PolitikBasis

Kommentarblog zu den Systemnachrichten

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Gekaufte Doktortitel – Wo ist das Thema hin?

gepostet von PolitikBasis am 28 - August - 2009- 1 KOMMENTAR

Nanu, das ging aber schnell: kaum ist das Thema um den Verdacht auf verschacherte Doktortitel in die Medien geraten, schon ist es wieder daraus verschwunden. :). Äußerst merkwürdig!

Die Kölner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen rund hundert Hochschullehrer eingeleitet. Ein Sprecher bestätigte Medienberichte, wonach die Professoren ungeeignete Kandidaten als Doktoranden angenommen haben sollen – und sich ihre Nachsicht offenbar teuer bezahlen ließen.

Quelle: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen hundert Professoren »

Mehr zum Thema auch auf der SZ: Magna cum money

Dabei wirft das doch ein paar ganz essentielle Fragen auf. Wir können ja leider davon ausgehen, dass es sich nur um die Spitze eines Eisberges handelt, auch wenn uns wieder erklärt werden wird, daß es nur wieder ein paar “Schwarze Schafe” sind. Doch ein paar “Schwarze Schafe” in jedem gesellschaftlichem Segment, machen auch eine Herde, und bringen letztendlich eine komplette Gesellschaft ins Wanken.

So sollen die Krankenkassenbeiträge und Arzthonorare stetig steigen, während die erbrachten Leistungen aber sinken. So ist das Risiko für den Patienten, mit dieser neuen Kenntnis erhöht (worden), an Ärzte und Doktoren zu geraten, die eventuell gar keine sein dürfen. Für diese Sicherheit bezahlt er aber, oder fällt das nun auch unter den äußerst dehnbaren Begriff der “Eigenverantwortung” ;). Schwierig zu rechtfertigen die steigenden Kosten dann, nicht wahr!?

Professoren und Doktoren die keine sind, ist schon ein anderes Kaliber, als Politiker die Unwahrheiten verbreiten. Denn die Abhängigkeit der Patienten, und anderer Ratsuchender ist meist von einer besonderen Dringlichkeit geprägt, die weit über ein mögliches, überzogenes Anspruchsdenken hinausgeht, das man ihnen vorwerfen könnte.

So verliert nun auch die Wissenschaft hier ein Stück mehr ihrer Jungfräulichkeit und Unabhängigkeit, und der dringend benötigten Seriösität, die sie noch abgrenzte, zu der allgemein steigenden gesellschaftlichen Aufweichung der moralischer Sitten. Oder auch anders gesagt: Die Wissenschaft unterliegt den schnöden Reizen des Kapitals, und damit auch dem allgemeinen Verfall.
Mit ihnen gehen dann die letzten echten, vertrauensvollen Eliten und Leistungsträger.

Na dann gute Besserung!

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Totgeschwiegen: die 12 “Sonstigen”

gepostet von PolitikBasis am 27 - August - 2009- 5 KOMMENTARE

In den Medien kommen sie so gut wie nicht vor, in den einschlägigen Talkshows sieht man sie nicht, und in den Umfrageergebnissen wird ignorant über sie hinweggegangen: 12 “Sonstige” stehen dem Wähler neben den sogenannten etablierten Parteien zur Verfügung.

Eifrig ist man dabei dem Bürger weiszumachen, daß seine Existenz in Deutschland, an Personen wie Merkel, Westerwelle oder Steinmeier hängt, und die Fegefeuer der Hölle, in Form von exorbitanten Staatsschulden, noch höherer (Lohn)Arbeitslosigkeit, und dem erneuten sozialistischen Mauerbau, mit anschließender Planwirtschaft über jeden Einzelnen hereinbricht, sollte sich an diesem Zustand auch nur, z.B. durch seine “Wahl”, das Geringste ändern.
Im Wahljahr 2009 kommen wir von der PolitikBasis nicht umhin, noch mal ein konzentriertes Auge auf die “Sonstigen” Parteien zu werfen:

Insgesamt stehen nämlich 18 Parteien zur Wahl.

Die “Sonstigen”:

Die “Üblichen”:

Wer meint, er dürfe diese “Sonstigen” nicht wählen, weil das Vorankommen des Landes damit behindert werden würde, dem sei gesagt, daß dieser Zustand schon längst, unter der Führung von etablierten Parteien eingetreten ist. Es ist nur die Frage, in wie weit sich jeder Einzelne bei dem Thema etwas vor macht. Geschickt sind nämlich die anstehenden Problem nur verdrängt, und in die Zukunft, und damit auf kommende Generationen verlagert worden.

Einzig positiv zu bemerken, ist die Anpassung und das Arrangieren jedes Einzelnen, an kommende, oder bereits eingetretene, widrige Umstände, wie Altersarmut, oder Niedriglöhne. Sie sind aber der persönlichen Leistung des Einzelnen zuzuschreiben, und weniger einer besonderen geistigen, oder politischen Leistung, oder eines besonderen, visionären Konzeptes ehemals führender (etablierter) Parteien, selbsternannter Eliten, oder sogenannter Leistungsträgern. Auch wenn diese ständig versuchen sie sich auf die eigenen Fahne zu schreiben. Es sind aber nicht sie, sondern die Menschen, die sich friedlich und erfolgreich, trotz der oftmals üblen eingetretenen Umstände, auf Grund von politischen Fehlentscheidungen, Falscheinschätzungen und verqueren marktradikalen Ideologien, ein lebenswertes Leben erhalten und einrichten.

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Wahl 2009 und die Manipulation des Wahlkampfes mittels Statistik

gepostet von PolitikBasis am 22 - August - 2009- 4 KOMMENTARE

Deutschlandtrend 2009Schaut man sich die deutsche Medienlandschaft an, könnte man glauben die Wahl ist bereits gelaufen. Die vermeindlichen Gewinner sollen schon im Vorfeld fest stehen: Schwarz/Gelb. Präferiert von Presse und Journallie. Sie hängen so fest an ihren Rockzipfeln, wie ein Haufen ängstlicher kleiner Kinder.

Wissen doch die ganzen Spindoktoren um den stabilisierenden Faktor wenn es um (Lohn)Arbeitsplätze in den anhängigen Werbeagenturen, Nachrichtensendern, Börse, und unter den ganzen journalistischen Freiberuflern mit ihren Familien geht. Unvorstellbar für sie eine andere Konstellation. Gefährlich für sie eine Neuorientierung, Eigeninitiative und Eigenverantwortung nur Schlagwörter die für alle anderen gelten, in den Mund gelegt und bezahlt von postensichernden Instituten, die die “Notwendigkeit marktwirtschaftlicher Reformen” unter das Volk mischen sollen. Zu groß ist dort die Angst vor Veränderung. So wird geschrieben was das Zeug hält. Mauern ist angesagt. Schwarz Gelb muß Wirklichkeit werden, wenn dabei auch Objektivität und Ehrlichkeit für das, was diesen Parteien seit langen Jahren geleistete (oder nicht geleistet) haben, auf der Strecke bleiben.
Politik von Beratern der Lobbygruppen, dazwischengeschaltet Personen, gehypte in der Funktion einen Anstrich von Kompetenz und Stärke zu geben.

Gewaltige Statistikblöcke werden den Bürgern präsentiert: 36% Prozent für die Schwarzen, Gelb im Aufwind, das böse Rot niedergeschrieben, aber nur soviel (24%), daß es immer noch als stabilisierender Faktor herhalten kann. Nicht mehr als eine weichgespülte Oppositonsalternative für den systemkonformen deutschen Wähler. Die “Sonstigen”: Parteiengruppierungen ingnorant und bewußt kleingeschrieben. Daran lässt sich aber ablesen, was wirklich eine Veränderung bewirken würde.

Das Ganze wir garniert mit Überschriften wie: Deutschlandtrend, wobei das Wort Deutschland an eine solidarische, verbindende Emotion appeliert, das Wort Trend für Leichtigkeit, Jugendlichkeit und Unbeschwertheit steht. Die Wahlprognosen sind aber weiterhin fern jeglicher Aufbruchsstimmung, wie man es von solch einem Ausdruck vermuten könnte.
Eingelullt und ehrfürchtig lässt es den Wahlberechtigten entweder resignieren, und sein Kreuz gar nicht machen, oder vor lauter Herdentrieb und Gruppenzwang sein Kreuz dort machen, wo es vermeindlich alle tuen.

Der wichtige Grundwert dieser statistischen Auswertungen dabei nur eine Randbemerkung. Dabei ist sie ausschlaggebend für die Legitimation sogenannter Volksparteien. Die wachsende Nichtwählerschaft zwar thematisiert, aber besser nicht weiter nachgehakt. Volksparteien? Nein, nur noch Makulatur.
Hundert Prozent sind ein Ganzes – meint man, ist aber nicht so. Prozente lassen sich hervorragend visualsieren und entsprechend manipulativ einsetzen – siehe Bild. Von Grundgesamtheit ist dort die Rede. Eine Größe die nicht weiter spezifiziert ist. Wie setzt sie sich zusammen, wer gehört ihr an, wie wurde sie erhoben, wo wurde sie erhoben. Ein Einfallstor der Fehlinterpretationen.

Was wieder auf der Strecke bleibt? Veränderungen, ein frischer Wind, neue Ideen. Zu unbequem für die Bequemen. Diese Wahl steht unter dem Motto eines “weiter so”. Weiter mit Staatsverschuldungen und deren Zinsen, die immer schwerer sind zu bedienen sind. Denn zurückgezahlt werden sollen sie nicht.

Aber auch auf eine Gefahr hin, durch die eigenen Teilnahme an der Bundestagswahl 2009 sein “Funktionieren” innerhalb einer zweifelhaften Demokratie unter Beweis zu stellen, und so, evtl. einmal mehr zum stillen Mittäter einer fehlgeleiteten Ideologie zu werden, ist das Nichtwählengehen zwar bis zu einem gewissen Grad verständlich, aber sicher nicht der richtige Weg.

Fortsetzung folgt.

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Tschüss Hertie

gepostet von PolitikBasis am 18 - August - 2009- KOMMENTAR+

Auffallend still ist es in den Medien, wenn es um die, den Wahlprognosen weniger zuträglichen Meldungen geht. Immerhin ist bei Hertie jüngst wieder ein beträchtlicher Teil der Mittelschicht weggebrochen: Rund 4500 ehemalige Angestellte bereiten sich auf ihren Aufschwung und ihr kommendes Wachstum vor.

Presse und Medien plärren aber lieber populistisch vom Sinngemäßen: “Raubzug der Wenigverdiener” wenn es um die Auflösung der Mittelschicht geht:

Diese Wenigverdiener sind es nämlich, die das Gemeinwesen mit ihren Wohlstands- und Versorgungserwartungen in den Bankrott treiben. Mittlerweile sind es so viele, dass keine große Partei mehr an Ihnen vorbei kommt, wenn sie Wahlen gewinnen will.

Welt Online: Der staatliche Raubzug gegen die Mittelschicht »

Dabei sind es doch die vielen kleinen und großen Investoren die Dawnay Day angehören, welche leistungsloses Einkommen, respektive Wohlstands- und Versorgungserwartungen, rein aus Kapital generiert haben wollen.

Tatsächlich zeichnete sich seit dem Einstieg des Investors eine Spirale nach unten ab. 2006 machte Hertie ein Minus von 33 Millionen Euro. 2007 waren es wiederum 30 Millionen Euro bei schrumpfenden Umsätzen und einem Eigenkapital von angeblich nicht mal zehn Millionen.

Ja, auch du lieber Leser trägst deine Mit-Schuld an dieser Sache, wolltest du nicht auch irgendwann mal, in irgendeiner Form leistungsloses Einkommen beziehen?

Man könnte natürlich auch erklären, dass die Investoren so vorgehen mussten, weil sich der Kreis in dem Moment schließt, wenn die (etwaigen) Steuern des “Krake Staat“, auf diesen Erlös, an die Wenigverdiener verteilt werden. Da ist zwar etwas dran, nur logisch und konsequent zu Ende gedacht klingt das nicht, weil diese Wenigverdiener ja wiederum für andere Investoren und Institutionen Gewinne generieren, zumal sie, als letztes Glied in der Kette, rein der Ausbeutung dienen.

Was wäre also, wenn nicht verteilt werden würde? Andere Lobbygruppen würden wieder das große (mediale) Zähneklappern kriegen, wenn sie merken, daß der Binnenmarkt noch mehr einbricht, weil noch weniger konsumiert würde. Wobei die Frage ist, ob diese Lobbygruppen, die aus der bröselnden Mittelschicht bestehen, mächtig genug sind sich auf Dauer durchzusetzen. Vorausgesetzt sie erkenne überhaupt die Situation in der sie sich befinden. Zweifelhaft: So wird ein Herr Hundt auch weiterhin Lohnverzicht fordern, und damit die Abwärtsspirale nach untern vorantreiben.
Und jetzt kann man den Sack zu machen und die Antwort geben: Die Mittelschicht schrumpft, weil sie nicht mächtig genug ist, gerade weil sie ihre Situation nicht richtig einschätzt.

So gibt es den Weg vorgezeichnet: die Mittelschicht siedelt sich in der Unterschicht an, und der Begriff wird, von Politik und globalen Unternehmen, über die Medien, auf dem abgesenkten Level neu definiert: “Mittelschicht” – auf Niveau der Unterschicht.

Das macht aber nichts, und lässt genug Raum für Hoffnung selbst bei widrigsten Umständen eine positives Grundstimmung zu bekommen:

So werden sich kommende Generationen kaum vorstellen können, daß ein ehemaliger  Bevölkerungsdurchschnitt finanzielle Mittel mit einem 40 h (Lohn)Arbeitsplatz erwirtschaftete, von dem z.B.: Wohneigentum, und Grund und Boden erworben werden-, eine Familie ernährt-,  und auf einen Ruhestand-,  genannt Rente, hingearbeitet werden konnte.

Der Mehrheit in der Zukunft wird es aber nicht so vorkommen, als ob ihnen an etwas mangelt, nur der Weg dorthin kommt uns in der Gegenwart als Abstieg vor. Im Ergebnis wird der Mensch seine Zufriedenheit im Arrangement mit den Gegebenheiten finden. Ja: das ist der Stoff aus dem “der Markt” ist.

Politik spekuliert darauf, und ihre primäre Aufgabe ist den Niedergang nett zu verpacken, und die Menschen (die Mittelschicht) sanft nach unten zu begleiten.

Dass das kein Leistung ist, im Sinne von: “wir haben ein System (geschaffen) dass tatsächlich Wachstum und Wohlstand (durch *LohnArbeit) generiert” muß natürlich immer wieder verschleiert werden, weswegen dem Bürger Politik mit seinen Worthülsen immer so merkwürdig verlogen und nicht stimmig vorkommt. Denn das ominöse Wachstum kommt ja nur durch des Bürgers eigene, ständig steigende Einschränkung, wie wir speziell an den kommenden Generationen sehen (werden).

capire?

Tschüss Hertie.
Ihre PolitikBasis.

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Stille…

gepostet von PolitikBasis am 16 - August - 2009- 2 KOMMENTARE

…nur eines gibt es momentan zu sagen:



» Wenn wir uns irgendwann wiedersehen, können wir vielleicht zusammen auf einer neuen Strasse weitergehen.«


 

 

 

 

Angeblich: Das Ende der Rezession rückt näher

gepostet von PolitikBasis am 8 - August - 2009- KOMMENTAR+

Die aktuellen Propagandameldungen von Presse und Medien, im Wahljahr 2009, sprechen derzeit, verstärkt, vollmundig von einem globalen Aufschwung oder gar einem “Ende der Rezession”:

Die deutschen Exporte legen wieder zu, die Arbeitslosenzahlen in den USA gehen zurück, das Wachstum in China ist schon wieder so stark wie vor der Krise – kündigt sich da etwa ein globaler Aufschwung an?

Welt Online: Das Ende der Rezession rückt näher »

Ökonomen analysieren auf SPIEGEL ONLINE den Zustand der deutschen Wirtschaft: Ist das Schlimmste überstanden, welche Rückschläge kommen noch?

Spon: Deutschland taumelt aus der Krise »

Das ist schön, weil nun kann sich wieder um wichtige und drängende Probleme gekümmert werden:

Rund 8 Mio. Arbeitslose allein in diesem Gebiet, Niedriglöhne, Altersarmut, drohender sozialer Abstieg mit Hartz4 und der Agenda2010 dazu noch Peak Oil, Klimawandel, und nicht zu vergessen die exorbitanten “Schulden”, die den Generationen für die Rettung aus der Krise aufgeladen werden (sollen)

…das ist die Krise!

Es ist also keineswegs so, daß nach dieser Krise alles in Butter wäre. Ganz im Gegenteil.
Denn wenn ein System allein auf der Hoffnung auf eine positive Zukunft gebaut ist, und weniger auf Realität, ist das bereits der erste Schritt einer Blase, die irgendwann wieder platzen muß – und Manipulation ist ihr Gehilfe.

Aufschwung wo keiner ist, “Das Ende der Rezession”, “Alles wird gut”, mag zwar schön klingen, vllt. braucht das auch der eine oder andere, deckt sich aber, wie gesagt, nicht mit den Umständen. Ich kann nicht behaupten pessimistisch durch das Leben zu wandeln wenn ich einen Aufschwung nicht sehe wo keiner ist. Aber was unterscheidet mich, und warum sollte ich mir dann etwas einreden.

Und zum Thema “Aufschwung”: Gemeint ist er nicht für die arbeitende Bevölkerung. Er bezieht sich immer mehr nur auf das Exportland Deutschland im Gesamten. Um von den gemeinten “Aufschwüngen” zu profitieren, muß, nein darf nicht in Deutschland (lohn)gearbeitet oder gelebt werden. Hier kann man bestens mit der ganzen Welt handeln, nicht aber (lohn)arbeiten.

Ist es also eine Lüge, was Merkel und Sinn, und wie sie alle heißen, verbreiten?

Nein, es ist nur das schlichte Weglassen von Erklärungen, von Sachverhalten, bei der Verkündung von diesen besagten “Aufschwüngen”, und für wen er gemeint ist. Er klingt gut in den Nachrichten und der Presse, deckt sich aber nicht mit der Lebensrealität der Menschen hier, weswegen es auch zu Dissonanzen und Verwerfungen innerhalb einer politisch- gesellschaftlicher Beziehungen kommt.

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ulla_schmidtDen deutschen Michel bewegt zur Zeit eine Dienstwagenaffäre, die mehr zur Posse wird, und im Grunde dabei, Michel mit dem Nasenring, durch die Arena führt.
Zu vorhersehbar seine Empörung über die pöse U. Schmidt.
Dabei blendet er völlig aus, dass ganz andere Personenkreise ihm wesentlich mehr finanziellen und gesellschaftliche Schaden zufügen als die Gesundheitsministerin es könnte.
“Rücktritt” schallt es laut. Er will Köpfe rollen sehen. Der arme Wicht macht sich damit wieder ein mal nur zur Wahlmasse 2009 und zum Spielball von Lobbyisten.

Die Steuerhinterziehung, die Korruption, die zugeschacherten Aufsichtsratsposten, all das lässt ihn kalt. Sollten diese Themen aber in den Fokus gerückt werden, spricht er in pharisäerhafter Manie und im Beissreflex von “Neiddebatte”, “Leistungsträger” und “Notwehr”.

Der Streit über Ulla Schmidts gestohlenen Dienstwagen hat die Große Koalition erreicht. CDU-Haushälter Schirmbeck rügte das Verhalten der Gesundheitsministerin. Die SPD-Politikerin fördere das Misstrauen in der Bevölkerung und schade dem Ruf aller Bundestagsabgeordneten.

Druck auf Schmidt wegen Dienstwagen-Debakel nimmt zu »

Bei dieser “Dienstwagenaffäre” ist noch nicht einmal das Wort “Neid” gefallen, wohl, weil Michel meint, dass Fr. Schmidt von ihm bezahlt würde.
Auf die Idee, daß Steuerhinterziehung, Korruption und zugeschacherte Aufsichtsratsposten von ihm, mittels “Subventionen” und Umverteilung auch bezahlt werden, kommt Michel nicht.
Er echauffiert sich wieder über Peanuts, während ihm hintenherum das Geld richtig aus der Tasche gezogen wird.

Dabei umschwärmt er die FDP mit der Millionenstrafe Möllemanns, Lambsdorf als vorbestrafter Steuerhinterzieher, CDU mit Kohls Versprechen, Schäuble, Koch und Mayer und jüngst Carstensen und wähnt sich damit bei den “Guten”.

Weiter werden interessante Meldungen unter den Tisch gekehrt, wie z.B.: die Learjetnutzung der Angela Merkel vom 28.07.2009, zu privaten Zwecken, deren Kosten ebenso auf den Steuerzahler abgewälzt werden:

Manche Bürger regen sich in diesen Tagen darüber auf, dass die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sich im fernen Spanien im Urlaub einen Dienstwagen der Fahrbereitschaft (S-Klasse-Mercedes) hat stehlen lassen. Die Steuerzahler sind empört angesichts solcher Vorkommnisse, denn der teure Wagen war nicht einmal gegen den Diebstahl versichert. Zugleich nimmt Angela Merkel munter Privattermine mit einem Jet der Flugbreitschaft der Bundesluftwaffe wahr. Doch darüber wird vor der Wahl Stillschweigen bewahrt.

Quelle: Kanzlerin Angela Merkel: Auf Kosten der Steuerzahler mit dem Luftwaffen-Jet zur Buchpräsentation?

Ein Schelm wer dabei nicht an Kampagnen der Presse Deutschlands zur Wahl 2009 denkt.

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Die Mittelschicht im Kita-Kampf

gepostet von PolitikBasis am 28 - Juli - 2009- KOMMENTAR+

Auf der einen Seite soll die Mittelschicht Mittelschicht bleiben, auf der anderen Seite regen sich, reichlich viele, quer durch die Gesellschaft auf, wenn über hramlose Streiks versucht wird den Status Quo zu halten, um ein Abrutschen zu verhinden.

Am Ende der erfolgreichen Propaganda trifft man sie bei der kollektiven Schuldzuweisung auf Geringverdiener und sog. “Unterschichtler”:

Diese Wenigverdiener sind es nämlich, die das Gemeinwesen mit ihren Wohlstands- und Versorgungserwartungen in den Bankrott treiben. Mittlerweile sind es so viele, dass keine große Partei mehr an Ihnen vorbei kommt, wenn sie Wahlen gewinnen will. Längst sind die direkten und indirekten Empfänger staatlicher Leistungen (also in Wahrheit des Steueraufkommens) in der Mehrheit. Eine von staatlicher Sozialpolitik selbst geschaffene Mehrheit, gegen die niemand mehr regieren kann.

Quelle: Der staatliche Raubzug gegen die Mittelschicht. »

Es ist wohl eher der geringen Solidarität der sogenannten Mittelschicht geschuldet, sowie einer gewissen geistigen Einfältigkeit, daß sie immer weiter errodiert. Nur sehen tut sie das wieder nicht.

Mittelschicht bleiben, ohne Tariferhöhungen, die aber nur durch knackige Streiks durchzusetzen sind; dagegen aber zu sein, funktioniert gleichzeitig nicht!

Und so geht das in diesem Land mit allem.

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Wann man “reich” ist

gepostet von PolitikBasis am 23 - Juli - 2009- KOMMENTAR+

Zur Zeit ist wieder besonders die “Reichensteuer” von “Reichen” in aller Munde und der Aufschrei ist groß unter allen möglichen Personengruppen, die sich für mehr oder weniger “reich” halten.

Die Finanzlage des Staates ist dramatisch, der Schuldenberg wird in Deutschland bis Jahresende auf mehr als 1,7 Billionen Euro wachsen. Wirtschaftsforscher empfehlen nun eine stärkere Besteuerung von Vermögen – damit würden jährlich rund 25 Milliarden Euro mehr in die Kassen gespült.

Wirtschaftsexperten fordern Reichensteuer »

Mal abgesehen davon, dass die Terminologie “Reiche” nichts anderes soll als Ressentiments schüren, ist die Definition wann man reich ist relativ einfach:

Auch hier entfaltet der HartzIV-Regelsatz eine noch weitere Komponente, denn an ihm ist der eigene finanzielle Zustand abzulesen:

So kann jeder, laut Aussagen führender Politiker, Unternehmerschaften, Lobbyvereinen und anderen, “gut” davon leben. Herr Sarrazin rechnet es einem auch gerne vor, und die Zustimmung in der Bevölkerung scheint auch darauf hinzuweisen, dass die Regelsätze ausreichen. Manche sprechen von “üppig” und gar dem “süßen Leben” in Hartz4.

Wenn man also mit HartzIV “gut” und “üppig” leben kann, dann ist ja alles an Mehr purer Luxus, und man kann als reich gelten.
So einfach ist das. Das da viele nach einem argumentativen Ausweg suchen, sich selbst als arm oder besser gesagt als “nicht reich” dastehen zu lassen, mit weit mehr, als das was man anderen zubilligt, ist dem inneren Konflikt geschuldet um das Wissen der eigenen Widersprüchlichkeit. Da wird mit dem Leistungsprinzip hantiert, und der Schaffung von Arbeitsplätzen, und einem übermenschlichem Schufften und Können heute und in der Vergangenheit, doch das wagen Gefühl selbst Teil des Problems zu sein, lässt sich auch dann nicht, mit diesen reichlich verkrampften und diffusen Argumenten abschütteln. Man hat sich in eine Situation manövriert, in der das von Anderen verlangte, auf einen selbst zurückfallen könnte, nämlich mit ganz wenig, sich gut bzw. “reich” zu fühlen.

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