PolitikBasis

Kommentarblog zu den Systemnachrichten

Archiv für die ‘Presse’ Kategorie

PolitikBasis | Kapitalgedeckte

…denn sie sind keineswegs sicher, sondern eher ein Risikofaktor, der die Menschen in einer trügerischen Sicherheit wiegt. Sie fallen in sich zusammen, sobald Finanzkrisen auftreten oder bestehende nicht überwunden werden können – so wie die Letzte, und es werden noch mehr kommen. Seien Sie sich da sicher!

Ist Ihnen auch aufgefallen wie schnell das Thema der höheren Beiträge zur Krankenkasse aus den Medien schon wieder heraus ist – oder das letzte Sparpaket das durchgewunken wurde?
Sie sind aus der Berichterstattung zwar herausgenommen, aber beide dieser “Reformen” beinhalten weiterhin jene herben Schieflagen, die gerade untere Einkommen belasten und das sind noch nicht einmal Niedriglöhne, sondern durchaus solche, die bei Bedarf der Parteien als Mittelstandsgehälter gelten!

Diesmal sind es also die Krankenversicherungen (der Begriff an sich ist schon irreführend!), die zwar ihre Berechtigung hatten, die sie aber zunehmend verlieren, denn die Beitragszahlungen stehen immer weniger in Relation zu den Versicherungsleistungen.
Versicherungen jedoch müssen es sich leisten können Menschen abzusichern und das funktioniert nur in Wohlstandszeiten und Orten.

Deutschland ist aber immer weiter davon entfernt ein Wohlstandsland zu sein – auch wenn man Ihnen etwas anderes erzählen möchte. In diesem Sinne reduzieren Versicherungen ihre Leistungen und erhöhen gleichzeitig die Beiträge. Zurück bleibt ein Skelett, das den Menschen nur noch den Glauben lässt, Versicherungen heute wären in etwa vergleichbar mit denen von vor 20 oder 30 Jahren. Ein Anachronismus, wie sich immer mehr herausstellt, der gezielt aufrecht erhalten wird (dadurch, dass dieses Märchen von Generation zu Generation weitergegeben wird), um die steigenden Kosten und Beiträge möglichst klaglos von den Bürgern einnehmen zu können.

Dabei sind diese Versicherungen verstärkt nur noch ein Selbstzweck und als ABM-Stellen zu bezeichnen. Ebenso gut könnte eine “freie Hand des Marktes” die Versorgung des Menschen übernehmen – wenn sie es nicht sowieso schon täte. Denn spätestens wenn Versicherungen heute ihre Leistungen komplett einstellen, weil die Beiträge vornehmlich in dunklen Kanälen verschwunden sind, vor oder während einer Finanzkrise, wird wieder lapidar mit den “Gesetzen des Marktes” argumentiert. Sie sind dann einfach insolvent weil es angeblich zu viele gab, sie sich nicht am Markt behaupten konnte, oder sie schlicht schlecht geführt wurden. Die Beiträge sind verpufft und stellen sich als Zahlungen in eine leere Hülle heraus.

So könnte man das Unabwendbare viel schneller haben, in dem man die “Versicherungen” abschafft, bzw. die Zahlungen komplett einstellt und sich jeder einzelne überlegt wie und mit was er seine Zukunft mindestens genauso gut absichern kann. Eigenverantwortung kann man das durchaus auch nennen:

Echte Versicherungen bauen auf Werte auf, die mit Kapital nur wenig zu tun haben. Sie könnten eine größere Familie sein z.B., ein Stück Land, Bewegung, gesunde Lebensweise und ein moralisch-geistiges Wertesystem sein, dessen Fundament weit über das von schnödem Besitztum, Konsum und der Vergänglichkeit von Geld gebaut ist.
Bei der kompletten Abschaffung der “Versicherungen” würde auch das viel angesprochene Anspruchsdenken auf ein Minimum reduziert werden (aber die die darüber am lautesten schreien, leben am Besten, gerade davon), ebenso lässt sich Dekadenz nicht mehr weiter vorwerfen und die Versicherung würde nicht auf den unsicheren, weil kapitalabhängigen Füßen stehen müssen und würden sich somit eher die Bezeichnung Versicherung verdienen, als die Selbstbedienungsläden und der Selbstzweck der sie heute auszeichnet.

Warum dieser Schritt nicht getan wird? Weil eine weit vernetzte Branche fürstlich davon lebt Produkte anzubieten, welche rein auf Versprechen (Versicherungen) basieren, inklusive der politischen Entscheidungsträger. Ein Lügengebäude welches die Beitragszahler blendet.
Aber auch die Angestellten sind Nutznießer – durch eine gewisse Arbeitsplatzgarantie gekauft und dadurch natürlich Pro-Versicherung eingestellt. Aber wer wolle es ihnen auch verübeln, denn wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing. Nur “sicher” macht das heutzutage niemanden mehr.

Zusätzlich herrscht bei vielen noch der Glaube in den Köpfen, dass man ohne “Versicherung” doch nicht durchs Leben kommen könnte. Ein Trugschluss natürlich, denn wenn diese Art der Versicherung wegfällt, so bilden sich automatisch neue Strukturen, die den Menschen das geben was ihnen ein ähnliches Gefühl der Sicherheit gibt, wie die zum Scheitern verurteilten Versicherungskonstrukte jetzt. Denn stärker ist die psychologische Komponente einer Versicherung, als die tatsächliche Absicherung.

Deswegen fordert die PolitikBasis die komplette Auflösung kapitalabhängiger Versicherungen und die Einstellungen jeglicher Zahlungen an diese unsicheren Blendwerke! Besonders sei hier sowohl die Arbeitslosenversicherung genannt, als auch die gesetzliche und privaten Krankenversicherungen. Denn solange wir erleben wie Aschewolken, drohende Bankencrashs oder ähnliche wirtschaftsgefährdende Ereignisse, zu denen alle möglichen erklärt werden können, sämtliche Sicherheiten zu Fall bringt, müssen wir uns weiterhin davon distanzieren Versicherung als solche zu bezeichnen und sie noch mit Beiträgen in bester Sozialstaatsmanier zu subventionieren.


Bis zum nächsten Mal!
Ihre PolitikBasis.

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Wenn Finanzkrisen keine sind

gepostet von PolitikBasis am 29 - Juni - 2010- KOMMENTAR+

Ja, so macht Fußball Spaß: 11 Personen, über mehrere Ecken dem geographisch mitteleuropäischen Raum zugeordnet, liefern den hier ansässigen Menschen, genannt Bürgern, das Sommermärchen Weltmeisterschaft.
“Deutschland” nennt sich dieser lockere Spielverbund. Doch zusammengesetzt ist der aus verschiedensten globalen Begebenheiten.
Diese kollektive Verbundenheit bricht sich unter anderem Bahn im Schwenken dessen, was sich Nationalflagge nennt und die Farben der jeweiligen Stammeszugehörigkeit repräsentieren. Ein Anachronismus jedoch, der den Menschen auch teuer zu stehen kommt. Die globalisierten Märkte scheren sich nun mal nicht um eine vom Nationalstolz geschwellte Brust. Nur als Werkzeug dienen diese Emotionen und finden ihren kläglichen Höhepunkt in den 3 großen Lettern der Überschrift einer Zeitung : WIR.
Wofür dieses Wir-Gefühl aber benutzt wird, wird einem jeden auch ganz schnell wieder bewusst, wenn Experten und Institute von der Gefahr eine erneuten “Finanzkrise” sprechen:

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hat vor einer neuen Finanzkrise gewarnt. Sie fordert eine rasche Sanierung der Staatsfinanzen.

Welt Online: Notenbank-Experten warnen vor neuer Finanzkrise »

Nun muss man sich genauer anschauen was eigentlich aus der 1. Finanzkrise wurde, um Rückschlüsse auf den Begriff “Krise” zu ziehen (an dieser Stelle sei Ihnen unser Artikel: Nur echte Sozialromantiker schreien “Krise” empfohlen)

Laut aktueller Pressemeldungen brachte diese merkwürdige 1. Finanzkrise mehr Millionäre hervor als es vorher gab:

Die Zahl der Vermögenden ist weltweit wieder auf dem Niveau von 2007 – Konzentration des Reichtums nimmt zu.

Welt Online: Millionäre haben die Krise abgehakt »

Das ist schon bemerkenswert und es schleicht sich einmal mehr der Verdacht ein, dass die ängstlichen Augen derjenigen die von “Krise” sprachen und sprechen einer Irrationalität geschuldet sind, die dem Bürger mehr als befremdlich vorkommen vermag.
Eins jedoch ist klar: Für diese Personenkreise scheint die Bedrohung äußerst real zu sein. Der Verlust von Prestige und materiellen Gütern, lässt so manchen Zeitgenossen Krisen sehen wo keine sind.
Dabei ist das Hauptproblem, dass diesen Krisen eine tief greifende, reinigende Wirkung fehlt und den Begriff “Krise” als völlig unangemessen dastehen lässt. Er ist somit auf lange lange Zeit, als ernst gemeinten Hilferuf, verbrannt und schmälert deutlich die Motivation nochmals helfend tätig zu werden, oder wenigstens in den flehenden Chor weiterer, angeblich alternativloser, Rettungspakete mit ein zu stimmen.


Ihre PolitikBasis.

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PolitikBasis | Shopping

Ja, Sie haben richtig gelesen, die PolitikBasis hat eine Neuerung erhalten: Ein Onlineshop » ist es, der Ihnen ab jetzt zur Verfügung steht. Auf Basis der Amazon API und deren Artikel findet sich hier nun ein reichhaltiges Angebot verschiedenster Interessengebiete: Filme, Musik, Bücher und Software lassen sich schnell und einfach finden. Erreichen tun Sie ihn immer oben über den Menüpunkt “Shop” in der Navigation.

Derzeit im Shop voreingestellt ist der Begriff “Schuldenkrise”, aber lassen Sie sich davon nicht beirren: “Finanzkrise” tritt zwar als Begriff in den Medien immer mehr in den Hintergrund – ein Normalzustand, so es den überhaupt geben kann, ist damit aber noch lange nicht erreicht. Die Schulden sind nur in einem sogenannten Sparpaket auf besonders die unteren Ebenen der gesellschaftlichen Hierarchie abgewälzt. Für manche scheint die Sache damit schon erledigt, frei nach dem Motto “aus den Augen aus dem Sinn”, doch mitnichten: nur weil in der Öffentlichkeit nicht mehr darüber gesprochen wird, ist nicht plötzlich alles in Ordnung:
Griechenland ist pleite, Spanien wackelt und Italien rutscht auch schon ganz aufgeregt auf den Planken herum. Die Bürger dieser Staaten sind Opfer einer Finanzkrise und nicht einer Schuldenkrise, wie man der Öffentlichkeit jetzt weis machen möchte.
Gut, dass es da die PolitikBasis gibt, die solche Vorgänge immer wieder chronologisch dokumentiert! :D
Also aufgepasst: Das Kind hat nur einen neuen Namen bekommen und in den Nachrichten und Talkshows wird zukünftig vermehrt von “Schuldenkrise” die Rede sein. Die Verantwortung liegt aber natürlich weiterhin bei den Finanzmärkten. Nach der Finanzkrise ist demnach auch wieder vor der Finanzkrise, oder haben Sie in letzter Zeit wieder mal etwas von den großartigen Finanzmarktregeln gehört nach denen alle geschrien haben, als die Hütte am brennen war. Nein? Na sehen Sie: Da wollen sich wohl ein paar klammheimlich davonzustehlen.

Es lohnt sich also auch nach anderen Begriffen wie z.B. “Politik” zu suchen, oder “Finanzkrise” oder ähnlichem. Eine umfangreiche Büchersammlung sollte dabei ein breites Interessenspektrum abdecken. Selbstverständlich stehen Ihnen dabei auch alle anderen Kategorien zur Verfügung.


Noch ein wichtiger Hinweis zu den Angeboten im Shop:

Alle bei der PolitikBasis vorgestellten Bücher und Artikel sind bei Amazon und/oder Marketplace erhältlich bzw. gebraucht vorbestellbar. Wir möchten ausdrücklich darauf verweisen, dass wir auf die Verfügbarkeit der Angebote und deren Lieferzeiten, weiterhin auf die Richtigkeit der Angaben sowie auf die Preisgestaltung, keinen Einfluss haben.

Viel Spaß und bis bald!
Ihre PolitikBasis.

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Günther Jauch – Hausfrauen halten ihn für intellektuell

gepostet von PolitikBasis am 14 - Juni - 2010- KOMMENTAR+

PolitikBasis | Günther Jauch

4:0 – Deutschland im Siegestaumel, jedoch: wir wollen nicht ganz vergessen was auf den Bürger noch neben den WM-Spielen zukommt: Eine “Haushaltsabgabe” ist das, was sich die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten jüngst ersonnen haben.
Ein allgemeine, pauschale Abgabe in Höhe von ca. 17,98 EUR. Noch. Ob ein Fernseher vorhanden ist, oder ob es “nur” ein Internetanschluss ist:

Ab 2013 soll jeder Haushalt für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zahlen.

Focus: Was die Haushaltsabgabe bringt »

Unerheblich scheint dabei, dass das Angebot des Internets aus einer unendlichen Vielzahl an Leistungen (Webseiten) verschiedenster internationaler Anbieter, Privatpersonen und Unternehmen besteht, mit denen die öffentlich-rechtlichen Anstalten rein gar nichts zu tun haben. Eine Abgabe auf eine Art Angebot, das also nicht einer eigenen Leistung entspringt und damit so schwammig ist, dass eben nur der Eindruck bleibt, dass es ausschließlich um ein dreistes Abgreifen von Geldern geht.

Doch kommen wir zum eigentlichen Thema:

Der jüngste Einkauf des ARD wird wahrscheinlich auch nicht billig gewesen sein – Günther Jauch: Der fleischgewordene Inbegriff neuer deutscher Miefigkeit, von der Presse hochgejubelt und von so mancher Hausfrauen tatsächlich für intellektuell gehalten. Gar vom “Bundespräsidenten der Herzen” ist dort unlängst die Rede. Aber üben wir uns in Nachsicht: Springerpresse hatte schon immer gewisse Probleme mit der Realität und der Wahrheit.
Zumindest scheinen die Medien, allen voran die Presse, langsam aber sicher zu merken, dass sie den Status eines weitreichenden, meinungsschaffenden Mediums schon seit einer ganzen Weile verlieren. Den in der Vergangenheit so gerne verwendeten Pauschalisierungen, die in Superlativen oft vom “ganzen Deutschland” sprachen – wenn es etwas zu vermelden (und zu hypen) gab, weicht zunehmend einer trotzigen Abgrenzung gegenüber der wachsende Zahl von Kritikern, Oppositionellen und Andersdenkenden. Nicht jeder hat es nun mal gern, als “Wir sind Papst” oder “Wir sind Lena” in einen Topf mit einer tumben Masse, die die Medien so gerne hätten, geworfen zu werden.

So grenzt die Presse eine gesellschaftliche Schicht ab und versucht sich damit gleichzeitig als Qualitätsjournalismus zu verkaufen. Doch dieser Schuss kann auch nach hinten los gehen, gerade dann, wenn die Identifikationspersonen so gar nicht angenommen werden wollen:

Gerade erst hat das bürgerliche Deutschland seinen Siegeszug mit Lena Meyer-Landrut gefeiert, da kann es schon wieder einen Zugang auf der Habenseite vernehmen: Günther Jauch kommt vom „Unterschichtenfernsehen“ heim ins Lager der öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme.

Welt Online: Günter Jauch, Bundespräsident der Herzen »

Wenn Lena und Jauch also ernsthaft die bürgerliche Antwort auf eine Unterschicht sein soll, dann möchte ich nicht wirklich zu den “Bürgerlichen” gehören.
Was nun also?

Ist Herr Jauch für die Demokratie eine gute Wahl? Die Assoziationen, die mit dem “Quizmaster” Günther Jauch geweckt werden, stellen politische Talkshows zukünftig auf eine Stufe mit der Trivialität von Gewinn- und Ratespielen. Hier kann uns keiner erzählen, dass das nicht geplant wäre. Den Verantwortlichen dürfte also durchaus klar sein, das der Ausweitung des Prekariats und der weiteren Verflachung einer politischen Meinungsbildung so kein Einhalt geboten wird. Die Krokodilstränen, die zukünftig “Experten, Forscher und Ökonomen” darüber wieder vergießen, können sie sich schon wieder sparen.

Zusätzlich wird an einer Schlüsselposition – nämlich in den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendungen, eine Person installiert, die allein auf Grund ihrer bisherigen Tätigkeit als “Millionärsmacher” einige Schwierigkeiten haben dürfte kritisch, oder zumindest neutral, und überzeugend(!) die wirtschaftlichen Vorgänge zu betrachten, zu kommentieren und auch unangenehme Fragen zu stellen. Sein Verbleib bei RTL, über seine neue Tätigkeit hinaus, hinterlässt jedenfalls ein “Geschmäckle”, dass den Ausschaltknopf am Fernseher wieder einmal mehr zu einem dringenden Gebot werden lässt und einer allgemeinen geistigen Hygiene dient.

Ihre PolitikBasis.

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Nicht vergessen: Demo 12. Juni 2010
in Berlin und Stuttgart!

gepostet von PolitikBasis am 8 - Juni - 2010- KOMMENTAR+

Diese Demonstrationen stehen unter dem Motto: Wir zahlen nicht für eure Krise!

Die PolitikBasis wird natürlich wieder mit von der Partie sein und live direkt vor Ort berichten.
Was werden wir nur wieder alles erleben?
Etwa wieder den Einsatz von Agent Provokateurs wie 2007 in Heiligendamm sowie die (anzunehmenden) unzähligen Male zuvor und danach, die nicht aufgedeckt wurden und immer im Heimlichen passierten und auch immer wieder passieren könnten, oder wieder üble Provokationen wie damals im Schanzenviertel? Oder wird es ähnlich ablaufen wie jüngst zum 1.Mai – oder sagen wir lieber “zur verhexten Walpurgisnacht” ;-)?


Motto:
Wir zahlen nicht für eure Krise!
Gemeinsam gegen Erwerbslosigkeit,
Kopfpauschale und Bildungsabbau!

Wann:
Samstag – 12. Juni 2010 – 12.00 Uhr

Wo:
Berlin – Rotes Rathaus
Stuttgart – Innenstadt


Wird die Staatsmacht auch weiterhin auf dem Boden des Grundgesetzes bleiben, oder im Zuge der angespannten Situation an den Kapital- und Finanzmärkten zu Mitteln greifen, die direkt und unwillentlich in die Grauzone zwischen Demokratie und Diktatur führen?

Es wird spannend und wir werden sehen!

Bis bald – Ihre PolitikBasis.

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Keine Wunder – Was wir von Rot-Rot-Grün erwarten können

gepostet von PolitikBasis am 17 - Mai - 2010- 1 KOMMENTAR

PolitikBasis | Parteien

Unser Wirtschaftssystem im Verbund mit dem jetzigen Finanzsystem schafft keine Gewinner in der Breite. Wer schon als Neugeborenes mit (aktuell) 20.879,00 EUR Schulden zur Welt kommt, dem ist schwer zu erklären, dass er diese entweder abzutragen hat, oder er wird sich das Genöle aus Politik und Wirtschaft sein Leben lang anhören müssen. Was davon besser ist, ist letztendlich unerheblich, denn in das Hamsterrad das sich “Leben” nennt und aus geschaffenen Tatsachen anderer Leute besteht, wird er oder sie, ohnehin geworfen. So wird er, bzw. sie, sich einreihen in das Heer das permanent die Glaubenssätzen von der Dringlichkeit des wirtschaftlichem Wachstums vorgebetet bekommt. Dass dieses angestrebt werden kann, ist zwar nachzuvollziehen, liegt das nämlich in der Natur von Zins und Zinseszins und ihrem exponentiellen Anstieg den die angehäuften Schulden mit sich bringen, akzeptieren jedoch muss man sie deswegen noch lange nicht.

Diesem Problem kann man sich auf verschiedene Arten nähern. Marktradikale Dogmen, angesiedelt vornehmlich in konservativen Lagern, zu dem auch CDU/FDP zu zählen sind, nehmen das Problem als natürlich gegeben hin und treiben die Bürger vor diesen Problemen her. Die wachsende Zahl von Zinsknechten wird in Kauf genommen und das Problem angegangen, in dem man z.b. bei Bildung spart, was den nützlichen Nebeneffekt hat, dass das kritische Hinterfragen, das eine gewisse intellektuelle Leistungsfähigkeit voraussetzt, im Keim bereits erstickt, bzw. nicht entwickelt wird.

Eine andere Möglichkeit das Problem anzugehen ist es, die Schulden zu verkleinern, in dem man die Verursacher in die Verantwortung nimmt, die sich mittlerweile immer mehr als Nutznießer herausstellen. Ein echtes Interesse an einer Tilgung der Schulden besteht bei diesen Personenkreisen nämlich eher nicht, denn die Bedienung der Schulden, in Verbindung mit ihrer Knebelwirkung, garantiert einen steten Strom von willigen und fügsamen Generationen, die mit ihrem Funktionieren dazu beitragen die Akkumulation an Kapital voranzutreiben.

Die eleganteste Form jedoch wäre es, sich diese Schulden gar nicht erst aufzubürden in dem man ihre Annahme schlicht verweigert. Was zunächst nur eine innerer Haltung ist, würde sich Bahn in das reale Leben brechen und zu einem Umdenken führen, welches auch die Schuldner erreicht und in einem Währungsschnitt mündet.

Doch wie man es auch dreht und wendet: Mit diesen angehäuften Schulden, in Verbindung mit dem Zinssystem, ist jede Regierung irgendwann als “unfähig” zu bezeichnen weil der Druck der Schuldenlast nicht abgebaut werden kann, und dieser zusätzlich keinen Spielraum für gestaltende Politik lässt. Zwar ist vom “intelligenten Sparen” die Rede, doch wo fängt das an und wo hört das auf, wenn bei denen, die es sich noch am ehesten leisten könnten, weder die Einsicht noch Motivation vorhanden ist, direkt damit anzufangen. Ein fehlender globaler Konsens erschwert die Sache noch zusätzlich und schafft Ausweichmöglichkeiten sich dem “Leid des Sparens und Teilens” zu entziehen.

Vor diesen Problemen steht genauso Rot-Rot-Grün. Doch bei dieser Konstellation ist noch am ehesten das Bestreben nach einer ehrlichen konstruktiven Problemlösung zu spüren, während es CDU/FDP und ihrer Klientel anscheinend nur darum ging/geht dem Unausweichlichem noch das Letzte an Nutzen zu entziehen. Was wir also von Rot-Rot-Grün erwarten können ist es, das notwendige aber so “leidvolle” Teilen und Abgeben in eine Form zu bringen, die es den Betroffenen erleichtert – , allein durch Einsicht und wachsender Solidarität, die sich auf größere Sympathie und etwas mehr Rückhalt stützt, – die notwendigen Schritte zu tun.

So ist der kleine aber feine Unterschied einer zukünftigen erfolgreichen Politik vielleicht schon allein darin zu sehen, dass sich Unfähigkeit mit Bemühen paart und nicht wie bisher Unfähigkeit mit Arroganz.


Bis zum nächsten Mal.

Ihre PolitikBasis.

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Hart aber…fair? – Die FDP als Ying im Yang

gepostet von PolitikBasis am 13 - Mai - 2010- 1 KOMMENTAR

PolitikBasis | Hart aber Fair

Wer die jüngste Sendung von Hart aber Fair mitverfolgt hat (12.05.2010), wird sich ein gutes Stück über die dreiste Borniertheit einer angeblichen Volkspartei (CDU) und ihrem Anhängsel (FDP) gewundert oder gar geärgert haben. Verständlich: Ein Faux Pax, nicht nur, weil die Partei Die Linke aufs Übelste diskreditiert wurde, ohne das sich einer ihrer Vertreter den Vorwürfen stellen konnte – sie waren einfach nicht eingeladen, sondern gleichzeitig wurden auch die Wähler dieser demokratisch legitimierten Partei in extreme Lager gestellt.
Norbert Röttgen von der CDU und Daniel Bahr von der FDP waren die beiden, die nicht müde wurden Schmutzkübel auszuschütten und unter anderem immer wieder darauf hinwiesen, dass der Verfassungsschutz Die Linke doch beobachten würde. Doch Berührungsängste mit der Vergangenheit ehemaliger Mitglieder, kann sich auch eine CDU nicht leisten. Die Nähe zu ehemaligen NS-Größen zeigt nur überdeutlich die moralische Verkommenheit solcher Argumentationen, aber nicht nur die. So war z.B. Hans Globke ab 1953 nicht nur “heimlicher Generalsekretär” der CDU, sondern “erfolgreicher” Agitator der Nürnberger Rassengesetze. Erwin Albrecht, seit 1957 Vorsitzender der saarländischen CDU-Fraktion, trat 1936 der NSDAP bei und beteiligte sich an 31 Todesurteilen wofür er in die Kriegsverbrecherliste der United Nations War Crimes Commission aufgenommen wurde. Und die Liste lässt sich beliebig erweitern.

Aber, was soll das Durchkauen alter Kamellen, wird so mancher lapidar fragen und gleichzeitig mit einer verwischend-abfälligen Handbewegung auf das Thema der angeblich extremistischen Linkspartei zurückverweisen. Typisches verdrängendes Politikgehabe. Dass es sich bei dieser Geste um ein Ablenkungsmanöver zum Machterhalt handelt, dürfte auch dem einfältigsten Zeitgenossen klar sein. Vorsatz und Kalkül: es treibt sie nicht die echte Sorge um eine Verfassung umher, sondern vielmehr die Sorge um eine Stabilität, die ihre Positionen bisher sicherte. Und mit der Linken sehen sie diese in Gefahr.
Der Linken und ihren bisherigen und zukünftigen Wählern kann man nur raten auch weiterhin gelassen mit den Vorwürfen der Verfassungsfeindlichkeit umzugehen, nein, sie sogar als Bestätigung zu betrachten den Finger in der Wunde zu haben und gar auf dem richtigen Weg zu sein. Talkshows wie diese decken mehr auf, als dass sie verschweigen, auch wenn die beiden, Röttgen und Bahr, sich noch so sehr anstrengten. In ihrem übereifrigen Feldzug liegt auch der Knackpunkt, macht er doch dem Bürger überdeutlich, wie sehr diese Parteien getrieben sind. Einen guten Eindruck jedenfalls hinterlassen sie nicht.

Auch das generöse Getue einer FDP sich nun als diejenigen darzustellen, die anderen Parteien “Chancen geben” könnten, setzt nur die von ihr bekannte, peinliche Selbstinszenierung fort, die ihren Sinkflug bisher begleitete und weder stoppen noch umkehren kann. Dass die Führungsspitze dieser (Splitter-)Partei das jedoch erkennt, davon kann man getrost nicht ausgehen.

So dürfte es der FDP auch nicht darum gehen Deutschland vor einer vermeintlich extremistischen Partei zu bewahren, sondern sich als “Ying im Yang” zu positionieren. Sie möchte das Samenkorn in einer (etwas) nach links gerückten Republik sein, die von dort aus, eingenistet, ihre Klientelpolitik weiter fortsetzen kann. Es dürfte ihr und ihrer Wählerschaft durchaus schon reichen nur kleine Gesetzesänderungen, für z.B. die Hotellerie zu erlangen oder Gesetze zu blockieren, die die Gewinne der ohnehin schon Begüterten schmälern könnten. Das von anderen Parteien, in absehbarer Zeit, davon wieder etwas zurückgenommen wird ist unrealistisch. Der Zweck einer FDP ist damit aber schon erfüllt.

Frau Hannelore Kraft tut gut daran sich von solcherlei Geschwätz und Gebaren nicht beeindrucken zu lassen, sondern das Ohr nah am (Wahl)Volk zu haben. Das Wahlvolk wird zwar immer weniger, auch durch das Vorgehen ihrer eigenen Partei, doch eine deutliche Sprache spricht sowohl das Wahlergebnis in NRW, als auch die allgemeine Stimmung im Land.

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PolitikBasis | Griechische Flagge…gerade ein Menetekel bezüglich des sozialen Friedens in Europa? Denn während uns die Merkels-Kaffeetanten-Konzernmedien “die bösen Griechen” “en bloc” als faule Betrüger verkaufen, brennen in Athen die Barrikaden! Der normale griechische Arbeitnehmer soll jetzt die Zeche der Abzocker bezahlen, die Milliarden zweckentfremded und in die eigenen Taschen umgeleitet haben.
Auf der “Retterseite” sieht es ganz ähnlich aus! Der deutsche Steuerzahler soll Griechenland retten, obwohl ihm ebenfalls das Wasser bis zur Oberkante Unterlippe steht! Deshalb werden ihm seine griechischen Klassenkollegen als betrügerische Absahner verkauft um – leider nicht ohne Erfolg – eine entsolidarisierende Neiddebatte zu entfachen. Er grummelt zwar, aber er wehrt sich (noch) nicht. Wie lange noch? Wir brauchen eine europäische Solidarität der Arbeitnehmer und koordinierte, wirksame, weil drastische und verständliche Aktionen!

Die andere Seite hat längst die Voraussetzungen geschaffen, Polizei und Militär grenzüberschreitend(!) gegen die europäischen Bevölkerungen einzusetzen. Der Aufbau einer europäischen, kasernierten Gendarmerie, mit weitgehenden, grenzüberschreitenden Befugnissen ist weit vorangeschritten! Auch der Einsatz der Bundeswehr
im Inland ist ein altes Lieblingsthema unseres Finanz-Rollis-Wolle-Schäuble aus seinen Zeiten als Innenminister. Weder die deutschen noch die griechischen noch die anderen europäischen Arbeitnehmer haben diese Situation zu verantworten, die sie nun auslöffeln sollen! Politik, Wirtschaft und Banken und dahinter die Besitzenden generell, lieben dieses Umverteilungsspiel, weshalb sich daran trotz starken Verbal-Gemerkels vorerst auch nichts ändern wird! Die nackte Gier lässt sie soweit gehen, bis sie gestoppt werden. Von alleine werden sie nie genug haben. Das ist systeminhärent..

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1.Mai Demos, Berlin – Die verhexte Walpurgisnacht

gepostet von PolitikBasis am 2 - Mai - 2010- 3 KOMMENTARE

PolitikBasis | Photo by Dierk Schaefer

Wie schon in den letzten Jahren scheint die Deeskalationsstrategie der Berliner autonomen Szene, bzgl. des 1.Mais, auch diesmal wieder voll aufgegangen zu sein:
Trotz des provokanten Auftretens seitens der in Massen angereisten polizeilichen Einsatzkräfte, Hundertschaften und ihrem, extra für diesen Tag bereitgestelltem, schwererem Gerät, ist es in der Walpurgisnacht in Berlin nicht zu nennenswerten Übergriffen gekommen. Zwar flogen ein paar Steine und Flaschen in Richtung der Demonstrationstouristen, dabei ist aber davon auszugehen, dass die üblichen Agent Provokateure dabei als Aggressoren zum Einsatz kamen. Die besonnenen und coole Reaktionen der Links- und Rechtsautonomen ist es aber zu verdanken, dass diese Gewaltbereitschaft nicht weiter zum Tragen kam und sie sich schnell wieder im Sande verlief.
Ein kräftiger Regen am späteren Abend sorgte zusätzlich noch dafür, dass den einschlägigen Personenkreisen die Lust am Randalieren ordentlich verging und sie ihre Nacht in voller Kampfmontur in ihren bereitgestellten, grün-weißen Wagen verbringen sollten. Ein Wasserwerfer hätte es nicht besser gekonnt. So sah man sie oft gelangweilt an ihren Einsatzwagen stehen, Drogen in Form von Nikotin konsumierend und smalltalk haltend. Im Nachhinein muss man sich also schon fragen, ob die Steuergelder für solche Einsätze wirklich richtig angelegt sind.

Immer mal wieder, um Aufmerksamkeit zu erhaschen, ließen sie sich in kleinen Gruppen in ihren martialischen Uniformen vermummt, beim Fest rund um den Mariannenplatz blicken, doch mehr als unaufgeregte, nein, fast schon gelangweilte Blicke ernteten sie auch dieses Jahr von den zahlreichen, friedlichen Teilnehmern nicht.
Ausgrenzung war die Strategie die auch dieses Jahr wieder aufging und so blieben sie wieder unter sich. Integrationsversuche wurden zwar immer wieder durch das mannigfaltige Aktionsangebot unternommen, doch niemand wollte so recht etwas mit ihnen zu tun haben. Musik, Tanz und kulinarische Genüsse stand ihnen jedenfalls zur Verfügung.

Auch als sie mal wieder versuchten mit Blaulicht, Martinshorn und allerlei anderen mehr oder weniger spektakulären Licht- und Soundeffekten die Stimmung zu ihren Gunsten zu wenden, ernteten sie meist nicht mehr als ein müdes Lächeln und mitleidige Blicke.

Doch wenigstens körperlich konnten die Einsatzkräfte sie sich etwas austoben: In einem extra für sie bereitgestellten Event unter dem Motto: “1.Mai nazifrei“, an der auch Wolfgang Thierse teilnahm, konnte eine Sitzblockade im Stadtteil Prenzlauer Berg aufgelöst und Bilder gemacht werden, die auch von den Medien dankbar aufgenommen werden dürften. Dieses Event wurde dementsprechend auch von allen gut angenommen, denn ein teurer Einsatz und wenig Gewalt sollte doch wenigstens durch eine hohe Zeitungsauflage und medienwirksame Aufbereitung kompensiert werden. So müssen wir uns klarmachen, dass auch in den Redaktionen der Nachrichtenstudios zahlreiche Arbeitsplätze an solchen Geschehnissen, oder besser gesagt Nicht-Geschehnissen hängen.

In diesem Sinne sind auch die Nachrichten zu verstehen die nun in den Medien herumgeistern. Dabei ist bei jedem Bundesligaspiel mehr los als am 1.Mai in Berlin oder Hamburg.
Somit bleibt eigentlich nur ein dickes Lob an alle beteiligten Initiatoren auszusprechen, die in weiser Voraussicht erkannt haben, dass man staatlichen Randalierern und juristisch geschützten Krawallbrüdern auch weiterhin keinen Raum geben darf!


Ihre PolitikBasis – Für Sie immer vor Ort! :D

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