in Taschen derer wirtschaftet, die ohne eigene Arbeitsleistung zu Kapital kommen möchten, um die Lohnarbeitsplatzinhaber im Umkehrschluss damit wieder weiter unter Druck zu setzen.
Die Situation ist global zu betrachten und wenn von Lohnarbeitsplatzinhabern die Sprache ist, dann sind sie auch global zu sehen.

Sollte das parasitäre Aussaugen an deren Arbeitsleistung nicht die gewünschte Höhe erreichen, werden die Lohnarbeitsplatzinhaber zu bildungsfern, Unterschicht und Schmarotzern erklärt, um sie mit Brosamen abspeisen zu können, um wachsende Gewinne und Dividenden nicht zu schmälern (z.B.: Hartz4, Altersarmut).

Kursfeuerwerk nach Rettungsaktion für US-Banken »

Nur, wie so oft in diesem Kapitalismus, wird von den Gewinnstrebenden zu kurz gedacht und wieder mehr Leute zur Unterschicht gemacht, die eigentlich wichtig wären ein ausgewogenes Verhältnis von Armut und Reichtum zu bilden.

So wird der abgesenkte Standard zur Mittelschicht und die klein werdende Schicht sogenannter “Leistungsträger” und “Eliten” darf sich in Zukunft auf kleine Enklaven zurückziehen um das Elend das sie geschaffen haben nicht unmittelbar ertragen zu müssen. Um dort dann, mittels totaler Kontrolle Herrscher über die Welt spielen zu können, bis die Technik so weit ist, um auf entfernten Planeten die selbe Choose wieder abzuziehen und einen Konkurrenzkampf nicht zwischen Ländereien zu führen, sondern Systemen.
(Der technische Fortschritt und was er mit dem Menschen macht, bzw. Ausmass der Kontrolle, als Faktor mal ausgeschlossen)

Der Leser, ob links, rechts, neoliberal, konservativ, anarchistisch, oder wie auch immer, soll sich von dem Text nicht blenden lassen: Wenn dort von “US-Regierung” die Rede ist, die die Rettungsaktion vornimmt, dann ist damit ganz profan “der Staat” gemeint (also besonders auch die sogenannten und dafür wichtigen “Unterschichten”).

Diese Bezeichnung wird aber vorsätzlich nicht verwendet, um die extrem starke Abhängigkeit vom “Staat”, der, von “freien Märkten” und “Privatisierung” träumenden Personenschichten, nicht noch zu dokumentieren und so ihr argumentatives Traumkonstrukt, vor der breiten Masse, zum kompletten Einsturz zu bringen.

z.B.:

Die Börsen weltweit haben euphorisch auf die Rettungsaktion der US-Regierung für die beiden größten Baufinanzierer des Landes, Fannie Mae und Freddie Mac, reagiert.

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“Nein, meine Suppe ess ich nicht!”

gepostet von PolitikBasis am 4 - September - 2008- KOMMENTAR+

Steinbrück am schwitzen….Peer Steinbrück hat sie zwar mit eingebrockt, aber er scheint Probleme mit der geschaffenen Realität zu haben.
Peer Steinbrück kritisiert Rezessionswarnungen »
“Ich halte es für vollkommen unverantwortlich, wenn einige Pessimisten auf Basis nur eines einzigen Quartals mit leicht negativem Wachstum das Schreckgespenst der Rezession an die Wand malen”, sagte er am Mittwoch in Schanghai.

Steinbrück sieht wahrscheinlich nur keine Rezession weil die Medienbeteiligungen der SPD und damit die Propaganda nicht bis zum Verlag einer “Financial Times Deutschland” reichen. Desweiteren wird er sich verzweifelt an das Wörtchen “fast” klammern:

FTD: Deutschland fast in der Rezession »

Deutschlands Wirtschaft steht nun auch nach Auffassung der Experten der Industriestaatenorganisation OECD kurz vor einer Rezession. Deren jüngsten Prognose zufolge wird es hierzulande in den letzten beiden Quartalen dieses Jahres kein Wachstum mehr geben.

Was soll er auch sonst sagen, “Leute wir konnten es nicht”, “wir habens versaut, sorry”!? Nächstes Jahr ist “Wahl” und “die Linke” hat die SPD bereits jetzt überholt.

(Posting aus dem Forum: www.Politik-sind-wir.de)

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Das Geschenk des deutschen Michel

gepostet von PolitikBasis am 23 - August - 2008- 2 KOMMENTARE

Michels Mrd. werden verbranntIn der Kiste läuft die neueste Schmierensoup an dem sich ein gemeiner, deutscher Michel abarbeiten kann, während ihm hinterrücks die Milliarden seiner eigenen Steuergelder, – zur “Rettung” der IKB – privatisiert und einer Heuschrecke als neuer “Eigentümer”, der “Lone Star” übergeben wird.

Bund verschenkt Bank »

Mit diesem neuen “Eigentümer” bzw. mit dessen Kapital wird aber wieder weiter Druck auf ihn selbst ausgeübt, nachdem er den Deal erst ermöglicht hat – (aber: wird er das überhaupt begreifen?):

Diese Kapitalkonzentration drückt wieder weiter auf (seine) Löhne, über die Preise, über die Lebenshaltungskosten, auf eine Konjunktur, über weitere Un- und Halbwahrheiten und Verschleierungen in den Medien, über das weitere Gerede von Worthülsen in Talkshows politischer Handlanger, die er nur zähneknirschend zur Kenntnis nimmt, weitere Diskreditierung und Diffamierungen von Gesellschaftsgruppen, usw. usf.

Potenzielle Kunden einer jammernden und greinenden Mittelschicht, sei es Handwerk oder Einzelhandel, haben jetzt schon nicht mehr das Geld das Angebotene zu bezahlen, da nutzen auch keine Forderungen nach Steuerentlastungen mehr, wie vor kurzem erst: Handwerk fordert Maßnahmen gegen Abschwung »

Er, seine Söhne und Töchter, seine Enkel, seine Eltern und wer auch immer, schindern weiter bei sinkenden Löhnen, – nein, sagen wir lieber: noch nicht, denn sonst hätte er sich schon neu orientiert. Aber ihm ist derzeit noch die “Alternativlosigkeit” des eingeschlagenen Weges “erfolgreich” nahe gebracht worden.
Noch.

Er hält dem Kapitalismus dieser Art also lieber noch feste die Stange, könnte er doch noch zu irgendwelchen imaginären “Gewinnern” gehören und fragt sich weiterhin naiv “wer soll das bezahlen?”, wenn nach Alternativen gesucht wird, während ihm hintenherum permanent mehr aus der Tasche gezogen wird.

Und das nicht für Hartz4 oder für einen Sozialstaat wie glauben gemacht werden soll, den er aber dringend bräuchte, wenn etwas ihn zukünftig auffangen soll, sondern über ein paar Ecken für seinen eigenen Niedergang.

Ganz gesittet, als ob es das Normalste auf der Welt ist wird der Deal hier beschrieben. Blos nicht daran rühren, was da im Grunde wirklich abläuft: Heute wird darüber entschieden, an wen die IKB verkauft werden soll »

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Sie werden es hier nicht finden und sie werden es auch anderswo nicht finden. Das Gute, das die Bezeichnung “sozial” impliziert, ist bereits vor langerer Zeit verkauft worden. Es hilft auch keine Fahndung danach. Es geht ums Geschäft.

Neben aller Empörung die eine neue “Dokureihe” mit dem Titel: “Gnadenlos gerecht – Sozialfahnder ermitteln” weckt, kann sie auch besonders als Symptom eines schwindenen Rückhaltes und starken Machtverlustes der Politik und “der Wirtschaft” betrachtet werden.

Aber was steckt hinter dieser Sendung eigentlich wirklich, sind dort endlich die Guten in Form von Fahndern zu finden?

Nein liebe Leser, ich muss Sie enttäuschen, auch in dieser “Dokureihe” wird es keine Guten geben, sondern nur mindestens zwei Lager, die sich gegenseitig ausspielen lassen.

Gewinnen tuen andere, denn die Beweggründen sind Gewinnoptimierung und das Shareholder Value, von denen diese instrumentalisierten Lager aber nichts haben werden.
So wird auch nächstes Jahr sich weiter über steigende Preise geärgert, die Tafel wird weiter Zulauf vermelden und der Armutsbericht wird vom weiteren Anstieg berichten.

Ausgestrahlt auf einem privaten Sender, ist dieser Sender so wie alle “Privaten” ausschliesslich darauf bedacht, das bestehende Machtverhältnisse unangestastet bleiben und vorhandene Strukturen sich weiter zu ihren Gunsten entwickeln und so möglichst zu steigenden Gewinnen werden.

Mit ihren Werbeeinnahmen sind sie (die privaten Sender) somit Büttel der auftraggebenden Unternehmen, die sie wiederum als Werbeplattform betreiben und mit ihren Anzeigen am Leben erhalten.
Die Grenzen des “Eigentums” dieser “privaten Sender” sind somit völlig verwischt und verschleiert. Vielmehr befinden sie sich in einer Symbiose, also quasi einem meinungsbildenden Zusammenschluss von ausschliesslich gewinnorientierten Unternehmungen, in die auch die Politik mitrein gehört.
Im Grunde ist es aber hierbei besser von Abhängigkeitsverhältnissen zu sprechen, auch wenn viele das nicht wahrhaben möchten.
Der des öfteren getätigte argumentative Verweis auf mögliche, einbrechende Werbeinnahmen, bei nicht konformer Berichterstattung, lässt schon allzu deutlich darauf schliessen. Selbst wenn sie anders wollten, so könnten sie nicht…

Dieses Abhängigkeitsverhältnis ist es auch, was die Meinungsmanipulation des Volkes, des Bürgers, des Individuums vorantreibt. Der Druck der damit aufgebaut wird, dient der weiteren Gefügigmachung aller Marktteilnehmer, die in dieser Art des kapitalistischen Vorgehens wiederum in Abhängigkeitsverhältnissen stehen. Denn: wir wollen ja nicht vergessen, dass selbst diese (weniger aktzeptierte) Art eines Transferempfanges, speziell in diesem Fall z.B.: Hartz4-Empfänger, wichtige, ja sogar sehr wichtige Marktteilnehmer sind.
(Sie sind aber bei weitem nicht die einzigen, die aus dem Topf eines Steueraufkommens leben.)
Die vermeintlich große Zustimmung durch stille Duldung ist viel mehr der “Vernunft der Erpressten” geschuldet, als der Einsicht das der eingeschlagene Pfad alternativlos und der Richtige ist.

Diese Gewinnorientierung wird somit zum Selbstläufer, die sich in ihren Massnahmen, im Zuge eines Wachstumszwanges, immer höher schaukelt.

Denn die Frage ist leider fast ausschliesslich, wie man an das Geld von Menschen kommt. Dafür ist fast jedes Mittel recht und so wird auch in Zukunft noch so viel Recht gebeugt werden, dass viele noch ungläubig und mit offenen Augen selbst zum Opfer werden, wenn sie weiterhin so kritiklos funktionieren wie bisher.
Die jüngsten Vorfälle in Sachen Datenmissbrauch » sind noch nicht mal der Anfang, vielmehr sind wir schon mittendrin, und es lässt dabei nichts Gutes erahnen.

Ist aber erstmal ein nenneswerter Betrag zusammengekommen, ist die Frage nach dem “WIE” ohnehin letztendlich egal, denn nun stehen Arbeitsplätze auf dem Spiel oder einbrechende Steuereinnahmen, weil die Drohung der Abwanderung des gebildeten Kapitals im Raum steht und damit sind auch Dividenden der Shareholder gemeint.
Dementsprechend sind z.B. im Fall Zumwinkel die Urteile vergleichsweise mild und die Berichterstattung auch eher freundlich.
Eine Dokureihe, zur besten Sendezeit jedenfalls, wird es für diese Fälle dort nicht geben. So reicht eine Beteiligung an einem der werbetreibenden Unternehmen in Form von Aktien z.B., oder einem Lohnarbeitsplatz, um an dem Sendeformat und der Art der Berichterstattung indirekt beteiligt zu sein und ihr mit einiger Wahrscheinlichkeit auch eine Zustimmung auszusprechen.

Hier treffen wir also schon wieder auf Abhängigkeitsverhältnisse, wobei die Frage nach der Vernunft schon viel zu spät gestellt würde.
Eine wirklich vernünftige Frage jetzt noch, wäre höchstens ein: “Wie konnte es soweit kommen?”.

Um diese Strukturen am Leben zu halten und auszubauen, bedarf es der Teilung (ein Aufhetzen) der öffentlichen Meinungen und Schichten.
Unter diesen Gesichtspunkten gilt es nun diese angebliche “Dokureihe” zu betrachten. Der Titel “Gnadenlos gerecht – Sozialfahnder ermitteln” ist wie immer, wenn es um schnelle einfache Manipulation und Propaganda geht, einfach gehalten und mit schlichten Schlagworten besetzt.
Und so gilt es diese “Dokureihe” dort einzuordnen wo sie hingehört: allein, sie verdient den Namen “Dokureihe” schon nicht: Vielmehr ist sie ein Werkzeug zum Erhalt und der Verschärfung vorhandener Machtstrukturen. Wer sich, in welcher Form auch immer dafür hergibt, wird weiter an der Schwächung seiner Position arbeiten, bis es ihn, oder seine folgenden Generationen erwischt, denn der Wachstumszwang macht nicht vor ihm Halt, sondern ihn, mit seinem “funktionieren”, zum geeigneten, zukünftigen Opfer.

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Der Mensch wird genormtNein, keine glorreiche Zukunft, für alle, die sich einem Leistungsprinzip verschworen haben welches sie letztendlich selbst zum Opfer werden lässt. Von einem “Gesellschaftssystem” möchte ich fast nicht sprechen, ein Kapitalismus dieser Art frisst seine Kinder…

Denn die vollmundig genannten: “Herausforderung” von Wirtschaft und Politik- einer relativ dünnen Personenschicht also, – ist (nun) nicht mehr eine Gesellschaftsform oder ein System zu finden, bei denen es um Zufriedenheit und Existenzfähigkeit der Menschen geht, sondern die gemeinte Herausfoderung liegt in der Erzielung von Profit und Gewinnen gerade trotz steigender Unzufriedenheit und bei steigender Gefahr von Widerständen Unzufriedener, weil in die Enge getriebener Menschen. Dafür braucht es Kontrolle und Überwachung.

Die “Herausforderung” von der die Rede ist, ist der weitere (am Besten) unbemerkte Machtausbau und Gewinnsteigerungen bei gleichzeitiger Funktionserhaltung (mentales und physisches “bei Laune halten”) der verbleibenden und dafür nötigen Human Ressources (Arbeiter – Angestellte – etc..);

Ebenso notwendig zum Machterhalt (als Herausforderung) ist die weitere, gezielte Kleinhaltung des unbenötigten “Ausschusses” wie Lohnarbeitsplatzlose – Hartz4er – Kranke – Alte, etc..
Diese Kleinhaltung wird durch Diffamierung und Brandmarkung bewerkstelligt: “bildungsferne Schichten”, “Pöbel” etc. pp. und die Vorführung passender klischeehafter Personen über die Medien, z.B.: Talkshows, Überschriften “Floriad Rolf” dienen genau diesem Zweck.

Diesese kapitalistische System hat sich mittlerweile soweit verselbstständigt, dass selbst bei Boykotten
bereits Märkte und Verknüpfungen geschaffen sind, die den ohnehin wiederum nur bestehenden Nutzniesern (Monopolisten, Konzerne , Konglomerate, oder schlicht: “der Wirtschaft“) zu Gute kommen. Da wird selbst Widerstand und Aufbegeheren zum Gewinnfaktor und den Menschen somit die letzte Bastion Veränderung zu bewirken genommen.

Also quasi die Gewinnoptimierung des Gesellschaftssystems in sich. Das Gros der Menschheit ist in dieser totalitären Zwickmühle auf dem Weg in die komplette Unfreiheit…

Selbst Personenkreise, die meinen nicht betroffen zu sein (wie eine ehemalige deutsche Mittleschicht z.B.) werden poe a poe niedergehalten um an ihr Kapital oder ihre Arbeitskraft zu kommen, weil bei den Unterschichten einfach nichts mehr zu holen ist. Sie werden also zu der (neuen) Unterschicht, während die ältere Unterschicht sich schon garnicht mehr reproduziert. Die Evolutionstheorie, das Gesetzt des Stärkeren, findet hier fast unmerklich seine Anwendung.

Was wäre aber der logische Schritt zu tun? Das Bewusstsein selbst der Nächste sein zu können dessen Linie auf einer kapitalistischen Abschussliste steht, muß zu einem großen schlagkräftigen Gegenpart werden um aus den Opfern Täter zu machen und die vermeindliche Schwäche in Stärke zu wandeln.

Hinderlich ist dabei die hierarchische Struktur eines Kapitalimus der derzeiteigen Art, in der sich zuviele noch zu den Gewinnern zugehörig fühlen lässt, selbst wenn ein (Arbeits)Lohn oder das Gnadenbrot im Alter irgendwann aus einem Teller Suppe z.B. besteht. Das ist der Trick von Think Tanks die ihre Anwendung über die Medien in hübsch gemachter Werbung und manipulierender Propanganda, – mal plumper, mal subtiler Art – findet. Aber immer zum Nutzen ohnehin schon bestehender Machtverhältnisse.

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Mein Auslaufmodell “Fernsehen”

gepostet von PolitikBasis am 9 - August - 2008- 4 KOMMENTARE

Seit dem ich immer weniger fernsehe und meine Zeit lieber in Foren, Blogs und überhaupt online verbringe, fällt mir auf, wie diese Distanz zum Fernsehen, meine Sicht der Dinge zum Positiven verändert hat.

tvKlatschende Zuschauerreihen in Talkshows werden mir immer suspekter. Die Einspielung von Werbung ist ein Anlass zum sofortigen Senderwechsel oder Ausschalten des Gerätes.
Zu oft habe ich das Gefühl, dass es bei dem Gesagten, gerade wenn es um politische Themen geht, nur Worthülsen sind, die allein dem Zweck dienen, die Gunst des Zuschauers und somit dem potenziellen Wähler zu erhaschen (dass dem so ist, ist ja nichts Neues).

Bei nicht politischen Themen, wenn z.B. “Prominenz” aus dem Nähkästchen plaudert, stellt sich mir öfters die Frage ob das Erzählte (bzw. das Erlebte) wirklich so interessant oder so besonders ist, dass es als Anlass zu (teils stürmischen) Zustimmungsbekundungen ist.

Ich halte dieses Format für ein Auslaufmodell.
Bei den “Zuschauern”, die zur Passivität verband sind, wie ihre Bezeichnung schon aussagt, glaube ich nicht, dass sie zukünftig weiter ein paar Wenigen “huldigen” möchten, die meinen ihre Meinung sei der Stein der Weisen und würde sie legitimieren Millionen von Menschen zu führen.
In Zeiten von youtube, myspace, twitter und wie sie alle heissen, sind diese ehemals passiven Leute, nämlich selbst Regisseure, Musiker, Maler, Künstler und auch Politker, wie hier z.B.:

www.politik-sind-wir.de »

Im bestehenden TV-Format lassen sich im Grunde nur rudimentär Zuschauer-Reaktionen einbinden.
Auf Klatschroboter reduziert gibt es noch nicht einmal eine Gegenreaktion zur Zustimmung. Ausbuhen “macht man nicht”, es bleibt den armen Leuten demnach nur oftmals zähneknirschend Duldung durch Schweigen. Ein Fest für Propagandisten und Geschichtenerzähler.

eMails, Kommentare und Telefone stehen in ihrer Wirkung in keinem Verhältnis gegenüber den Hauptdarsteller bzw. den Talkshowgästen die sich dort natürlich nicht das Schlachtfest der kritischen Meinungen entgehen lassen und selbst pompös als meinungsbildend auftreten.

Politiker und Lobbyisten lieben diese Passivität der Zuschauer, hat sie doch massgeblich Anteil an ihrem zweifelhaften “Erfolg” und den herrschenden hierachischen Strukturen.
Doch dieser “Erfolg “ist nicht mehr als der Omnipräsenz geschuldet, ein Beutel warmer Luft eben, auf den nicht allzuviel gegeben werden sollte.

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Überall “Experten”

gepostet von PolitikBasis am 6 - August - 2008- 1 KOMMENTAR

Experten möchten den Gläubigen die Welt erklärenFrüher hieß es: “Halt Du sie dumm, ich halt sie arm” wenn Priester, Prediger und Kirchenoberhäupter den Menschen ihr Dasein, ihre Situationen, und ihre Lebensumstände mit reichlich religiösem TamTam erklärten. Heute nennen sich die Pfaffen der Moderne einfach “Experten”, und mit nicht weniger TamTam verkünden sie z.B. wirtschaftliche Auf- und Abschwünge.
Sie dürfen weder in kleinen Reportagen und Talkshows fehlen noch in publizistischen Veröffentlichung und auch, oder gerade in Doku-Soaps nicht, treffen sie doch dort noch am ehesten auf ein williges, dankbares Klientel, das vor lauter Ehrfurcht über diese geballte Ladung Intelligenz und Authorität, diesen “Experten” an den Lippen klebt.

Ein “Experte” braucht auch nichts weiter als die Bezeichnung “Experte” um als solcher wahrgenommen zu werden. Ihn umweht, allein Kraft seiner Bezeichnung, der Hauch von Wissen, Weißkittel und Forschungslabor.
Doch, was ihn wirklich dazu befähigt ein “Experte” zu sein, bleibt oft genug ein Geheimnis und das ist wohl auch besser so, sonst würde so manchem Experte ganz schnell die heiße Luft ausgehen.

Ihre Hauptaufgabe scheint sich neuzeitlich weniger auf die (Er)Klärung von Sachverhalten auf Basis wissenschaftlich fundierter Kenntnisse zu stützen, als mehr dem Thema einen wissenschaftlich-seriösen Anstrich zu geben, also eine Art Schauspielerei, die eine These noch das letzte Quäntchen Überzeugung geben soll, und so dem Zuschauer, oder dem Leser, eine logische und selbstverständliche Haltung impliziert.
Oder auch anders gesagt: “Die Welt (oder z.B. die Wirtschaft) ist nun mal so, weil ich es sage und ich der Experte bin….”. Tja dann…

Doch auffallend oft geht es auch mehr um das Beschreiben eines bereits eingetretenen Sachverhaltes, was nicht unbedingt kompetenter wirkt, eher im Gegenteil, denn jeder kann es sich auch selbst mit dem Satz erklären: “im Nachhinein ist man immer schlauer”.

Besonders gerne werden “Experten” gezielt als Wirtschaftskommentatoren eingesetzt, wenn der eine oder andere Sachverhalt dem Volke als unabänderlich und alternativlos verkauft werden soll oder/und Zukünftiges in allerlei erdenkliche Richtungen herumorakelt wird.
Kein Wunder das dann sogar der eine oder andere dieser Experten, oder auch mal eine ganze Expertenrunde einen Treffer landet. Diese Gruppen werden dann vorzugsweise auch zu “Wirtschaftweisen”..

Nur grau ist alle Theorie, wenn das angeblich vorhandene Wissen wirtschaftlicher Zusammenhänge in Abschwüngen und Niedergängen mündet. Die Zeit auf den Universitäten scheint also so ziemlich verplempert worden zu sein, ebenso wie ihre Wichtigkeit und ihr Nutzen in der Gesellschaft wohl ständig überbewertet wird.
Denn was nutzen alle Experten, wenn sie sich in Ihren gegensätzlichen Prognosen gegenseitig aufheben und somit nichts anderes bleibt als “ihre Meinung”, die richtig sein kann oder auch falsch. Demnach wäre jeder Forenuser ein Experte.

nehmen wir z.B. diesen Absatz eines aktuellen Themas:

Abschwung hat auch deutsche Wirtschaft erfasst »

Der Abschwung hat die Wirtschaft weltweit und in Deutschland erfasst. Die Folgen der Finanzmarktkrise, der hohe Ölpreis und der starke Euro belasten das Wachstum und nähren Sorgen vor einer Rezession. Der ehemalige Chef der US-Notenbank Fed, Alan Greenspan, malt ein dramatisches Bild der weltweiten Bankenkrise, die die Konjunktur in die Misere stürze. “Diese Krise ist anders – ein Ereignis, wie es ein- oder zweimal pro Jahrhundert vorkommt”, schrieb Greenspan in einem Beitrag für die “Financial Times”. Nach Einschätzung von Volkswirten ist die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal stärker geschrumpft als bisher befürchtet. Experten warnen aber vor übertriebener Schwarzmalerei.

“Experten warnen aber vor übertriebener Schwarzmalerei”…nun das können sie natürlich, aber das kann jeder, denn ganz profan gesagt und mit einer Sicherheit auf die sich jeder dieser modernen Wirtschaftsexperten gerne beruft, ohne große Gefahr laufen zu müssen eine falsche Prognose abgegeben zu haben, ist es einmal mehr die simple Erkenntnis: “Das Leben geht weiter,” ….der Markt geht weiter und sogar ein Kapitalismus geht weiter, … auch ohne “Experten” und das schon sehr lange…

Ihre PolitikBasis.

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Die dpa spamt munter “Deutschlands Presse” zu

gepostet von PolitikBasis am 28 - Juli - 2008- KOMMENTAR+


Im Zuge der Kostenreduzierung und Kostenkontrolle darf Berichterstattung auch zukünftig auf standarisierte Instant-Nachrichten à la dpa zurückgreifen.
Klar, denn unter den Gesichtspunkten der “Kosten” ist das Verständnis bei so manchem Zeitgenosssen groß. :)
Auf jedenfall dort schon. Bei Kostenkontrollen der Konsumenten sind diese Personen dann aber weniger verständnisvoll, so wird schonmal die Beimischung von Gammelfleisch gerechtfertigt, mit den Verweis der Schuld der Konsumenten in der Hauptsache: “billig, billig, billig” einzukaufen.

Der nicht direkt sichtbare, körperlich schädliche Einfluss dieser Spam-Nachrichten lässt meist aber nicht weiter darüber nachdenken, dass die Menschen es hier mit “Gammelnachrichten” zu tun haben könnten.

Simpel per RSS-Feed bekommen, nur noch dem Anschein nach, seriöse und unabhängige Zeitungen ihre Textbausteine direkt von der “Deutschen Presse Agentur” auf die Seite geladen.

Ähnlich wie das “Presseamt beim Vorsitzenden des Ministerrats” einer ehemaligen DDR (deren Parallelen ja ständig wehement abgestritten werden) werden, wird die Presse hier, wenn wir davon überhaupt noch sprechen möchten, schlicht zugespamt.
Das hier eine Gleichmacherei im großen Stil, wie im Sozialismus einer DDR vorherrscht, wird geflissendlich übersehen, könnte doch das Weltbild so mancher Zeitgenossen wanken.

Denn diese “Presse” besteht technisch gesehen nur noch aus Internetseiten (aus leeren Hüllen), in verschiedenen Erscheinungsformen (Formen, Logos, etc.), in die jeweils immer und immer wieder der selbe Inhalt geladen wird.

Von Vielfalt kann also keine Rede sein. Das China (in der Art des Kommunismus) lässt grüßen.
Damit haben aber angeblich “liberale”… Opportunisten noch nie ein Problem gehabt.
Ihrem Gerede aus humaitären und mitfühlenden Gründen einem “Kommunismus” entgegenzustehen ist ohnehin nicht mehr als heuchlerisches Gewäsch.

Die neueste Instant-Nachricht direkt aus dem RSS-Newsfeed der dpa:
Zwei weitere US-Banken zusammengebrochen.

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