PolitikBasis

Kommentarblog zu den Systemnachrichten

Archiv für die ‘Propaganda’ Kategorie

Angeblich: Alle deutschen Opel-Werke sollen bleiben

gepostet von PolitikBasis am 10 - September - 2009- 2 KOMMENTARE

Mittlerweile nimmt auch das Tauziehen um Opel immer groteskere Formen an. Die Regierungsparteien drängen auf eine Entscheidung. Möglichst positiv soll sie ausfallen, oder wenigstens so klingen, um kurz vor den Wahlen etwas vorweisen zu können was den Wähler dazu animieren könnte, noch einmal seine Stimme alten, abgewrackten Parteien zu geben. Da kommen ihnen die Lippenbekenntnisse, Versprechen und wagen Zusagen des Chefunterhändlers von General Motors John Smith gerade recht, in denen er vollmundig verlauten lässt, daß alle vier deutschen Opelwerke weiter betrieben werden sollen .

Alle deutschen Werke sollen erhalten bleiben »

Wie der Chefunterhändler von General Motors, John Smith, am Donnerstag bei der Pressekonferenz der Opel-Treuhandgesellschaft erklärte, sollen alle vier deutschen Opelwerke sollen weiter betrieben werden: „Das ist derzeit der Plan von Magna“, sagte er. Geschlossen werden solle das Werk in Antwerpen.

Was meinen Sie: wird Magna das Überleben Opels dauerhaft (> 5 Jahre) sichern?

  • Ja (11%, 4 Votes)
  • Nein (89%, 32 Votes)

Stimmen: 36

Wahnsinn, das ist ja nett, nur was soll der derzeitige Plan von Magna? Ist da irgendetwas wenn Magna seinen Plan plötzlich umstellt und 1 – 4 Werke schließt? Eine Verbindlichkeit, ein Plan B, eine feste Zusage, ein Vertrag?

Nein liebe Leser und Opelaner, da ist nichts. Denn wir sind hier nicht im Kloster der barmherzigen Schwestern, sondern im Kapitalismus, und da kommt kein normal denkender Mensch auf die Idee Zusagen und mündliche Versprechen für bare Münze zu nehmen. Und selbst wenn schriftliche Verträge vorliegen sollten, sind Horden von Juristen nur damit beschäftigt die Verträge, schon löchrig wie ein Schweizer Käse, noch weiter auszuhöhlen. GM stellt Bedingungen die bis zur der Bundestagswahl verhandelt werden. Danach ist Schicht im Schacht und in spätestens 2 Jahren stehen die Opelaner auf der Strasse, wetten!
Sozialverträglich versteht sich, und Merkel wird sich hinstellen, medienwirksam, und behaupten sie bedauere den Verlust der (Lohn)Arbeitsplätze.

Zu verbuchen ist diese ganze Posse unter Wahlkampfgetöse.

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Von unserem ambivalenten Kern in
nicht-fundamentalen Krisen

gepostet von PolitikBasis am 10 - September - 2009- 1 KOMMENTAR

Eine Frage, die in verschiedenster Art immer wieder auftaucht ist die, ob die derzeitige Wirtschaftskrise überhaupt als solche zu bezeichnen ist. Aber um sie zu beantworten muß der fundamentale Kern von Krisen betrachtet werden, denn dabei geht es schlicht um “Leid”.

Genau genommen kennt eine echte Krise nur eine Art Leid, nämlich die, welches den Mangel an lebenserhaltender Bedürfnisbefriedigung mit sich bringt. Diese echten Krisen sind von der Sorte, die dem Menschen direkt lebensgefährlich werden können: Hunger, Durst und körperliche Versehrtheit. Sie sind existenziell, alles darüber kann als Wohlstand bezeichnet werden. Das Fehlen dieser leidvollen Komponenten, wie in der derzeitigen Wirtschaftskrise der westlichen Staaten, lässt uns immer wieder daran zweifeln, ob wir es wirklich mit einer Krise zu tun haben. Er ist mit ein Grund warum ein Wohlstand, z.B. in Deutschland, immer weiter problemlos, bis nach ganz weit unten abgesenkt werden kann. Die Argumentation, gerade wenn es darum geht weitere Einschnitte zu fordern, fußt oft genug auf den Sätzen: “Uns (oder denen) ging es ohnehin zu gut”, oder “die fetten Jahre sind vorbei”. Oft werden sie hervorgetragen von denjenigen, die sich eine Sicherung der eigenen Pfründe erhoffen, oder zumindest eine Stabilisierung dergleichen. Die Personenkreise verfügen meist über einen noch ausreichend großen Puffer, welcher sie vom existenziellen Leid trennt. Für sie können wir auch von einer “Luxuskrise” sprechen. Aber es gibt eine verhältnismäßig kleine, aber wachsende Personengruppe, die diesen Puffer nicht haben, oder dessen Puffer dahinschmilzt. Sie sehen sich der unmittelbaren Gefahr eines Mangels an lebenserhaltender Bedürfnisbefriedigung gegenüber. Das ist relativ neu in der westlichen Welt, in den 2. und 3. Weltstaaten ist das aber schon lange Normalität, ohne das hier jemand großartig von Krise spräche. Man sieht also, auch mit einer echten Krise lässt sich’s leben oder besser gesagt überleben. Ein Beispiel welches gerne hervorgetragen wird, wenn es darum geht weitere Einschnitte zu fordern und zu rechtfertigen.

Nun ist interessant wer besonders laut von Krise spricht. Für Banken, Banker, Aktionäre und alle, die auf ein Einkommen spekulierten und spekulieren, welches sich rein aus Kapital generiert, ist es jedenfalls schnell klar, daß es sich hierbei um eine handfeste Krise handelt. Würden sie das, was derzeit in der Finanzwelt passiert nicht als Krise bezeichnen, würden die Steuergelder zu ihrer Stützung nicht bereitgestellt. Wir haben zwar alle noch nicht von verhungerten oder verdurstenden Bänkern, Anlegern, Managern oder den Angestellten von Hedgefonds gehört, und doch sprechen Medien vom “Leid” dieser Unternehmungen in der Krise. Von Krise sprechen also eigentlich vornehmlich nur diejenigen, die es gar nicht nötig hätten. Das ist natürlich zum beträchtlichen Teil auch Kalkül um den Menschen zum Mitleiden zu bewegen und sich so seiner sozialen Aufmerksamkeit sicher zu sein. Ein verschleierte Appell an die ansonsten verpönte “Gleichheit und Brüderlichkeit”. Aber auch eine Notwendigkeit um das bereits Geschaffene, wir nennen es “Wohlstand”, zu erhalten. In einem anderen Kontext, würde genau das selbe Verhalten als “Jammern auf höchstem Niveau” bezeichnet. Wir sehen also die Ambivalenz an der ganzen Geschichte. Und davon kann sich keiner ausnehmen.

Die Frage die sich stellt ist, warum sie überhaupt als so systemrelevant eingestuft werden. Was macht dieses System angeblich so wichtig.
Hier tritt eine kollektive Zukunftsangst auf den Plan. Sie wird zusätzlich auch noch gezielt forciert, denn der angebliche Verlust von Wohlstand ist ein Popanz der von den Herrschenden aufgebaut wurde, um Schichten gefügig zu halten, um ihnen wiederum weiter ein fettes (oder elitäres, mache nennen es gar “leistungsbezogenes”) Leben auf Basis einer braven Zuarbeit zu ermöglichen. Also nicht viel mehr als eine Angst vor Systeminstabilität und dem gleichzeitigen Verlust von liebgewonnenen Bequemlichkeiten, die für einige auch mit einem Machtverlust einhergehen, und plötzlich eine, von ihnen selbst bisher vielgepriesene Eigenverantwortung und Flexibilität abverlangen könnte.
Dabei spräche nichts dagegen ihnen ganz einfach zu sagen, dass sie das Jammern sein lassen können und besser mir anpacken sollten um ihre Krise zu bewältigen. Und dieser Appell richtet sich gerade nicht an die Schichten die es noch evtl. noch am ehesten nötig hätten, weil sie mit ihren “Einschränkungen” diese Wohlstandkrisen schultern.

Dabei müssen wir immer wieder feststellen, dass diese Art der Argumentation ein ständiger Kreislauf ist, der, wenn von uns vorgetragen, immer wieder auf uns selbst zurückfällt, solange wie es geht, und das geht solange, wie der Puffer ausreicht, der diese Krise abgrenzt zu einer echten, weil existenziellen Krise.

In diesem ganzen Komplex betritt nun aber auch noch das, was allgemein als die menschliche Psyche bezeichnet wird die Bühne. Sie lässt uns mittels des Prinzips Hoffnung nicht verzagen und verzweifeln, und uns mit den widrigsten Umständen arrangieren, und sie ist für das Machtgefüge nicht ungefährlich, macht sie doch diese merkwürdige “Systemrelevanz” letztendlich obsolet. So lässt eine ordentliche Portion an Hoffnung und Gelassenheit auch an eine positive Zukunft ohne Banken, Kapital und allem was dort mit dranhängt, bis hin zur totalen Überwachung und Kontrolle, glauben. Denn natürlich geht ein Leben auch ohne diesen schnöden Mammon weiter, und das auch noch in Zufriedenheit.
Wir sehen also: letztendlich ist diese Systemrelevanz im Kern die Angst vor Veränderungen. Eine Vielzahl von kleinen und großen vermeintlichen Bequemlichkeiten. Die Angst vor dem Verlust von Prestige und das Bedienen von Eitelkeiten. Existenziell ist diese Krise nicht, und doch muss jeder aufpassen, dass sie es für ihn nicht wird. Eine steigende Anzahl von Menschen wählt deswegen, in diesem Wahljahr 2009, auch das was allgemeinnhin als “links” bezeichnet wird. Und damit sind wir schon beim nächsten Thema, nämlich dem gezielten Aufbauschen von einer angeblichen Gefahr von Links, besonders aus den Kreisen, dessen Puffer bis zu einer persönlichen fundamentalen Krise weit über das hinausgeht was man als “angemessen” bezeichnen kann. Natürlich zieht da der eine den Anderen mit. So sind 2 Mio. jährlich an Boni lächerlich im Gegensatz zu 130 Mio. z.B., und bei diesem, ich nenn es mal Wettrennen fällt auch noch zweifellos genug ab um die ganzen Zuarbeiter und Lobbyistengruppen, ihre Familien, ihre Verwandten zu versorgen, und ihnen eine Art Mittelschichtsleben zu ermöglichen, und was noch wichtiger ist: um letztendlich von einem “funktionierendem System” zu sprechen. Aber wohl nicht mehr auf dem gewohnten Niveau, denn die Absenkung erfolgt auf breiter Front und durch jede Schicht hindurch.
In diesem Sinne bleibt mir nichts anderes als mir meiner eigenen Ambivalenz noch einmal richtig bewusst zu werden, schließend mit den Worten: “Naja, vielen ging es ohnehin lange viel zu gut….” :D

Ihre PolitikBasis.

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Wahlkampfrauschen – nebenbei bemerkt

gepostet von PolitikBasis am 2 - September - 2009- KOMMENTAR+

Derzeit erlebt man, wenn man in der wirtschaftspolitischen Landschaft aufmerksam das Geschehen verfolgt, eine fast aufgeregte Schadensbegrenzung mittels Lippenbekenntnissen und Krokodilstränen.
Da spricht der DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann plötzlich von unanständigen Managerboni, (relativiert sie aber schnell wieder in dem er das Problem auf eine schwer fassbare Ethik abschiebt):

“Es gibt unanständig hohe Gehälter, Boni und Tantiemen”, sagte Driftmann Morgenpost Online. Trotzdem ist er gegen gesetzliche Regelungen, das sei ein “ethisches Problem”.

Quelle: DIHK-Präsident nennt Managerboni “unanständig” »

2 Seiten weiter, bildlichgesprochen, möchte der Ex- Arcandor Chef Karl-Gerhard Eick medienwirksam bis zu fünf Millionen Euro seiner 15.Mio. EUR Abfindung spenden. Der Leser wird aber über die genaue Höhe im Dunkeln gelassen. So steht das “bis zu” für eine Größe zwischen 0.01 EUR und 5.Mio. EUR:

Der Chef des insolventen Arcandor-Konzerns will bis zu einem Drittel seiner Abfindung spenden.Der Chef des insolventen Arcandor-Konzerns will bis zu einem Drittel seiner Abfindung spenden. Das wären bis zu fünf Millionen Euro. Das Geld soll den Mitarbeitern des insolventen Unternehmens zugute kommen und soziale Härten abfedern.

Quelle: Ex-Arcandor-Chef spendet bis zu fünf Millionen »

Wobei das zu “Gute kommen” auch wieder ein äusserst dehnbarer Begriff ist. So kann eine Investition in den weiteren Ausbau von Niedriglöhnen und Zeitarbeitsfirmen, oder die Übernahme eines Aufsichtsratsposten dort, auch schon unter: “den Arbeitnehmern zu Gute kommend” gewichtet werden. ;).

Doch brauchen wir uns nichts vorzumachen. Die jüngsten Landtagswahlen (Sachsen, Thüringen, Saarland) zeigen einen Ruck der durch Deutschland geht, und einer Wirtschaft, die oberhalb des Mittelstandes angesiedelt ist und reichlich Verbindungen in die Politik hat, um Gesetze zu ihren Gunsten zu beeinflussen, ein flaues Gefühl beschehren dürfte.

Schadensbegrenzung mittels opportunistischem Gerede. Davor schien für diese Kreise aber alles nach ihrem Gusto zu laufen, so daß dieses ganze Getue wohl einfach jetzt eher unter Wahlkampfrauschen zu verbuchen ist.

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Geflügelte Worte zu Demokratie, Wahlen, Staat, Gesellschaft

gepostet von PolitikBasis am 30 - August - 2009- KOMMENTAR+

Der Wahlkampf 2009 nimmt immer groteskere Züge an. CDU/CSU & FDP ergeben sich im plumpen, planlosen Parteienbashing. Die Presse versucht mit kleinen unterschwelligen Botschaften das Ruder an sich zu reißen, da die Werbeeinnahmen der vom Steuerzahler “geretteten” Unternehmen für sie auf dem Spiel stehen.
Die Stillhalteabkommen laufen zwar noch bis nach der Wahl:

Die deutsche Industrie will Stellen im großem Umfang streichen – sobald die Bundestagswahl vorüber ist. Dann läuft das Stillhalteabkommen mit Berlin aus.

Quelle FTD: Kahlschlag kommt nach der Wahl »

Doch niemand weiß ob die Bürger nicht auch hinter diese Wahlkampf-Finte kommen.

Da ist es an der Zeit, daß wenigstens einer den Überblick behält! Politikbasis steuert deshalb an dieser Stelle einfach ein paar besinnliche Zitate zu Demokratie, Wahlen, Staat und Gesellschaft bei.
Von keinem Geringeren als dem “Father of Spin” Edward L. Bernays, Neffe von Sigmund Freud und PR-Ikone stammen die folgenden sensiblen Zitate.

Lesen und träumen Sie! :D

  • » Wenn wir den Mechanismus und die Motive des Gruppen-Denkens verstehen, ist es jetzt möglich die Massen, ohne deren Wissen, nach unserem Willen zu kontrollieren und zu steuern. «
  • » Wir handeln nicht mit Bildern, sondern mit der Realität. «
  • » Demokratie ist zu gut für das Volk; man muß ihnen sagen, was sie denken sollen, weil sie von sich aus nicht zu rationalem Denken fähig sind. «
  • » Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft. Wer die ungesehenen Gesellschaftsmechanismen manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes ist. «

Einen schönen Sonntag noch! :)
Ihre PolitikBasis.

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Totgeschwiegen: die 12 “Sonstigen”

gepostet von PolitikBasis am 27 - August - 2009- 5 KOMMENTARE

In den Medien kommen sie so gut wie nicht vor, in den einschlägigen Talkshows sieht man sie nicht, und in den Umfrageergebnissen wird ignorant über sie hinweggegangen: 12 “Sonstige” stehen dem Wähler neben den sogenannten etablierten Parteien zur Verfügung.

Eifrig ist man dabei dem Bürger weiszumachen, daß seine Existenz in Deutschland, an Personen wie Merkel, Westerwelle oder Steinmeier hängt, und die Fegefeuer der Hölle, in Form von exorbitanten Staatsschulden, noch höherer (Lohn)Arbeitslosigkeit, und dem erneuten sozialistischen Mauerbau, mit anschließender Planwirtschaft über jeden Einzelnen hereinbricht, sollte sich an diesem Zustand auch nur, z.B. durch seine “Wahl”, das Geringste ändern.
Im Wahljahr 2009 kommen wir von der PolitikBasis nicht umhin, noch mal ein konzentriertes Auge auf die “Sonstigen” Parteien zu werfen:

Insgesamt stehen nämlich 18 Parteien zur Wahl.

Die “Sonstigen”:

Die “Üblichen”:

Wer meint, er dürfe diese “Sonstigen” nicht wählen, weil das Vorankommen des Landes damit behindert werden würde, dem sei gesagt, daß dieser Zustand schon längst, unter der Führung von etablierten Parteien eingetreten ist. Es ist nur die Frage, in wie weit sich jeder Einzelne bei dem Thema etwas vor macht. Geschickt sind nämlich die anstehenden Problem nur verdrängt, und in die Zukunft, und damit auf kommende Generationen verlagert worden.

Einzig positiv zu bemerken, ist die Anpassung und das Arrangieren jedes Einzelnen, an kommende, oder bereits eingetretene, widrige Umstände, wie Altersarmut, oder Niedriglöhne. Sie sind aber der persönlichen Leistung des Einzelnen zuzuschreiben, und weniger einer besonderen geistigen, oder politischen Leistung, oder eines besonderen, visionären Konzeptes ehemals führender (etablierter) Parteien, selbsternannter Eliten, oder sogenannter Leistungsträgern. Auch wenn diese ständig versuchen sie sich auf die eigenen Fahne zu schreiben. Es sind aber nicht sie, sondern die Menschen, die sich friedlich und erfolgreich, trotz der oftmals üblen eingetretenen Umstände, auf Grund von politischen Fehlentscheidungen, Falscheinschätzungen und verqueren marktradikalen Ideologien, ein lebenswertes Leben erhalten und einrichten.

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Wahl 2009 und die Manipulation des Wahlkampfes mittels Statistik

gepostet von PolitikBasis am 22 - August - 2009- 4 KOMMENTARE

Deutschlandtrend 2009Schaut man sich die deutsche Medienlandschaft an, könnte man glauben die Wahl ist bereits gelaufen. Die vermeindlichen Gewinner sollen schon im Vorfeld fest stehen: Schwarz/Gelb. Präferiert von Presse und Journallie. Sie hängen so fest an ihren Rockzipfeln, wie ein Haufen ängstlicher kleiner Kinder.

Wissen doch die ganzen Spindoktoren um den stabilisierenden Faktor wenn es um (Lohn)Arbeitsplätze in den anhängigen Werbeagenturen, Nachrichtensendern, Börse, und unter den ganzen journalistischen Freiberuflern mit ihren Familien geht. Unvorstellbar für sie eine andere Konstellation. Gefährlich für sie eine Neuorientierung, Eigeninitiative und Eigenverantwortung nur Schlagwörter die für alle anderen gelten, in den Mund gelegt und bezahlt von postensichernden Instituten, die die “Notwendigkeit marktwirtschaftlicher Reformen” unter das Volk mischen sollen. Zu groß ist dort die Angst vor Veränderung. So wird geschrieben was das Zeug hält. Mauern ist angesagt. Schwarz Gelb muß Wirklichkeit werden, wenn dabei auch Objektivität und Ehrlichkeit für das, was diesen Parteien seit langen Jahren geleistete (oder nicht geleistet) haben, auf der Strecke bleiben.
Politik von Beratern der Lobbygruppen, dazwischengeschaltet Personen, gehypte in der Funktion einen Anstrich von Kompetenz und Stärke zu geben.

Gewaltige Statistikblöcke werden den Bürgern präsentiert: 36% Prozent für die Schwarzen, Gelb im Aufwind, das böse Rot niedergeschrieben, aber nur soviel (24%), daß es immer noch als stabilisierender Faktor herhalten kann. Nicht mehr als eine weichgespülte Oppositonsalternative für den systemkonformen deutschen Wähler. Die “Sonstigen”: Parteiengruppierungen ingnorant und bewußt kleingeschrieben. Daran lässt sich aber ablesen, was wirklich eine Veränderung bewirken würde.

Das Ganze wir garniert mit Überschriften wie: Deutschlandtrend, wobei das Wort Deutschland an eine solidarische, verbindende Emotion appeliert, das Wort Trend für Leichtigkeit, Jugendlichkeit und Unbeschwertheit steht. Die Wahlprognosen sind aber weiterhin fern jeglicher Aufbruchsstimmung, wie man es von solch einem Ausdruck vermuten könnte.
Eingelullt und ehrfürchtig lässt es den Wahlberechtigten entweder resignieren, und sein Kreuz gar nicht machen, oder vor lauter Herdentrieb und Gruppenzwang sein Kreuz dort machen, wo es vermeindlich alle tuen.

Der wichtige Grundwert dieser statistischen Auswertungen dabei nur eine Randbemerkung. Dabei ist sie ausschlaggebend für die Legitimation sogenannter Volksparteien. Die wachsende Nichtwählerschaft zwar thematisiert, aber besser nicht weiter nachgehakt. Volksparteien? Nein, nur noch Makulatur.
Hundert Prozent sind ein Ganzes – meint man, ist aber nicht so. Prozente lassen sich hervorragend visualsieren und entsprechend manipulativ einsetzen – siehe Bild. Von Grundgesamtheit ist dort die Rede. Eine Größe die nicht weiter spezifiziert ist. Wie setzt sie sich zusammen, wer gehört ihr an, wie wurde sie erhoben, wo wurde sie erhoben. Ein Einfallstor der Fehlinterpretationen.

Was wieder auf der Strecke bleibt? Veränderungen, ein frischer Wind, neue Ideen. Zu unbequem für die Bequemen. Diese Wahl steht unter dem Motto eines “weiter so”. Weiter mit Staatsverschuldungen und deren Zinsen, die immer schwerer sind zu bedienen sind. Denn zurückgezahlt werden sollen sie nicht.

Aber auch auf eine Gefahr hin, durch die eigenen Teilnahme an der Bundestagswahl 2009 sein “Funktionieren” innerhalb einer zweifelhaften Demokratie unter Beweis zu stellen, und so, evtl. einmal mehr zum stillen Mittäter einer fehlgeleiteten Ideologie zu werden, ist das Nichtwählengehen zwar bis zu einem gewissen Grad verständlich, aber sicher nicht der richtige Weg.

Fortsetzung folgt.

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Tschüss Hertie

gepostet von PolitikBasis am 18 - August - 2009- KOMMENTAR+

Auffallend still ist es in den Medien, wenn es um die, den Wahlprognosen weniger zuträglichen Meldungen geht. Immerhin ist bei Hertie jüngst wieder ein beträchtlicher Teil der Mittelschicht weggebrochen: Rund 4500 ehemalige Angestellte bereiten sich auf ihren Aufschwung und ihr kommendes Wachstum vor.

Presse und Medien plärren aber lieber populistisch vom Sinngemäßen: “Raubzug der Wenigverdiener” wenn es um die Auflösung der Mittelschicht geht:

Diese Wenigverdiener sind es nämlich, die das Gemeinwesen mit ihren Wohlstands- und Versorgungserwartungen in den Bankrott treiben. Mittlerweile sind es so viele, dass keine große Partei mehr an Ihnen vorbei kommt, wenn sie Wahlen gewinnen will.

Welt Online: Der staatliche Raubzug gegen die Mittelschicht »

Dabei sind es doch die vielen kleinen und großen Investoren die Dawnay Day angehören, welche leistungsloses Einkommen, respektive Wohlstands- und Versorgungserwartungen, rein aus Kapital generiert haben wollen.

Tatsächlich zeichnete sich seit dem Einstieg des Investors eine Spirale nach unten ab. 2006 machte Hertie ein Minus von 33 Millionen Euro. 2007 waren es wiederum 30 Millionen Euro bei schrumpfenden Umsätzen und einem Eigenkapital von angeblich nicht mal zehn Millionen.

Ja, auch du lieber Leser trägst deine Mit-Schuld an dieser Sache, wolltest du nicht auch irgendwann mal, in irgendeiner Form leistungsloses Einkommen beziehen?

Man könnte natürlich auch erklären, dass die Investoren so vorgehen mussten, weil sich der Kreis in dem Moment schließt, wenn die (etwaigen) Steuern des “Krake Staat“, auf diesen Erlös, an die Wenigverdiener verteilt werden. Da ist zwar etwas dran, nur logisch und konsequent zu Ende gedacht klingt das nicht, weil diese Wenigverdiener ja wiederum für andere Investoren und Institutionen Gewinne generieren, zumal sie, als letztes Glied in der Kette, rein der Ausbeutung dienen.

Was wäre also, wenn nicht verteilt werden würde? Andere Lobbygruppen würden wieder das große (mediale) Zähneklappern kriegen, wenn sie merken, daß der Binnenmarkt noch mehr einbricht, weil noch weniger konsumiert würde. Wobei die Frage ist, ob diese Lobbygruppen, die aus der bröselnden Mittelschicht bestehen, mächtig genug sind sich auf Dauer durchzusetzen. Vorausgesetzt sie erkenne überhaupt die Situation in der sie sich befinden. Zweifelhaft: So wird ein Herr Hundt auch weiterhin Lohnverzicht fordern, und damit die Abwärtsspirale nach untern vorantreiben.
Und jetzt kann man den Sack zu machen und die Antwort geben: Die Mittelschicht schrumpft, weil sie nicht mächtig genug ist, gerade weil sie ihre Situation nicht richtig einschätzt.

So gibt es den Weg vorgezeichnet: die Mittelschicht siedelt sich in der Unterschicht an, und der Begriff wird, von Politik und globalen Unternehmen, über die Medien, auf dem abgesenkten Level neu definiert: “Mittelschicht” – auf Niveau der Unterschicht.

Das macht aber nichts, und lässt genug Raum für Hoffnung selbst bei widrigsten Umständen eine positives Grundstimmung zu bekommen:

So werden sich kommende Generationen kaum vorstellen können, daß ein ehemaliger  Bevölkerungsdurchschnitt finanzielle Mittel mit einem 40 h (Lohn)Arbeitsplatz erwirtschaftete, von dem z.B.: Wohneigentum, und Grund und Boden erworben werden-, eine Familie ernährt-,  und auf einen Ruhestand-,  genannt Rente, hingearbeitet werden konnte.

Der Mehrheit in der Zukunft wird es aber nicht so vorkommen, als ob ihnen an etwas mangelt, nur der Weg dorthin kommt uns in der Gegenwart als Abstieg vor. Im Ergebnis wird der Mensch seine Zufriedenheit im Arrangement mit den Gegebenheiten finden. Ja: das ist der Stoff aus dem “der Markt” ist.

Politik spekuliert darauf, und ihre primäre Aufgabe ist den Niedergang nett zu verpacken, und die Menschen (die Mittelschicht) sanft nach unten zu begleiten.

Dass das kein Leistung ist, im Sinne von: “wir haben ein System (geschaffen) dass tatsächlich Wachstum und Wohlstand (durch *LohnArbeit) generiert” muß natürlich immer wieder verschleiert werden, weswegen dem Bürger Politik mit seinen Worthülsen immer so merkwürdig verlogen und nicht stimmig vorkommt. Denn das ominöse Wachstum kommt ja nur durch des Bürgers eigene, ständig steigende Einschränkung, wie wir speziell an den kommenden Generationen sehen (werden).

capire?

Tschüss Hertie.
Ihre PolitikBasis.

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Angeblich: Das Ende der Rezession rückt näher

gepostet von PolitikBasis am 8 - August - 2009- KOMMENTAR+

Die aktuellen Propagandameldungen von Presse und Medien, im Wahljahr 2009, sprechen derzeit, verstärkt, vollmundig von einem globalen Aufschwung oder gar einem “Ende der Rezession”:

Die deutschen Exporte legen wieder zu, die Arbeitslosenzahlen in den USA gehen zurück, das Wachstum in China ist schon wieder so stark wie vor der Krise – kündigt sich da etwa ein globaler Aufschwung an?

Welt Online: Das Ende der Rezession rückt näher »

Ökonomen analysieren auf SPIEGEL ONLINE den Zustand der deutschen Wirtschaft: Ist das Schlimmste überstanden, welche Rückschläge kommen noch?

Spon: Deutschland taumelt aus der Krise »

Das ist schön, weil nun kann sich wieder um wichtige und drängende Probleme gekümmert werden:

Rund 8 Mio. Arbeitslose allein in diesem Gebiet, Niedriglöhne, Altersarmut, drohender sozialer Abstieg mit Hartz4 und der Agenda2010 dazu noch Peak Oil, Klimawandel, und nicht zu vergessen die exorbitanten “Schulden”, die den Generationen für die Rettung aus der Krise aufgeladen werden (sollen)

…das ist die Krise!

Es ist also keineswegs so, daß nach dieser Krise alles in Butter wäre. Ganz im Gegenteil.
Denn wenn ein System allein auf der Hoffnung auf eine positive Zukunft gebaut ist, und weniger auf Realität, ist das bereits der erste Schritt einer Blase, die irgendwann wieder platzen muß – und Manipulation ist ihr Gehilfe.

Aufschwung wo keiner ist, “Das Ende der Rezession”, “Alles wird gut”, mag zwar schön klingen, vllt. braucht das auch der eine oder andere, deckt sich aber, wie gesagt, nicht mit den Umständen. Ich kann nicht behaupten pessimistisch durch das Leben zu wandeln wenn ich einen Aufschwung nicht sehe wo keiner ist. Aber was unterscheidet mich, und warum sollte ich mir dann etwas einreden.

Und zum Thema “Aufschwung”: Gemeint ist er nicht für die arbeitende Bevölkerung. Er bezieht sich immer mehr nur auf das Exportland Deutschland im Gesamten. Um von den gemeinten “Aufschwüngen” zu profitieren, muß, nein darf nicht in Deutschland (lohn)gearbeitet oder gelebt werden. Hier kann man bestens mit der ganzen Welt handeln, nicht aber (lohn)arbeiten.

Ist es also eine Lüge, was Merkel und Sinn, und wie sie alle heißen, verbreiten?

Nein, es ist nur das schlichte Weglassen von Erklärungen, von Sachverhalten, bei der Verkündung von diesen besagten “Aufschwüngen”, und für wen er gemeint ist. Er klingt gut in den Nachrichten und der Presse, deckt sich aber nicht mit der Lebensrealität der Menschen hier, weswegen es auch zu Dissonanzen und Verwerfungen innerhalb einer politisch- gesellschaftlicher Beziehungen kommt.

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Die Mittelschicht im Kita-Kampf

gepostet von PolitikBasis am 28 - Juli - 2009- KOMMENTAR+

Auf der einen Seite soll die Mittelschicht Mittelschicht bleiben, auf der anderen Seite regen sich, reichlich viele, quer durch die Gesellschaft auf, wenn über hramlose Streiks versucht wird den Status Quo zu halten, um ein Abrutschen zu verhinden.

Am Ende der erfolgreichen Propaganda trifft man sie bei der kollektiven Schuldzuweisung auf Geringverdiener und sog. “Unterschichtler”:

Diese Wenigverdiener sind es nämlich, die das Gemeinwesen mit ihren Wohlstands- und Versorgungserwartungen in den Bankrott treiben. Mittlerweile sind es so viele, dass keine große Partei mehr an Ihnen vorbei kommt, wenn sie Wahlen gewinnen will. Längst sind die direkten und indirekten Empfänger staatlicher Leistungen (also in Wahrheit des Steueraufkommens) in der Mehrheit. Eine von staatlicher Sozialpolitik selbst geschaffene Mehrheit, gegen die niemand mehr regieren kann.

Quelle: Der staatliche Raubzug gegen die Mittelschicht. »

Es ist wohl eher der geringen Solidarität der sogenannten Mittelschicht geschuldet, sowie einer gewissen geistigen Einfältigkeit, daß sie immer weiter errodiert. Nur sehen tut sie das wieder nicht.

Mittelschicht bleiben, ohne Tariferhöhungen, die aber nur durch knackige Streiks durchzusetzen sind; dagegen aber zu sein, funktioniert gleichzeitig nicht!

Und so geht das in diesem Land mit allem.

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